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15: SPUREN VON PARIS

Author: Solyn Aure
last update Petsa ng paglalathala: 2026-09-12 09:41:51

ARIAS PERSPEKTIVE

Die Fahrt zum Krankenhaus ist… unangenehm.

Noah sitzt neben mir auf der Rückbank seines Maybachs, seine große Gestalt nimmt so viel Platz ein, dass ich die Hitze spüre, die von ihm ausgeht.

Jedes Mal, wenn das Auto um eine scharfe Kurve fährt, streift mein Arm seinen, und ein Stromschock jagt durch meine Adern.

Ich beiße mir in die Innenseite der Wange, wütend auf mich selbst, weil ich so auf ihn reagiere. Er schaut mich nicht
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  • 70 TAGE MIT DEM FALSCHEN MILLIARDÄR    64. IST DAS EIN VERHÖR?

    ARIAS PERSPEKTIVE Der Schlüssel dreht sich glatt im Schloss. Ich drücke die Tür auf und greife schon nach dem Lichtschalter— Und erstarre. Noah sitzt auf dem Wohnzimmersofa, als gehöre ihm der Ort, ein Arm über die Rückenlehne gestreckt, lange Beine übereinandergeschlagen, dunkle Augen bereits auf mich gerichtet. Das späte Nachmittagslicht aus den Fenstern fängt die scharfe Linie seines Kiefers. Er sieht völlig entspannt aus. Mein Herz springt mir in die Kehle, die Hände pressen sich um meine Portfolio-Tasche, bis die Knöchel weiß werden. „Was machst du hier?“ Die Worte kommen als geflüsterter Schrei heraus. Ich wirble zum Flur, halb erwartend, dass Onkel Mike jeden Moment erscheint. Noah erhebt sich fließend. „Entspann dich. Er ist zu Jeremiah gefahren.“ Ich bleibe stehen und drehe mich leicht weg, als er nach mir greift. „Also gibt dir das irgendwie das R

  • 70 TAGE MIT DEM FALSCHEN MILLIARDÄR    63. INTERVIEW MIT MADAME GENEVIEVE

    ARIAS PERSPEKTIVE Die Uhr an der Wand zeigt genau 10:00 Uhr, als die Doppeltüren klicken und aufgehen. „Miss Aria? Sie sind bereit für Sie“, sagt Elsie, die junge Assistentin, die mich vor 20 Minuten begrüßt hat, und tritt beiseite, damit ich eintreten kann. „Danke.“ Ich glätte die Vorderseite meines maßgeschneiderten Blazers und der passenden high-waisted Wide-Leg-Hose – eines der Aureline-Stücke. Ich sehe scharf und professionell aus und hoffe, dass es hilft, das Zittern in meinen Händen zu maskieren. Fünf Paar Augen rasten in dem Moment auf mich ein, in dem ich eintrete. Der Konferenzraum besteht aus dunklem Holz und bodentiefen Fenstern. Niemand steht auf. Niemand lächelt. Madame Genevieve sitzt in der Mitte des langen Tisches. Scharfe Wangenknochen, silbergestreiftes dunkles Haar zu einem strengen Knoten zusammengezogen. Sie schaut nicht zu mir auf. Sie studiert einfach den Ordner vo

  • 70 TAGE MIT DEM FALSCHEN MILLIARDÄR    62. UNSICHTBARER GEIST DER VERGANGENHEIT

    NOAHS PERSPEKTIVE Mein Büro ist still, abgesehen vom periodischen Kratzen meines Füllers auf Dokumenten. Ich höre ein Klopfen und die Tür öffnet sich. Jane tritt ein, Tablet in der Hand, Haltung kerzengerade wie immer. „Sir, der Termin für Miss Sinclair ist bestätigt. Morgen um 10 Uhr mit dem Team von Madame Genevieve.“ Ich lehne mich in meinem Stuhl zurück, die Stadtsilhouette erstreckt sich hinter den bodentiefen Fenstern meines Büros. Papiere und drei offene Laptops bedecken den großen Schreibtisch. Verträge, Quartalsprognosen und die neuesten Geheimdienstberichte zu einem Deal im Wert von Hunderten Millionen Dollar. Ein Grinsen zerrt an meinen Lippen. „Harlan ist wirklich verzweifelt wegen dieser Marktfusion.“ Ich unterschreibe meinen Namen mit einem entschiedenen Handgelenkschwung, bevor ich endlich den Blick hebe und ihre Augen treffe. „Gut. Setzen Sie einen Termin mit seinem Team u

  • 70 TAGE MIT DEM FALSCHEN MILLIARDÄR    61. DIE BÜHNE IST BEREIT

    ARIAS PERSPEKTIVE „Ja, vielen Dank, Charlotte. Morgen um zehn Uhr morgens passt mir gut. Ich bringe auf jeden Fall mein Portfolio und die Lookbooks für meine Marke mit.“ Ich drücke das Telefon fest an mein Ohr, mein Herz macht einen kleinen Freudensprung. „Perfekt, Miss Aria“, antwortet die Sekretärin am anderen Ende, ihr steifer Ton tut meiner Stimmung keinen Abbruch. „Produzent Harlan hat die Abteilung bereits gebrieft. Sie treffen sich mit den Regisseuren und Madam Genevieve Laurent zu Ihrem Interview. Einen schönen Tag noch.“ Die Leitung klickt ab, und ich starre mein Spiegelbild an, ein riesiges Grinsen breitet sich über mein Gesicht. Victor Harlan – einer der größten Produzenten in Hollywood – hatte persönlich dafür gesorgt. Alles wegen Noah. Ein Interview. Aureline überquert endlich den Ozean. Ein Freudenschrei entweicht meinen Lippen, als ich in den

  • 70 TAGE MIT DEM FALSCHEN MILLIARDÄR    60. WIR FANGEN ERST AN

    DRITTE PERSON PERSPEKTIVE REIFE INHALTE VORAUS Der Applaus und die Rufe hallen noch in Daisys Ohren wider, als sie von der Bühne steigt, die Haut glänzt vor Schweiß. Eine Hostess kommt mit einem wissenden Lächeln und einem Tablet in der Hand. „Du warst unglaublich. Es gibt eine lange Liste von Männern, die heute Abend private Zeit mit dir wollen. Großzügige Angebote.“ Daisys Herz stolpert. Sie scannt die Namen schnell, der Puls rast vor törichtem Hoffnung. Mikes Name ist nirgends auf der Liste. Die Abwesenheit fühlt sich an wie eine frische Wunde, die ihr ohnehin fragiles Herz erneut verletzt. Natürlich wollte er sie nicht. Sie lehnt jede Anfrage mit einem höflichen, aber entschiedenen Kopfschütteln ab und geht zum Ausgang. Wenn er sie nicht will, i

  • 70 TAGE MIT DEM FALSCHEN MILLIARDÄR    59. INS NO MAN’S LAND

    KAPITEL: DRITTE PERSON PERSPEKTIVE (FORTSETZUNG) Der Himmel hatte ihren Wunsch an jenem Morgen vor vier Jahren erfüllt. Sie hatte Mike wieder gesehen. Hatte eine weitere Gelegenheit, wie sie gehofft hatte. Und doch war nichts passiert. Sie erfuhr, dass sein Name Mike war – Onkel Mike, wie Aria ihn liebevoll nannte. Der Titel passte überhaupt nicht zu ihm. Daisy hätte ihn lieber etwas weit Intimeres genannt. Daddy und Master waren ihr mehr als einmal durch den Kopf gegangen. Er sah viel zu jung aus, um jemandes Onkel zu sein, trotz der grauen Strähnen in seinem Bart. Jeder Zentimeter von ihm kraftvoll, wellige Muskeln unter dem weißen Hemd, galante Haltung, eine Alpha-Präsenz, die die Luft dicker machen ließ. Daisy hatte das Kribbeln von Blut gespürt, das aus ihrer Nase tropfte. Und Daisy hatte das nie. Sie konnte diesen Effekt auf

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