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Kapitel 2

Penulis: Grownup barbie
last update Tanggal publikasi: 2026-08-06 22:30:27

Ezras POV

Am nächsten Morgen hatte Ezra sich fast überzeugt, dass ihn gestern nicht mitgenommen hatte.

Fast.

Das hielt genau so lange, wie es dauerte, durch die Eingangstür zu gehen.

„Sprich vom Teufel", rief jemand aus einer Gruppe in der Nähe der Trophäenvitrine.

„Hey, Monroe. Vorsicht, Leute, vielleicht wird er wieder interessant."

Der Flur brach in Gelächter aus. Ezras Magen fiel geradewegs durch den Boden. Natürlich hatte es sich herumgesprochen. An der Ashford Academy bewegte sich Klatsch schneller als die eigentliche Schulglocke.

Er hielt den Kopf gesenkt und drängte sich durch, ignorierte die Schulter, die absichtlich seine streifte, das Schnauben, das ihm bis zu seinem Spind folgte. Als er dort ankam, war sein ganzer Morgen bereits ruiniert, und es war noch nicht einmal Viertel nach acht.

„Morgen, Monroe."

Ezra schloss die Augen. Diese Stimme würde er unter Wasser erkennen.

Er drehte sich um und fand Jace, der sich gegen den Spind neben seinem lehnte, Haare zerzaust, als wäre er direkt aus dem Bett gerollt, unfair gut aussehend für jemanden, der den ganzen gestrigen Tag damit verbracht hatte, ihn vor der halben Schule zu demütigen.

„Was willst du?"

Jaces Augenbrauen schossen hoch. „Wow."

„Was?"

„Nichts. Du bist heute mürrisch."

„Du bist unglaublich, weißt du das?"

„Ich gebe mir Mühe." Jaces Mund zog sich langsam und absichtlich nach oben, als würde er das viel zu sehr genießen. „Nur zu, erzähl mir, wie unglaublich."

„Verschwinde."

Etwas flackerte über sein Gesicht, echt, für eine halbe Sekunde, bevor das Grinsen zurückrutschte. „Verdammt. Sieh dich an. Wächst über Nacht ein Rückgrat."

„Vielleicht wirst du einfach nur nervig."

Ein paar Erstklässler in der Nähe schnappten tatsächlich nach Luft. Ezra war das egal. Er war zu sehr damit beschäftigt zuzusehen, wie Jace sich vom Spind abstieß und näher trat, nah genug, dass Ezra den Kopf heben musste, um seinen Blick zu halten, nah genug, dass er Seife riechen konnte und etwas Wärmeres darunter, das keinen Grund hatte, seinen Puls das tun zu lassen, was er gerade tat.

„Vorsicht", murmelte Jace, leise genug, dass es nicht mehr für den Flur bestimmt war. „Du bist heute mutig."

„Ich bin müde."

Das traf irgendwo. Ezra sah zu, wie es traf, wie sich Jaces Kiefer verschob, wie sich seine Augen verengten, als würde er etwas neu berechnen.

„Müde wovon?"

„Davon." Ezra deutete zwischen ihnen hin und her, schärfer als beabsichtigt. „Von den Witzen. Vom Publikum. Von der kleinen Show, die du jeden einzelnen Morgen abziehst, als wäre mein Leben Inhalt für dich und deine Freunde."

Der Flur war so still geworden, dass Ezra seinen eigenen Puls hören konnte.

Jaces Grinsen verschwand endlich. „Du übertreibst."

„Klar. Natürlich." Ezra ließ ein kurzes, humorloses Lachen hören. „Wie dumm von mir zu denken, dass drei Jahre davon dir vielleicht tatsächlich etwas bedeuten könnten."

Für eine Sekunde, eine ganze, angehaltene Sekunde, sagte keiner von beiden etwas, und die Luft zwischen ihnen wurde dick von etwas, das überhaupt keine Feindseligkeit war. Jaces Blick sank, nur kurz, zu Ezras Mund, und Ezras ganzer Körper erstarrte, Hitze kroch seinen Nacken hoch, bevor er sich dagegen wehren konnte.

Dann klingelte die Glocke, laut und aufdringlich, und was auch immer das gewesen war, zersprang sofort.

„Egal", sagte Jace und trat zurück, als bräuchte er den Abstand mehr als Ezra.

Ezra griff nach seiner Tasche und ging wortlos davon, weigerte sich zurückzublicken, weigerte sich, ihm diese Genugtuung zu geben.

Er sah nicht, wie Jace eine volle Minute später immer noch dort stand und ihm mit einem Ausdruck nachstarrte, den noch niemand an der Ashford Academy je auf seinem Gesicht gesehen hatte.

„Okay, was war das?" Mason tauchte an Jaces Schulter auf, als wäre er aus dem Nichts materialisiert. „Du stehst hier einfach nur rum. Siehst durchgeknallt aus."

„Mir geht's gut."

„Du hast ihn angesehen wie ..." Mason hielt inne, studierte tatsächlich das Gesicht seines Freundes, und was auch immer er dort fand, ließ seinen eigenen Ausdruck zu etwas zwischen Verwirrung und Entsetzen wechseln. „Warum machst du überhaupt noch mit Monroe rum? Also, wirklich. Warum?"

Jace öffnete den Mund.

Nichts kam heraus.

*Weil es lustig ist,* war früher die automatische Antwort gewesen. *Weil alle lachen. Weil er reagiert.*

Nichts davon passte mehr richtig, und das erschreckte ihn mehr, als er zugeben wollte.

„Halt die Klappe, Mason."

„Das ist keine Antwort."

„Es ist die einzige, die du bekommst."

Ezra verbrachte den Rest des Morgens damit, nicht daran zu denken, und scheiterte spektakulär. Bis zum Englischunterricht lief Jaces Stimme immer noch in seinem Kopf, *müde wovon*, leise und nah und viel zu interessiert für jemanden, der ihn eigentlich hassen sollte.

Er ertappte sich dabei, wie er Jace quer durch den Raum beobachtete, der locker mit seinen Freunden lachte, völlig unbekümmert wirkte, und etwas Hässliches verdrehte sich tief in seiner Brust. Wie war es fair, dass Jace so gewichtslos durch sein eigenes Leben gehen durfte, während Ezra jede einzelne Begegnung zwischen ihnen stundenlang danach mit sich trug, sie immer wieder durchspielte, sie auseinandernahm, nach einer Bedeutung suchte, die wahrscheinlich gar nicht da war?

Mr. Holloway klatschte in die Hände, um Aufmerksamkeit zu bekommen, als die Glocke näher rückte. „Bevor ihr geht, Semesterprojekt. Paare. Ich habe sie bereits eingeteilt."

Stöhnen ging durch den Raum.

Ezra hatte kaum Zeit sich zu wappnen, bevor ...

„Ezra Monroe und Jace Ryland."

Das Klassenzimmer brach aus. Jemand jubelte. Jemand anderes machte ein Geräusch, als hätte er gerade in Zeitlupe einen Autounfall gesehen. Mason, drei Plätze weiter, sah aus, als wäre er persönlich zum Opfer geworden.

Ezra drehte sich um, Angst sammelte sich tief in seinem Magen, und fand Jace, der ihn bereits direkt ansah, kein Grinsen diesmal, keine Show für ein Publikum.

Nur Jace, der ihn mit einem Ausdruck ansah, den Ezra überhaupt nicht lesen konnte, und ein langsames, gefährliches Kräuseln am Mundwinkel, das Ezras Puls etwas tun ließ, das er mitten im Englischunterricht absolut nicht hätte tun sollen.

„Sieht so aus, als wären wir aneinander gebunden, Monroe", sagte Jace, leise genug, dass es nur für ihn bestimmt war.

Ezras Gesicht wurde heiß.

Das würde ein Problem werden.

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