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Kapitel 100

Author: Victor ellis
last update publish date: 2026-09-11 02:46:03

Unerwartete Anrufe

Als ich nach Hause kam, war ich sehr müde. Der ganze Tag hatte mich komplett ausgelaugt. Meine Beine fühlten sich schwer an, als ich durch die Haustür ging. Das Haus war warm und still. Ich zog die Schuhe aus und ging nach oben, um nach meinen Kindern zu sehen. Lila und Elias schliefen friedlich in ihrem Zimmer. Ich stand ein paar Minuten dort und beobachtete sie einfach. Ich beugte mich hinunter und küsste ihre Stirn leicht, vorsichtig, um sie nicht zu wecken. Dann ging ich
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  • DIE BRAUT, DIE ER NIE WOLLTE   Kapitel 215

    Die Frau, an die ich mich nicht erinnere Adrians Augenlider hoben sich langsam. Für eine Sekunde bewegte sich niemand. Wir standen alle um sein Bett herum und starrten ihn an, als hätten wir Angst, dass eine falsche Bewegung dazu führen würde, dass er seine Augen wieder schloss. Dann geschah alles auf einmal. „Adrian!“, rief ich. Seine Mutter trat vor. Sein Vater kam näher. Meine Eltern umringten zusammen mit Clara das Bett. Die Kinder eilten auf uns zu, aber ich hielt sie schnell zurück. „Bleibt dort“, flüsterte ich. „Gebt ihm etwas Platz.“ Clara eilte aus dem Zimmer. „Ich hole den Arzt.“ Adrians Augen wanderten durch den Raum. Sie sahen müde und verwirrt aus. Er blinzelte mehrmals, bevor er versuchte, sich auf die Gesichter um ihn herum zu konzentrieren. Sein Kopf war noch mit einem dicken Verband bedeckt. Sein Gesicht sah blass aus, und zwischen seinen Augenbrauen lag eine tiefe Falte. „Adrian?“, sagte ich leise. Seine Augen blieben auf mir stehen. Mein Herz machte einen S

  • DIE BRAUT, DIE ER NIE WOLLTE   Kapitel 214

    Er wacht auf Die darauffolgenden Tage waren von derselben Routine erfüllt. Laurent Group. Lumina. Das Krankenhaus. Zuhause. Dann wieder zurück ins Krankenhaus. Adrian blieb bewusstlos. Jeden Morgen hoffte ich, dass ich sein Zimmer betreten und ihn wach vorfinden würde. Jeden Morgen ging ich enttäuscht wieder. Trotzdem weigerte ich mich aufzugeben. Die Kinder besuchten ihn, wann immer sie konnten. Lila erzählte ihm von der Schule, während Elias ihm von jedem Spiel erzählte, das er mit ihm spielen wollte, sobald er aufwachte. Clara kam ebenfalls oft. Manchmal blieb sie bei Adrian, während ich mich um die Arbeit kümmerte. Ein anderes Mal setzte sie sich neben mich und erinnerte mich daran zu essen. Auch seine Eltern besuchten ihn fast jeden Tag. Seine Mutter hielt immer seine Hand, bevor sie ging, und sein Vater verbrachte lange Stunden damit, ihn schweigend zu beobachten. Meine Eltern kamen, wann immer sie konnten. Das Krankenzimmer war zu einer seltsamen Art von Zuhause geworden.

  • DIE BRAUT, DIE ER NIE WOLLTE   Kapitel 213

    Nathans Geständnis Ich starrte mehrere Sekunden lang auf Nathans Namen auf meinem Bildschirm. Das Handy klingelte weiter. Ich hätte beinahe abgenommen, aber dann sah ich Adrian, der auf dem Bett lag, und die Kinder, die in der Nähe schliefen. Ich hatte nicht die Kraft für ein weiteres schwieriges Gespräch. Ich legte das Handy mit dem Display nach unten. Das Klingeln hörte auf. Ein paar Minuten später klopfte es leise an der Tür. Ich sah auf. Nathan stand am Eingang. „Du hast meinen Anruf ignoriert.“ „Wie bist du hierhergekommen? Ich—“ „Das ist nicht das, was ich gefragt habe, Serena.“ „Ich war beschäftigt.“ „Du siehst erschöpft aus.“ „Bin ich auch.“ „Wie geht es Adrian?“ „Immer noch unverändert.“ Er nickte langsam. „Ich habe von dem Unfall gehört. Ich wollte früher kommen, aber ich dachte, du brauchst vielleicht etwas Abstand.“ „Das weiß ich zu schätzen.“ Sein Blick wanderte zu den Kindern. „Sie schlafen?“ „Ja.“ „Du hast das alles allein gemacht?“ „Nicht allein. Seine

  • DIE BRAUT, DIE ER NIE WOLLTE   Kapitel 212

    Zwischen zwei Welten Die nächsten Tage vergingen schneller, als ich erwartet hatte. Seit dem Streit mit Lia war ich kaum zur Ruhe gekommen. Jeden Morgen ging ich mit seinem Vater zur Laurent Group. Jeden Nachmittag sah ich bei Lumina nach dem Rechten. Nachts kehrte ich ins Krankenhaus zurück. Der Druck war groß, aber ich wusste, dass die Laurent Group es sich nicht leisten konnte, ins Wanken zu geraten. Adrian war immer noch bewusstlos. Jeder wusste, dass sein Zustand Auswirkungen auf das Unternehmen haben konnte. Die Investoren beobachteten alles. Die Konkurrenten beobachteten alles. Die Mitarbeiter waren besorgt. Ich weigerte mich, die Angst um sich greifen zu lassen. Während einer Besprechung sah Adrians Vater mich über den Tisch hinweg an. „Du solltest dich ausruhen.“ „Werde ich.“ „Das hast du gestern auch gesagt.“ „Ich meinte es gestern auch so.“ Er schenkte mir ein müdes Lächeln. „Du bist stur.“ „Ich muss es sein.“ Er nickte. „Das Unternehmen ist stabil.“ „Das ist es,

  • DIE BRAUT, DIE ER NIE WOLLTE   Kapitel 211

    Die Konfrontation Clara kam zurück, nachdem sie der Krankenschwester geantwortet hatte. Sie stieß die Tür auf und erstarrte bei dem, was sie sah. Lia saß neben Adrians Bett und hielt seine Hand. „Was machst du so nah bei Adrian?“ Lia sah langsam auf. „Wo steht geschrieben, dass ich Adrian hier nicht nahekommen darf?“ Claras Augen verengten sich. „Ich habe dir gesagt, du sollst dich fernhalten.“ „Ich weiß.“ „Warum bist du dann wieder hier?“ Lia sah Adrian an. „Weil er mir wichtig ist.“ Clara ging näher. „Du hattest deine Chance, dich um ihn zu kümmern, als er gesund war. Du kannst jetzt nicht auftauchen, wo er hier hilflos liegt.“ Lias Gesichtsausdruck verhärtete sich. „Nun, ich werde ihn jetzt nicht verlassen.“ Clara lachte sarkastisch. „Entschuldigung, ich habe das nicht ganz verstanden.“ „Du hast mich gehört. Ich bleibe.“ „Das ist Adrians Zimmer, nicht deins. Geh.“ „Nein.“ Clara holte ihr Handy heraus. „Was machst du?“, fragte Lia. „Ich rufe Serena an.“ Lias Augen

  • DIE BRAUT, DIE ER NIE WOLLTE   Kapitel 210

    Die vergessene Vergangenheit Lia konnte Claras Stimme noch immer in ihrem Kopf hören. „Die Ärzte haben gesagt, dass er einige Erinnerungen verlieren könnte, und wir wissen nicht, wann sie zurückkommen werden. Und es besteht die Möglichkeit, dass er vielleicht nicht mehr normal gehen kann.“ Diese Worte hatten sie verfolgt, seit Serenas Fahrer sie aus dem Krankenhaus geschleppt hatte. Zuerst hatte Lia geweint, weil Adrian verletzt worden war. Dann hatte sie über das nachgedacht, was Clara gesagt hatte. Adrian könnte vergessen. Dieser Gedanke veränderte alles. Wenn Adrian aufwachte, ohne sich an die Gegenwart zu erinnern, dann würde er sich nicht an all die Dinge erinnern, die zwischen ihnen passiert waren. Er würde sich nicht daran erinnern, wie die Dinge so schlimm geendet hatten. Er würde sich nicht daran erinnern, warum er aufgehört hatte, ihr zu vertrauen. Lia sah etwas anderes. Eine Gelegenheit. Sie saß allein in ihrem Auto und blickte durch die Windschutzscheibe. „Wenn er al

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