Mag-log inKapitel Zwei
MIRA „Wer zum Teufel bist du?“, hallte seine tiefe Tenor-Bass-Stimme durch den Raum. Ich öffnete den Mund, um etwas zu sagen, doch es kamen keine Worte heraus. Scham und Angst krabbelten mir den Rücken hinauf, als ich den Blick senkte, voller Furcht davor, was dieser Mann mir antun könnte. Er trat näher, fasste mich am Kinn und hob mein Gesicht zu sich empor. Mein Blick traf den seinen, dann senkte ich die Augen und riss sie weit auf, als ich seinen steifen Schwanz sah, der nur wenige Zoll von mir entfernt ragte. „Willst du mal probieren?“, fragte er mit einem Grinsen. Doch bevor ich reagieren konnte, wich er plötzlich zurück, als hätte mich etwas von innen weggestoßen; seine Nasenflügel bebten, als hätte er einen widerlichen Geruch oder einen seltsamen Duft wahrgenommen. „Du … du bist …“, stammelte er und stockte der Atem, als er scharf einatmete. Ich schaffte es, mich hochzustemmen, und in dem Moment, als ich versuchte zu fliehen, packte er mich und zog mich an sich, atmete meinen Duft ein, als wäre ich der Sauerstoff, den er zum Überleben brauchte. Sein Körper wechselte von kalt zu glühend heiß, so heiß, dass es unmenschlich anfühlte, als würde ich schmelzen, wenn ich zu lange an ihn gedrückt bliebe. Seine Erektion drückte gegen meinen Bauch, und egal, wie sehr ich versuchte, es zu verbergen, mein Körper zitterte vor Lust, die durch mich pulsierte. „Lass mich los“, sagte ich und wehrte mich gegen seinen Griff, doch er hielt mich nur noch fester. Ich versuchte, sein Gesicht zu sehen, doch der Raum war schummrig und meine Sicht war durch den Alkohol und das schwache rote Licht im WC verschwommen. Mein Blick fiel auf meine Hände, die auf seiner breiten, festen Brust ruhten. Ich biss mir auf die Unterlippe, verlegen darüber, wie begierig mein Körper auf ihn reagierte. Ich öffnete den Mund, um etwas zu sagen, doch seine nächsten Worte ließen mich erstarren. „Bitte … sei meine Freundin“, flüsterte er, und seine tiefe Stimme streifte mein Ohr. Freundin? Das Wort hallte in meinem Kopf wider. Ich versuchte mir einzureden, dass ich mich verhört hatte. „Fängt so eine Beziehung an?“, fragte ich mich im Stillen und wünschte mir, er könnte meine Gedanken irgendwie hören und mir antworten. Ich hatte noch nie einen Freund gehabt. Dafür hatte mein Vater gesorgt. Er meinte, mit einundzwanzig Jahren sei ich noch zu jung für eine Beziehung mit einem Mann. „Heißt das Ja?“ Seine Stimme riss mich aus meinen Gedanken. „Ja … Entschuldigung, ich meine …“ „Angenommen. Du bist jetzt meine Freundin. Hallo, Freundin.“ Er unterbrach mich sofort, als wüsste er bereits, was ich als Nächstes sagen wollte. Er lockerte seinen Griff, umfasste mein Gesicht und zwang mich, ihm in die Augen zu sehen, obwohl ich ihn kaum klar erkennen konnte. „Du bist jetzt meine Freundin. Darf ich dich küssen? Bitte. Ich verspreche dir, ich werde ganz sanft sein“, fragte er leise und nahm meine beiden Hände in seine. Ein Kloß bildete sich in meiner Kehle. Ich schluckte schwer und nickte, ohne nachzudenken. Er beugte sich vor und küsste mich – langsam, sanft, seine Lippen glitten zart über meine. Eine Hand ruhte auf meiner Taille, die andere strich mir durch die Haare. Ich wusste nicht, wie ich reagieren sollte. Es war mein erster Kuss. Ein Gefühl der Scham überkam mich, weil ich ihn mit einem Fremden teilte … Oh, Entschuldigung, meinem ersten Freund. Doch zu meiner Überraschung sehnte sich jeder Teil meines Körpers nach ihm, nicht nur nach einem Kuss. Nach etwas Tieferem. Ich wollte mehr – seinen Schwanz in meiner feuchten Muschi. Ich stand wie erstarrt da, die Hände an den Seiten hängend, während er mich tiefer in den Kuss zog, den Speichel aus meinem Mundwinkel leckte und langsam an meiner Zunge saugte. „Liebling“, stöhnte er, sein warmer Atem streifte mein Ohr, als sich seine Lippen von meinen lösten. „Ich vermute, es ist dein erstes Mal“, murmelte er, seine Stimme rau vor Verlangen. „Ja …“, flüsterte ich mit geschlossenen Augen, während mein Körper plötzlich schwach wurde. „Ich höre heute Nacht hier auf.“ Das waren die letzten Worte, die ich hörte, bevor alles schwarz wurde. ♧♧♧ Am nächsten Morgen wachte ich in einem Zimmer auf, das nicht mein eigenes war. Der Duft von Kaffee lag in der Luft. Ich wusste sofort, dass es das Zimmer des Fremden von letzter Nacht war. Ich setzte mich schnell auf und hob die Bettdecke an, um meinen Körper zu überprüfen. Erleichterung überkam mich, als ich merkte, dass er mich nicht berührt hatte. Ich stieg aus dem Bett und griff nach meiner abgenutzten Handtasche, die neben mir lag. Ich ging auf die Tür zu, erstarrte jedoch, als hinter mir eine Stimme erklang. Meine Hand schwebte in der Luft über dem Türknauf. „Gehst du schon, Süße?“ Ich drehte mich langsam um. Bronze-goldene Augen starrten mich an, ruhig, intensiv, atemberaubend. Ich schwöre, ganze fünf Sekunden lang vergaß ich, wie man atmet. Dieser Mann konnte unmöglich mein Freund sein. Ich weigerte mich, das zu glauben. Er sah aus wie jemand, der direkt aus einem Magazin entsprungen war. Ein Teil von mir wollte glauben, dass ich träumte. „Ähm … ja. Nach Hause. Zur Arbeit. Ich …“, meine Stimme zitterte, jedes Wort kam nur mühsam über die Lippen. Ich presste eine Hand gegen meine Stirn und atmete leise aus. Ich trat von der Tür zurück und sah ihn mir genauer an. Er sah aus, als wäre er Ende zwanzig, vielleicht Anfang dreißig. Sein kurzes, dunkles, welliges Haar fiel ihm leicht über die Stirn, noch feucht, als käme er gerade aus der Dusche, doch er trug bereits einen eleganten, maßgeschneiderten Anzug, die Hände in den Taschen. Er trat näher, so nah, dass sich die Luft zwischen uns plötzlich warm anfühlte. Ich habe mich nie als klein empfunden, aber als ich hier zu ihm aufblickte, schien die Welt zu schrumpfen, und ich fühlte mich kleiner. „Mein Name ist Draven. Dein neuer Freund“, sagte er ruhig. Er sah ganz anders aus als der Mann von gestern Abend. Gestern Abend wirkte er unbeschwert, fast verspielt. Doch der Mann, der jetzt vor mir stand, wirkte kalt, mächtig … gefährlich. Die Art von Mann, die jemanden ohne zu zögern vernichten könnte. Ich schluckte schwer. „Du musst mich nicht daran erinnern, wer du bist. Ich weiß, dass du mein … Freund bist“, das Wort lag mir schwer auf der Zunge. Ich konnte immer noch nicht glauben, dass ich zu einem Fremden, einem Mann, den ich gerade erst kennengelernt hatte, „Ja“ gesagt und mich von ihm küssen lassen hatte. „Du warst gestern Abend betrunken. Ich dachte, du hättest vielleicht vergessen, dass du zugestimmt hast.“ Er streckte die Hand aus, um mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht zu streichen, doch ich wich schnell zurück und starrte nun auf meine Finger. Schon allein seine Stimme ließ meinen Körper reagieren. Wenn er mich noch einmal berührte … wusste ich, dass ich dahinschmelzen würde. Und ich war noch nicht bereit, meine Jungfräulichkeit an jemanden zu verlieren, den ich kaum kannte. „Ich muss los. Mein Vater sucht mich wahrscheinlich schon“, sagte ich leise. Er trat wieder näher und hob mein Kinn an, damit ich ihm in die Augen sah. „Ich fahre dich“, sagte er mit einem leichten Lächeln, dann blitzten seine Augen golden auf. Ich schwöre, ich habe mir das nicht eingebildet. Ich habe es deutlich gesehen. Gold. Ich wollte ihn fragen, was das zu bedeuten hatte, aber er wandte sich ab und führte mich hinaus. Er sprach erst wieder, als wir im Auto saßen. „Du hast mir deinen Namen nicht gesagt, Kleine“, sagte er, eine Hand am Lenkrad, die andere auf meinem Oberschenkel ruhend, während er fuhr. „Mira“, antwortete ich. Er nickte, und Stille erfüllte das Auto, bis er vor meinem Haus anhielt. „Wann sehe ich dich wieder?“ Mich wieder sehen? Das klang unmöglich. Sobald mein Vater herausfand, dass ich letzte Nacht nicht nach Hause gekommen war, würde er mich auf keinen Fall wieder rauslassen. „Ich … weiß es nicht“, sagte ich schnell, während ich die Tür öffnete. Er fragte nach meiner Nummer, und ich gab sie ihm, bevor ich mit klopfendem Herzen ins Haus eilte. Im Haus stand mein Vater mit dem Rücken zu mir im Wohnzimmer und telefonierte. Das Gespräch lief über die Freisprechanlage, sodass ich das Mädchen am anderen Ende deutlich hören konnte. „Ich glaube, sie weiß zu viel. Wir müssen schnell handeln, bevor es noch schlimmer wird. Bitte … tu jetzt etwas“, flehte das Mädchen mit panischer Stimme. Die Stimme kam mir bekannt vor. Aber ich redete mir ein, ich hätte mich verhört, also ging ich näher heran, um sicherzugehen. „Beruhige dich. Es ist schon einundzwanzig Jahre her. Ich werde mich um jeden kümmern, der etwas versucht“, antwortete mein Vater kühl. „Töte sie. Alle. Und begrabe sie sofort!“, fauchte sie. Mir drehte sich der Magen um. Ich kannte diese Stimme. Ich wusste es. Jahrelang hatte sie behauptet, sie hasse meinen Vater; und er hatte mir gesagt, ich solle mich von ihr fernhalten, aber ich hatte mich geweigert. Oder träumte ich? Das war die Stimme meiner besten Freundin. „Nein, das ist sie nicht, du irrst dich, Freya“, sagte ich mir und verdrängte die negativen Gedanken aus meinem Kopf. Das konnte unmöglich sie sein. Sie hasste meinen Vater. Ihr lag nur mein Wohl am Herzen. „Fre…“ Mein Vater hielt inne, drehte sich dann um und erstarrte, als er mich hinter sich stehen sah, noch bevor er ihren Namen zu Ende aussprechen konnte.Kapitel 95Miras Perspektive Dravens Zunge strich über meine Schulter und arbeitete sich zu meinem Hals vor. Ein elektrisierender Schauer durchfuhr mich. „Das wird wehtun, Mira“, murmelte er, sein warmer Atem streifte meinen Hals.Ich sagte nichts, presste die Augen fest zusammen und schlang meine Arme um ihn, während ich ihn festhielt. Eine seiner Hände glitt an meine Taille und wanderte zum Reißverschluss. Er öffnete ihn, während sich seine Zähne in mich bohrten.Ich wusste, wie sich das Markieren anfühlen würde. Vlad hatte mir bereits davon erzählt. Aber ich hätte nie gedacht, dass es so schmerzhaft sein würde.Warme Flüssigkeit floss aus mir heraus und lief langsam meinen unteren Rücken hinunter.„Dray …“, wimmerte ich, als er seine Zähne tiefer versenkte, bevor er anfing, die Stelle zu lecken und das gesamte Blut aufzusaugen. Seine Zunge arbeitete sich zu meiner Brust vor, wobei er mich leicht von sich wegzog, um Platz zu schaffen, während er meine Brustwarze in den Mund nahm
Kapitel 94Miras PerspektiveDie drei Brüder traten gemeinsam vor, ihren Blick fest auf Blade gerichtet.„Mira geht nirgendwohin“, sagte Vlad, und seine Stimme hallte laut über das Dach. „Sie bleibt hier.“Blade presste die Kiefer aufeinander. „Wegen ihr hast du schon zu viel zerstört. Sie muss aus unserem Leben verschwinden, bevor sie noch mehr Schaden anrichtet.“Vlad lachte humorlos. „Ich kenne dich. Du benutzt Menschen, bis du bekommst, was du willst, und wirfst sie dann weg wie Müll. Aber das wirst du meiner Gefährtin nicht antun.“Rurik trat näher, seine Stimme war leise, aber auch er war wütend. „Du wirst Mira nicht zurückweisen und so tun, als wäre sie nie Teil dieser Familie geworden. Du wirst sie nicht aus unserem Leben tilgen, nur weil du beschlossen hast, dass sie dir im Weg steht.“Draven trat vor, bevor der Streit eskalieren konnte.„Drohungen oder Gewalt sind hier fehl am Platz“, sagte er. „Niemand geht. Wenn jemand dieses Rudel verlassen muss, dann solltest du es sein,
Kapitel 93Miras Perspektive„Rurik ist auf eine Weise gebrochen, die die meisten Menschen nicht verstehen können“, erklärte Nora und fuhr mir behutsam mit den Fingern durch die Haare. „Ich habe die Gabe, Menschen wie ihn zu heilen, und ich fühle mich mehr zu ihm hingezogen als jemals zuvor zu seinen Brüdern.“„Das ist gut“, antwortete ich. „Aber glaubst du, dass er dich genauso akzeptieren wird?“Noras Finger hielten einen Moment lang inne, bevor sie weiter mein Haar stylte.„Ja. Wir haben es gestern Abend bereits besiegelt“, gab sie zu, und die Belustigung in ihrer Stimme ließ meine Augen weit aufreißen.Ich hob die Augenbrauen. „Du meinst, du und Rurik habt tatsächlich …?“Nora lachte über meine Reaktion. „Ja.“„Nein … das ging doch viel zu … schnell!?“ Nora lachte noch lauter und schüttelte den Kopf, während sie sich wieder meinen Haaren zuwandte.Ich konnte meine Neugier nicht verbergen. „Und, wie war er?“„Er war rau, wild und völlig herzlos“, gab sie zu und schüttelte den Kopf
Kapitel 92Miras PerspektiveAm nächsten Morgen wachte ich in meinem Zimmer auf. Mein Körper fühlte sich schwer an, und ein pochender Schmerz durchzog meine Brust, als ich langsam die Augen aufblinzelte. Drei Ärzte standen um mein Bett herum, zusammen mit dem Heiler des Rudels.Draven lächelte, als er bemerkte, dass ich wach war, und kam auf mich zu.„Willkommen zurück.“Ich rutschte auf den Kissen hin und her und warf einen Blick auf die mir unbekannten Gesichter. „Wer sind die?“„Ich habe sie hergebracht, um sicherzugehen, dass du überlebst“, antwortete Draven. „Sie behandeln dich schon seit gestern Abend.“Er wandte sich den Ärzten und dem Heiler des Rudels zu.„Lasst uns allein.“Sie verneigten sich respektvoll, bevor sie den Raum verließen und die Tür hinter sich schlossen.Ich sah Draven wieder an. „War es wirklich so schlimm, dass du eine ganze Armee von Ärzten herbeirufen musstest, um mich zu retten?“Sein Mundwinkel hob sich zu einem zurückhaltenden, gefährlichen Lächeln, da
Kapitel 91Miras PerspektiveArias Körper verwandelte sich augenblicklich, ihre Knochen knackten, während sich dunkles Fell über ihre Haut ausbreitete, bis ein mächtiger Wolf vor mir stand. Ohne Vorwarnung stürzte sie sich auf mich, ihre Krallen zischten durch die Luft, während ich mich verwandelte und ihrem Angriff frontal begegnete.Wir prallten mit solcher Wucht aufeinander, dass der Boden unter uns bebte. Aria war unglaublich stark und beängstigend schnell. Sie huschte um mich herum, schnappte mit den Kiefern und schlug mit ihren Krallen zu, bevor ich ihren nächsten Zug vollständig vorhersehen konnte. Ich wehrte einen Angriff ab, wich einem anderen aus und stürzte mich auf sie, bevor sie hinter mich gelangen konnte.Jetzt verstand ich, wie es ihr in der Vergangenheit gelungen war, Blood Moon so mühelos anzugreifen. Endlich verstand ich, wie sie mächtig genug gewesen war, den Sohn des Alpha-Königs zu erbeuten und ein ganzes Rudel ihr gegenüber hilflos zu machen.Aber heute Nach
Kapitel 90Miras PerspektiveAria spuckte die Worte durch zusammengebissene Zähne, ihre Stimme war erfüllt von jahrelangem Hass.„Ich habe so lange auf diesen Tag gewartet. Es hat viel zu lange gedauert, aber endlich ist er gekommen. Jetzt bist du genau dort, wo ich dich haben will.“Bevor ich reagieren konnte, packte sie mich, hob mich vom Boden hoch und schleuderte mich über den Boden.Mein Körper schlug auf dem Boden auf, und ein stechender Schmerz durchzuckte meine Schulter, als sich etwas in ihr verschob. Ich schrie auf, umklammerte die verletzte Seite und versuchte mühsam, mich wieder aufzurichten.„Vlad!“Ich blickte zu ihm hinüber und erwartete, dass er mir zu Hilfe eilen würde.Seine Augen loderten rot, als er einen Blick auf mich am Boden warf, bevor er sich Aria zuwandte.Zuerst dachte ich, er würde mich vor dieser wütenden Frau beschützen.Stattdessen wandte er sich wieder den Männern zu, die ihn umringten.Ich staunte, als Vlad gleich zwei der Angreifer gleichzeitig packt







