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Bonuskapitel 2: Rotes Auge, totes Metall

Author: Azilla
last update publish date: 2026-05-21 23:12:34

Der alte Aquädukt ragte wie das versteinerte Rückgrat einer Riesenschlange aus dem staubigen Ödland auf.

Wir lagen flach auf dem Bauch im heißen Sand, versteckt hinter einer verrosteten Düne aus altem Konsortium-Stahl. Die Hitze flimmerte über dem Boden. Vor uns lag die Pumpstation – ein massiver, fensterloser Betonklotz, aus dem armdicke Rohre in Richtung der Slums führten.

Und Nova hatte recht gehabt.

Zwei schwere, spinnenartige Drohnen patrouillierten lautlos vor dem stählernen Hauptventi
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    Drei Wochen später roch die Unterstadt nicht mehr nur nach altem Kupfer und Verzweiflung. Es gab eine neue Note in der feuchten Luft: den Geruch von frischem Holz und heißem Schweiß. Die Überlebenden aus Sektor Sieben und die Ausgestoßenen der Tiefe hatten begonnen, zusammenzuarbeiten. Wo einst Misstrauen herrschte, wurden nun gemeinsam Barrikaden repariert und Wasseraufbereitungsanlagen der alten Konsortiums-Technik in Betrieb genommen. Raven Carter saß an einem zerkratzten Eisentisch im hintersten Eck der Taverne Zum Rostigen Anker. Sein rechter Arm lag in einer dichten, schützenden Schlinge. Die Haut darunter war von feinen, sternenförmigen Narben überzogen – ein bleibendes Souvenir des Azilla-Handschuhs, das bei jedem Wetterwechsel leise pochte. Er spürte, wie die gewohnte Dissonanz des Tals verschwunden war. Das Lied der Welt, Eloras goldenes Bewusstsein, summte wieder in einem ruhigen, ungestörten Takt. Die Tür der Taverne schwang auf und Vesper trat ein.

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