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Kapitel Vierundsechzig: Notfallplan

Author: Zara
last update publish date: 2026-09-13 10:26:30

Freya stand einige Schritte von den schweren Eisengittern entfernt und hatte die Hände fest vor ihrem Körper verschränkt. In der dämmrigen Zelle saß Anita auf einer niedrigen, kalten Steinbank.

Die Frau sah aus wie ein Schatten ihrer selbst. Ihr dunkles Haar war verfilzt, ihre Haut totenblass und ihre Augen wirkten leer, umrandet von dunklen, von Erschöpfung gezeichneten Schatten. Ein dicker, blutbefleckter Verband war fest um ihren Hals gewickelt, genau dort, wo Freyas Klauen in Monaco ihre Ha
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    Das warme Licht des gläsernen Wintergartens rückte in den Hintergrund, als Freya sich auf den Weg zurück zu den privaten Wohnbereichen der Donstilion-Festung machte. Der Knoten der Angst, der sich nach der Konfrontation mit Anita im Verlies in ihrer Brust zusammengezogen hatte, war verschwunden. An seine Stelle war eine ruhige, festigende Klarheit getreten.Evelyns Worte hallten beruhigend in ihrem Kopf wider. Liams sechs Jahre der Isolation waren kein Warten auf eine politische Verbindung gewesen. Sie waren seine sture, kompromisslose Weigerung gewesen, sich mit jemand anderem als seiner wahren Gefährtin zufriedenzugeben.Als Freya einen gewölbten Steinkorridor entlangging, dessen Wände mit uralten eisernen Wandhaltern und Seidentapisserien geschmückt waren, trat plötzlich eine große, schlanke Gestalt aus einer Seitengalerie.Es war Liams jüngerer Bruder Noah.Noah lehnte lässig am kunstvoll geschnitzten Türrahmen, ein ansteckendes Grinsen auf den Lippen. Er hatte dieselbe markante K

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    Freya stand einige Schritte von den schweren Eisengittern entfernt und hatte die Hände fest vor ihrem Körper verschränkt. In der dämmrigen Zelle saß Anita auf einer niedrigen, kalten Steinbank.Die Frau sah aus wie ein Schatten ihrer selbst. Ihr dunkles Haar war verfilzt, ihre Haut totenblass und ihre Augen wirkten leer, umrandet von dunklen, von Erschöpfung gezeichneten Schatten. Ein dicker, blutbefleckter Verband war fest um ihren Hals gewickelt, genau dort, wo Freyas Klauen in Monaco ihre Haut aufgerissen hatten. Um ihre Handgelenke lagen schwere silberne Dämpfer, die von einem schwachen, matten Runenlicht durchzogen waren und ihren Wolf gefangen hielten.Freya schluckte schwer und zwang ihre Stimme, trotz des plötzlichen Zitterns in ihren Knien ruhig zu bleiben.„Warum hast du es getan, Anita? Du warst eine vertrauenswürdige Wache. Warum hast du mir eine Silberklinge an die Kehle gesetzt?“Anita hob langsam den Kopf. Ein trockenes, raues Lachen entrang sich ihrer Kehle, das in ein

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