Mag-log inBrianna wollte kein neues Leben; sie wollte einen Ausweg. Als ihre Mutter Eloise den Tech-Tycoon Declan Van Doren heiratet, wird Brianna in eine Welt aus kaltem Marmor, hämischen Intrigen und einem Stiefbruder hineingezogen, der ihre Anwesenheit wie einen Makel auf seinem Familienwappen behandelt. Dawson Van Doren ist der Erbe eines Imperiums und ein Mann mit einem Herzen aus gebrochenem Glas. Für die Welt ist er der brillante, unantastbare Milliardär. Für Brianna ist er das Monster im Schlafzimmer nebenan – der Mann, der sie mit einer Mischung aus Abscheu und einem dunklen, erdrückenden Hunger beobachtet, der ihr eine Gänsehaut beschert und ihr Herz rasen lässt. Doch das Anwesen der Van Dorens ist ein Haus aus Glas. Während Dawson tagsüber ihren Willen bricht, beobachtet sie der engste Freund seines Vaters – der Mann, den sie Onkel nennt – mit einer erschreckend anderen Art von Intensität. Gefangen zwischen einem Stiefbruder, der sie zerstören will, und einem verbotenen Beschützer, der sie besitzen will, balanciert Brianna auf einem Drahtseil über einem Abgrund. Und Dawson ist im Begriff zu beweisen, dass das Einzige, was noch gefährlicher ist, als ihn zu hassen, ... darin besteht, sich von ihm berühren zu lassen.
view moreIm Kamin knisterte das Feuer leise.Brianna lag auf dem Bett, ihr Atem ging langsam und gleichmäßig, ihr Gesicht friedlich im warmen Schein. Die Erschöpfung hatte sie endgültig eingeholt. Sie hatte sich nicht gerührt, seit Dawson sie hingelegt hatte.Er stand über ihr.Seine Hand streckte sich aus. Seine Finger schwebten nur wenige Zentimeter über ihrem Gesicht. Er konnte die Wärme ihrer Haut spüren, ohne sie zu berühren. Er konnte den schwachen Puls an ihrem Hals sehen.Er wollte sie berühren. Wollte ihre Haut unter seinen Fingern spüren. Wollte sich vergewissern, dass sie real war, dass sie hier war, dass er sie nicht verloren hatte.Aber er hielt an.Seine Hand hing in der Luft, schwebend zwischen Verlangen und Angst.Was wäre, wenn er sie weckte? Was wäre, wenn sie ihn mit diesen Augen ansah, die seine Narben, seine Lügen, seine Schwäche gesehen hatten? Was wäre, wenn sie das Monster sähe, zu dem er sich immer noch nicht zu werden versuchte?Er zog seine Hand zurück.Er saß auf de
Das Arbeitszimmer war kalt.Brianna saß schon stundenlang auf dem Stuhl am Fenster. Die Sonne war aufgegangen und untergegangen. Die Schatten waren länger geworden. Niemand war gekommen, um sie abzuholen. Niemand hatte ihr Essen, Wasser oder Neuigkeiten gebracht.Declan hatte sie hier ihrem Schicksal überlassen.Sie presste die Stirn gegen die Scheibe. Der Garten war leer. Die Bäume standen still. Von Dawson war keine Spur. Von niemandem war eine Spur.Ihre Augen brannten. Ihr Körper schmerzte. Die Erschöpfung, die sie tagelang unterdrückt hatte, holte sie endlich ein.Sie rollte sich auf dem kleinen Sofa neben dem Kamin zusammen. Die Kissen waren staubig. Der Stoff fühlte sich rau an ihrer Wange an. Sie schloss die Augen.Nur für einen Moment.Das Fenster war offen, als sie aufwachte.Sie richtete sich rasch auf. Ihr Herz raste. Das Zimmer war dunkel. Das Feuer war erloschen. Das einzige Licht kam vom Mond.Sie blickte zum Fenster. Es war offen. Sie hatte es nicht geöffnet.Ein Schat
Der Garten war still.Brianna stand neben Dawson, ihre Hände noch immer ineinander verschlungen, das Morgenlicht erhellte das Gras. Die Mappe steckte unter seinem Arm. Endlich hielten sie die Wahrheit in Händen.Dann wurde die Tür hinter ihnen aufgerissen.Declan stand im Türrahmen. Sein Gesicht war rot. Seine Hände zitterten. Er sah sie an, ihre verschränkten Hände, die Mappe unter Dawsons Arm.„Du glaubst, du kannst einfach so gehen? Mit allem?“Dawson drehte sich um. „Wir geben nicht auf. Wir kämpfen.“Declan lachte. Es war ein scharfes, bitteres Lachen.„Kämpfen? Du weißt nicht, was Kämpfen heißt. Du musstest noch nie für etwas kämpfen. Dir wurde alles geschenkt. Das Haus. Das Geld. Die Firma. Und jetzt willst du alles wegen eines Mädchens zerstören?“„Sie ist kein Mädchen. Sie ist die Frau, die ich liebe.“Declan trat vor. Sein Gesicht war nur wenige Zentimeter von Dawsons entfernt.„Du liebst sie nicht. Du bist von ihr besessen. Das ist ein Unterschied.“Dawson wich nicht zurück
Der Wagen rollte durch die Tore des Anwesens, als die ersten Sonnenstrahlen den Horizont berührten.Brianna saß auf dem Beifahrersitz, den Blick auf das Haus vor ihnen gerichtet. Die Fenster waren dunkel. Der Garten lag still da. Alles sah genauso aus wie in der Nacht ihrer Ankunft.Alles war anders.Dawson parkte den Wagen. Er saß einen Moment da, die Hände am Lenkrad, den Kiefer angespannt.„Die Mitarbeiter werden es gehört haben“, sagte er."Worüber?"„Wegen gestern Abend. Wegen des Streits. Wegen des Grey Office.“ Er drehte sich zu ihr um. „Die Leute reden. Sie reden immer.“Sie griff nach seiner Hand.„Dann kümmern wir uns darum.“Er drückte ihre Hand. Dann ließ er sie los.Die Küche war leer, als sie hereinkamen.Die Kaffeekanne war voll. Das Brot war aus. Jemand war vor Kurzem hier gewesen, aber er war in Eile wieder gegangen.Dawson ging zum Fenster. Er blickte hinaus in den Garten.„Wir müssen mit meinem Vater sprechen.“"Worüber?"„Über Eric. Über den Deal. Über das, was als











