MasukPOV: AIRYS
Ich zuckte zusammen, doch nicht vor Angst … Es war etwas anderes. Etwas Primitives und Unbekanntes. Das Timbre der Stimme des Alphas trug absolute Dominanz, unbestreitbaren Besitz.
„Meine Kleine.“
Der Satz hallte in meinem Geist wider und ließ mein Herz in der Brust hämmern. Ich blickte von der Seite, überrascht. Seine Nasenflügel weiteten sich, und seine Augen … Nein. Ich hatte sie noch nie so gesehen.
Die
POV: DAIMONSchwarzes Kleid, eng, umschloss ihre Kurven, als sei es direkt an ihrem Körper geformt worden. Der seitliche Schlitz ließ die blasse Haut des Schenkels sehen, einladend. Der subtile Ausschnitt zeichnete die Brüste zart, aber herausfordernd. Das lose, leicht gewellte braune Haar fiel natürlich über den Rücken, während eine schwarze Maske einen Teil des Gesichts verbarg und nur die Augen enthüllte … grün, intensiv, ausdrucksvoll. Ein absurder Kontrast zu den roten Lippen, die für den Untergang gezeichnet schienen.Ich neigte leicht den Kopf, stützte den Ellbogen auf die Armlehne des Throns und das Kinn auf die Hand, während meine Finger zerstreut über die vom Whiskey feuchten Lippen wanderten. Meine Stirn runzelte sich. Sie ging, als spiele die Welt ringsum keine Rolle. Der Absatz der Füße markierte den Boden mit Eleganz und Präzision. In ihrem Blick lag etwas. Brennend.
POV: DAIMON„Alpha, sind Sie sicher?“ Symon ging an meiner Seite, während wir den Hauptsaal durchquerten. Seine Augen durchsuchten Dokumente, aufmerksam auf die präzise markierten Punkte. Selbst bei kontrollierter Stimme sickerte die Anspannung in jede Silbe. „Dieser Plan ist zu riskant.“Ich antwortete nicht sofort. Die festen Schritte hallten über den Marmorboden, im Takt mit meinem Zustand: ungeduldig. Das Gewicht der Jahre brannte unter meiner Haut. Ihre Abwesenheit war eine offene Wunde, die die Zeit sich weigerte zu schließen.„Der Feind versteckt sich gut, Beta.“ knurrte ich leise, tief, ließ die Stimme in meiner Brust kratzen. „Wir müssen ihn aus dem Bau locken. Der Ball wird die perfekte Gelegenheit sein, mich ‚verletzlich‘ zu sehen.“Fenrir knurrte sarkastisch in mir. Der Wolf blieb seit Jahren still, gereizt, unruhig. Aber seine Präsenz war wie ein
POV: AIRYS„Fliehen? Was hat das Bleiben bei dir mit meinen Kindern zu tun?“ fragte ich verwirrt, das Herz schlug mit Kraft, unregelmäßig. „Was habt ihr mit ihnen getan?! Wo sind sie?! Sag es mir, Colen, bei allem, was du noch fühlst! Sie müssen entsetzt sein!“Meine Stimme belegte sich. Meine Augen füllten sich wieder mit Tränen. Eine erstickende Verzweiflung verschlang mich.Ich rückte vor und packte sein Hemd fest.„Bitte, ich flehe dich an … sag, wo sie sind.“Er riss die Augen bei meiner Annäherung auf. Für eine Sekunde sah ich das Zögern. Ich sah den Mann, den er vorgegeben hatte zu sein.Dann … zog er mich.Seine Hände packten meine Taille und pressten mich mit Kraft gegen seinen Körper. Er atmete tief ein, dicht an meinem Hals, sog meinen Geruch ein wie ein besessener Wahnsinniger.„Du machst mich noch im
POV: AIRYSIch öffnete jäh die Augen und keuchte, als sei ich unter Wasser aufgetaucht. Die Brust hob und senkte sich in rasendem Rhythmus. Ich war schweißnass, die Kleidung klebte am Körper, das Herz schlug so stark, dass es die Brust aufzureißen schien.Ich blickte verwirrt umher. Mein Zimmer. Aber etwas stimmte nicht. Alles falsch.„Meine Kinder …“ flüsterte ich und taumelte, als ich aufstand. Die Beine trugen mich kaum. Ich führte die Hand an den Kopf, der heftig pochte.Ich ging zur Tür. Verschlossen. Ich biss die Zähne zusammen, füllte die Brust mit Luft und begann mit den Fäusten zu schlagen.„JACK!“ schrie ich wütend. „Ich weiß, dass du da bist, Elende!“ Ich schlug, stieß, benutzte die Schulter und versuchte aufzubrechen. „Warum?! Warum tust du das?!“Tränen liefen heiß über die Wangen, verm
POV: AIRYSIch schrie und schlug mit Kraft auf den Tisch. Der Knall hallte durch den Raum, ein trockenes Knacken, Holz knarrte unter dem Aufprall. Ein Knurren entkam dem Grund meiner Kehle, wild. Meine Brust keuchte, hob und senkte sich unregelmäßig. Der Puls pochte in meinem Nacken. Meine Muskeln waren gespannt, bereit zu reißen.„Der Patient lag offen auf dem Tisch … Du konntest nicht einfach gehen …“ versuchte sie sich zu rechtfertigen, aber ihre Stimme war unbedeutend angesichts dessen, was ich fühlte.„Es sind meine Kinder, verdammt!“ explodierte ich erneut, schüttelte den Kopf, die Augen tränenfeucht. Ich packte die Lehne des Stuhls fest, als könne das mich verankern. „Ich hätte bei ihnen sein sollen! Ich hätte sie schützen sollen! Er wird sie nicht so behalten … wird er nicht!“„Was sagst du, Airys?“ Jaqueline stand plötzlic
POV: AIRYSEs dauerte eine Weile, bis der Schwindel vollständig verging. Ich kehrte zur Routine zurück. Ich musste zurückkehren. Mich an das klammern, was mich noch ganz fühlen ließ. Die Medizin. Die Operationen. Leben zu retten war auf irgendeine Weise das, was mich daran hinderte, vollständig in den Abgrund dessen zu stürzen, was ich hier drinnen lebte.Das Krankenhaus war unruhig. Die neue Welle von Flüchtlingen hatte kritische Fälle gebracht. Ich ging direkt in den sterilen Raum, ohne Zeit zu atmen. Ich setzte die Maske auf, zog die Kittel an, nahm meine Position ein.Es war seltsam … aber ich mochte das. Dort, in jener kontrollierten Umgebung, war alles einfacher. Technik, Präzision, Rhythmus. Ich musste nicht an ihn denken. Ich musste nicht die Leere fühlen, die er hinterließ. Noch die Hitze, die noch von jeder seiner Berührungen brannte. Selbst abwesend drang Daimon in den intimsten







