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Besitzt von den Cooper-Brüdern
Besitzt von den Cooper-Brüdern
Penulis: Cat Ink

Kapitel 1: Das Eigentum

Penulis: Cat Ink
last update Tanggal publikasi: 2026-09-15 01:27:36

POV: Catherine

Ich habe immer gedacht, so etwas gibt es nur als Fantasie oder als Drehbuch für einen Film. Als diese Art von Geschichte, die man mitten in der Nacht liest, wenn man weiß, dass es nicht real ist. Dass es nur Worte sind. Aber die Realität ist so viel grausamer als jede Fiktion. Viel kälter. Viel endgültiger.

Mein Leben war bis dahin erschreckend normal. Langweilig, fast. Schule, die kleine Wohnung mit der Tapete, die sich an den Ecken löst, Mamas ewiges Nörgeln, Papas Versprechen, dass bald alles besser wird. Ein ganz normales Leben. Jetzt ist es das nicht mehr. Nichts davon ist mehr übrig. Ich bin jetzt das Eigentum von Damon Cooper. Eigentum. Das Wort hallt in meinem Kopf wider und schmeckt nach Metall. Von einem Mann, dessen Familie in dieser Stadt mehr besitzt, als man sich vorstellen kann. Von einem Mann, dessen Namen man nur flüstert.

Mein Vater ist ganz zufällig in diese Falle getappt. Er war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Das sagt er zumindest immer. Er hat gesehen, wie andere so leicht an Geld kommen, wie sie in teuren Anzügen aus teuren Autos steigen und über Dinge lachen, die er nie verstehen wird. Und er dachte, er könnte das auch. Er dachte, er könnte einer von ihnen sein. Ich weiß bis heute nicht, wie er es überhaupt geschafft hat, in den Kreis der Reichen und Mächtigen aufgenommen zu werden. Welche Lüge er erzählt hat, welchen Kredit er aufgenommen hat. Aber er kam nicht mehr raus. Einmal drin, kommt man nicht mehr raus. Und ich jetzt auch nicht.

Heute ist mein Vater gekommen, um mich zu holen. Er hat nicht angerufen. Er stand einfach vor der Tür, mit einem Gesicht, das ich noch nie gesehen hatte. Grau, eingefallen, die Augen rot. Er sagte, wir müssen gehen. Jetzt sofort. Nach stundenlangem Laufen sind wir bis zu diesem verlassenen Unterstand am Straßenrand gekommen. Meine Füße brennen, meine Schuhe sind voller Staub. Ich weiß nicht einmal, wo wir sind. Es riecht nach Regen und Benzin. Dieser Morgen hat mein ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Innerhalb von wenigen Stunden.

Anscheinend reicht es, bei jemandem wie ihm Schulden zu haben, damit die ganze Welt aus den Fugen gerät. Dass alles, was man war, nichts mehr wert ist. Eigentlich sollte man doch das Recht haben, einfach seine Koffer zu packen und zu gehen. Sich aus allem rauszuhalten. Zu sagen: Das ist nicht mein Problem, das ist dein Problem. Aber so funktioniert es nicht in seiner Welt. Unter den Schreien und der Hysterie meiner Mutter habe ich vor ein paar Stunden unsere Wohnung verlassen. Mama hat geschrien, sie hat Papa geschlagen, sie hat mich festgehalten. Ich höre ihr Weinen immer noch. Und jetzt stehe ich hier, auf der Schwelle eines luxuriösen Hauses am Ufer eines künstlichen Sees, irgendwo zwischen Wald und Autobahn, am Rande der Stadt. Das Haus ist riesig. Viel zu groß. Viel zu still.

„Sie können sich verabschieden“, sagte die Stimme eines Fremden hinter uns. Kühl, professionell, ohne jede Emotion.

Sie sind aus einem bestimmten Grund hier. Zwei Männer in schwarzen Anzügen. Sie wollen sich genau ansehen, was ich bin und wem ich jetzt gehöre. Sie mustern mich von oben bis unten, wie man ein Pferd auf einem Markt mustert. Damit weder mein Vater noch ich jemals wieder auftauchen, wenn es um die Rückzahlung der Schulden geht. Damit klar ist, dass die Schuld jetzt ein Gesicht hat. Meins.

Papa drückte meine Hand ganz fest, so fest, dass es wehtat, und zog mich zu den Stufen, um etwas Abstand zu den anderen zu bekommen. Seine Hand war schweißnass.

„Es tut mir leid, Cathy“, flüsterte er. Seine Stimme brach. „Ich habe mehr verloren, als ich jemals in meinem ganzen Leben besessen habe. Ich dachte nicht, dass du dafür bezahlen musst, aber ich wusste nicht, dass... Cooper wird eine Zahlung von dir verlangen. Es tut mir leid... Aber ich finde eine Lösung, hörst du mich? Ich schwöre dir, ich finde eine Lösung und hole dich hier raus.“

Mein Vater packte mich an den Schultern und schüttelte mich leicht, als wollte er mich wachrütteln. Ich hörte jedes Wort. Jedes einzelne Wort brannte sich ein. Aber wozu überhaupt? Welche Lösung soll es denn geben? Wir haben nichts. Wir sind nichts.

„Was wird er mit mir machen?“, fragte ich leise. Meine Stimme war kaum mehr als ein Hauchen.

Papa wurde blass. Kreidebleich. Er schluckte schwer. Er muss gesehen haben, wie Damon Cooper mit Frauen umgeht, er muss Geschichten gehört haben, sonst würde er nicht so reagieren. Sonst würde er nicht so aussehen, als würde er gleich ohnmächtig werden.

„Du wirst einfach nur unter demselben Dach leben wie er“, sagte er schnell. Zu schnell.

Wir wissen beide, dass er lügt. Wir wissen es in dem Moment, in dem er es ausspricht.

„Und dann?“

Sein Schweigen ist meine Antwort. Ein Schweigen, das lauter ist als jeder Schrei.

Ich nicke nur noch. Ich kann nicht mehr sprechen. Ich fühle mich, als wäre ich in einem absurden, schlechten Film gefangen, aus dem ich nicht aufwachen kann. Ich will nicht gehen. Meine Beine wollen sich nicht bewegen. Aber die Männer in Schwarz tauchen wieder neben mir auf. Sie machen den Weg zum Eingang frei, eine fast höfliche Geste, die alles noch schlimmer macht. Und in dem Moment, in dem ich einen Schritt nach vorne mache, unterschreibe ich damit mein eigenes Todesurteil. Als ich wieder auf die Tür zugehe, drehe ich mich noch einmal um. Ein letztes Mal. Mein Vater steht da, die Hände zu Fäusten geballt, und sagt Lebewohl, die Augen voller Tränen, die er nicht mehr zurückhalten kann.

Ein harter Stoß in meinen Rücken. Unsanft, ungeduldig. Meine Beine verheddern sich, ich stolpere über meine eigenen Füße und falle hart auf die weißen, kalten Fliesen im Eingangsbereich. Meine Knie schlagen auf. Ich versuche, wieder aufzustehen, meine Hände rutschen auf dem glatten Boden ab, aber ich höre, wie die schwere Tür hinter mir mit einem dumpfen Knall ins Schloss fällt. Endgültig. Und dann sehe ich Beine in einer grauen Jeans direkt vor mir. Langsam, ganz langsam richte ich mich auf und hebe meinen Blick zu dem Besitzer dieser Beine: Damon Cooper. Ein ziemlich gutaussehender Mann, vielleicht dreißig Jahre alt, mit braunen Haaren, braunen Augen und einem verschmitzten, fast amüsierten Lächeln. Er sieht nicht aus wie ein Monster. Das ist das Schlimmste.

„Da ist sie ja, meine Catherine“, sagte Cooper leise und nahm mein Kinn zwischen seine Finger. Seine Finger sind warm. „Meine neue Eroberung.“

Ich bringe kein Wort heraus. Kein einziges.

„Bringt Catherine ins Zimmer“, befahl er über meine Schulter hinweg, ohne mich aus den Augen zu lassen. „Die Neue.“

Die Männer packen mich gleichzeitig unter den Achseln und zerren mich hoch. Sie führen mich zur breiten Treppe. Ich habe nicht einmal Zeit, mir das Innere des Hauses anzusehen, die teuren Bilder, die hohen Decken. Sie stoßen mich in ein Zimmer im ersten Stock und verriegeln die Tür von außen. Ich höre den Schlüssel. Dort gibt es auch einen großen Schrank, eine Tür, die ins Badezimmer führt, und ein vergittertes Fenster. Ein schönes Gefängnis.

Ich stehe vor dem Fenster und klammere mich an das Gitter und versuche, meine Panik zu beruhigen, aber die Tränen laufen von ganz allein über meine Wangen. Heiß und unaufhaltsam.

Die Tür öffnet sich erneut. Cooper ist allein. Ruhig und ein wenig arrogant, mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck, als hätte er gerade ein gutes Geschäft abgeschlossen.

„Also, dein erster Tag hier. Ich will nicht, dass du Angst hast. Ich bin kein Monster.“

„Was werden Sie mit mir machen?“ Meine Stimme zittert so sehr, dass ich mich selbst kaum verstehe.

„Oh“, sagte er, während er langsam auf mich zukam und seine Finger durch meine Haare gleiten ließ. Ich erstarre. „Nichts, was dir nicht gefallen würde.“

Die Angst überkommt mich sofort. Eiskalt und lähmend.

„Einverstanden“, sagte er und trat einen Schritt zurück, als hätte er genug von meinem Anblick. „Ruh dich heute aus. Morgen frühstücken wir zusammen.“

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