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Der Silas

Autor: Alina
last update Data de publicação: 2026-07-18 11:33:28

Kapitel Drei

​~ MIRA ~

​„Freya. Nein, sie konnte es unmöglich sein.“ Ich versuchte, die Galle hinunterzuschlucken, die mir in die Kehle stieg. Mein Vater hasste sie. Sie verabscheute ihn. Wahrscheinlich bildete ich mir das nur ein, oder mein Verstand war noch immer von den Nachwirkungen des Alkohols der letzten Nacht getrübt.

Ich versuchte mir einzureden, dass ich mich verhört hatte, als die Hand meines Vaters sich in mein Haar krallte und mich in Richtung meines Zimmers zerrte, während er ein leises, wütendes Knurren ausstieß.

​„Wie lange hast du da schon gestanden!“, brüllte er und stieß mich hart weg, sodass ich quer über das Bett taumelte, und in einer fließenden, furchterregenden Bewegung löste er seinen Gürtel.

​„Papa, bitte! Ich bin gerade erst hereingekommen, als du mich gesehen hast!“, log ich mit zitternder Stimme. Ich betete, dass diese Lüge ausreichen würde, um mich vor dem herannahenden Sturm zu schützen.

​„Du billige Hure!“, knurrte er, und die Worte waren scharf wie Glas. Dann landete der Gürtel mit einem schweren, brennenden Schlag auf meiner Haut.

​Ich schrie und flehte um Gnade, aber er war ein Mann, der von kalter Wut besessen war. Wenn er wütend ist, muss er bekommen, was er will.

Er hörte erst auf, als sein Arm müde wurde, dann trat er zurück, schloss die Tür ab und ließ mich im Dunkeln zurück.

​Stunden später erschreckte mich ein lautes, dumpfes Geräusch gegen das Holz. Bevor ich etwas sagen konnte, schwang die Tür auf. Mein Vater trat schweigend ein, die Aggression von vorhin war einem furchterregenden, ruhigen Blick gewichen. Er setzte sich auf die Bettkante.

​„Du musst aufhören, Gespräche zu belauschen, die dich nichts angehen, Mira“, sagte er leise. „Wenn du nicht wieder bestraft werden willst.“

​Ich schwieg und starrte auf meine verletzten Finger, die nervös in meinem Schoß herumzappelten.

​„Mia ist krank. Das weißt du“, fuhr er fort, wobei seine Stimme auf ein manipulatives Flüstern sank. „Das Krankenhaus verlangt, dass wir die

Rechnungen begleichen, bevor sie die Operation durchführen. Wir haben das Geld nicht. Wir müssen es gemeinsam aufbringen, um sie zu retten.“

​„Wir.“ Dieses Wort traf mich wie ein Schlag.

​Er tat es schon wieder. Ein weiterer Plan, mein Leben zu ruinieren. Vor drei Jahren, gleich nachdem ich die Schule abgeschlossen hatte, hatte er mich zu einer Familie geschickt, um dort zu arbeiten und „für meine Ausbildung zu sparen“. Nach zwei Tagen wurde mir ein Diebstahl angehängt, den ich nicht begangen hatte, und ich wurde zu drei Jahren Zwangsarbeit gezwungen, um die Schuld abzubezahlen. Während ich mich abrackerte, kaufte mein Vater ein neues Haus und fuhr mit Mia in den Urlaub.

​Ich war erst seit vierundzwanzig Stunden zu Hause. Meine „Freiheit“ hatte genau einen Tag gedauert, bevor er mir sagte, dass kein Geld für meine Studiengebühren da sei.

​„Wir?“, fragte ich und hob endlich meinen tränenverschleierten Blick, um ihm in die Augen zu sehen. „Was meinst du mit ‚wir‘?“

​Ich wollte Chirurgin werden. Ich wollte eine großartige Frau sein, eine Karrierefrau, die ihr Leben selbst in der Hand hatte. Aber als ich meinen Vater ansah, spürte ich, wie mir dieser Traum wie Sand durch die Finger rutschte.

​„Du ziehst heute Abend bei meinem besten Freund ein“, sagte er und stand mit einer Geste der Endgültigkeit auf. „Du wirst als seine Sekretärin arbeiten. Dein Gehalt aus fünf Jahren wird alles decken, was Mia braucht.“

​Der Raum schien kleiner zu werden. Ich sprang auf, und meine Wut überwältigte schließlich meine Angst. Meine Kehle schnürte sich so fest zusammen, dass das Atmen schmerzte.

​„Nein! Ich will zur Schule gehen! Es ist deine Aufgabe, deine Tochter zu retten, nicht meine!“, schrie ich, während ich meine Hände so fest ballte, dass meine Fingernägel Blut aus meinen Handflächen zogen.

​„Du gehst jetzt. Hol deine Tasche“, sagte er mit kalter, emotionsloser Stimme. Er ging hinaus, ohne sich umzusehen.

​Ich rammte meine Faust gegen die verschlossene Tür, ein leises Knurren entrang sich meiner Brust. Das konnte ich nicht noch einmal durchmachen. Ich musste fliehen. Ich kramte in meiner Handtasche und fand mein Handy. Die erste Person, die mir in den Sinn kam, die einzige, der ich vertraute, war Freya.

​Sie nahm schon beim ersten Klingeln ab.

​„Freya, ich brauche deine Hilfe. Mein Vater zwingt mich zu einem weiteren Vertrag, um Mias Rechnungen zu bezahlen. Ich muss hier weg. Bitte.“

​Ich wartete darauf, dass sie mir sagte, alles würde gut werden, dass sie mir einen Plan vorschlug. Ich hörte immer auf Freya, auch wenn mir mein Bauchgefühl sagte, ich solle es nicht tun.

​„Das Leben deiner Schwester steht auf dem Spiel, und du willst weglaufen?“ Freyas Stimme klang nicht tröstlich. Sie war irritierend. „Was denkst du dir eigentlich, Mira?“

​Die Flamme meiner Wut flackerte und erlosch, ersetzt von einer kalten Verwirrung. „Ich will ein Leben, Freya. Fünf Jahre? Ich bin schon einundzwanzig. Ich kann nicht meine ganze Jugend damit verschwenden, nichts zu erreichen. Ich habe bereits drei Jahre für ein Verbrechen aufgegeben, das ich nicht begangen habe, und jetzt …“

​„Es geht hier um Mias Leben!“, schrie sie und unterbrach mich. „Warum bist du so egoistisch? Würdest du wirklich einfach zusehen, wie sie stirbt?“

​„Mia mag mich doch gar nicht!“, rief ich, und endlich brachen mir die Tränen aus. „Sie behandelt mich wie Dreck.“

​„Mia sagt, du behandelst sie auch nicht gut“, schnauzte Freya. „Jetzt ist der Moment, ihr das Gegenteil zu beweisen. Vertrau mir, sobald sie die OP überstanden hat, wird sie dich nie wieder schlecht behandeln.“

​Klick … Die Verbindung wurde unterbrochen. Mir schwirrte der Kopf. Mia sagt, ich behandle sie nicht richtig? Woher sollte Freya das wissen? Sie hatten sich noch nie getroffen; angeblich hassten sie sich.

Ich versuchte, diesen Verdacht zu verdrängen, und redete mir ein, dass ich mich wohl bei Freya darüber ausgelassen und es dann vergessen hatte.

​Ich scrollte durch meine Kontakte nach Nora. Freyas Worte taten weh, aber ich brauchte eine zweite Meinung. Ich brauchte jemanden, der mir sagte, dass ich nicht verrückt war, weil ich mir ein eigenes Leben wünschte.

​Das Telefon klingelte einmal. Zweimal. Beim dritten Klingeln nahm Nora ab, doch bevor ich ein Wort sagen konnte, riss mir eine Hand das Telefon aus der Hand.

​Ich wirbelte herum. Mein Vater stand da, seine Augen blutunterlaufen und von einer dunklen, manischen Energie umrandet.

​„Pack deine Sachen. Sie warten draußen.“

​„Sie?“

​Ich bewegte mich wie ein Geist und stopfte hastig meine wenigen Habseligkeiten in einen Karton, während mein Vater mich wie ein Falke beobachtete. „Ich muss Mia retten“, flüsterte ich mir selbst zu und versuchte, einen Grund zu finden, das hier zu überstehen. Ich werde ihr zeigen, dass ich sie liebe.

​Draußen stand ein schnittiger, schwarzer Luxuswagen mit laufendem Motor am Straßenrand. Er sah aus wie eine Gefahr, die auf der Straße lauerte. Als ich näher kam, schwang die Tür auf. Der Innenraum war in Dunkelheit gehüllt. Ich konnte das Gesicht des Fahrers nicht erkennen, nur die Silhouette eines Mannes, der so still wie ein Grab blieb.

​Wir fuhren in völliger Stille, bis wir in ein riesiges, von einem Tor umgebenes Anwesen einbogen.

​„Wir sind da, Miss Mira“, sagte der Fahrer, der endlich das Wort ergriff, als er ausstieg, um mir die Tür zu öffnen.

​Ich trat auf den Kies und mir stockte der Atem. Die Villa strahlte Reichtum aus, jene Art von Reichtum, die Schweigen und Macht erkaufte. Ein Bediensteter tauchte aus der Dunkelheit auf, um meine Tasche zu übernehmen.

​„Mein Name ist Vick“, sagte er. „Rufen Sie mich, wenn Sie etwas brauchen.“

​Er führte mich in ein großes Wohnzimmer und ging wieder. Einen Moment später veränderte sich die Atmosphäre im Raum. Es fühlte sich an, als würde die Luft selbst schwerer werden und sich einem unsichtbaren Druck beugen. Ein Mann betrat das Wohnzimmer.

​Er war riesig, groß und gebaut wie ein Schwergewichtsboxer. Sein Gesicht war von zerklüfteten Narben durchzogen, silberne Linien, die von einer gewalttätigen Vergangenheit zeugten. Er sah aus wie ein Albtraum in einem perfekt geschnittenen Anzug.

​„Herzlich willkommen, Miss Mira Femriss“, vibrierte seine Baritonstimme in meiner Brust. „Ich nehme an, Sie wissen, wer ich bin, auch wenn wir noch nicht richtig vorgestellt wurden.“

​„Ich kenne Sie nicht“, flüsterte ich und versuchte, standhaft zu bleiben, doch meine Beine wichen instinktiv zurück.

​„Mein Name ist Blade Silas. Ihr Chef“, sagte er. Ein Lächeln huschte über seine Lippen – eine flüchtige, eiskalte Bewegung, die keinerlei Wärme ausstrahlte. Plötzlich blitzten seine Augen tödlich golden auf.

​Ich blinzelte, überzeugt, dass es sich um eine Lichtreflexion handelte, doch ich wusste, dass es seine Augen waren. Bevor ich noch einmal hinsehen konnte, drehte er sich um und ging.

​Ich machte zitternd einen weiteren Schritt zurück und prallte gegen etwas Festes. Ich schrie auf und wirbelte herum. Direkt hinter mir stand ein Mann, dessen maskierte Erscheinung ebenso einschüchternd war wie die von Blade. Das Einzige, was ich sehen konnte, waren seine Augen – dasselbe eindringliche Bronze-Gold wie das von Draven.

Eine Welle des Misstrauens überkam mich.

​„Schön, dass du hier bist, Mira“, sagte der maskierte Mann, doch seine Stimme unterschied sich von der von Draven – sie war sanfter, aber nicht weniger gefährlich. Er wartete nicht auf eine Antwort, bevor er davonging.

​„Ich bringe Sie auf Ihr Zimmer, Miss Mira“, erklang eine dritte Stimme.

​Ich zuckte zusammen und verlor fast den Halt, doch der Diener packte meinen Arm mit verblüffender Schnelligkeit, bevor er mich ebenso schnell wieder losließ.

​„Nein“, keuchte ich und spürte, wie sich die Wände der Villa um mich herum zusammenzogen. Die Luft hier fühlte sich seltsam an, als würde sie mir den letzten Rest Frieden rauben, der mir noch in der Seele geblieben war. „Zeig mir den Garten. Überallhin, nur nicht hier rein.“

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    Kapitel 95Miras Perspektive Dravens Zunge strich über meine Schulter und arbeitete sich zu meinem Hals vor. Ein elektrisierender Schauer durchfuhr mich. „Das wird wehtun, Mira“, murmelte er, sein warmer Atem streifte meinen Hals.Ich sagte nichts, presste die Augen fest zusammen und schlang meine Arme um ihn, während ich ihn festhielt. Eine seiner Hände glitt an meine Taille und wanderte zum Reißverschluss. Er öffnete ihn, während sich seine Zähne in mich bohrten.Ich wusste, wie sich das Markieren anfühlen würde. Vlad hatte mir bereits davon erzählt. Aber ich hätte nie gedacht, dass es so schmerzhaft sein würde.Warme Flüssigkeit floss aus mir heraus und lief langsam meinen unteren Rücken hinunter.„Dray …“, wimmerte ich, als er seine Zähne tiefer versenkte, bevor er anfing, die Stelle zu lecken und das gesamte Blut aufzusaugen. Seine Zunge arbeitete sich zu meiner Brust vor, wobei er mich leicht von sich wegzog, um Platz zu schaffen, während er meine Brustwarze in den Mund nahm

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