Se connecterKane richtete sich langsam auf, seine schweren Beine schwangen über die Kante der Steinplatte, seine dunklen Brauen zogen sich zu einer tiefen, verwirrten Linie zusammen. Er rieb sich die Schläfen und sah Alice an, als hätte sie gerade in einer vergessenen, uralten Sprache zu ihm gesprochen.
„Eine Ankündigung?“, wiederholte er, seine Stimme noch immer rau und heiser vom Schlaf und dem bitteren Pflan
Die dünnen Holzwände der kleinen Hütte erzitterten bei dem lauten Knall. Staub rieselte von den trockenen Deckenbalken in das trübe Licht der Glut.Die müde Stimme des alten Mannes durchbrach die Dunkelheit im Hauptraum.„Wer ist da?“, rief der Mann zitternd vor Angst. „Wer klopft da zu solch einer ungünstigen Stunde?“Er stand auf und ging zum Eingang, um den Riegel zu entriegeln; seine Schritte schlurften über die Dielen.In dem winzigen Gästezimmer stand Kane wie gebannt vor mir. Die sanfte Wärme seines Gesichts war verschwunden, ersetzt durch harte, scharfe Züge. Seine goldenen Augen huschten zur Holztür, als ob er draußen das Klirren eiserner Rüstungen hören wollte.Kane blickte auf mich herab, seine Stimme sank zu einem rauen, angespannten Flüstern
Kane wandte sein Gesicht von meinem Hals ab. Er holte tief Luft und versuchte, das Feuer in seinen Augen zu unterdrücken.Er stand vom Bett auf, strich sein dunkles Hemd glatt und ging zur Holztür. Er schob sie einen Spaltbreit auf und schaute hinaus.Der alte Mann stand in der Halle und hielt einen Stapel dicker, sauberer Wolldecken in den Händen.„Bitte kommen Sie herein“, sagte Kane mit tiefer, höflicher Stimme und trat zur Seite, um ihn durchzulassen.Der Mann betrat das kleine Zimmer. Sein Blick wanderte von Kane zu mir auf dem Bett, meine Wangen waren rot gerötet und meine Haare zerzaust.„Verzeihen Sie“, sagte der alte Mann und strich sich über seinen grauen Bart. „Ich wollte nur fragen, ob Sie zusätzliche Decken für das Bett benö
Der kalte Bergwind heulte durch den engen Felsenpass und peitschte unsere Mäntel um unsere Körper, als wir aus dem äußeren Umkreis von Oakhaven flohen.Kane hatte seinen Arm um meine Taille gelegt und stützte fast mein gesamtes Gewicht, sodass mein verletzter Knöchel den Kies nur leicht berührte. Wir rannten schneller, mit jeder verbliebenen Kraft in unseren Gliedern, begierig darauf, die Grenzkämme zu erreichen, bevor die Palastwächter den letzten Schleier des Naagrani-Nebels von ihren Köpfen schüttelten.Vor uns glänzten die hohen Fackeln des äußeren Grenzkontrollpunkts wie wütende rote Augen durch den grauen Nebel, der über dem Tal wirbelte.Dutzende gepanzerte Wachen marschierten entlang der Holzbarrikaden, ihre schweren Eisenhellebarden glänzten im fahlen Mondlicht. Hellwach suchten sie jeden Schatten ab und beobachteten mit gespannten Bög
Die Nacht senkte sich dicht über das schwarze Königreich der Berge.Außerhalb unserer engen Zelle herrschte Stille in den Steingängen, abgesehen vom Klappern der schweren Stiefel der Nachtwache auf dem nassen Gestein. Die eisernen Fackeln brannten schwach und warfen ein dünnes orangefarbenes Flackern auf die Gitterstäbe.Kane stand vom kalten Boden auf. Die schweren Eisenketten an seinen Handgelenken klirrten leise, aber er beachtete sie nicht.Er ging zu dem dicken Eisengitter und drückte seine Stirn an den Spalt zwischen den Stäben. „Wachen!“, rief er durch den leeren Flur, seine Stimme tief, fordernd, rau. Als gehöre ihm der Laden. Ziemlich arrogant.Zwei schwer gepanzerte Wachen, die Hände an den Griffen ihrer Kurzschwerter,
Zwei gepanzerte Wachen zerrten mich über den kalten Obsidianboden, die schweren Eisenketten schnitten in meine wunden Handgelenke.Ein quälender, blendender Schmerz pulsierte in meinem rechten Knöchel. Jedes Mal, wenn meine Zehen den harten Stein berührten, schoss mir eine weitere brennende Welle das Schienbein hinauf.Vier riesige Kerle mit gezogenen Waffen standen neben mir und trieben Kane voran. Er trug den Kopf hoch, obwohl dicke Eisenfesseln seine massigen Arme umklammerten. Seine Augen waren dunkel, golden und brannten vor einer tödlichen, unerbittlichen Wut, die die Männer, die seine Ketten hielten, dazu brachte, sorgsam Abstand zu halten.Plötzlich wurden wir am Fuße des Throns gestoppt.Königin Morwenna erhob sich von ihrem eisernen Stuhl, ihr silbernes Brokatkleid wehte hinter ihr her wie Wasser über Schiefer. Ihr weißes Gesicht verzerrte sich zu einem giftigen, hässlichen Grinsen. Von der höflichen, charmanten Herrscherin des Balls war nichts mehr zu sehen. „Verräter!“, sp
Die Szene war still und lag wie ein blutloses Schlachtfeld auf dem Obsidianboden. Dutzende von Lords und Ladies sowie Ratsälteste lagen ausgestreckt auf den Holzbänken und Wollteppichen und stöhnten schwach, als sie aus ihrem unnatürlichen, tiefen Schlaf erwachten.Königin Morwenna erwachte mit einem scharfen, heftigen Aufschrei.Es fühlte sich an, als würde ein Schmied glühendes Eisen gegen ihre Schädeldecke hämmern, ein Pochen hinter ihren Schläfen. Sie richtete sich in ihrem geschnitzten Stuhl auf und schüttelte die ringbesetzten Finger, die sich an die Stirn rieben. Der saure, trockene Geschmack in ihrem Mund und der plötzliche Schwindel vor ihren Augen sagten ihr alles, was sie wissen musste.Sie hatten ihren königlichen Wein mit Drogen versetzt. Man hatte ihr einen starken Schlaftrunk verabreicht, und ihr gesamter Hofstaat befand sich in einem induzierten Rauschzustand.„Verräter!“, schrie Morwenna und stieg vom Thron.Ihre Beine zitterten unter dem schweren silbernen Brokat ihr







