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Kapitel 2: Das Meer aus Asche

Author: Azilla
last update publish date: 2026-05-24 01:48:22

Der Suborbital-Gleiter Zephyr war ein Meisterwerk der Aerodynamik. Ohne das ohrenbetäubende Rumpeln, das die alten Plasma-Dreadnoughts des Konsortiums immer begleitet hatte, schnitten wir wie eine schwarze Klinge durch die Stratosphäre.

Der Himmel über uns war von einem tiefen, fast schmerzhaften Blau, das ich in Sektor 4 nie zu Gesicht bekommen hatte. Unter uns flog die Welt in einem verschwommenen Teppich aus Grau- und Brauntönen vorbei.

Ich starrte durch das massive Karbonglas des Cockpits
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    Drei Wochen später roch die Unterstadt nicht mehr nur nach altem Kupfer und Verzweiflung. Es gab eine neue Note in der feuchten Luft: den Geruch von frischem Holz und heißem Schweiß. Die Überlebenden aus Sektor Sieben und die Ausgestoßenen der Tiefe hatten begonnen, zusammenzuarbeiten. Wo einst Misstrauen herrschte, wurden nun gemeinsam Barrikaden repariert und Wasseraufbereitungsanlagen der alten Konsortiums-Technik in Betrieb genommen. Raven Carter saß an einem zerkratzten Eisentisch im hintersten Eck der Taverne Zum Rostigen Anker. Sein rechter Arm lag in einer dichten, schützenden Schlinge. Die Haut darunter war von feinen, sternenförmigen Narben überzogen – ein bleibendes Souvenir des Azilla-Handschuhs, das bei jedem Wetterwechsel leise pochte. Er spürte, wie die gewohnte Dissonanz des Tals verschwunden war. Das Lied der Welt, Eloras goldenes Bewusstsein, summte wieder in einem ruhigen, ungestörten Takt. Die Tür der Taverne schwang auf und Vesper trat ein.

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