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Kapitel 155

Autor: Mazane
last update Data de publicação: 2026-07-19 00:06:00

John

John verließ den ganzen Tag lang nicht den Raum, in dem die Überwachungszentrale eingerichtet war. Er saß da, starrte auf jeden Bildschirm, jedes Bild und suchte fast verzweifelt nach der Frau mit dem Hut.

„Wo ist sie?“, fragte er ungeduldig und trommelte mit den Fingern auf die Armlehnen des Stuhls. „Noch nichts?“

Der erfahrene Carlson wandte seinen Blick nicht einmal von den Bildschirmen ab, als er mit der Gelassenheit eines Mannes antwortete, der schon ähnliche Situationen erlebt hatte.
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    Saint-Michael-KrankenhausJohn konnte es kaum abwarten, bis das Auto zum Stehen kam. Sobald Bruce vor dem Haupteingang geparkt hatte, sprang er heraus und eilte durch die Eingangshalle, wobei sein Blick den Raum absuchte, bis er James entdeckte, der unruhig in der Nähe der Rezeption wartete.„Herr Walker!“ James kam schnell auf ihn zu, mit besorgter Miene.„James, was ist passiert? Wo ist Elizabeth?“ Johns Stimme klang besorgt. „Frau Elizabeth hat erfahren, dass Mary in diesem Krankenhaus liegt. Ich habe sie bis zur Rezeption begleitet, aber die Mitarbeiterin sagte, sie solle alleine in den fünften Stock gehen, wo sich Frau Mary befinden würde. Als ich darauf bestehen wollte, wurde ich abgewiesen.“John musterte ihn mit zusammengekniffenen Augen und spürte bereits das Engegefühl in der Brust.„Und dann? Hast du gesehen, wie sie in den Aufzug gestiegen ist?“— Ja, Sir. Sie hat noch einmal versucht, Sie anzurufen. Danach … habe ich sie nicht mehr gesehen.John atmete tief durch und gin

  • Bitterer Ehevertrag   Kapitel 227

    ElizabethElizabeth befand sich im Musikraum des Waisenhauses, umgeben von den Kindern, die im Chor sangen. Die unschuldige Harmonie erfüllte den Raum und bescherte ihr einen seltenen Moment des Friedens. Doch die Melodie wurde durch das beharrliche Klingeln ihres Handys unterbrochen.Sie runzelte die Stirn; sie unterbrach den Unterricht nicht gern, doch als sie den Namen der Schule ihrer Kinder auf dem Display sah, schlug ihr Herz wie wild. Sie nahm den Anruf sofort entgegen, bereits voller Besorgnis.„Frau Elizabeth Walker?“ – Die weibliche Stimme am anderen Ende der Leitung klang ruhig, fast einstudiert.„Ja, das bin ich“, antwortete sie schnell.„Hier ist die Schule Ihrer Kinder, ich bin die Schulleiterin. Seien Sie unbesorgt, es ist nichts Ernstes.“Der ruhige Tonfall konnte die Angst, die in Elizabeths Brust wuchs, nicht vertreiben.„Was ist passiert? Ist etwas mit meinen Kindern?“„Wie gesagt, nichts Ernstes“, wiederholte die Schulleiterin. „Ihre Tochter Mary ist in der Pause l

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    Walker-AnwesenWie erwartet kehrte Lily nicht in die Villa der Walkers zurück. Die Kinder fragten ständig nach ihr, und Elizabeth sagte, sie kümmere sich um eine kranke Tante – zumindest war das die Version, die sie erzählt hatte. Auch wenn es ihr unangenehm war, die Kinder zu belügen, konnte sie den Kleinen die Wahrheit nicht sagen.„Mama, wann kommt Lily zurück?“, fragte Mary mit trauriger Stimme. Sie hatte sich mehr an Lily gewöhnt als die anderen Kinder.Elizabeth war gerade dabei, die blaue Schleife im Haar ihrer Tochter zu befestigen. Sie lächelte sanft und versuchte, ihre eigene Besorgnis zu verbergen.„Liebling, ich weiß es nicht.“ Sie streichelte das Gesicht des Mädchens und bereitete sie behutsam darauf vor, das Unvermeidliche zu akzeptieren. „Vielleicht … vielleicht kommt sie nicht zurück.“Mary presste unzufrieden die Lippen zusammen.„Aber sie hat versprochen, am Wochenende mit uns Camping zu spielen …“„Wenn sie nicht zurückkommt, kannst du mit Dolores, Susan und deinen

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    PamelaNoch am selben Abend betrat Pamela mit eleganten Schritten ihr Zimmer und schloss die Tür hinter sich. Sie holte ihr geheimes Handy aus dem versteckten Fach des Schminktischs und tätigte einen Anruf„Ist sie unter Kontrolle?“, fragte sie ohne Umschweife.Die männliche Stimme am anderen Ende bestätigte:„Ja, gnädige Frau. Das Mädchen ist sicher im Versteck.“„Ausgezeichnet“, lächelte Pamela zufrieden. „Lily wird uns noch sehr nützlich sein.“„Was haben Sie vor, Madame?“„Planänderung, David“, sagte Pamela leise, fast wie ein verschwörerisches Flüstern. „Wir müssen alles vorziehen.“Es folgte eine kurze Stille, bevor er murrte:— Das ist gefährlich. Sie wissen, wie viel wir riskieren, wenn wir überstürzt handeln.„Ich weiß.“ Pamela lehnte sich entspannt in ihrem Sessel zurück, als würde sie über etwas Belangloses sprechen. „Aber jetzt habe ich eine neue Figur auf dem Schachbrett. Lily Wattson.“Auf der anderen Seite wirkte David fasziniert.„Ist das das Mädchen, das bei den Walke

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  • Bitterer Ehevertrag   Kapitel 223

    Etwa eine halbe Stunde später schlenderte Lily durch das Einkaufszentrum und versuchte, ganz natürlich zu wirken. Sie tat so, als interessiere sie sich für Schaufenster, betrat ein Kaufhaus, probierte eine Bluse an und kaufte sich ein Eis. Doch das ständige Kribbeln im Nacken verriet es: Ein Mann war immer in ihrer Nähe und beobachtete sie.Ihr Herz schlug so laut, dass es schien, als könnten es alle hören. Als eine Gruppe von Teenagern lachend und sich gegenseitig schubsend vorbeikam, nutzte Lily das Durcheinander, um sich unter sie zu mischen. Der Mann verlor den Blickkontakt.Sie versteckte sich hinter Kleiderständern in einem anderen Geschäft und spähte vorsichtig hervor. Sie sah, wie der Verfolger frustriert den Kopf in alle Richtungen drehte, bevor er weiterging.Erst dann verließ sie, schwer atmend, das Einkaufszentrum durch den Seiteneingang und ging zügig in die entgegengesetzte Richtung. Als sie sich sicher fühlte, holte sie die Serviette aus der Tasche und wählte die Nummer

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