INICIAR SESIÓN„Es gibt nichts zu besprechen“, sagte ich. „Geh mir aus dem Weg.“„Tust du immer noch so, als würdest du nicht verstehen, was hier passiert? Genau das ist dein Problem, Rowan. Du glaubst, du kannst tun und lassen, was du willst, und einfach damit davonkommen.“„Ich habe dir nichts getan.“Ethan lachte. „Du hast eine Beschwerde wegen deiner verschwundenen Abgabe eingereicht. Du sammelst ständig Beweise, stellst Fragen und ziehst andere in deine Angelegenheiten hinein. Glaubst du, wir sind dumm?“Ich umklammerte mein Handy fester. „Woher weißt du von meiner Beschwerde?“Sein Grinsen wurde breiter. „Ist das wichtig?“„Ja, eigentlich schon. Jemand hat auf Informationen zugegriffen, auf die er keinen Zugriff haben sollte.“„Hör dich mal an. Du klingst, als würdest du schon den nächsten Bericht vorbereiten.“ Er kam näher. „Ich sage dir, du sollst damit aufhören, bevor du dir noch mehr Ärger einhandelst.“Ich versuchte, an ihm vorbeizugehen, doch er bewegte sich und versperrte mir erneut den
Die Nachricht ging mir nicht aus dem Kopf.Halt den Mund, Rowan. Es sei denn, du willst mit ansehen, was Eddy als Nächstes passiert.Ich las sie im Badezimmer noch einmal und löschte dann die Benachrichtigung, ohne die Nachricht selbst zu löschen. Ich brauchte die Beweise, selbst wenn ich zu viel Angst hatte, sie jemandem zu zeigen.Sie wussten von Eddy. Sie wussten von unserer Lerngruppe. Sie wussten genau, mit welchen Leuten ich Zeit verbrachte.Das war längst kein gewöhnliches Mobbing mehr.Jemand hatte mich im Visier.Mein Handy vibrierte erneut, und ich zuckte zusammen. Es war Eddy.Eddy: Kommst du morgen in die Bibliothek, oder willst du mir für immer aus dem Weg gehen?Ich tippte: Wir sollten nicht mehr zusammen lernen.Seine Antwort kam fast sofort.Eddy: Versuch es noch einmal, aber sag mir diesmal den wahren Grund.Ich starrte auf den Bildschirm, während mein Daumen über der Tastatur schwebte. Ich wollte ihm alles erzählen – von den Drohungen, den anonymen Nachrichten und me
Als ich den Hörsaal betrat, lachten bereits drei Leute über mich.„Na sieh mal einer an, wer sich endlich wieder blicken lässt“, sagte Ethan und lehnte sich in seinem Stuhl zurück. „Hat der Professor seinem Lieblingsstudenten wieder eine Sonderaufgabe gegeben?“Tyler schnaubte. „Pass auf. Sonst meldet er uns noch, weil wir seine Gefühle verletzt haben.“Ich ging weiter und umklammerte mein Notizbuch fester.„Was ist los, Rowan?“, rief Mason mir hinterher. „Zu beschäftigt damit, Beweise zu sammeln, um zu antworten?“Ich drehte mich um. „Wird es euch eigentlich nie langweilig, euch selbst reden zu hören?“Für einen halben Moment verstummte ihr Gelächter.Ethan stand auf. „Was hast du gesagt?“„Du hast mich gehört.“Er stellte sich mir in den Weg. Auf seinen Lippen lag ein Lächeln, das seine Augen nicht erreichte. „Du bist in letzter Zeit ganz schön mutig geworden. Liegt das daran, dass dein kleiner Freund ständig in deiner Nähe ist?“„Geh mir aus dem Weg.“„Oder was?“Bevor ich antworte
Rowan hatte innerhalb von weniger als zehn Minuten sechsmal auf sein Handy geschaut.Ich hatte mitgezählt.Er saß auf der Kante seines Bettes und starrte auf den Bildschirm, bevor er ihn sperrte und das Handy neben sich warf. Drei Sekunden später nahm er es wieder in die Hand.„Wenn du so weitermachst, ist dein Handy bald hinüber“, sagte ich, ohne den Blick von meinem Laptop abzuwenden.„Kümmer dich um dein eigenes Handy.“„Tue ich. Meins verhält sich nicht so, als würde es jeden Moment eine Bombe erwarten.“Rowan warf mir einen scharfen Blick zu. „Hast du etwas Nützliches zu sagen, oder redest du einfach weiter?“„Kommt drauf an. Willst du dich weiterhin so seltsam verhalten?“„Ich verhalte mich nicht seltsam.“„Natürlich nicht. Und ich bin der beliebteste Professor der Universität.“Er verdrehte die Augen und widmete sich wieder seinem Handy. Ich bemerkte die kurze Veränderung in seinem Gesichtsausdruck, bevor er den Bildschirm erneut sperrte. Was auch immer er gelesen hatte, es hat
„Ihre Aufgabe wurde nicht eingereicht.“Ich starrte auf die E-Mail von Professor Bennett auf meinem Handy und las den Satz bereits zum vierten Mal.Das war unmöglich. Ich hatte die Datei zwei Tage vor Ablauf der Frist hochgeladen, das Dokument überprüft und auf „Absenden“ geklickt. Ich hatte sogar einen Screenshot von der Bestätigungsseite gemacht, weil ich dem Online-System der Universität nicht vertraute.Ich öffnete meinen Laptop und meldete mich im Studentenportal an.Neben der Aufgabe stand ein roter Hinweis.KEINE ABGABE REGISTRIERT.„Nein. Nein, nein, nein.“Ich aktualisierte die Seite. Nichts änderte sich. Ich überprüfte den Kursbereich, öffnete die Details der Aufgabe und durchsuchte meinen Abgabeverlauf.Es gab keinen Eintrag zu meiner Arbeit.Ich griff nach meinem Handy und rief im Büro von Professor Bennett an. Nach mehrmaligem Klingeln nahm jemand ab.„Büro von Professor Bennett.“„Guten Morgen. Mein Name ist Rowan Cole. Ich rufe wegen der Aufgabe für Ihren Kurs an. Ich h
„Du grinst schon wieder auf dein Handy. Muss ich mir Sorgen machen?“Ich blickte von meinem Laptop auf. Rowan saß auf seinem Bett, tippte mit beiden Daumen und versuchte erfolglos, sein Grinsen zu verbergen.Er sah mich an. „Kümmere dich um deinen eigenen Kram.“„Das würde ich, wenn du nicht lachen würdest, als hätte dir gerade jemand den lustigsten Witz der Welt erzählt.“„Vielleicht hat das ja jemand.“„Muss ein Komiker sein.“Rowans Lächeln wurde breiter, als eine weitere Nachricht eintraf. Er las sie, schüttelte den Kopf und begann erneut zu tippen.Ich klappte meinen Laptop heftiger zu als nötig. „Wer unterhält dich denn so gut?“Er sah mich kaum an. „Niemanden, den du kennst.“„Das war nicht meine Frage.“„Und ich hatte nicht vor, sie zu beantworten.“Ich starrte ihn an, doch er hatte seine Aufmerksamkeit bereits wieder seinem Handy zugewandt. Seit wann war er so unbekümmert darin geworden, mich abblitzen zu lassen?Bevor ich weiter nachfragen konnte, stand er auf und griff nach






