INICIAR SESIÓNVon den zwei Menschen verraten, denen sie am meisten vertraute — ihrem Ehemann und ihrer besten Freundin — verlor sie alles in einem einzigen verheerenden Schlag. Geschieden, gedemütigt und mit nichts außer zerbrochenen Träumen und brennendem Ehrgeiz zurückgelassen, geht sie fort, entschlossen, ihr Leben von Grund auf neu aufzubauen. Vier Jahre später kehrt sie stärker zurück als je zuvor — mächtig, erfolgreich und CEO des begehrtesten Innenarchitekturunternehmens des Landes. Die Frau, die einst jeder unterschätzt hatte, ist nun völlig unerreichbar. Und plötzlich will der Mann, der die Scheidungspapiere so mühelos unterschrieben hat, sie zurück. Von Reue zerfressen ist er bereit, alles zu tun, um eine zweite Chance zu bekommen und zu beweisen, dass sie zu verlieren der größte Fehler seines Lebens war. Doch ihr Herz gehört ihm nicht mehr so leicht. Denn inzwischen gibt es einen anderen Mann in ihrem Leben — einen gefährlich attraktiven Milliardärserben aus Europas mächtigster Familie. Kalt, unnahbar und unmöglich zu durchschauen, bietet er ihr etwas, das ihr Ex ihr nie geben konnte: eine Zukunft ohne Verrat. Gefangen zwischen einem reumütigen Ex, der entschlossen ist, ihre Liebe zurückzugewinnen, und einem geheimnisvollen Milliardär, der sie immer näher an sich zieht, während er sich weigert, seine wahren Gefühle preiszugeben, muss sie eine unmögliche Entscheidung treffen. Kann ein zerbrochenes Herz lernen, wieder zu vertrauen … oder wird die Liebe sie ein zweites Mal verraten?
Ver másKayla POV
Das Steak war schon vor zwei Stunden kalt geworden. Die Kerzen, die ich voller Vorfreude angezündet hatte, brannten jetzt nur noch schwach und ungleichmäßig, während das Wachs wie Tränen auf die weiße Tischdecke tropfte.
Der Wein stand unberührt neben zwei Kristallgläsern, und die Rosen, die ich heute Morgen dreißig Minuten lang arrangiert hatte, begannen bereits zu welken.
Genau wie meine Ehe.
Ich werfe erneut einen Blick auf die Uhr. 22:37 Uhr.
Ein bitteres Lachen entweicht meinen Lippen, während ich mein Handy fester umklammere. „Unglaublich.“
Dieser Abend hätte wichtig sein sollen. Nicht wegen des teuren Dinners, der Dekorationen oder des schwarzen Seidenkleides, das ich nur trug, weil Adrian einmal gesagt hatte, es sei sein Lieblingskleid an mir.
Dieser Abend war wichtig, weil heute unser Hochzeitstag war. Drei Jahre Ehe.
Drei Jahre, in denen ich Adrian Ward geliebt habe — den mächtigen CEO, den alle bewunderten, den Mann, den Magazine brillant, skrupellos und unaufhaltsam nannten.
Den Mann, der wieder einmal nicht nach Hause gekommen war.
Ich laufe durch das Wohnzimmer auf und ab, während meine Absätze leise über den Marmorboden klicken und draußen Donner grollt. Regen rinnt an den Fenstern des Penthouses hinunter und verwischt die Lichter der Stadt unter mir.
Noch immer kein Anruf. Keine Nachricht. Nicht einmal ein simples „Alles Gute zum Hochzeitstag, Kayla.“
Meine Brust zieht sich schmerzhaft zusammen, als ich den perfekt gedeckten Tisch anstarre. Ich habe den ganzen Tag damit verbracht, diesen Abend vorzubereiten, in der dummen Hoffnung, dass sich heute vielleicht wieder alles wie früher anfühlen würde.
Bevor die Arbeit seine ganze Welt wurde.
Bevor ich unsichtbar wurde.
Ich schlucke schwer und schaue zu dem eingerahmten Hochzeitsfoto an der Wand.
Adrians Arm lag um meine Taille, sein Lächeln warm und sicher, als könnte er sich keine Zukunft ohne mich vorstellen.
Damals sah er mich an, als wäre ich seine ganze Welt.
Und heute bin ich nicht einmal einen Anruf wert.
Ich setze mich aufs Sofa und starre weiter auf das Foto. Adrian in seinem Smoking, lächelnd wie ein Mann, der alles hatte, was er wollte, und ich in weißer Spitze, mein Schleier im Wind, meine Augen voller Liebe und Hoffnung.
Ich strecke die Hand aus und fahre mit den Fingern über sein Lächeln. „Wann hat dieses Lächeln aufgehört, mir zu gehören?“
Ein Kloß bildet sich in meinem Hals, als ich aufstehe und zu dem großen Fenster gehe, das über die Stadt blickt.
Die Skyline der Nacht funkelt … hohe Gebäude, fahrende Autos, entferntes Lachen. Alle anderen scheinen zu leben, zu lieben, zu existieren, während ich hier sitze und auf einen Mann warte, der mich vergessen hat.
Ich nehme wieder mein Handy und scrolle durch unseren Chat. Seine letzte Nachricht von heute Morgen schmerzt noch immer:
Adrian: Warte nicht auf mich. Könnte spät werden.
Kein Herz. Kein Emoji. Nur … geschäftsmäßige Gleichgültigkeit.
Meine Hand zittert leicht. Ich könnte ihn anrufen. Ich sollte ihn anrufen. Aber ich weiß bereits, wie es enden würde. Er würde mit diesem knappen, genervten Ton rangehen und mir sagen, dass er beschäftigt ist. Er würde mich daran erinnern, wie anspruchsvoll seine Arbeit ist.
Und am Ende würde ich mich wieder entschuldigen.
Ich seufze und werfe das Handy aufs Sofa. Der Bildschirm leuchtet auf und zeigt mein Spiegelbild — müde Augen, verschmierter Lippenstift, zerfallene Locken. Ich erkenne mich selbst kaum noch wieder.
Vor drei Jahren war ich voller Leben und Träume. Ich hatte mein kleines Innenarchitekturgeschäft aufgegeben, um ihm beim Aufbau seines Imperiums zu helfen. Er sagte, wir würden unsere Zukunft gemeinsam aufbauen und ich müsste mir nie wieder Sorgen machen.
Und jetzt fühle ich mich wie ein Geist in meiner eigenen Ehe — anwesend, aber unsichtbar.
Ein leises Donnergrollen hallt in der Ferne, gefolgt vom sanften Prasseln des Regens gegen die Fenster. Die Stadt verschwindet hinter beschlagenem Glas. Ich schlinge die Arme um mich selbst, während die Stille stärker auf mich drückt als je zuvor.
Plötzlich klingelt es an der Tür.
Mein Herz macht einen Sprung. Endlich! Ich eile zur Tür, streiche mein Haar glatt und zwinge mir ein Lächeln auf die Lippen.
„Wurde auch Zeit“, murmele ich leise und versuche, das Zittern in meiner Stimme zu verbergen.
Doch als ich die Tür öffne, stirbt mein Lächeln sofort.
Es ist nicht Adrian.
Es ist sein Fahrer — Mark. Er steht unbeholfen unter dem Licht der Veranda und hält eine kleine weiße Schachtel in den Händen. Sein Blick flackert nervös und weicht meinem aus.
„Mrs. Ward“, sagt er leise, „Mr. Ward hat mich gebeten, Ihnen das zu bringen.“
Der Regen hinter ihm wird stärker, ein dumpfer Rhythmus auf dem Beton. Ich starre einen Moment lang auf die Schachtel, bevor ich sie aus seinen Händen nehme.
Sie ist ordentlich verpackt. Zu ordentlich. Wie etwas, das von einer Assistentin arrangiert wurde, nicht von einem Ehemann.
„Wo ist er?“ Meine Stimme klingt kälter, als ich beabsichtigt hatte.
Mark zögert. „Er ist im Grand Regency Hotel, Ma’am. Geschäftsessen.“
Ein bitteres Lachen entweicht mir, bevor ich es verhindern kann. „Um halb elf? An unserem Hochzeitstag?“
Er antwortet nicht. Er nickt nur leicht, murmelt ein höfliches „Gute Nacht“ und geht zurück zum Wagen.
Langsam schließe ich die Tür, während sich meine Brust zusammenzieht. Die Schachtel fühlt sich plötzlich schwerer an. Ich lege sie auf den Tisch und löse mit zitternden Fingern das Band.
Darin liegt eine goldene Halskette … zart, elegant, wunderschön … teuer.
Aber sie fühlt sich leer an. Keine Karte. Keine Nachricht.
Das ist kein Geschenk eines liebenden Ehemanns — das ist Schuldgeld.
Tränen steigen mir in die Augen, als ich auf den Boden sinke und die Schachtel festhalte. Die Halskette glitzert im schwachen Licht und verspottet mich beinahe.
Er hat es nicht vergessen.
Es war ihm einfach nicht wichtig genug, aufzutauchen.
Draußen wird der Regen stärker, während der Wind durch die Fensterspalten heult.
Ich sitze auf dem kalten Marmorboden und starre auf den Esstisch am anderen Ende des Raumes — den Tisch, den ich den ganzen Tag für einen Mann perfekt gemacht habe, der sich entschieden hat, woanders zu sein.
Ein dumpfer Schmerz breitet sich in meiner Brust aus, bis er unerträglich wird. Ich wische mir die Tränen weg, stehe auf und puste die letzte Kerze aus, die noch schwach auf dem Tisch brennt.
„Alles Gute zum Hochzeitstag, Kayla“, flüstere ich bitter.
Ich gieße mir ein Glas Wein ein und leere es in einem Zug, doch die Wärme lindert das Brennen in meinem Hals kein bisschen.
Noch einmal sehe ich zur Halskette, zu dem leeren Stuhl mir gegenüber und schließlich zur Tür, durch die er schon vor Stunden hätte kommen sollen.
Tief in mir verändert sich etwas. Leise, fast unmerklich, aber echt.
Vielleicht ist es der erste Riss in meiner blinden Loyalität.
Vielleicht ist es der Anfang eines Endes, das ich nie kommen sah.
Eines weiß ich jedoch ganz sicher:
Diese Nacht wird mich nie verlassen.
Denn wenn ein Herz oft genug bricht, hört es auf zu warten.
Und meines hat gerade damit aufgehört.
Kaylas POVMeine Handfläche lag noch immer auf Ashtons Brust, als ich mich zur Tür drehte. Mein Herz schlug so laut, dass es sich anfühlte, als würde sein Pochen von den Wänden meines Büros widerhallen.Und dann sah ich ihn.Steven.Er stand am Eingang meines Büros. In einer Hand hielt er eine Einkaufstüte, während die andere steif an seiner Seite hing. Sein Gesicht war auf eine Weise verzerrt, wie ich es noch nie zuvor gesehen hatte.Es war nicht nur Wut.Es war Verrat. Verletzung. Und kaum unterdrückte Rage.Für einen Moment sagte niemand etwas.Die Stille war erdrückend.Mein Magen sackte so heftig ab, dass es sich anfühlte, als wäre der Boden unter meinen Füßen verschwunden.„Steven …“, stieß ich sofort hervor und trat von Ashton weg, als hätte ich mich verbrannt. „Es ist nicht das, wonach es aussieht.“Ashton bewegte sich nicht.Tatsächlich hatte er sogar die Dreistigkeit zu grinsen.Stevens Blick wanderte von mir zu Ashton, und die Temperatur im Raum schien um mehrere Grad zu si
Kaylas POVIch war gerade dabei, die dritte Überarbeitung des Vertrags durchzugehen, als draußen vor meiner Bürotür Lärm entstand.Zuerst ignorierte ich ihn. Brooks Atelier war an den meisten Tagen lebhaft, und es war nicht ungewöhnlich, dass Stimmen vor Aufregung über eine neue Lieferung oder wegen einer Meinungsverschiedenheit über Designdetails lauter wurden. Ich tippte weiter und hielt meine Augen auf den Laptopbildschirm gerichtet, während ich Zahlen in der Tabelle korrigierte, die Maya mir zuvor weitergeleitet hatte.Dann wurden die Stimmen lauter.Nicht aus Aufregung, wie ich zunächst angenommen hatte, sondern eher aufgebracht.Ich hielt inne, die Finger schwebten über der Tastatur.Ich konnte die genauen Worte nicht verstehen, aber ich erkannte Mayas Stimme. Es war nicht ihre übliche ruhige, organisierte Stimme. Sie klang bestimmt. Verteidigend.Bevor ich aufstehen konnte, um nachzusehen, was los war, wurde meine Bürotür so heftig aufgerissen, dass sie gegen die Wand krachte.
Kaylas POVDas schrille Klingeln meines Telefons riss mich so abrupt aus dem Schlaf, dass ich für einen Moment nicht einmal wusste, wo ich war. Ich stöhnte leise und drehte mich um, während meine Hand blind über den Nachttisch tastete, auf der Suche nach meinem Handy. Die Vorhänge waren noch zugezogen, und durch die Ränder drang schwaches Morgenlicht, das einen blassen Schimmer über den Raum warf.Endlich bekam ich das Handy zu fassen und kniff die Augen zusammen, als ich auf den Bildschirm sah.Maya.Ich seufzte und fragte mich, warum sie so früh anrief.Ich warf einen schnellen Blick neben mich.Steven war nicht im Bett.Die Bettdecke auf seiner Seite war leicht zerknittert, aber kalt, als wäre er schon seit einiger Zeit weg.Ich setzte mich sofort auf und nahm den Anruf entgegen.„Maya?“„Kayla!“ Ihre Stimme klang scharf und dringend. „Bitte sag mir, dass du schon unterwegs bist.“Ich blinzelte und versuchte noch immer, meine Gedanken zu sammeln.„Unterwegs wohin?“Am anderen Ende
Kaylas POVMrs. Francescas Gesicht blieb auf dem Bildschirm unverändert, während ihre scharfen Augen zwischen Steven und mir hin und her wanderten, als könnte sie hinter das sehen, was wir ihr zeigten. Der Raum fühlte sich unter ihrem Blick plötzlich kleiner an. Steven stand neben mir, doch zwischen uns lag eine Distanz, die zu Beginn des Abends noch nicht da gewesen war. Ich konnte sie spüren, selbst ohne ihn anzusehen.Keiner von uns sagte etwas.Ich konnte das leise Ticken der Uhr an der Wand hören und das sanfte Summen der Klimaanlage. Stevens Handy stand vor uns und lehnte an einer Lampe auf dem Nachttisch. Mrs. Francesca verschränkte leicht die Arme und wartete offensichtlich darauf, dass einer von uns endlich etwas sagte.Die Stille zog sich länger hin, als sie sollte.Schließlich seufzte sie.„Ich kann nicht die ganze Nacht hier sitzen und euch beide anstarren“, sagte sie ruhig, doch ihre Stimme war bestimmt. „Entweder ihr fangt jetzt an zu reden, oder ich beende diesen Anruf
Kaylas POVVier Jahre später.Manchmal frage ich mich, ob die Frau, die ich einmal war, mich heute überhaupt wiedererkennen würde.Damals war ich weich … immer wartend, hoffend, verzeihend. Jetzt bin ich Stahl unter Seide. Immer noch freundlich, aber niemals mehr naiv.Die Welt hat mich einmal zers
Kaylas POVIch habe in dieser Nacht nicht geschlafen.Egal, wie fest ich die Augen schloss, das Geräusch von Vivians Körper, der auf den Boden aufschlug, hallte immer wieder in meinem Kopf nach — immer und immer wieder.Das Haus war jetzt still, aber diese Stille war kein Frieden. Sie war eine Stra
Kaylas POVDer Himmel war bereits dunkel, als ich nach Hause kam.Der Regen hatte seit dem Morgen nicht aufgehört. Jetzt fiel er noch stärker, als würden die Himmel selbst mich verspotten. Meine Kleidung war durchnässt, meine Haare klebten an meinem Gesicht, als ich taumelnd ins Haus trat und die T
Kaylas POVDas Geräusch des Regens ist das Erste, das ich höre, als ich die Augen öffne.Es ist Morgen, doch die Welt draußen wirkt grau. Die Vorhänge sind nur halb zugezogen und lassen einen schmalen Lichtstreifen herein, der über den Tisch fällt — die Teller von letzter Nacht noch immer unberührt












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