LOGINCatherine war die Bezahlung für die Schulden ihres Vaters. Die 19-jährige Unschuld wird wie eine Ware an Damon Cooper ausgeliefert. Er ist der ältere Bruder, Milliardär, kalt und krankhaft besitzergreifend. Für ihn ist sie kein Mensch. Sie ist sein Eigentum. Ein schönes, trotziges Ding, das er besitzen und brechen wird. Gefangen und gedemütigt, gibt Catherine die Hoffnung auf – bis Damian auftaucht. Der jüngere Cooper-Bruder. Verführerisch, gefährlich und ihr angeblicher Retter. Doch zwischen den Brüdern herrscht Krieg. Und Catherine ist mitten drin. Der eine hält sie gefangen. Der andere will sie als Waffe gegen seinen Bruder benutzen. Wem kann sie trauen, wenn Liebe wie Besitz aussieht? Ist der Retter die wahre Gefahr? Sie muss lernen, für sich selbst zu kämpfen – oder sie wird für immer ihr Eigentum bleiben.
View MorePOV: DamianEine Stunde vor dem Empfang des Bürgermeisters betrachte ich Catherines Outfit. Sie ist in mein Zimmer gekommen, gespannt darauf, sich zu zeigen und zu überprüfen, ob sie nicht zu weit gegangen ist. Sie trägt ein langärmliges, schwarzes Seidenhemd mit einem dezent tiefen Ausschnitt – gerade so viel, dass er Raum für Fantasie lässt, ohne zu viel zu offenbaren. Ein mokkafarbener Rock aus demselben Stoff umschmeichelt ihre abgerundeten Hüften, betont ihre schmale Taille und streift den Boden. Der verführerische Schnitt lässt ihre schlanken Beine erahnen, überlässt aber dennoch vieles der Einbildungskraft. Die Absatzschuhe lassen sie größer wirken, auch wenn sie mich selbst damit immer noch nicht ganz erreicht. Ihr hellbraunes Haar ist hoch gesteckt, einige Strähnen umrahmen ihr Gesicht und verleihen ihr eine verspielte Note.„Kann ich meinen Trainingsanzug im Schrank verstecken?“, frage ich langsam schmunzelnd.Catherine ist auf der Stelle erstarrt, nachdem sie sich dreimal u
POV: CatherineDer Borman’s Club liegt mitten im Herzen der Stadt, im Untergeschoss eines riesigen Einkaufszentrums, und der Eingang erfolgt über die Hintertür. Einmal in den Gängen mit den aggressiven Neonfarben angekommen, bin ich froh, dass Damian und ich getrennt von den anderen Gästen geführt werden, die noch im Innenhof warten, um einzeln eingelassen zu werden. Diese laute, überwiegend männliche Menge ist ziemlich unangenehm.Die Bodyguards führen uns zu Bormanns Büro – wenn man das so nennen kann, denn sein Arbeitsplatz befindet sich auf einem provisorischen Balkon hinter einer getönten Glasscheibe, von wo aus er die tanzende Menge unsichtbar beobachtet. Kaum haben wir die Schwelle überschritten, geht Bormann mit ausgebreiteten Armen auf Damian zu und wirft mir einen kurzen Blick zu. Er tut nicht so, als würde er mich nicht erkennen, aber meine Anwesenheit scheint ihn auch nicht sonderlich zu überraschen.„Was für ein wunderbares Wiedersehen!“, sagt er fröhlich.Während sich di
POV: Catherine Die Berührung, die mich aufweckt, ist wie ein Windhauch auf meiner Haut. Ich reiße die Augen auf und erblicke sofort ein tiefes Blau. Damians Gesicht beugt sich über mich, sein Blick ist aufmerksam, aber von Begehren erfüllt. Ich blinzle langsam, ein Lächeln stiehlt sich auf meine Lippen. Damian lächelt zurück und verwandelt sich für einen Moment von einem ernsten Mann in ein Kunstwerk. Der frühmorgendliche Gesang der Vögel spricht für uns beide, vermischt mit dem Lärm von draußen. Doch Worte sind überflüssig: Gestern haben wir uns alles gesagt, einander endlich vertraut, unsere Herzen geöffnet und diese verstörende Wahrheit akzeptiert, die wir teilen. Schließlich können weder er noch ich uns vorwerfen, fehlerfrei gehandelt zu haben. Und mal ehrlich, wer kann das schon? Niemand auf der Welt kann behaupten, niemals auch nur den kleinsten Fehler begangen zu haben. Ich streichle Damians Gesicht, lasse meine Finger über seine Wange gleiten, dann weiter zu seinem Hals u
POV: Catherine Ich spüre seinen kraftvollen Körper wie einen Schutzschild, der mich vor allem Übel der Welt bewahrt. Ich genieße die Wärme, die von Damian ausgeht. Sie verbrennt mich nicht; im Gegenteil, sie wärmt die Kälte in meinem Inneren und verwandelt den Sturm in eine tröstliche Ruhe. Ich schließe meinen Mann in die Arme, rücke noch näher an ihn heran, bis kein Abstand mehr zwischen uns ist. Damian hingegen weicht leicht zurück, streift mein Kinn mit den Fingerspitzen und blickt mir mit einer seltsamen Selbstverständlichkeit direkt in die Augen, als hätten seine Worte die letzten Riegel gesprengt, die mich daran hinderten, die Tür zu öffnen. Seine Augen haben sich verdunkelt; sie sind nicht mehr nur blau, sondern ein tobendes Gewässer, in dem ich ertrinken möchte. Ich habe eine Wahl getroffen, und er hat sie akzeptiert. Mein Schritt nach vorn, jedes meiner Worte hat die Verbote aufgehoben. Ich möchte glauben, dass Damian sich nicht für das bestraft, was mir widerfahren is











