Mag-log inDen Schlägen entfliehend, verschmilzt sie mit der Dunkelheit eines Nachtclubs. Ihre gebrochene Schönheit erregt die Aufmerksamkeit Volkovs, eines Verbrecherbosses. Ihre Begegnung war ein Gift: eine rohe Leidenschaft, ein Gemisch aus glühendem Verlangen und einer Umklammerung, die das Blut gefrieren lässt. Als sich das Kind ankündigt, erblickt sie darin kein Leben, sondern ewige Ketten. Sie flieht, ihr Leib wird zugleich ihre Last und ihre einzige Waffe. Die Jagd ist eröffnet. Volkov verfolgt sie, nicht aus Liebe, sondern aus Besitzerstolz. Und er wird sich zurückholen, was ihm gehört, und sei es durch Blut.
view moreSasha
Der Schweiß klebt auf meiner Haut, zeichnet salzige Spuren zwischen meine Schulterblätter, während ich mich in den Schatten des Clubs verziehe. Die Bässe vibrieren unter meinen nackten Füßen, steigen wie eine elektrische Liebkosung meine Beine hinauf. Ich habe nichts weiter an als dieses zerrissene Kleid, das durch Schweiß und etwas Zäheres an meinem Körper klebt , das eingetrocknete Blut einer gescheiterten Auseinandersetzung. Meine Rippen erinnern mich bei jedem Atemzug an ihre Existenz, aber ich beiße die Zähne zusammen. Hier, in der Eclipse, stellt niemand Fragen. Nicht bei den Stroboskoplichtern, die die Gesichter in Splitter aus Fleisch und Schatten zerhacken, nicht bei dem beißenden Geruch von Alkohol, vermischt mit Testosteron und billigem Parfum.
Ich zwänge mich zwischen den Körpern hindurch, meine Hüften wiegen sich wider Willen im Takt der dumpfen Musik. Es ist nichts Einstudiertes. Es ist älter als das. Animalischer. Meine Finger streifen über die kalte Stahltheke, suchen Halt, einen Grund, nicht zusammenzubrechen. Der Barkeeper , ein Typ, dessen Arme mit Gefängnistätowierungen übersät sind , wirft einen Seitenblick auf mich. Er sieht die Blutergüsse, die auf meinem Schlüsselbein erblühen, die Schwellung meiner aufgesprungenen Lippe. Er sagt nichts. Er schiebt mir nur ein Glas hinüber, bernsteinfarben und brennend. Ich leere es in einem Zug und spüre, wie der Whiskey mir wie ein Segen die Kehle hinunterbrennt.
Dann drehe ich mich zur Tanzfläche um.
Und ich tanze.
Nicht wie die anderen. Nicht diese Mädchen, die sich im Takt räkeln, auf der Suche nach Blicken, nach Händen auf ihren Hüften, nach Geldscheinen, die ihnen in die Tangas gesteckt werden. Nein. Ich bewege mich, als hätte ich den Teufel im Nacken. Als wäre jede Drehung meiner Hüften eine Beleidigung, jede Krümmung meines Rückens eine Provokation. Mein Haar schwarz, dick, verfilzt fliegt um mich herum, klebt in feuchten Strähnen an meinem Nacken. Das Kleid, dieser Fetzen roter Seide, der einmal ein Kleid gewesen war, hebt sich bei jeder Bewegung und gibt die Rundung meines Gesäßes preis, die blasse Haut meiner Oberschenkel. Ich spüre die Augen auf mir. Dutzende. Aber es ist mir egal.
Bis ich ihn spüre.
Ein Schauder, der nichts mit der defekten Klimaanlage zu tun hat. Ein Druck, wie eine unsichtbare Hand, die sich um meine Kehle legt. Ich verlangsame meine Bewegungen, gerade genug, um über meine Schulter zu blicken.
Und ich sehe ihn.
In einer erhöhten Nische, halb verdeckt von schwarzen Samtvorhängen. Volkov. Den Volkov. Ich brauche nicht zu fragen, wer das ist – sein Name macht die Runde im Flüsterton des Clubs wie ein Fluch oder ein Gebet. Der Boss. Der Mann, dem dieses Rattenloch gehört und allem, was sich darin bewegt. Groß. Breit. Die Statur eines slawischen Boxers, aber mit einer Eleganz, die auf etwas anderes schließen lässt – etwas Gefährlicheres als bloße Körperkraft. Sein Haar ist kurz geschnitten, fast an den Seiten abrasiert, oben länger, an den Schläfen ergraut. Sein Kiefer könnte Glas schneiden. Und seine Augen …
Verdammt, seine Augen.
Von einem so blassen Grau, dass sie beinahe weiß wirken. Wie Eis, das kurz davor ist, zu brechen. Sie sind auf mich gerichtet. Nicht auf meine Brüste, nicht auf meinen Schritt, den mein Kleid erahnen lässt, wenn ich mich drehe. Nein. Auf mich. Als sähe er durch das Fleisch, die Knochen hindurch auf jenes Etwas in mir, das knurrt und sich weigert, sich zu unterwerfen.
Ich wende den Blick ab. Oder versuche es.
Aber mein Körper, dieser Verräter, krümmt sich ein Stück mehr. Meine Finger gleiten meine Flanken entlang, wandern hinauf zu meinen schmerzenden Rippen, streifen den Rand meiner Brüste. Ich spüre sie, schwer und empfindlich, als ob jede Nervenendigung blank läge. Die Musik pulsiert zwischen meinen Beinen, und ich presse meine Oberschenkel zusammen, gerade so, dass ich die feuchte Wärme spüre, die sich dort sammelt. Ich sollte nicht. Nicht hier. Nicht jetzt. Nicht, während er mich ansieht, als wäre ich bereits sein.
Und dennoch tue ich es.
Ich tanze für ihn.
SofiaDie Stille nach seinem Fortgang ist eine Leere, die schreit. Sie hallt lauter wider als unser Keuchen, durchdringender als meine erstickten Schreie. Die Luft ist schwer, erfüllt vom Geruch unserer gewaltsamen Vereinigung, einer Mischung aus männlicher Macht, salzigem Schweiß und meinem eigenen, verräterischen Duft.Ich bleibe sitzen, mein Körper noch immer bebend, meine Haut gezeichnet wie ein Pergament, auf dem er seinen Besitzanspruch niedergeschrieben hat. Das warme, flüssige Gefühl, das an meinen Innenseiten hinabgleitet, ist eine feuchte Signatur, ein erdrückender Beweis meiner Niederlage.Nicht nur sein Körper hat sich zurückgezogen. Er hat auch das letzte Stück meines Widerstands mitgenommen und eine Leere hinterlassen, die scheinbar nur seine Gegenwart füllen kann.Eine beschämende, körperliche Abhängigkeit, die tief in meinem Inneren Wurzeln schlägt.Ich schleppe mich ins Badezimmer.Das eiskalte Wasser, das über meine Haut rinnt, wäscht nichts fort. Es gleitet über die
SofiaDie Wand ist kalt an meiner Haut, ein brutaler Kontrast zu der Hitze, die von Leonardo ausstrahlt. Seine Finger graben sich in meine Hüften, beinahe schmerzhaft, als wolle er mich durch mein Fleisch hindurch markieren. Ich spüre seinen heißen Atem an meinem Hals, unregelmäßig, animalisch. Es gibt keine Worte mehr, keine Verhandlungen, nur dieses primitive Bedürfnis, das uns beide verschlingt.Dann hebt er mich mit einer ruckartigen Bewegung hoch, als würde ich nichts wiegen, und meine Beine schlingen sich instinktiv um seine Taille. Unsere Münder treffen sich in einem Kuss, der nichts Zärtliches an sich hat: Seine Lippen pressen sich auf meine, seine Zunge erzwingt sich Einlass und erkundet mich fordernd. Ein Stöhnen entweicht meiner Kehle, von seinem gierigen Mund erstickt.— Noch einmal, murmelt er an meinen Lippen, seine Stimme rau, beinahe ein Knurren.Seine Worte vibrieren auf meiner Haut und schicken einen elektrischen Schauer durch meinen ganzen Körper. Ich spüre seine Er
SofiaDie Tür schlägt hinter uns zu mit einer Gewalt, die die Wände erzittern lässt. Ich habe nicht einmal Zeit zu reagieren, da packt Leonardo mich an den Hüften, seine Finger graben sich wie Krallen in mein Fleisch. Sein heißer Atem trifft meinen Nacken, schwer, animalisch, beladen mit einer Besitzgier, die mich zugleich erstarren und entflammen lässt.—Du gehörst mir, Sofia.Seine Stimme ist ein dumpfes Knurren, fast eine Warnung, während er mich gegen die Wand drückt, sein massiger Körper mich gegen den kalten Putz presst. Ich spüre jeden Muskel seiner Brust sich gegen meinen Rücken anspannen, jeden mühsamen Atemzug, der seine Brust hebt. Es gibt keine Sanftheit in dieser Geste, kein Vorspiel, nur diese brutale Gewissheit, diese Beanspruchung, die mich wie eine Klinge durchfährt.Ich will protestieren, eine Erwiderung finden, irgendetwas, um diese Umklammerung zu brechen, aber die Worte sterben in meiner Kehle, als seine Hand meinen Schen
SofiaDie Komödie erreicht ihren Höhepunkt. Dieser Ball ist eine Maskerade, eine Inszenierung, um unsere Herrschaft zu festigen und die letzten Reste von Widerstand in Nadia zu brechen. Ich spiele meine Rolle perfekt. Die Hand auf Leonardos Arm, durchquere ich den Saal, empfange stille Huldigungen, ängstliche Verbeugungen.Ich spüre die Blicke auf mir. Der verschwundene Fußballstar, zur grauen Eminenz des gefürchtetsten aller Paten geworden. Manche haben Mitleid, ich sehe es. Andere eine respektvolle Furcht. Die meisten eine ungesunde Faszination. Ich bin ein Mythos geworden. Ein Monster, genau wie er.Ich kreuze Nadjas Blick. Sie ist leichenblass, zerbrechlich wie ein verletzter Vogel. Ein Anflug von Schuld, scharf und schneidend, durchbohrt mich. Ich habe sie benutzt, ich habe sie auf dem Altar meiner Rache geopfert. Aber ich kann mir kein Mitleid erlauben. Jetzt nicht. Nicht, wenn das Ziel so nahe ist.Leonardo beugt sich zu meinem Ohr.—Si
SashaIch habe nicht einmal Zeit, meinen Satz zu beenden, da springt Volkov auf, sein Whiskyglas knallt auf dem Couchtisch wie ein Schuss in der bedrückenden Stille des Raumes. Seine Augen werden zu zwei glühenden Kohlen, brennend vor Zorn und zugleich Verlangen, sein Kiefer so angespannt, dass ich
SashaIch mache einen Schritt auf ihn zu. Dann noch einen. Meine Hüften wiegen sich bei jeder Bewegung, meine Brüste springen leicht, meine Nippel streifen durch die Luft, als suchten sie seine Berührung. Als ich nur noch einen Meter von ihm entfernt bin, bleibe ich stehen. Nah genug, dass er die W
SashaDas goldene Licht der Wandleuchten streichelt die dunklen Wände der Suite, wirft lange, geschwungene Schatten, die auf dem schwarzen Samt des Sofas tanzen. Die Luft ist schwer, geladen mit einem betörenden Duft – einer Mischung aus neuem Leder, gealtertem Whiskey und diesem moschusartigen, fa
SashaMeine Hüften rollen in langsamen, hypnotischen Kreisen. Ich hebe die Arme über meinen Kopf, lasse das Kleid noch tiefer über meine Schultern gleiten, enthülle die Kurve meiner Wirbelsäule, das Grübchen genau über meinem Hintern. Meine Finger krallen sich in mein Haar, ziehen gerade so, dass m





