LOGINIn der glitzernden Welt der New Yorker Elite glaubte Genevieve Vaughn einst, dass ihre Ehe mit dem Milliardär Desmond Vaughn etwas Echtes werden könnte. Aus einem Skandal geboren und durch familiäre Verpflichtungen besiegelt, begann ihre Verbindung als Pflicht – doch für einen kurzen Moment fühlte sie sich wie Liebe an. Bis die Schuld an ihrer kinderlosen Ehe langsam alles vergiftete. Von ihrem Ehemann und seiner einflussreichen Familie verstoßen, musste Genevieve mit ansehen, wie Desmond immer kälter und distanzierter wurde. Dann folgte der ultimative Verrat: seine schwangere Geliebte Olive, die er als seine zweite Ehefrau einsetzen wollte. An dem Tag, der eigentlich ihr Hochzeitstag hätte sein sollen, wird Genevieve von der luxuriösen Feier ausgeschlossen, während Desmond Olive auf der anderen Seite der Stadt öffentlich zu seiner Frau erklärt. Gedemütigt und zutiefst verletzt, löscht Genevieve still jede Spur ihrer Existenz aus dem gemeinsamen Anwesen und ist bereit, für immer zu verschwinden. Doch als ein hartnäckiger Reporter sie um eine Stellungnahme bittet, trifft Genevieve eine schockierende Entscheidung. Mit einem einzigen ruhigen, vernichtenden Satz verkündet sie vor der ganzen Welt ihre Scheidung – und verwandelt ihren Schmerz in Schlagzeilen. Während die Nachricht wie ein Lauffeuer durch die Stadt geht, verlässt Desmond seine triumphale Feier und rast nach Hause … nur um festzustellen, dass seine Ehefrau verschwunden ist. Sie ist gegangen. Und dieses Mal wird sie nicht zurückblicken. DU HAST MICH, DESMOND VAUGHN, VERLOREN.
View MoreGenevieve hatte das Gefühl, als wären alle Geräusche um sie herum verstummt. Ihre Finger schlossen sich unbewusst fester um das zerknüllte Papiertuch in ihrer Hand, während sie den Mann anstarrte, den sie seit Wochen verzweifelt zu vergessen versucht hatte.Was machte er hier?Die Frage traf sie zuerst, dicht gefolgt von einer anderen, die ihren Magen verkrampfen ließ.War er mit Olive hierhergekommen?Ihre Brust zog sich schmerzhaft zusammen. Das Bild, das sie so verzweifelt zu begraben versucht hatte, kehrte in leuchtenden Farben zurück – die Schlafzimmertür, die aufschwang, Olive in seinem Bett und die erdrückende Demütigung, zu erkennen, dass ihre Ehe schon lange vorüber gewesen war, bevor sie es sich überhaupt eingestanden hatte.Ihr Blick wanderte kurz über seine Schulter, fast erwartete sie, dass Olive jeden Moment auftauchen würde.Also … waren sie gemeinsam hierhergekommen? Lebten sie bereits das Leben, das einst ihr gehört hatte?Der Gedanke traf sie härter, als sie zugeben
Maya’s Auftritt an der Stange endete unter tosendem Applaus und hungrigen Blicken, die jede Bewegung ihres Körpers förmlich verschlangen. Mit müheloser Eleganz trat sie von der Stange zurück und schenkte der jubelnden Menge noch ein letztes strahlendes Lächeln, bevor sie hinter dem Samtvorhang verschwand, der den Bereich für die Tänzerinnen vom restlichen Club trennte.Kurz bevor sie außer Sichtweite war, traf ihr Blick auf Olives.Es dauerte nicht länger als einen Herzschlag – eine leichte Kopfbewegung in Richtung des Seitenausgangs. Eine stumme, dringende Aufforderung.Olive verstand sofort.Sie zwang sich, noch eine weitere Minute sitzen zu bleiben und so zu tun, als würde sie Ethan zuhören. Seine Worte wurden zu bedeutungslosem Hintergrundrauschen. Seit sie den Club betreten hatten, hatte sie kaum ein Wort von dem gehört, was einer der beiden Brüder gesagt hatte. Jeder Lichtblitz, jede vorbeigehende Kellnerin, jedes vertraute Gesicht ließ ihren Puls rasen, begleitet von der beängs
Die Schlafzimmertür fiel mit einem leisen Klicken hinter Olive ins Schloss.Sie blieb noch mehrere lange Sekunden dagegen gelehnt stehen, die Augen geschlossen, während sie dem gedämpften Lachen und den warmen Stimmen lauschte, die von unten heraufdrangen. Es klang wie eine Familie, die eines ihrer Mitglieder zu Hause willkommen hieß.Eigentlich hätte es ihr nichts bedeuten sollen.Doch stattdessen hinterließ es ein schweres, unangenehmes Gefühl in ihrer Brust.„Ethan …“, flüsterte sie vor sich hin.Sie stieß sich von der Tür ab und begann, im Zimmer auf und ab zu gehen. Ihre Gedanken wollten einfach nicht zur Ruhe kommen.Desmonds Bruder. Ausgerechnet er.Alles an ihrer kurzen Begegnung unten spielte sich erneut in ihrem Kopf ab – Ethans leichtes, charmantes Lächeln, der beiläufige Händedruck, die höfliche Neugier in seinen Augen, als wäre sie nur irgendeine Fremde.Ihre Schritte wurden langsamer.Ein beklemmendes Gefühl breitete sich in ihrem Magen aus.Erinnert er sich an mich?Die
Desmonds Hände lagen weiterhin fest um das Lenkrad geschlossen, doch seine Gedanken waren weit von der Straße entfernt. Das Gespräch mit Alain hatte nichts bewirkt, außer ihm erneut vor Augen zu führen, wie weit Genevieve ihm inzwischen entglitten war. Die Frustration lag noch immer wie ein schwerer Stein auf seiner Brust. Wenn sein Handy nicht genau in diesem Moment geklingelt hätte, wäre die Situation in diesem Büro vermutlich noch viel schlimmer geworden. Jetzt war er auf dem Weg zum Flughafen. Fast vierzig Minuten später hielt der schwarze Bentley vor dem Ankunftsterminal. Reisende strömten durch die automatischen Glastüren – einige schoben überfüllte Gepäckwagen vor sich her, andere fielen ihren Angehörigen lachend oder unter Tränen in die Arme, während in der Nähe ungeduldige Taxis hupten. Desmond stieg aus und ließ seinen Blick über die Menge schweifen, bis seine Augen auf eine vertraute Gestalt neben zwei großen Koffern fielen. Ethan Vaughn war kaum zu übersehen. Groß un











