Home / Werwolf / BLUTENDES SCHWEIGEN / KAPITEL 4: BLUT UNTER SEIDE

Share

KAPITEL 4: BLUT UNTER SEIDE

Author: Luna Maelyn
last update publish date: 2026-05-22 22:00:18

Der Gang der Heiler war still auf eine Weise, die nach dem Zeremoniesaal falsch wirkte. Nicht friedlich, nur verlassen. Diese Art von Stille, die bedeutete, dass jeder bereits entschieden hatte, wo er hingehörte — und Evelyn Marlowe in keiner dieser Entscheidungen vorgesehen war.

Ihre Schritte waren ungleichmäßig, als sie durch die engen Korridore hinter dem Hauptflügel ging. Eine Hand lag tief auf ihrem Unterleib, während die andere über die Wand glitt, um Halt zu finden. Der Stein war kalt genug, um ihre Wahrnehmung für einen Moment zu schärfen, aber er stoppte nicht die Schwäche, die sich in ihr ausbreitete.

Die Blutung hatte nicht nachgelassen.

Wenn überhaupt, hatte sie sich verändert.

Verschoben.

Als würde etwas in ihrem Körper nicht mehr den normalen Regeln folgen.

Sie erreichte den Eingang der Heilkammer und blieb stehen.

Dieser Raum hatte sich früher wie ein Zuhause angefühlt.

Jetzt fühlte er sich wie ein Risiko an.

Evelyn stieß die Tür auf und glitt hinein.

Die Kammer war nur schwach von sanften Laternen erleuchtet, die in Eisenhaltern hingen. Reihen von Kräutern hingen von den Deckenbalken, getrocknete Blätter und zerstoßene Wurzeln füllten die Regale, und der schwache Geruch von medizinischem Rauch lag auf jeder Oberfläche.

Es hätte vertraut sein sollen.

Es hätte sicher sein sollen.

Aber heute Nacht fühlte sich nichts sicher an.

Sie schloss die Tür hinter sich und lehnte sich einen Moment dagegen, atmete vorsichtig.

Ihr Kleid war jetzt schwerer. Wärme hatte sich weiter ausgebreitet und mehrere Schichten durchtränkt, die sie genau dafür gewählt hatte — um zu verbergen, was geschah.

Evelyn atmete langsam aus.

Dann ging sie zum zentralen Tisch.

Ihre Hände zitterten, als sie ein Tuch, eine kleine Schale und die grundlegenden Heilwerkzeuge nahm, die sie nur zu gut kannte. Ihr Körper war in diesem Raum unzählige Male behandelt worden. Manchmal wegen Erschöpfung. Manchmal wegen Verletzungen, die sie nie zugegeben hatte, schlimmer zu sein, als sie behauptete.

Aber niemals so.

Sie setzte sich vorsichtig auf den Stuhl.

Die Bewegung ließ ihren Atem stocken.

Ein scharfer Puls zog durch ihren Unterleib.

Evelyn presste instinktiv die Hand darauf.

Das Kind bewegte sich.

Diesmal nicht sanft.

Nicht rhythmisch.

Es fühlte sich angespannt an.

Als würde sich Druck in einem verschlossenen Gefäß aufbauen.

Sie erstarrte einen Moment und wartete, dass es nachließ.

Es verschwand nicht vollständig.

Nur abgeschwächt.

Evelyn griff nach der Schale und stellte sie näher.

Dann begann sie vorsichtig, sich selbst zu untersuchen.

Ihre Hände waren nur deshalb ruhig, weil sie sie dazu zwang.

Als sie das Blut endlich richtig sah, blieb ihr Atem stehen.

Es war nicht normal.

Nicht vollständig rot.

Nicht das, was sie erwartet hatte.

Feine silberne Spuren zogen sich hindurch.

Wie Metallstaub, der in Flüssigkeit schwebte.

Sie blinzelte einmal.

Dann noch einmal.

Silbernes Blut war für ihre Art nicht natürlich.

Nicht einmal bei seltenen Blutlinien.

Ihr Puls beschleunigte sich.

Evelyn beugte sich näher, ignorierte die Schwindelwelle, die an den Rand ihres Sichtfelds stieg.

Sie berührte eine kleine Probe mit dem Tuch und beobachtete, wie sie sich ausbreitete.

Das Silber trennte sich nicht.

Es verband sich.

Als gehöre es dorthin.

Ihr Verstand suchte nach Erklärungen, die sie akzeptieren konnte.

Schwangerschaftskomplikation.

Stressreaktion.

Rückstoß einer Heilung.

Aber nichts davon erklärte Silber.

Ein Geräusch hinter ihr ließ sie sich abrupt umdrehen.

Die Tür war erneut geöffnet worden.

Evelyns Körper spannte sich sofort an.

Eine ältere Frau stand im Eingang.

Mira.

Oberheilerin der Nightclaw-Heiler.

Ihre Präsenz veränderte die Atmosphäre des Raumes augenblicklich. Nicht, weil sie einschüchternd war, sondern weil sie lange genug gelebt hatte, um zu erkennen, wenn etwas nicht mehr normal war.

Miras Augen verengten sich leicht, als sie Evelyns Zustand erfasste.

Dann trat sie ein und schloss die Tür hinter sich.

„Du solltest nicht allein hier sein“, sagte Mira sofort.

Evelyn richtete sich leicht auf.

„Ich hatte keine Wahl“, antwortete sie.

Mira ging nicht darauf ein. Stattdessen trat sie näher und ihr Blick fiel auf die Schale auf dem Tisch.

Ihr Ausdruck veränderte sich.

Nicht allmählich.

Sofort.

„Was ist das?“, fragte Mira.

Evelyn zögerte.

„Ich bin mir nicht sicher.“

Mira nahm das Tuch und untersuchte es sorgfältig. Ihre Finger drückten leicht in den Fleck, dann hob sie es näher ins Licht.

Stille folgte.

Eine längere Stille, als Evelyn mochte.

Dann senkte Mira die Stimme.

„Das ist kein normales Wolfsblut.“

Evelyns Kehle zog sich leicht zusammen.

„Ich weiß.“

Mira sah scharf auf.

„Du weißt es?“

Evelyn nickte einmal.

„Ich habe silberne Spuren gesehen.“

Mira sprach nicht sofort.

Stattdessen legte sie das Tuch langsam ab, als wäre es etwas Instabiles geworden.

Dann trat sie näher zu Evelyn.

„Lass mich dich sehen“, sagte sie.

Evelyn zögerte.

Für einen Moment erwog sie, sich zu verweigern.

Aber ihr Körper verriet sie, bevor ihr Stolz es konnte.

Sie beugte sich leicht nach vorne.

Mira untersuchte ihren Zustand vorsichtig, ohne sie direkt zu berühren. Ihr Blick wurde immer fokussierter.

Dann trat sie zurück.

Ihr Ausdruck hatte sich vollständig verändert.

Sorge war etwas Schärferem gewichen.

Alarm.

„Du blutest seit der Zeremonie so?“, fragte Mira.

Evelyn nickte schwach.

Mira atmete langsam ein.

„Das ist keine Instabilität der Geburt“, sagte sie leise.

Evelyns Herz zog sich zusammen.

„Was ist es dann?“

Mira antwortete nicht sofort.

Stattdessen ging sie zu einem Regal, zog ein kleines Kristallinstrument hervor, das zur Erkennung von Energieschwankungen in Blutlinien diente. Es war alt. Kaum noch in Gebrauch.

Sie stellte es neben die Schale.

Der Kristall blieb nicht ruhig.

Er pulsierte einmal.

Dann noch einmal.

Dann begann er sanft zu vibrieren, als würde er auf etwas im Blut reagieren, das nicht existieren sollte.

Mira trat zurück.

Ihr Gesicht verlor die letzte Ruhe, die es gehalten hatte.

Evelyn beobachtete sie genau.

„Was bedeutet das?“, fragte sie.

Miras Stimme wurde leiser.

„Das Kind entwickelt sich nicht wie ein normaler Alpha-Erbe“, sagte sie.

Evelyn spürte einen kalten Schauer durch ihre Brust.

„Das weiß ich bereits“, antwortete sie.

Mira schüttelte leicht den Kopf.

„Nein“, sagte sie. „Weißt du nicht.“

Stille füllte den Raum erneut.

Das Laternenlicht flackerte schwach an den Wänden.

Evelyns Hand wanderte instinktiv zu ihrem Bauch.

Das Kind bewegte sich erneut.

Diesmal stärker.

Mira beobachtete die Bewegung aufmerksam.

Dann sprach sie wieder, langsamer.

„Es gibt eine alte Blutlinien-Interferenz im Energiesignatur des Kindes.“

Evelyn runzelte leicht die Stirn.

„Alt?“

Mira nickte.

„Das ist nicht nur Alpha-Linie“, sagte sie. „Das ist älter. Schwerer. Etwas, das vor der heutigen Rudelstruktur existiert.“

Evelyns Atem wurde flach.

„Das ist unmöglich.“

„Ist es nicht“, antwortete Mira. „Und es reagiert auf deinen Körper auf eine Weise, über die ich nur in verbotenen Aufzeichnungen gelesen habe.“

Evelyn sah auf ihre Hände.

Sie zitterten jetzt leicht.

Mira trat wieder näher, ihre Stimme leiser, aber dringlicher.

„Dein Körper trägt dieses Kind nicht nur“, sagte sie. „Er wehrt sich gegen es.“

Evelyns Kehle zog sich zusammen.

„Was bedeutet das?“

Mira zögerte.

Zum ersten Mal wirkte sie unsicher.

„Es bedeutet“, sagte sie vorsichtig, „dass dein Blut gleichzeitig Gefäß und Barriere ist.“

Evelyn schluckte.

„Und wenn die Barriere versagt?“

Mira antwortete nicht sofort.

Diese Stille war Antwort genug.

Die Laterne flackerte erneut.

Ein fernes Geräusch hallte irgendwo im Korridor, doch keine von ihnen reagierte.

Mira senkte die Stimme weiter.

„Die Energie im Kind wächst zu schnell“, sagte sie. „Dein Körper kämpft bereits darum, es zu halten. Die silbernen Spuren sind ein Zeichen von innerer Abstoßung und gleichzeitiger Anpassung.“

Evelyn spürte einen langsamen Druck in ihrer Brust.

„Du sagst, mein Körper kämpft gegen das Baby“, sagte sie leise.

Mira nickte.

„Und verliert dabei das Gleichgewicht.“

Eine weitere Pause.

Evelyns Finger krallten sich leicht an die Tischkante.

„Was passiert, wenn es weitergeht?“

Mira sah sie lange an.

Dann sprach sie, kaum hörbar:

„Das Kind könnte die Geburt nicht überleben.“

Die Worte setzten nicht sofort ein.

Evelyn starrte sie an.

Für einen Moment weigerte sich ihr Verstand, sie zu verarbeiten.

Nicht weil sie sie nicht verstand.

Sondern weil sie es tat.

Zu gut.

Der Raum fühlte sich kälter an.

Das Laternenlicht schwächer.

Und irgendwo tief in ihrem Körper bewegte sich das Kind erneut.

Diesmal fühlte es sich nicht wie Bewegung an.

Sondern wie Druck, der auf Angst antwortete.

Continue to read this book for free
Scan code to download App

Latest chapter

  • BLUTENDES SCHWEIGEN   Kapitel 150: Kein Blut mehr

    Ein Jahr später.Der Kontinent hatte sich verändert.Nicht vollständig.Nicht perfekt.Aber genug.Zum ersten Mal seit Generationen maßen die Rudel ihre Stärke nicht mehr daran, wie viel Territorium sie einander nehmen konnten.Grenzen existierten noch.Alphas führten noch immer ihre Völker.Alte Traditionen bestanden weiterhin.Doch Zusammenarbeit war stärker geworden als Misstrauen.Nachtklaue handelte mit Schattenfang.Frostfang schickte Heiler nach Silberhain.Kleinere Gebiete erhielten Schutz von der vereinten Wächtergarde.Streitigkeiten wurden an demselben runden Tisch beigelegt, der den alten Alpha-Rat ersetzt hatte.Kein einzelnes Rudel herrschte über die anderen.Keine Blutlinie stand über den übrigen.Die Blutlinien der Wächter waren wiederhergestellt worden.Doch ihr Zweck hatte sich ver&a

  • BLUTENDES SCHWEIGEN   Kapitel 149: Die Frau, die sich selbst wählte

    Evelyn stand vor dem Spiegel.Einen Moment lang erkannte sie die Frau, die ihr daraus entgegenblickte, kaum wieder.Nicht, weil sie sich vollkommen verändert hatte.Sondern weil sie sich genug verändert hatte.Die Frau in der Spiegelung sah nicht mehr aus wie jemand, der darauf wartete, die Erlaubnis zum Leben zu bekommen.Ihre silbernen Augen waren ruhig.Ihre Schultern waren aufrecht.Ihr Haar fiel locker um ihr Gesicht, während das Morgenlicht durch das Fenster drang.In ihren Armen schlief ihre Tochter friedlich.Evelyn blickte zu ihr hinunter.Eine winzige Hand lag auf ihrer Brust.Sie lächelte.„Du wirst ein ganz anderes Leben haben.“Das Baby bewegte sich leicht.Evelyn küsste ihre Stirn.„Du wirst nicht jahrelang darüber nachdenken, ob du genug bist.“Mit diesen Worten kehrte eine alte Erinnerung zurück.

  • BLUTENDES SCHWEIGEN   Kapitel 148: Briefe, die nie abgeschickt wurden

    Damien kehrte allein nach Nachtklaue zurück.Er hatte nicht vorgehabt zu bleiben.Es gab nichts mehr, was er für sich beanspruchen konnte.Der Thron gehörte jemand anderem.Das Wappen der Laurents hing noch immer über der großen Halle, doch seine Bedeutung hatte sich verändert.Und Damien hatte seinen Alpha-Anhänger bereits zurückgelassen.Er war nur wegen einer einzigen Sache zurückgekommen.Dem alten Arbeitszimmer seines Vaters.Der Raum war seit Monaten unberührt geblieben.Staub bedeckte die Regale.Alte Bücher füllten die Wände.Der schwere Schreibtisch stand noch immer neben dem Fenster, an dem sein Vater unzählige Nächte damit verbracht hatte, Entscheidungen zu treffen, die das Gebiet geprägt hatten.Damien betrat den Raum.Für einen Moment stürzten Erinnerungen auf ihn ein.Die Stimme sein

  • BLUTENDES SCHWEIGEN   Kapitel 147: Das gehaltene Versprechen

    Der Hügel bot einen Blick über ganz Schattenfang.Von hier oben wirkte das Gebiet beinahe friedlich genug, um die Jahre des Krieges zu vergessen.Die wiederaufgebauten Häuser leuchteten im Licht des Abendmondes.Warmes Licht drang durch die Fenster.Rauch stieg sanft aus den Schornsteinen auf.Irgendwo unter ihnen lachten Kinder.Evelyn stand am Rand des Hügels, während ihr Umhang sich sanft im Wind bewegte.Sie war schon einmal hier gewesen.Aber niemals so.Kael stand einige Schritte hinter ihr.Eine Weile sagte keiner von beiden etwas.Dann lächelte Evelyn.„Du hast mich wieder hierhergebracht.“Kael blickte ins Tal.„Es schien passend.“Sie wandte sich ihm zu.„Warum?“Seine Augen trafen ihre.„Weil wir hier zum ersten Mal aufgehört haben, uns etwas vorzumachen.“Eve

  • BLUTENDES SCHWEIGEN   Kapitel 146: Alte Wunden heilen

    Monate vergingen.Zum ersten Mal seit Generationen lernte der Kontinent, wie sich die Stille nach einem Krieg anhörte.Keine Kriegshörner hallten durch die Berge.Keine Armeen sammelten sich an den Grenzen.Keine Boten trafen mitten in der Nacht ein und brachten Warnungen vor einem weiteren Angriff.Der Mond stieg jeden Abend auf, ohne den Himmel rot zu färben.Doch der Frieden löschte nicht aus, was geschehen war.Er gab allen nur genug Zeit, sich wieder daran zu erinnern.Und zu heilen.Schattenfang wurde zum Zentrum dieser Heilung.Was einst eine von Misstrauen umgebene Festung gewesen war, wurde langsam zu etwas anderem.Die Tore blieben offen.Wölfe aus Nachtklaue betraten die Festung ohne Waffen.Heiler aus kleineren Rudeln kamen mit Kräutern und medizinischen Vorräten.Ehemalige Feinde saßen an denselben Tischen.Kinder, die wä

  • BLUTENDES SCHWEIGEN   Kapitel 145: Die Last einer Krone

    Nachtklaue hatte sich noch nie so still angefühlt.Damien stand am Eingang der großen Halle und blickte über das Gebiet, von dem er einst geglaubt hatte, es würde für immer ihm gehören.Die Banner hingen noch immer an den Wänden.Das Wappen der Laurents befand sich weiterhin über dem Thron.Doch irgendetwas daran wirkte nun anders.Vielleicht lag es daran, dass Damien endlich verstanden hatte, dass nichts davon jemals wirklich ihm gehört hatte.Das Volk hatte ihm die Krone gegeben.Und es konnte sie ihm wieder nehmen.Die Ältesten von Nachtklaue standen hinter ihm.Der Beta befand sich unter den versammelten Kriegern.Hunderte Wölfe hatten sich im Innenhof versammelt.Keine Waffen.Keine Feier.Sie waren gekommen, um ihren Alpha sprechen zu hören.Damien trat in die Mitte.Mehrere Sekunden lang sagte er nichts.D

  • BLUTENDES SCHWEIGEN    DIE ZEREMONIE EINER ANDEREN FRAU

    Der große Saal der Nightclaw-Festung schimmerte unter hängenden Mondstein-Kronleuchtern. Blasses Licht ergoss sich über polierte Marmorböden und brach sich in unregelmäßigen Reflexionen, die sich bei jeder Bewegung veränderten — wie zerbrochene Erinnerungen, die sich weigerten, zur Ruhe zu kommen.

  • BLUTENDES SCHWEIGEN   KAPITEL 5: DIE MUTTER DES ALPHAS

    Die Nightclaw-Festung schlief in Schichten.Die oberen Hallen waren still, bewacht, unberührt von allem, was auch nur entfernt an Verletzlichkeit erinnerte. Die unteren Korridore trugen eine andere Art von Stille in sich — geformt aus Erschöpfung und Pflicht statt aus Frieden.Evelyn Marlowe stand

  • BLUTENDES SCHWEIGEN   KAPITEL 3: STIMMUNGSSCHWANKUNGEN

    Der Gang außerhalb des Zeremoniensaals war ruhiger, aber er fühlte sich nicht sicherer an.Das Geräusch der Versammlung hallte noch schwach durch die Steinwände. Lachen. Stimmen. Feierlichkeiten, die Evelyn Marlowe nicht gehörten.Sie legte eine Hand gegen die kalte Wand neben sich und versuchte, i

  • BLUTENDES SCHWEIGEN   KAPITEL 2: VOR DEM RAT GEZEICHNET

    Die Stille im Saal brach nicht sofort, nachdem Damien auf ein Knie gesunken war.Sie dehnte sich aus.Hielt an.Als würde der ganze Raum darauf warten, dass die Welt sich selbst korrigierte.Evelyn Marlowe stand wie erstarrt in den unteren Reihen des Saales, ihre Hand noch immer halb erhoben in Ric

More Chapters
Explore and read good novels for free
Free access to a vast number of good novels on GoodNovel app. Download the books you like and read anywhere & anytime.
Read books for free on the app
SCAN CODE TO READ ON APP
DMCA.com Protection Status