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Chapter 15

作者: Joy Divah
last update 公開日: 2026-08-18 20:43:29

Kelvin

Amys ganzer Körper war blass geworden. Ihre Augen starrten leer auf den leeren Abschnitt des Gartens, die Lippen geöffnet, während sie den Kopf schüttelte und „unmöglich“ flüsterte wie ein kaputtes Mantra, das sie nicht aufhören konnte zu wiederholen.

„Reiß dich zusammen und antworte mir.“ Ich drehte mich vollständig zu ihr um, die Stimme scharf.

Sie sah mich dann an. Ihre Augen fixierten sich auf mein Gesicht, während ihr Mund zitterte, als trüge das, was sie sagen musste, einen Preis,
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    KelvinMein ganzer Körper wurde taub, als ich auf den Bildschirm starrte.Die Schlagzeile brannte sich in meine Augen. Das Video-Vorschaubild zeigte den genauen Moment im Kenti-Haus – Zarek und Jasper auf den Knien, meine Markierungen leuchtend, die Macht, die ich damals noch nicht verstanden hatte, klar im Bild. Und darüber Ginger’s Name.„Diese verdammte Schlampe.“ Jaspers Stimme kam von hinter mir, tief und giftig. Sein Atem streifte die Seite meines Halses, während er über meine Schulter blickte.Zareks Hände ballten sich zu Fäusten an den Seiten. „Sie war bereits wütend. Ich habe sie mitten in der Zeremonie verlassen. Als ich mich bewegte, lief der Wein in ihrer Hand die Vorderseite ihres Kleides hinunter. Sie muss entschieden haben, dass das der beste Weg war, zurückzuschlagen.“Mein Herz schlug heftig gegen meine Rippen. Meine Finger umschlossen das Telefon so fest, dass die Kanten sich in meine Handfläche gruben.„Warum hast du das getan?“ Ich drehte mich vollständig zu ihm um

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    Kelvin Ich hatte in meinem gesamten Leben noch nie diese Art von Macht gespürt. Ich hatte nicht einmal davon geträumt. Und doch stand ich hier, über zwei Alphas, die soeben alles genommen hatten, was ich ihnen gegeben hatte, ihre Körper noch gezeichnet von dem, was ich getan hatte. Jasper stieß ein gebrochenes Lachen aus – halb Ungläubigkeit, halb übrig gebliebene Lust. „Das war… verrückt.“ Zarek taumelte auf die Beine, die Brust hob und senkte sich heftig, die Augen noch immer dunkel. „Und wovon zum Teufel hast du da geredet, Jasper? Welche Prophezeiung?“ Mein Herz schlug einmal hart gegen meine Rippen, doch diesmal war es nicht aus Angst. Die Macht, die durch meine Adern strömte, ließ dafür keinen Raum. Ich ging in die Mitte des unfertigen Raums, wo meine Hose noch nutzlos auf einem Haufen lag, und zog sie ohne Eile an. „Es gab eine Prophezeiung“, sagte ich. „Oder zumindest dachten wir, es sei nur eine alte Geschichte. Ein Omega, der von zwei Alphas markiert wird, wird zum

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    ZarekDie Macht rollte noch immer in Wellen von Kelvin ab.Staub hing in der Luft des unfertigen Gebäudes. Mein Wolf, sonst unruhig und dominant, blieb unter der Kraft dessen, was gerade in ihm erwacht war, tief und still. Jasper stand auf Kelvins anderer Seite, ebenso regungslos. Die Worte, die er vor wenigen Augenblicken gesprochen hatte, hallten noch in meinem Kopf wider.Fuck… die Prophezeiung war wahr.Welche Prophezeiung?Ich hatte keine Ahnung, was Jasper meinte. Es hatte keine Zeit gegeben zu fragen. Das Rot in Kelvins Augen hielt jeden Gedanken an seinem Platz fest.Kelvin hob langsam den Kopf. Diese Augen wanderten von mir zu Jasper und wieder zurück. Als er sprach, war seine Stimme gleichmäßig, tief und völlig anders als die des zögerlichen Omegas, den wir beide gekannt hatten.„Von jetzt an“, sagte er, „bin ich niemandes Omega mehr.“Die Worte landeten wie ein Anspruch.„Wenn ich rufe“, fuhr er fort, „antwortet ihr. Beide. Versteht ihr?“Mein Kehlkopf arbeitete. Die Bindun

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    JasperIch war noch nie in meinem ganzen Leben so verängstigt gewesen.Ich stand in der hintersten Ecke von Zareks Verlobungszeremonie, halb hinter einer Säule verborgen, und sah zu, wie Kelvin den Saal mit einem leeren Tablett verließ, um mehr Champagner zu holen. Die Lichter, das Lachen, die sorgfältigen politischen Lächeln – all das fühlte sich entfernt an, in dem Moment, als er durch die Servicetüren verschwand. Ein paar Minuten später kam Amy angerannt, das Gesicht blass, die Stimme gebrochen, als sie sich durch die Menge drängte und uns sagte, dass er entführt worden war. Mein Herz schlug so heftig gegen meine Rippen, dass ich es in der Kehle spürte. Mein Wolf geriet in absolute Wut, lief auf und ab und knurrte in meinem Schädel.Geh und rette ihn, knurrte er. Sofort.Bevor ich zweimal nachdenken konnte, rannte ich bereits zur Garage. Zarek war schon vor mir da, die Augen dunkel, die Haltung starr vor derselben Panik, die ich spürte. Ich zögerte nicht. Ich stieg in sein Auto, oh

  • Auch Alphas knien nieder – Niemandes Omega   Kapitel 34

    ZarekHätte mir jemand eine Stunde zuvor gesagt, dass ich meine eigene sorgfältig geplante Verlobungsfeier – vor Hunderten von zuschauenden Augen – für einen Omega abbrechen würde, hätte ich ihm ohne Zögern die Kehle mit Krallen oder Fangzähnen herausgerissen.Die Zeremonie hatte gerade erst begonnen. Die Gäste setzten sich noch auf ihre Plätze. Ginger stand neben mir in diesem blassen Kleid und bedrängte mich mit leisen Fragen, ob ich die Bindung zu Kelvin endlich durchtrennt hätte. Mein Herz hämmerte gegen meine Rippen, weil ich ihr immer noch keine klare Antwort geben konnte.Dann schnitt Amy durch alles hindurch.Sie schrie meinen Namen wie einen Befehl und rannte auf uns zu, die Brust hob und senkte sich, die Augen musterten die Menge, als wüsste sie bereits, dass dies der falsche Ort und der falsche Moment war, um zu sprechen – und sprach trotzdem.„Ich glaube, Kelvin wurde entführt.“Die Worte trafen härter als jeder physische Schlag. Mein Wolf prallte so heftig gegen die Innen

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    KelvinIch servierte Getränke auf der Verlobungsfeier meines eigenen Gefährten – mit jemand anderem.Das Tablett mit der bernsteinfarbenen Flüssigkeit fühlte sich schwerer an, als es sollte, während ich mich durch die Menge von Wölfen aus verschiedenen Clans und Rängen schob. Die große Halle des Kenti-Anwesens war heller, als ich sie je gesehen hatte – Kristallkronleuchter brannten über uns, die Luft war dicht von teurem Parfüm, polierten Schuhen und dem leisen, ständigen Murmeln von Macht. Das waren Menschen, von denen ich mir nie vorgestellt hatte, ihnen so nahe zu kommen: ranghohe Alphas, Ratsälteste, wohlhabende Rudelmitglieder, deren Namen sonst nur in formellen Bekanntmachungen oder entfernten Gerüchten auftauchten. Jede Oberfläche glänzte. Jedes Gespräch klang sorgfältig abgewogen.Die Zeremonie hatte gerade erst begonnen, als Zarek eintrat.Er trug einen sauberen, perfekt sitzenden schwarzen Anzug, der jede Linie seiner Alpha-Präsenz unmöglich zu übersehen machte. Sein Haar wa

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