เข้าสู่ระบบ„Wenn du mich einschüchtern willst, Kyra, musst du dir schon mehr Mühe geben“, sagte Damien und beugte sich vor, um das Gespräch zu beenden. Die Stille, die folgte, war drückend, fast erdrückend. Er wandte sich wieder Maya zu und musterte ihr blasses Gesicht. „Meine Tante hat Geld, aber sie blufft, wenn sie sich bedroht fühlt. Wir ignorieren sie.“
„Sie hat meine Familie erwähnt, Damien“, sagte Maya mit angespannter Stimme, während sie neben ihrem Koffer stand. „Die Schulden meines Vaters sind kein Geheimnis, aber wenn sie seine Gläubiger in die Klatschpresse zerrt, zerstört das alles, was ich mir in den letzten drei Jahren aufgebaut habe.“
„Dazu wird sie keine Gelegenheit bekommen.“ Damien ging zu den bodentiefen Fenstern und blickte hinaus auf das glitzernde Straßennetz der verregneten Stadt unter ihm. „Botto arbeitet bereits an einstweiligen Verfügungen. Ab morgen früh wird jedes Medium, das versucht, unbestätigte persönliche Informationen über Sie oder Ihre Angehörigen zu veröffentlichen, mit sofortigen rechtlichen Konsequenzen rechnen müssen.“ Er drehte sich um und verschwand mit den Händen in den Hosentaschen. „Sie stehen jetzt unter meinem Schutz. Das bedeutet, Ihre Haftung ist auch meine. Ich werde nicht verlieren.“
Maya lachte kurz und humorlos auf. „Bin ich jetzt etwa eine Haftung?“
„Sie sind Partner in einer Transaktion“, korrigierte Damien mit kühlem, geschäftsmäßigem Ton. „Um es klarzustellen: Sie benötigen finanzielle Unabhängigkeit und einen sauberen Schnitt mit Ihrer bisherigen Anstellung. Ich benötige eine Ehefrau, um die Stimmrechte meines Großvaters zu sichern. Es ist ein fairer Tausch.“
„Ein fairer Tausch beinhaltet normalerweise keine Telefonüberwachung und familiäre Erpressung“, entgegnete sie mit verschränkten Armen.
„Deshalb bleiben Sie hier“, sagte er und deutete auf den Flur, der zum Gästetrakt führte. „Ihr Zimmer ist fertig. Meine Mitarbeiter haben alles vorbereitet. Morgen beginnen wir den offiziellen Übergang. Am Samstagabend findet eine Wohltätigkeitsgala statt.“ „Das wird unser offizielles Debüt sein.“
Maya ging auf ihren Koffer zu, ihre Finger umklammerten den kalten Metallgriff. „Und was passiert, wenn ich mich weigere, vor diesen Kameras die verliebte Verlobte zu spielen?“
Damien beobachtete sie, sein Blick fiel auf ihre Hand am Gepäck, bevor er sich wieder hob und ihr in die Augen sah. Die Maske des skrupellosen Managers saß wieder fest, doch unter der Oberfläche blitzte etwas Unverfrorenes auf. „Du wirst dich nicht weigern, Maya. Denn du hast keine andere Wahl, und wir beide wissen, dass du viel zu diszipliniert bist, um Kyra gewinnen zu lassen.“
„Tritt ins Licht, Maya, und zeig ihnen den Ring“, murmelte Damien, seine Hand legte sich fest auf ihren unteren Rücken, als sie aus der schwarzen Limousine stiegen.
Der Übergang vom ruhigen Auto zum Bürgersteig war ein ohrenbetäubender Lärm. Blitzlichter zuckten in schneller Folge auf und spiegelten sich im nassen Asphalt. Maya hielt den Kopf hoch, den Blick fest auf den Eingang des großen Wintergartens gerichtet, in dem die Gala stattfand. Ihre jahrelange Erfahrung in der Terminplanung für Damien hatte sie auf das zu erwartende Chaos vorbereitet, doch nun, als Gleichgestellte neben ihm im grellen Licht der Medien zu stehen, war etwas ganz anderes.
„Immer weiter“, sagte er leise, seine Stimme ruhig trotz des Geschreis der Reporter. „Lächeln. Gerade so, dass es zufrieden aussieht, nicht aufdringlich.“
„Ich weiß, wie man mit der Presse umgeht, Damien“, erwiderte sie mit einem gezwungenen, höflichen Lächeln, während sich ihre Augen an das ständige Blitzlichtgewitter gewöhnten. „Ich habe dich drei Jahre lang vor ihnen beschützt.“
„Dann beschütze uns jetzt.“
Sie stiegen die Steinstufen hinauf, die Fotografen drängten sich gegen die Absperrseile. Ein Reporter beugte sich über die Barriere und hielt ihnen ein Mikrofon entgegen. „Herr Thorne! Stimmt es, dass diese Ehe arrangiert wurde, um Ihnen vor der Abstimmung am Montag Ihren Sitz im Aufsichtsrat zu sichern?“
Damien zögerte nicht. Er umfasste Mayas Taille fester und zog sie etwas näher an sich heran, sodass der Reporter sie nicht mehr sehen konnte. „Mein Privatleben hat nichts mit Unternehmensführung zu tun“, sagte er mit ruhiger, gelassener Stimme. „Wir sind heute Abend hier, um die Stiftung zu unterstützen.“
Im großen Saal verstummte der Lärm der Straße und wurde vom leisen Summen der Streichinstrumente und dem Klirren der Champagnergläser abgelöst. Die Elite der Stadt bewegte sich in langsamen, bedächtigen Kreisen. Maya spürte den Druck der Blicke, die sich auf sie richteten, sobald sie die Schwelle überschritten hatten.
Damien nahm zwei Gläser Champagner vom Tablett eines vorbeigehenden Kellners und reichte ihr eines. „Kyras Leute sind hier. Sie suchen nach einer Schwachstelle. Gebt ihnen keine.“
„Ich werde nicht einknicken“, sagte Maya und nahm einen Schluck. Ihr Blick schweifte durch den Ballsaal und suchte die wichtigsten Vorstandsmitglieder, mit denen sie früher ihre Treffen vereinbarte. „Aber du musst mich so ansehen, als würdest du mich wirklich mögen, Damien. Sonst durchschauen sie das sofort.“
Er sah zu ihr hinunter, seine dunklen Augen suchten ihr Gesicht. „Ich habe dich gewählt, weil du nicht einknickst“, sagte er leise.
Die Luft auf der Terrasse kühlte die Hitze, die unter Mayas Kragen aufstieg, nicht. Sie presste ihren Rücken gegen das steinerne Geländer, ihre Finger krallten sich in den kalten Marmor, bis ihre Knöchel weiß wurden.
„Du wusstest schon immer, wie man die tiefsten Taschen findet, Maya“, sagte Nino, dessen Atem stark nach Scotch roch, als er den Abstand zwischen ihnen verringerte. Hinter ihm beobachtete Ciara Albright das Geschehen mit einem scharfen, zufriedenen Lächeln, während ihre Finger mit dem Stiel ihres Champagnerglases spielten.
„Erst meine Projekte, jetzt das? Wie lange hast du mit Thorne geschlafen, während du noch so getan hast, als würdest du meine Karriere unterstützen?“
„Geh weg von mir, Nino“, sagte Maya mit flacher, gefährlicher Stimme. Sie weigerte sich, den Blick zu senken, weigerte sich, ihm den plötzlichen, stechenden Schmerz hinter ihren Augen zu zeigen. „Du bist betrunken und machst hier eine Szene.“
„Eine Szene?“, lachte Nino schrill und kratzig, sodass ein Pärchen in der Nähe aufmerksam wurde. Er trat einen Schritt näher und drängte sie gegen das Geländer. „Ich habe mich abgerackert, während du die loyale Assistentin gespielt hast. Hat er dir eine Partnerschaft versprochen, im Gegenzug für –“
„Ich rate dir, deine nächsten Worte mit äußerster Vorsicht zu wählen.“
Die Stimme durchschnitt die schwüle Nachtluft wie eine Klinge. Damien trat aus dem Schatten des Türbogens, seine große Gestalt verdunkelte augenblicklich den Ballsaal. Er sah nicht wütend aus; sein Gesicht war eine Maske absoluter, eiskalter Gleichgültigkeit, die weitaus furchterregender war als Zorn.
Nino wirbelte herum, sein betrunkenes Selbstvertrauen schwand für einen kurzen Augenblick, bevor er seine Jacke zurechtzupfte.
„Thorne. Ich habe deiner falschen Verlobten hier gerade gesagt, dass sie …“
Damien blinzelte nicht einmal. Er sah Nino kein einziges Mal an. Seine Aufmerksamkeit galt weiterhin den Sicherheitsleuten, die sich bereits am Rand der Terrasse versammelt hatten.
„Entfernen Sie diesen Mann aus dem Gebäude“, befahl Damien mit leiser, aber deutlicher Stimme, die über die stille Terrasse hallte. „Setzen Sie seine Firma auf die schwarze Liste für alle Thorne-Bauprojekte im ganzen Land und sagen Sie
seinem Vater, dass seine Karriere bis Mitternacht beendet ist.“
Der Regen peitschte über das Rollfeld, während die Triebwerke des Gulfstream mit ohrenbetäubendem Dröhnen aufheulten und das Flugzeug langsam vorwärtsrollte. Um sie herum hielten die bewaffneten Sicherheitsleute ihre Positionen, die Waffen im Anschlag. Sie warteten darauf, dass das Flugzeug die Startbahn verließ, bevor sie ihren Auftrag beendeten.Damien blickte auf das leuchtende Display seines Telefons und richtete seinen Blick dann sofort auf das Bugfahrwerk des rollenden Jets. Fest um die Hydraulikvorrichtung war ein kleines, schweres Aluminiumgehäuse befestigt. Eine rote LED blinkte daran.Eine ferngesteuerte Druckladung.Wer auch immer ihnen die Satellitenortung geschickt hatte, hatte zusätzlich einen Notfallplan vorbereitet, um sicherzustellen, dass Arthur den Boden niemals verlassen würde.„Runter!“, brüllte Damien.Er warf seinen Arm schützend über Maya und zog sie hinter den verstärkten Motorblock des Wagens, während er gleichzeitig die Override-Taste auf seinem Bildschirm b
„Steig ein.“ Damien wartete nicht darauf, dass Maya das auf dem Bildschirm leuchtende Foto verarbeitete.Er war bereits in Bewegung. Er warf das verschlüsselte Telefon auf die Mittelkonsole und glitt hinter das Steuer des gepanzerten Wagens. Der Motor heulte auf, ein tiefes, raues Geräusch, das durch die Betonwände der unterirdischen Garage vibrierte.Maya ließ sich auf den Beifahrersitz fallen und zog gerade den schweren Sicherheitsgurt über ihre Brust, als die Reifen kreischend über den Asphalt rutschten. Das Fahrzeug schoss die Ausfahrtsrampe hinauf, raste durch die sich öffnenden Sicherheitstore und hinaus in den unerbittlichen Regen Manhattans.„Arthur“, sagte Maya. Sie stützte eine Hand am Armaturenbrett ab, als Damien scharf nach links lenkte und die Federung des Wagens den heftigen Wechsel der Fahrtrichtung abfing. „Damien, er hat dich praktisch großgezogen. Er hat nach der Beerdigung den gesamten Übergang im Vorstand geleitet. Warum sollte er so etwas tun?“„Dreißig Milliarde
Damien fing sie auf, bevor ihre Knie auf das zerbrochene Glas trafen. Der Aufprall presste ihm die Luft aus den Lungen, als ihr plötzlich schwerer, regloser Körper in seine Arme sank. Er ging mit ihr zu Boden, seine breiten Schultern schützend vor ihren Körper gelegt, während um sie herum die scharfkantigen Glassplitter den Boden bedeckten.„Maya.“ Er veränderte seinen Griff und stützte dringend ihren Nacken. Ihre Haut war eiskalt und völlig farblos. Ihre dunklen Wimpern flatterten unkontrolliert über ihren blassen Wangen.Um sie herum herrschte im Penthouse völliges Chaos. Taktische Polizeibeamte riefen sich überlappende Befehle zu und drückten die schreiende Ciara Albright mit Gewalt gegen die zerstörte Trockenbauwand. Die grellen, flackernden Lichtkegel ihrer schweren Taschenlampen schnitten durch den dichten Chemikaliennebel und beleuchteten die völlige Verwüstung des Wohnzimmers. Damien ignorierte all das.„Ich brauche einen Sanitäter!“, brüllte Damien. Die rohe, donnernde Lautst
„Gib Schub“, befahl Damien und starrte unverwandt auf den Status der Satellitenverbindung auf der Hauptkonsole des Jets. „Bring uns jetzt zurück nach Manhattan.“Der Privatjet raste durch die dunklen Wolken. Die Turboprop-Triebwerke dröhnten bei voller Leistung.Im Hauptbereich der Kabine herrschte eine dichte, erdrückende Stille.Damien saß steif in seinem Ledersitz, die Fäuste fest auf seinen Knien geballt. Sein Blick blieb auf den Boden gerichtet. Jeder Muskel war angespannt, als könnte er das Flugzeug allein mit seiner Willenskraft dazu zwingen, schneller über den Atlantik zu fliegen.Maya saß ihm gegenüber. Ihr gesprungenes Tablet lag auf ihren Knien. Ihre Finger tippten schnell über das Glas und riefen jede interne Kameraübertragung auf, die mit ihrem Penthouse verbunden war.„Sie hat die Sperre der Hauptlobby umgangen“, sagte Maya. Ihre Stimme blieb flach und kontrolliert, obwohl der schnelle Puls an ihrem Hals deutlich sichtbar war. „Die Sicherheitsprotokolle zeigen, dass vor
Das blaue Licht der Hauptkonsole erhellte den gewaltigen Raum. Damien trat vom schweren Stahlschott zurück. Sein Blick folgte den unaufhörlich über die riesigen Monitore laufenden Codezeilen.Das hier war kein gewöhnliches geologisches Archiv.Reihen verschlüsselter Server in Militärqualität säumten die verstärkten Wände und speisten ein zentrales taktisches Netzwerk, das die gesamte Topografie der Insel abbildete.„Sie haben nicht einfach einen sicheren Ort gebaut“, murmelte Damien. Sein Atem wurde allmählich ruhiger, während er das gewaltige Ausmaß der Anlage erfasste. „Sie haben eine Festung gebaut.“Maya ging zur Hauptkonsole. Ihre Stiefel klackten auf dem Gitterboden aus Metall. Ihre Finger schwebten über der mechanischen Tastatur.Die Benutzeroberfläche war vollständig analog – schwere Kippschalter, physische Drehregler und ein geschlossenes Betriebssystem, das gegen moderne drahtlose Hackerangriffe vollkommen immun war.Ihr Vater hatte sie nicht für einen Geologen entworfen.Er
Salzwasser spritzte gegen die Scheiben, als das zweimotorige Flugzeug hart auf der Oberfläche der Lagune aufsetzte. Damien kämpfte mit dem Steuerhorn, seine Knöchel waren weiß vor Anspannung, bis sich das Flugzeug stabilisierte und ruhig über das leuchtend türkisfarbene Wasser glitt.„Drossel die Triebwerke“, sagte Maya und ließ ihre Finger über das gesprungene Navigationstablet auf ihrem Schoß gleiten.„Wir sind hinter dem Riff. Die Wassertiefe ist stabil.“Damien betätigte die Schalter über seinem Kopf. Das Dröhnen der Triebwerke verstummte und hinterließ eine plötzliche, beinahe schmerzhafte Stille in der Kabine. Er atmete scharf aus und sank in den Pilotensitz zurück.Maya löste ihren Sicherheitsgurt und stieß die schwere Kabinentür auf. Heiße, feuchte Tropenluft strömte herein und verdrängte die sterile Luft ihres bisherigen Konzernlebens. Sie kletterte auf den Metall-Schwimmkörper hinaus.Das Wasser unter ihnen war vollkommen klar. Im weißen Sand zeichneten sich die Schatten kle







