ANMELDENAm Tag ihrer Volljährigkeit erlebte Clara die grausamste Demütigung ihres Lebens: Ihr Gefährte, Alpha Alexander, wies sie vor dem gesamten Rudel öffentlich ab, um eine hochrangige Alpha-Tochter zu heiraten. Als verstoßene Wölfin ohne Rang wurde die schwangere Clara aus dem Territorium verbannt. Fünf Jahre später kehrt Clara unter einer neuen Identität als angesehene Ärztin zurück, um das Leben eines schwer kranken Alpha-Kindes zu retten. Sie ist nicht mehr das schwache Mädchen von einst – und an ihrer Seite stehen zwei mächtige kleine Zwillinge, die Alex’ Zügen wie aus dem Gesicht geschnitten sind. Als Alexander sie wiedersieht, entflammt das Band der Gefährten augenblicklich neu. Doch diesmal ist er derjenige, der auf den Knien um ihre Vergebung betteln muss. Wird Clara ihm verzeihen, oder wird das Geheimnis ihrer Kinder sein Rudel für immer zerstören?
Mehr anzeigen„Nimm deine Hand von mir, Clara!“, rief Alpha Alexander lautstark.
Clara erstarrte mitten in der Bewegung. Sie sah ihn erschrocken an. „Alexander, was meinst du damit?“, fragte Clara verwirrt. „Heute ist mein achtzehnter Geburtstag. Das Band der Gefährten... fühlst du es denn nicht?“ Alexander trat einen Schritt zurück. Er blickte voller Verachtung auf sie herab. Die gesamte Halle des Werwolf-Rudels war vollkommen still. Hunderte Augenpaare waren auf sie gerichtet. „Ich spüre es genau“, sagte Alexander kalt. „Und genau deshalb treffe ich heute diese Entscheidung.“ Clara schüttelte ungläubig den Kopf. Ihre Hände zitterten stark. She machte einen Schritt auf ihn zu. „Bitte, sprich nicht so“, flehte Clara leise. „Wir haben jahrelang auf diesen Tag gewartet.“ „Du hast darauf gewartet, nicht ich“, erwiderte Alexander hart. Er drehte sich langsam zur Menge um. Seine Stimme dröhnte durch den großen Saal. „Ich, Alpha Alexander vom Mond-Rudel, weise dich, Clara, hiermit als meine Gefährtin ab!“ Ein lautes Gaspen ging durch die Menge. Clara fühlte einen stichartigen Schmerz in ihrer Brust, als das Gefährtenband gewaltsam riss. Sie presste ihre Hand fest gegen ihre Brust und atmete schwer. „Nein... das kannst du nicht tun!“, schrie Clara schmerzerfüllt. „Ich habe es bereits getan“, antwortete Alexander unbarmherzig. In diesem Moment trat eine andere Frau aus der Menge hervor. Es war Sophia, die Tochter des benachbarten Alpha-Machtabhabers. Sie trug ein elegantes rotes Kleid und lächelte spöttisch. Sophia ging direkt auf Alexander zu und legte ihre Hand besitzergreifend auf seinen Arm. „Du bist einfach nicht gut genug für ihn, Clara“, sagte Sophia hohnlächelnd. Clara ballte ihre Fäuste so fest, dass ihre Fingernägel sich in die Haut drückten. Sie sah Alexander direkt in die Augen. „Warum tust du mir das an?“, fragte Clara wütend. „Ich habe mein ganzes Leben diesem Rudel gewidmet!“ „Weil du eine schwache Wölfin ohne Rang bist“, antwortete Alexander grausam. Er sah nicht einmal wütend aus, sondern einfach nur gleichgültig. „Ein Alpha-König braucht eine starke Frau an seiner Seite. Sophia bringt Truppen, Land und Macht mit. Was bringst du mir, Clara? Nichts.“ „Ich liebe dich!“, rief Clara verzweifelt. „Liebe baut kein Imperium auf“, entgegnete Alexander spöttisch. Sophia lachte leise auf. Sie drückte sich enger an Alexanders Schulter. „Hör auf zu jammern, Clara“, sagte Sophia überheblich. „Ein Alpha hat gesprochen. Du solltest dich schämen, hier noch so herumzustehen.“ Clara spürte, wie heie Tränen über ihre Wangen liefen. Aber sie weigerte sich, ihren Kopf zu senken. Sie schaute die Ältesten des Rudels an, die an der Seite standen. „Helft ihr mir denn nicht?“, fragte Clara suchend. „Ist das Recht unseres Gottes heute gar nichts mehr wert?“ Der älteste Vorsteher des Rates trat vor. Er blickte Clara streng an. „Die Entscheidung des Alphas ist Gesetz, Clara“, sagte der Älteste unberührt. „Wir mischen uns nicht in seine Wahl ein.“ „Das ist ungerecht!“, schrie Clara laut. „Halt den Mund!“, befahl Alexander drohend. Seine Augen blitzten kurz gelb auf, als sein innerer Wolf sich regte. „Du hast kein Recht, hier Forderungen zu stellen. Du bist ab sofort kein Teil dieses Rudels mehr.“ Clara riss die Augen weit auf. „Du... du verbannst mich?“, fragte Clara schockiert. „Ja“, bestätigte Alexander bestimmt. „Ich gebe dir eine Stunde Zeit. Pack deine Sachen und verlasse mein Territorium. Wenn du nach einer Stunde noch hier bist, werden meine Wachen dich wie eine Eindringlingin behandeln.“ „Alexander, bitte!“, rief Claras Mutter, die plötzlich aus der Menge nach vorne stürzte. Sie fiel vor Alexander auf die Knie. „Verbannen Sie meine Tochter nicht! Sie hat doch niemanden draußen in der Welt der Menschen!“ „Mutter, steh auf!“, rief Clara wütend. Sie zog ihre Mutter am Arm nach oben. „Bettle nicht vor ihm! Er ist es nicht wert!“ Alexander ballte die Faust. Er trat einen Schritt auf Clara zu. „Wie kannst du es wagen, so mit mir zu sprechen?“, knurrte Alexander zornig. „Ich spreche so mit dir, weil du ein Monster bist“, erwiderte Clara mutig. Sie stellte sich schützend vor ihre Mutter. „Du hast deine Seele für Macht verkauft.“ Sophia trat vor und schlug Clara unvermittelt mit der flachen Hand ins Gesicht. Der Schlag war laut. Claras Kopf flog zur Seite. „Pass auf deine Zunge auf, wenn du mit meinem zukünftigen Ehemann sprichst!“, rief Sophia gehässig. Clara fasste sich an die brennende Wange. Sie spuckte etwas Blut auf den Steinboden. Sie sah Sophia nicht ängstlich an, sondern voller Hass. „Fass mich nie wieder an“, sagte Clara leise und drohend. Sophia trat schockiert einen Schritt zurück. Die Intensität in Claras Blick machte ihr für einen kurzen Moment Angst. „Wachen!“, rief Alexander lautstark. „Eskortiert Clara sofort zu den Toren des Territoriums. Sie darf nichts mitnehmen außer den Kleidern an ihrem Leib.“ Zwei große Krieger traten sofort vor. Sie griffen Clara fest an den Oberarmen. „Lasst mich los!“, schrie Clara heftig. Sie versuchte, sich aus dem Griff der Wachen zu befreien. „Ich kann alleine gehen!“ „Bringt sie weg!“, befahl Alexander eisig. Er drehte ihr den Rücken zu und legte seinen Arm um Sophias Taille. „Alexander!“, schrie Clara ein letztes Mal, während die Wachen sie gewaltsam durch den langen Gang nach draußen zogen. „Du wirst diesen Tag noch bereuen! Ich schwöre dir, du wirst vor mir auf den Knien liegen und um Vergebung bitten!“ Alexander hielt für einen kurzen Moment in der Bewegung inne. Er drehte sich jedoch nicht um. „Das wird niemals passieren“, sagte Alexander leise zu sich selbst, bevor er mit Sophia weitergang. Draußen vor den großen Toren des Rudels herrschte eisige Kälte. Regen fiel schwer vom Himmel herab. Die Wachen stießen Clara grob auf den matschigen Boden außerhalb der Grenze. „Komm nie wieder zurück, Verstoßene!“, rief einer der Krieger laut. Das schwere Eisentor schloss sich mit einem lauten Knall. Clara blieb alleine im Schlamm sitzen. Der Regen wusch das Blut von ihrer Lippe. Sie zitterte am ganzen Körper, sowohl vor Kälte als auch vor extremer Wut. Sie legte beide Hände auf ihren Bauch. In diesem Moment spürte sie ein ganz leises, kaum merkliches Stechen tief in ihrem Inneren. Eine plötzliche Vorahnung durchfuhr sie. Clara atmete tief ein. Sie wischte sich die Tränen ab und stand langsam auf. „Ich bin nicht allein“, flüsterte Clara entschlossen zu sich selbst. Sie drehte sich um und ging mit festen Schritten in die Dunkelheit des Waldes hinein, ohne ein einziges Mal zurückzublicken.„Du hast die ganze Nacht nicht geschlafen, Clara“, sagte Frau Schmidt besorgt.Clara sah nicht von den Papieren auf ihrem Schreibtisch auf. She stempelte ein Dokument gewaltsam ab und warf den Stift auf die Tischplatte.„Ich kann nicht schlafen, während dieser Mann draußen vor dem Gebäude sitzt“, antwortete Clara bitter.She stand auf, ging zum Fenster und zog die Jalousie ein Stück nach unten. Draußen auf dem Parkplatz stand ein schwarzer Geländewagen. Alexander lehnte an der Fahrertür, die Arme vor der Brust verschränkt, und starrte direkt hoch zu ihrem Fenster.„Der Mann ist ein Alpha, Clara“, sagte Frau Schmidt leise. She trat näher und legte eine Hand auf Claras Schulter. „Er wird nicht einfach weggehen.“„Ich werde aber auch nicht nachgeben“, erwiderte Clara bestimmt. She drehte sich um und sah auf die Couch, auf der Leo und Liam noch tief schliefen. „Ich habe fünf Jahre lang alles alleine aufgebaut. Er kann nicht einfach kommen und so tun, als gehörte ihm die Welt.“In diesem M
„Pakkt eure Sachen, sofort!“, rief Clara hektisch.She stürzte in ihr Büro und riss die Schubladen ihres Schreibtischs auf. She warf Dokumente, Pässe und Geld auf den Tisch.Leo und Liam standen mitten im Raum und sahen ihre Mutter erschrocken an.„Mama, warum hast du solche Angst?“, fragte Leo besorgt.„Ich habe keine Angst, Leo“, antwortete Clara rasch. She kniete sich vor die Zwillinge und fasste beide an den Schultern. „Wir machen einen Ausflug. Wir müssen heute Nacht noch verreisen.“„Aber mein Spielzeug ist noch im Zimmer!“, rief Liam protestierend.„Wir kaufen neues Spielzeug, Liam!“, erwiderte Clara lautstark. She packte die Papiere in eine große Ledertasche. „Frau Schmidt, helfen Sie mir bitte mit den Manteln der Kinder!“Frau Schmidt, die ältere Krankenschwester, trat mit bleichem Gesicht näher.„Frau Doktor, was ist passiert?“, fragte Frau Schmidt zitternd. „Wer war dieser Mann eben auf dem Flur?“„Das spielt keine Rolle“, sagte Clara kalt. She zog Leo seinen dicken Mantel
„Wer hat Ihnen erlaubt, diesen Bereich zu betreten?!“, rief Clara zornig.She trat aus dem Operationssaal und zog sich die blutigen Gummihandschuhe von den Händen. She warf sie gewaltsam in den Mülleimer.Alexander stand direkt vor der Tür. Seine Wangen waren blass, und seine Hände ballten sich zu Fäusten.„Wie geht es meinem Sohn?“, fragte Alexander zitternd.„Er lebt“, antwortete Clara knapp. She nahm die Operationsmaske vom Gesicht. „Die Vergiftung ist gestoppt. Er schläft jetzt.“Alexander atmete laut hörbar aus. Er machte einen Schritt auf Clara zu.„Danke, Clara“, sagte Alexander ergriffen.„Danken Sie mir nicht“, erwiderte Clara kaltschnäuzig. She wich sofort einen Schritt zurück. „Ich habe meinen Job als Ärztin getan. Nicht mehr und nicht weniger.“In diesem Moment kam Sophia mit lauten Schritten den Flur entlanggerannt. Her Gesicht war rot vor Wut, und ihre Haare waren zerzaust.„Wo ist mein Sohn?!“, schrie Sophia hysterisch. She packte Clara am Kittel. „Was hast du mit ihm g
„Mama, wird der Mann mit den eisblauen Augen sterben?“, fragte der kleine Leo besorgt.Clara hielt in ihrer Bewegung inne. She legte das Stethoskop vorsichtig auf den Tisch und sah ihren vierjährigen Sohn an.„Kein Patient stirbt unter meiner Aufsicht, Leo“, sagte Clara bestimmt.„Aber er sieht genauso aus wie mein Bruder Liam, wenn er wütend ist“, bemerkte Leo aufmerksam.Liam, der zweite Zwilling, saß auf der Couch im Behandlungszimmer und baute einen Legoturm. Er sah kurz auf.„Ich bin nie wütend, Leo!“, rief Liam lautstark.„Doch, du bist immer wütend, wenn du keinen Nachtisch bekommst!“, erwiderte Leo aufgeregt.„Ruhig, ihr beiden“, sagte Clara ermahnen. She ging auf die Zwillinge zu und strich beiden über das dunkle, lockige Haar. „Ich muss jetzt in den Operationssaal. Frau Schmidt wird auf euch aufpassen.“In diesem Moment klopfte es hektisch an der Tür. Eine Krankenschwester stürzte ohne abzuwarten in den Raum. She atmete schwer dan hielt ein Klemmbrett fest in den Händen.„Dr











