INICIAR SESIÓNMaddies SichtDie Handfläche war eiskalt gegen meine Haut, roch nach Lauge und altem Stein. Mein Herz hämmerte wie ein Presslufthammer gegen die Rippen, ein hektischer, gefangener Vogel, und ich begann zu zappeln. Ich schlug den Ellbogen zurück und versuchte, meinen Fänger in den Bauch zu treffen, aber die waren schneller. Sie verlagerten sich, der Griff zog sich fester, als sie mich von den Doppeltüren und dem ekelhaften Anblick der Ältesten wegschleppten.„Hör auf“, zischte eine Stimme in mein Ohr. Es war keine Männerstimme. Sie war weich, weiblich und durchzogen von einer verzweifelten Art Terror.Ich hörte nicht auf. Ich biss hart in die Hand über meinem Mund. Die Person stieß ein gedämpftes Keuchen aus, ließ aber nicht los, und benutzte stattdessen ihr Gewicht, um mich in eine dunkle Nische zu nagelten. Es gelang mir, den Kopf zu drehen und den Kiefer von ihren Fingern zu befreien.„Runter von mir!“, keuchte ich, bereit zu schreien, bereit, den ganzen Tempel über uns zu bringen,
Maddies SichtDie Luft in diesem Flügel des inneren Heiligtums des Rats war dick vom Geruch alten Steins und Weihrauchs, der meine Kehle jucken ließ. Ich saß auf der Kante der samtbezogenen Liege und beobachtete die beiden Frauen, die mich hierher gebracht hatten. Sie bewegten sich mit einer seltsamen, synchronisierten Anmut, ihre Augen begegneten meinen nie, flackerten nur zur Tür, jedes Mal, wenn ein schwerer Schritt im Gang hallte.„Werden die Ältesten bald kommen?“, fragte ich, meine Stimme hallte in dem kleinen, runden Raum.Eine der Frauen, eine große Brünette mit scharfer Kieferlinie, blinzelte nicht einmal. „Die Ältesten werden sprechen, wenn sie bereit sind, Maddie. Du sollst hier bleiben. Das ist ein Ort der Heiligkeit.“„Ich verstehe das, aber ich bin nicht gerade eine Gefangene, oder?“, drängte ich und versuchte, ihre Reaktion einzuschätzen.Sie sah mich nicht an. Stattdessen sah sie die schwere Eichentür an, als sie knarrend aufging. Drei Männer in langen, schiefergrauen
Jax’ SichtDas Mikrofunkgerät in meiner Handfläche summte mit Maddies Stimme, einem Geist eines Lauts, der mein Herz gegen die Rippen hämmern ließ.„Ich bin drin“, flüsterte sie durch die Statik. „Die denken, ich sei ihr neues Spielzeug. Zeit, zu Phase drei zu wechseln.“„Verstanden“, sagte ich, die Stimme tief und tödlich, als ich in der Mitte des Kommandozentrums stand. „Bleib dunkel, Maddie. Ich starte die Durchsuchung auf dieser Seite. Nimm keine Risiken, die du nicht musst.“Ich unterbrach die Verbindung und sah Rook an, der schon über ein Terminal gebeugt war, die Finger flogen über die Tasten. Die Luft im Raum war dick vom Geruch von Ozon und altem Kaffee.„Du hast sie gehört“, bellte ich. „Phase drei. Jetzt.“Rook nickte, die Augen spiegelten das blaue Leuchten der Bildschirme. „Schneide alle externen Kommunikationen in drei … zwei … eins. Wifi ist tot. Mobilfunk ist tot. Das Einzige, das in oder aus diesem Rudelhaus bewegt, ist unsere verschlüsselte Funkfrequenz.“„Tu es“, sa
Maddies SichtDie Luft in der Eingangshalle war Eis, aber die Blicke der Rudelmitglieder brannten. Ich blieb auf den Knien, die Finger gruben sich in den Teppich, ließ die Schultern mit jedem abgehackten Atemzug zittern. Ich hörte die Flüstereien beginnen—das tiefe, grausame Summen von Leuten, die auf einen Grund gewartet hatten, sich gegen die Außenseiterin zu wenden.„Seht sie an“, höhnte eine Kriegerin, ihre Stimme trug über die Menge. „Schätze, die Magie hat endlich nachgelassen, nicht? Die kleine Hexe konnte ihre Haken nicht ewig in den Alphas halten.“„Muss an den Kräutern liegen“, fügte ein Scout hinzu und trat näher an die Stelle, wo ich kauerte. „Sie hatte sie alle benommen, band sie fest wie Hunde. Jetzt, wo Jax den Kopf wieder gerade hat, sieht er sie als den Parasiten, der sie ist.“Ich blickte auf, die Sicht verschwommen von den falschen Tränen, die ich an die Oberfläche gezwungen hatte. Ich sah zum Gang, wo Jax verschwunden war. „Jax! Bitte!“, rief ich, die Stimme brach
Jax’ SichtIch wischte das Blut von den Knöcheln, der metallische Geruch des Verlieses klebte an meiner Haut wie eine zweite Schicht Schmutz. Mein Herz hämmerte noch gegen die Rippen, eine rhythmische Erinnerung an das Alpha-Blut, das ich gerade verbrannt hatte.Rook, Maddie, Silas und Dare warteten im Unterkorridor auf mich, ihre Gesichter vom flackernden Notlicht beleuchtet. Sie wirkten zerrissen, die Nachwirkungen des Durchbruchs noch sichtbar im Ruß auf ihrer Kleidung und der Spannung in ihren Schultern.„Redet mit mir“, bellte ich, die Stimme kratzig von der mentalen Belastung. Ich sah Dare direkt an. „Was hast du oben gefunden? Sag mir, du hast den Schatten in den Lüftungsschächten erwischt.“Dare schüttelte den Kopf, der Ausdruck grimmig. „Nichts, Jax. Wir haben die Lüftungsschächte, den Nordperimeter und das Dach abgesucht. Keine Spur von einem Schützen oder einem Sekundärteam. Alles sieht … normal aus. Nun, so normal, wie eine weggesprengte Mauer aussehen kann.“„Normal?“ Ich
Jax’ SichtDie Welt verwandelte sich in ein weißglühendes Brüllen. Der Boden bäumte sich unter meinen Stiefeln, und die Schockwelle schlug in meine Brust und raubte mir den Atem. Glas regnete wie Diamantenstaub herab und schimmerte in der rauchgefüllten Luft. Meine Ohren klingelten mit einem hohen, quälenden Pfeifen, das die sich setzenden Trümmer übertönte.„Maddie!“, brüllte ich, obwohl ich nicht einmal meine eigene Stimme hören konnte.Ich stürzte durch den Dunst, das Herz hämmerte gegen die Rippen. Ich musste zu ihr. Ich musste sicherstellen, dass sie nicht vom Glas zerfetzt war. Ich sah einen Blitz roten Haares durch den grauen Ruß und stürzte, aber jemand war schon da. Rook hatte sie unter seinem massiven Körper festgenagelt und schirmte ihren Leib mit seinem eigenen gegen das Kopfteil ab. Seine Augen trafen meine, scharf und fokussiert trotz des Chaos.Er hatte sie. Sie war sicher.Ich drehte mich auf dem Absatz, der Instinkt zu schützen wechselte sofort in den Instinkt zu jage







