LOGINPrisca war nur eine verachtete Omega – bis am Paarungstag enthüllt wird, dass sie die Gefährtin des mächtigen Alpha Lucas ist. Doch anstatt sie anzunehmen, weist er sie vor seinem gesamten Rudel zurück und verbannt sie in den gefährlichen Wald. Alle glauben, dass Prisca gebrochen ist. Niemand weiß jedoch, dass in ihr eine verborgene Kraft erwacht, die das Schicksal des Rudels für immer verändern wird. Als Lucas die Wahrheit über seine abgelehnte Gefährtin erkennt, ist es vielleicht bereits zu spät ...
View More**POV**
Ich stand vor dem Fenster und blickte hinaus. Wie erwartet war das Rudel in heller Aufregung und beschäftigt. Kinder spielten, Leute liefen im Rudelhaus ein und aus. Neue Gefährten hielten Händchen und kicherten miteinander. Es war der Tag der Paarung, der nur einmal im Jahr stattfand.
Traurigkeit überkam mich, als ich langsam den Raum verließ und zurück zu meinem Bambusbett ging. Omegas wie wir hatten bei einem solchen Ereignis nichts zu suchen. Ich hatte mein Schicksal schon vor langer Zeit akzeptiert.
Ich saß noch auf dem Bambusbett, als meine beste Freundin Alma aufgeregt hereingestürmt kam. „Du bist ja noch gar nicht angezogen“, sagte sie und zeigte auf meine Füße.
„Angezogen? Warum?“, fragte ich mit einem verwirrten Ausdruck.
„Was soll das heißen? Es ist der Tag der Paarung, also steh schon auf!“, versuchte sie, mich hochzuziehen, während ich nachgab und sagte: „Alma, du weißt, dass das nichts für uns ist. Niemand will eine Omega, also halt mich nicht davon ab, mein Herz zu schützen.“
„Warum glaubst du, dass ich so strahle?“, sagte sie ruhig und setzte sich neben mich.
„Ich weiß es nicht. Warum erzählst du es mir nicht?“, sagte ich und richtete meinen Blick auf sie.
„Weil es Hoffnung für uns gibt.“
„Komm schon, Amy. Wir sind Omegas, wesenlose Geschöpfe, und niemand will uns“, sagte ich mit verletzter, aber fester Stimme.
„Eine von uns hat gerade ihren Schicksalsgefährten gefunden. Ein Beta eines der eingeladenen Rudel, und sie wurde nicht zurückgewiesen. Was, wenn es Hoffnung für uns gibt? Für dich“, versuchte sie mich zu überzeugen.
Ich schüttelte leicht den Kopf. Der letzte Vorfall mit ihm kroch mir in den Sinn. Mein Ex. Ich wollte nicht noch einmal zurückgewiesen werden.
„Komm schon, Amy. Du kannst nicht weiterhin in der Vergangenheit leben, außerdem war Alexandra nie dein Schicksalsgefährte.“
„Nein, Amy.“ Ich lehnte schroff ab, als wäre mein Entschluss gefasst. „Mein Schicksal ist besiegelt.“
Amy war meine beste Freundin und weigerte sich, ein „Nein“ zu akzeptieren. Sie wusste, wenn sie mich allein ließe, würde ich die ganze Nacht durchweinen. Sie holte das beste Kleid heraus, das ich hatte. Es war nicht annähernd so schön wie das, was die Wölfe, Besucher oder irgendjemand sonst an diesem besonderen Tag trugen. Aber es war das Beste, was ich besaß.
Sie zwang mich in das Kleid, und irgendwie wollte ich raus. Raus aus diesem kalten und erdrückenden Zimmer. Vielleicht nur, um eine frische Brise einzuatmen und den Schmerz und die Verletzung, die ich fühlte, kühlen zu lassen. Ich dachte, er würde mich lieben. Es war bereits ein Jahr her, und die Narbe in meinem Herzen war immer noch frisch.
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Wir verließen die Scheune in unseren besten Kleidern. Sie hatte darauf bestanden, dass wir in das Rudelhaus gingen. Ich wollte nicht. Ich wünschte, ich hätte es nicht getan, aber irgendwie wusste sie immer, wie sie mich dazu brachte, gegen meinen Willen zu handeln.
Wie erwartet war die Halle voller Menschen, die aßen, tanzten und ihre Gefährten akzeptierten. Es war der Tag der Liebenden in unserer Welt, und ich konnte in jeder Ecke Paare sehen. Wir gingen tiefer in die Halle und schlichen uns zu einem reservierten Platz.
Wir waren an einem leeren Bereich, als wir das Geräusch von Gabeln und Gläsern hörten, die Aufmerksamkeit erregten. Die Halle wurde still, während Amy und ich noch versuchten zu entkommen, als ich versehentlich einen Kellner mit einem Tablett voller Champagner anstieß. Alle Augen richteten sich auf mich, auch seine.
Alpha.
Er stand auf dem Podium. In diesem Moment spürte ich eine starke Empfindung um mich herum. Sie war so stark, dass ich so etwas noch nie zuvor gefühlt hatte. Es war keine Angst. Es war keine Verwirrung, sondern ein klares Gefühl. Er ließ mich die ganze Zeit nicht aus den Augen. Ein kalter Ausdruck lag auf seinem Gesicht.
„Prisca“, rief Amy und zog an meinem Arm, als ich mich nicht bewegte. Sie folgte meinem Blick in seine Richtung. Sie schnappte nach Luft, bedeckte ihren Mund und machte einen torkelnden Schritt zurück. Tränen begannen langsam in meinen Augen zu sammeln.
Bis dahin hatten alle bereits angefangen, zu tuscheln. Die Scham nicht ertragend und mich bereits dafür verfluchend, dass ich herausgekommen war, ging ich auf die Zehenspitzen und wollte in Richtung Ausgang rennen, als ich seine laute und fordernde Stimme hörte: „Holt sie!“
Prisca stand Lucas gegenüber und weigerte sich, sich zu bewegen, obwohl die Dunkelheit sich weiterhin über seinen Körper ausbreitete.Die Luft um ihn herum war schwer geworden. Schwarze Linien aus uralter Energie krochen unter seiner Haut entlang, während seine goldenen Augen zwischen ihrer vertrauten Wärme und etwas Kaltem und Fremdem hin und her flackerten.Das Hollow One kämpfte noch immer um die Kontrolle.Hinter Prisca hielten die Wölfe ihre Positionen. Sie waren nicht bereit, die Freiheit aufzugeben, für die sie so hart gekämpft hatten. Einige hatten Angst, andere waren erschöpft, doch niemand wandte sich ab.Lucas senkte den Kopf.„Halte dich von mir fern, Prisca.“Seine Stimme klang angestrengt, als würde jedes Wort einen Kampf gegen etwas erfordern, das tief in ihm verborgen lag.Prisca schüttelte den Kopf.„Nein.“„Du verstehst nicht, was hier geschieht.“„Dann erklär es mir“, erwiderte sie. „Denn ich habe viel zu lange dabei zugesehen, wie du Entscheidungen für alle um dich
Die Wölfe wagten es nicht, sich zu bewegen.Lucas stand vor ihnen. Sein Arm war von Dunkelheit überzogen, und in seinen Augen lag eine seltsame Leere, die Prisca noch nie zuvor gesehen hatte. Die Stimme, die durch ihn gesprochen hatte, versteckte sich nicht länger. Mit jedem Augenblick wurde sie stärker.Prisca blickte auf die Wölfe, die sich um sie versammelt hatten.Einige von ihnen hatten Lucas einst treu gedient. Andere hatten an seiner Seite gekämpft, als die Schlachten ihre Welt beinahe zerstört hätten. Sie alle wussten, wozu er fähig war, aber sie kannten auch den Mann, der er gewesen war, bevor die Dunkelheit begann, ihn zu verändern.„Wir können nicht länger hier stehen und so tun, als wäre nichts geschehen“, sagte Prisca.Ein älterer Wolf trat vor.„Was erwartest du von uns? Er ist immer noch unser Alpha.“„Das weiß ich“, antwortete Prisca. „Und genau deshalb ist es so schwer. Aber ihm blind zu folgen, wird ihn nicht retten.“Ein anderer Wolf senkte den Kopf.„Wenn wir uns g
Prisca konnte spüren, wie er ihr entglitt.Es war nichts, was sie mit ihren Augen sehen konnte, aber sie fühlte es tief in ihrem Herzen. Die Verbindung, die sie mit ihrem Sohn teilte, wurde immer schwächer, und mit jedem Augenblick wurde es schwieriger, ihn zu erreichen.Sie stand vor der seltsamen Öffnung, die durch die Erinnerungen Tausender Wölfe entstanden war. Das Licht darin flackerte und zeigte Bruchstücke unzähliger Leben. Irgendwo hinter diesem Licht war ihr Sohn noch immer im Hollow One gefangen.Und er begann zu vergessen, wer er war.„Er verliert sich selbst“, flüsterte Prisca.Mira stand neben ihr und beobachtete die instabile Öffnung.„Kannst du ihn noch einmal erreichen?“Prisca antwortete nicht sofort. Sie wusste, was es sie kosten würde. Als sie das letzte Mal versucht hatte, ihren Sohn zu erreichen, hatte sie gespürt, wie die Dunkelheit an ihrer Kraft zerrte. Es hatte ihr mehr genommen, als sie zugeben wollte.Doch dieses Mal war es anders.Sie konnte es sich nicht l
Im Bewusstsein des Hollow One war die Dunkelheit kaum noch von der Wirklichkeit zu unterscheiden.Lucas’ Sohn wusste nicht mehr, wie lange er sich schon dort befand. Die Zeit hatte ihre Bedeutung verloren. Erinnerungen tauchten um ihn herum auf und verschwanden wieder wie die Bruchstücke eines zerbrochenen Spiegels. Jede einzelne enthielt Teile eines Lebens, das er langsam vergaß.Er erinnerte sich an das Gesicht seines Vaters, doch die Einzelheiten wurden immer undeutlicher. Er erinnerte sich an die Stimme seiner Mutter, aber er konnte sich kaum noch daran erinnern, wie sie klang.Er blickte auf seine Hände hinunter.Für einen Moment konnte er sich nicht einmal mehr an seinen eigenen Namen erinnern.Angst breitete sich in ihm aus.Er hatte so hart darum gekämpft, an sich selbst festzuhalten, doch das Hollow One nahm ihm weiterhin Stück für Stück seine Erinnerungen. Jede Erinnerung, die er verlor, machte die Dunkelheit stärker.Dann hörte er etwas durch die endlose Stille.Seinen Name
Lucas POV**Ich war so unruhig. Traurigkeit und Wut wurden zu einem Parfüm für mich. Ich trank bis zur Besinnungslosigkeit und fing an, jeden Wächter anzuschreien, der in meine Nähe kam. Ich fragte mich jedes Mal: „Warum musste ich mich mit einer Omega paaren? Warum hat die Mondgöttin beschlossen,
Priscas POV**Ich war auf meinem Bett, weinte und packte meine Sachen zusammen. Ich hatte nicht erwartet, dass mein Leben so enden würde. Meine Welt fiel in Stücke, und alles, was ich hatte, war ein gebrochenes Herz und ein Körper, den ich nach dem, was passiert war, selbst kaum wiedererkannte.Ich
**POV**Die Wachen wickelten mich wie ein Stück Lumpen ein und ließen mich vor dem Alpha knien. Bis dahin hatten sich die Flüstereien und Gerüchte, dass ich seine Gefährtin sei, bereits in der Halle verbreitet. Sie warteten darauf, was er tun würde.Er hob mein Kinn mit der Gabel, die er hielt, und
**POV**Ich stand vor dem Fenster und blickte hinaus. Wie erwartet war das Rudel in heller Aufregung und beschäftigt. Kinder spielten, Leute liefen im Rudelhaus ein und aus. Neue Gefährten hielten Händchen und kicherten miteinander. Es war der Tag der Paarung, der nur einmal im Jahr stattfand.Trau











