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Romane von Dorcas

FUNKE DES ZWEITEN LEBENS

FUNKE DES ZWEITEN LEBENS

Dunkle RomantikErste Person18+Rebellisches MädchenProfessorStarke FrauRachePlot TwistAmnesie
Sie starb mit dem Lächeln ihrer Zwillingsschwester über sich und dem Mann, den sie liebte, der neben ihr fiel. Camilla Crowley, Göttin des Feuers, wurde von der Schwester verraten, der sie vertraut hatte, und ermordet für eine Macht, die nie geteilt werden sollte. An ihrer Seite starb Dovovan Huxley, Gott des Wassers, die einzige Seele, die jemals die Sanftheit gesehen hatte, die sie hinter einem ständigen Stirnrunzeln verbarg. Ihnen wurde ein zweites Leben geschenkt. Jetzt, mit neunzehn, ist das volle Gewicht jenes Todes zurückgekehrt. Camilla erinnert sich an alles: das Blut, den Donner, die letzte Berührung seiner Hand. Doch der Mann, der vorne in ihrem Hörsaal steht, der kalte und brillante Professor Huxley, sieht sie an, ohne sie zu erkennen. Er spürt ihre Gegenwart. Er weiß nicht warum. In dieser modernen Welt ist sie nur eine Studentin. In dem Leben, das sie hinter sich gelassen hat, ist sie immer noch eine Göttin, die abgeschlachtet wurde. Und irgendwo in der Vergangenheit, gefangen von ihren eigenen Sünden, wartet ihre Zwillingsschwester noch immer. Camilla wird nicht verzeihen. Sie wird nicht vergessen. Sie wird in seinem Klassenzimmer sitzen, die schlafende Bindung zwischen ihnen zum Erwachen zwingen und sich auf den Tag vorbereiten, an dem sich die Tür zurück endlich öffnet. Denn dieses Leben ist nur der Anfang. Und wenn sie zurückkehrt, wird sie nicht um Antworten kommen. Sie wird um Blut kommen.
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Chapter: Kapitel Fünf
Später an demselben Nachmittag nach dem Verlassen der Bibliothek ging ich zum Studentenzentrum, wo sich das Licht bereits verändert hatte und die Morgensonne nun tiefer stand und längere Schatten über die Wege warf, während Studenten in lockeren Gruppen umhergingen, einige mit Kaffee in der Hand, andere über verspätete Aufgaben sprechend, und ich hielt mich am ruhigeren Rand des Weges, die Tasche über der Schulter, den Ausdruck ruhig.Ich fand einen leeren Tisch im zweiten Stock in der Nähe eines großen Fensters, das auf den östlichen Rasen hinausblickte, stellte meine Tasche ab und holte das Notizbuch hervor, das ich für private Gedanken statt für den Unterricht verwendete, da die Seminarmitschriften bereits in der Bibliothek erledigt waren und ich einfach einen stillen Ort brauchte, um zu sitzen und den Morgen in mir zur Ruhe kommen zu lassen, während die gewöhnlichen Geräusche des Campus hinter dem Glas weitergingen.Ich saß erst seit wenigen Minuten da, die leere Seite vor mir auf
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-18
Chapter: Kapitel Vier
Die Bibliothekstüren glitten mit einem leisen hydraulischen Seufzer auf, als ich eintrat.Kühle Luft strömte mir ins Gesicht und brachte den leichten Duft von Papier, poliertem Holz und der restlichen Wärme zu vieler gleichzeitig laufender Laptops mit sich. Die Haupthalle dehnte sich nach oben in zwei Ebenen von Regalen aus, so still, dass das Kratzen von Stiften und das leise Summen eines Druckers deutlich durch den Raum trugen. Studenten saßen an langen Tischen mit leuchtenden Bildschirmen, Ohrstöpsel im Ohr, die Gesichter vom blauweißen Licht ihrer Geräte erhellt. Einige blickten auf, als ich eintrat, und kehrten dann zu ihrer Arbeit zurück. Ich fand einen leeren Tisch in der Nähe der Rückwand, stellte meine Tasche ab und zog mein Notizbuch heraus.Die Seminarmitschriften mussten geordnet werden. Professor Huxleys Vorlesung war mit scharfer Präzision vorangeschritten, und meine Handschrift hatte Mühe gehabt, Schritt zu halten. Ich begann, die Punkte in eine klarere Struktur zu brin
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-18
Chapter: Kapitel Drei
Die Tore der Akademie standen unter einem blassen Morgenhimmel offen.Ich stieg aus dem Auto meines Vaters und richtete den Riemen meiner Tasche auf der Schulter. Der Campus dehnte sich vor mir in klaren Linien aus Glas und hellem Stein, moderne Gebäude erhoben sich zwischen älteren Bäumen, die man offenbar stehen gelassen hatte, als der Ort vor Jahren neu gebaut wurde. Studenten bewegten sich in kleinen Gruppen zu den großen Hörsälen, ihre Stimmen leise in der frühen Luft. Ich behielt meinen Ausdruck ruhig und meine Schritte gleichmäßig. Das Feuer unter meiner Haut ruhte still und bereit, so wie es seit meinem siebzehnten Lebensjahr war, als ich es zum ersten Mal vollständig beherrschte.Mein Vater hatte angeboten, mich hinein begleiten. Ich lehnte höflich ab. Manche Schwellen musste man allein überschreiten.Das Hauptverwaltungsgebäude roch nach polierten Böden und frischem Kaffee. Ich holte meinen Stundenplan am Empfang ab und suchte die Zimmernummer für das fortgeschrittene Semina
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-16
Chapter: Kapitel Zwei
Die Tage nach meinem neunzehnten Geburtstag vergingen in einer seltsamen, schwebenden Stille.Ich bewegte mich mit sorgfältiger Aufmerksamkeit durch das Crowley-Haus, als könnten die Wände selbst das zweite Leben spüren, das nun vollständig in mir wach war. Das Morgenlicht fiel in denselben Mustern über die Holzböden wie immer. Der Duft von Kaffee und Toast stieg zur gleichen Stunde aus der Küche auf. Die Schritte meiner Mutter blieben leise und gemessen. Und doch fühlte sich alles geschärft an, durchzogen von dem Wissen, dass ich nicht mehr nur das Mädchen war, das in diesen Räumen aufgewachsen war.Ich begann früher aufzustehen als der Rest des Haushalts. In der grauen Stunde vor der Dämmerung stand ich am Fenster meines Zimmers und beobachtete, wie die ersten dünnen Lichtstreifen die Dächer der Stadt berührten. Veyra breitete sich unter mir in vertrauten Schichten aus Glas und Beton aus, der ferne Hafen ein dumpfes Silberband am Horizont. Die Stadt wirkte gewöhnlich, unverändert, w
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-16
Chapter: Kapitel Eins
Die Träume verfolgten mich seit meinem zehnten Lebensjahr.Sie kamen in zerbrochenen Stücken – niemals ganz, niemals klar. Ein Aufblitzen von tiefrotem Haar, das nicht mein eigenes war. Das Geräusch von Donner, der zu nah wirkte, um natürlich zu sein. Die Stimme eines Mannes, die einen Namen rief, den ich nicht erkannte. Kaltes Stein unter meinem Rücken und der plötzliche Geschmack von Blut. Ich wachte mit rasendem Herzen auf und dem verblassenden Gefühl, etwas Unermessliches verloren zu haben, doch bis zum Morgen war das Gefühl wie Nebel zerronnen.Meine Eltern glaubten, es seien lediglich die Alpträume eines empfindsamen Kindes. Ich lernte, sie für mich zu behalten.Am Morgen meines neunzehnten Geburtstags hörten die Träume auf, Fragmente zu sein.Ich erwachte vor der Dämmerung, und das volle Gewicht eines anderen Lebens brach über mich herein. Jeder Augenblick kehrte mit vollkommener Klarheit zurück. Das formelle Fest, bei dem ich zum ersten Mal einen großen, zurückhaltenden Mann m
Zuletzt aktualisiert: 2026-09-16
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