Partager

Kapitel 11: Cora weiß Dinge

Auteur: PARIS BELLE
last update Date de publication: 2026-11-05 03:22:24

Ich schob den Ausweis in meinen Ärmel und hielt meine verbundene Hand darüber. Elias drehte sich vom Waschbecken weg, trocknete sich die Hände ab und sah zu dem Feldbett, auf dem ich saß. Eine Sekunde lang war ich sicher, dass er fragen würde. Stattdessen nahm er seine Tasche.

„Halte ihn trocken“, sagte er noch einmal und ging.

Ich wartete, bis seine Schritte im Flur verklungen waren. Dann stand ich auf, holte den Ausweis hervor und folgte ihm.

Dec
Continuez à lire ce livre gratuitement
Scanner le code pour télécharger l'application
Chapitre verrouillé

Dernier chapitre

  • DIE APOKALYPSE MACHTE MICH ZU IHRER EHEFRAU   Kapitel 14: Das Rudel bei Tageslicht

    Boots ließ die Dosen fallen. Eine nach der anderen schlugen sie auf dem Kies auf und rollten bis zum Dachrand. Er sah ihnen nicht nach. Obwohl ich mich nicht bewegt hatte, streckte er den Arm schützend vor mich und starrte so lange auf die Baumgrenze, wie ich brauchte, um zweimal zu atmen.„Sie kommen nicht bei Tageslicht heraus“, sagte ich.„Nein.“„Warum stehen sie dann dort?“„Ich weiß es nicht.“ Seine Stimme war leise. Kein Scherz lag darin. „Wren, geh die Leiter hinunter.“„Beck …“„Jetzt. Bitte.“Auf dem Nordturm rief ein Wachposten etwas, das ich nicht verstehen konnte. Die Glocke an der Veranda der Lodge begann schnell und heftig zu läuten, und entlang der Hüttenreihen öffneten sich überall Türen.Ich kletterte mit meiner verbundenen Hand an die Brust gedrückt hinunter. Beck kam direkt über mir nach unten, und seine Stiefel trafen zweimal meine Finger. Unten war der Hof voller Menschen, die in alle Richt

  • DIE APOKALYPSE MACHTE MICH ZU IHRER EHEFRAU   Kapitel 13: Unterricht bei Sonnenaufgang

    Draußen überquerten Stiefel den Kies. Ein Schlüssel kratzte im Vorhängeschloss der Haupteingangstür.Beck hielt mein Handgelenk mit einer Hand und Coras Jackenkragen mit der anderen fest. Er sagte kein Wort. Er zog uns den Gang entlang zurück zu dem Korridor, in dem durch das Gitter ein schmaler Streifen graues Licht fiel. Zuerst hob er Cora hinauf, dann schob er von unten gegen meinen Stiefel, während ich mich mit meiner gesunden Hand nach draußen zog. Er kletterte hinter mir her und senkte das Gitter lautlos wieder ab. Wir legten uns flach auf den Boden hinter dem Kohlebunker. Durch die Fundamentwand hörte ich, wie eine Stahltür geöffnet und wieder geschlossen wurde. Sonst hörte ich nichts, und ich beschloss, dass ich auch nichts hören wollte.„Das war das lauteste Anschleichen, das ich je erlebt habe“, flüsterte Beck. „Ihr beide. Wirklich beeindruckend.“„Ich war nicht laut“, flüsterte Cora zurück.„Deine Jacke quietscht.“Er schickte

  • DIE APOKALYPSE MACHTE MICH ZU IHRER EHEFRAU   Kapitel 11: Cora weiß Dinge

    Ich schob den Ausweis in meinen Ärmel und hielt meine verbundene Hand darüber. Elias drehte sich vom Waschbecken weg, trocknete sich die Hände ab und sah zu dem Feldbett, auf dem ich saß. Eine Sekunde lang war ich sicher, dass er fragen würde. Stattdessen nahm er seine Tasche. „Halte ihn trocken“, sagte er noch einmal und ging. Ich wartete, bis seine Schritte im Flur verklungen waren. Dann stand ich auf, holte den Ausweis hervor und folgte ihm. Declan und Beck warteten vor der Küchentür. Declan lehnte mit verschränkten Armen an der Wand und hatte den Blick auf den Versammlungssaal der Lodge gerichtet. Beck saß auf einem umgedrehten Eimer und klappte immer wieder das Feuerzeug auf und zu. Elias war ein paar Schritte vor ihnen stehen geblieben. Alle drei sahen mich gleichzeitig an. Alle drei blickten auf meine geschlossene Hand. „Tom Dalton hatte das bei sich“, sagte ich und hielt den Ausweis am Band hoch. Beck

  • DIE APOKALYPSE MACHTE MICH ZU IHRER EHEFRAU   Kapitel 12: Der Kühltrakt

    Ich bewegte mich nicht. Ein Wachmann überquerte mit einer Laterne den Hof. Ich wartete, bis er um die Ecke der Lodge verschwunden war, bevor ich antwortete.„Sie füttert es. Was soll das heißen? Einen Hund?“„Ein Hund würde bellen. Das würde ich hören.“ Cora hob zwei Finger. „Zweimal pro Woche. Direkt nach dem Dämmerungshorn, wenn die Wachen auf der Mauer wechseln und niemand auf die Rückseite der Lodge achtet. Sie geht mit einer abgedeckten Blechdose hinein und kommt mit einer leeren wieder heraus. Letzten Sonntag blieb sie zwanzig Minuten.“„Und du hast es niemandem erzählt?“„Wem denn? Sie ist der Warden.“ Sie sagte es, als wäre es eine einfache Tatsache, und ich verstand, dass es in Harlow Ridge auch genau das war. „Aber du bist anders. Du magst sie nicht.“„Ich kenne sie nicht.“„Eben. Du magst sie also noch nicht.“Ich sah auf meine verbundene Hand. Declan hatte gesagt, wir würden heute Abend reden. Elias hatte mir

  • DIE APOKALYPSE MACHTE MICH ZU IHRER EHEFRAU   Kapitel 10: Der Ausweis

    Das Wort blieb im Raum hängen, nachdem er es ausgesprochen hatte. Ich konnte mich nicht bewegen. Der Stuhl stand noch immer zwischen uns. Seine Hände lagen noch immer auf den Stuhlbeinen. Seine trüben Augen waren weiterhin auf mein Gesicht gerichtet. Hinter ihm hatte Elias ein Knie unter seinen Körper gezogen. Glasscherben rutschten von seinem Rücken und klirrten auf dem Boden.„Woher kennst du diesen Namen?“, flüsterte ich.Der Kopf des Mannes neigte sich noch weiter zur Seite. Sein Kiefer begann sich langsam zu öffnen, als wollte er ein weiteres Wort hervorbringen.Der Riegel an der Tür wurde hochgehoben. Die Tür krachte gegen die Wand.„Wren. Runter!“Ich ließ den Stuhl los und warf mich flach zwischen die Feldbetten. Meine Arme legte ich schützend über den Kopf. Der Schuss war so laut, dass es in meinen Ohren schmerzte. Etwas Schweres fiel auf den Stuhl und klemmte meine Beine ein. Eine warme Flüssigkeit traf meinen Nacken und meine Hand. Einen Moment lang hörte ich nur ein hohes,

  • DIE APOKALYPSE MACHTE MICH ZU IHRER EHEFRAU   Kapitel 9: Bett sechs

    Die Krankenstation lag am Ende eines kurzen Flurs hinter der Küche. Als Elias dort ankam, stand die Tür bereits offen. Ich blieb keuchend im Türrahmen stehen und ließ den Blick durch den Raum schweifen.Sechs schmale Betten standen nebeneinander, jedes mit einem grauen Vorhang an einer Schiene. An einer Wand reihten sich Schränke mit Glastüren. Auf einem Metallwagen lag ein Tablett mit medizinischen Instrumenten.Eine ältere Frau in einem Schwesternkittel zog ein Bett in Richtung Tür. Ein kleiner Junge lag noch darauf, sein Bein in Gips. Die Luft roch nach Alkohol, Schweiß und etwas Säuerlichem.Am anderen Ende des Raumes, neben dem Fenster, kniete eine Frau neben dem letzten Bett und hielt die Hand eines Mannes mit beiden Händen fest. „Tom“, sagte sie immer wieder. „Tom, sieh mich an.“„Greta, was ist los?“, fragte Elias.„Bett sechs. Er kam letzte Nacht mit Fieber hierher.“ Die Krankenschwester zog das Bett weiter. „Seine Frau sagte, er hätte Fieber. Ich habe ihr geglaubt.“Elias gi

Plus de chapitres
Découvrez et lisez de bons romans gratuitement
Accédez gratuitement à un grand nombre de bons romans sur GoodNovel. Téléchargez les livres que vous aimez et lisez où et quand vous voulez.
Lisez des livres gratuitement sur l'APP
Scanner le code pour lire sur l'application
DMCA.com Protection Status