LOGINKapitel 170: Daphnes HeilungJames’ POVDie Krankenstation war ein Ort, an dem der Tod gerade noch in Schach gehalten wurde.Ich hatte Krankenhäuser schon immer gehasst.Und alles, was auch nur entfernt damit zu tun hatte.Doch heute wirkte dieser Ort noch düsterer als sonst.Als Erstes traf mich der Geruch.Der Geruch von Verfall.Ein Verfall, den Medikamente, Heilkräuter und Magie verzweifelt aufzuhalten versuchten.Doch sie verloren diesen Kampf.Und zwar erschreckend schnell.Daphne lag auf dem mittleren Bett.So regungslos, dass ich auf das Heben und Senken ihrer Brust achten musste, um sicherzugehen, dass sie überhaupt noch atmete.Ihre Haut war beinahe durchsichtig.Die blauen Adern darunter waren deutlich zu erkennen.Ihr rotes Haar, das früher so lebendig wie Feuer geleuchtet hatte, lag kraftlos und stumpf auf den weißen Kissen.Kurz gesagt…Ihr Zustand war schlimmer als zuvor.„Hey, kleine Kriegerin.“Damons Stimme klang so sanft, dass es beinahe wehtat, sie zu hören.Vorsic
Kapitel 169: Die RückkehrJames’ POV„Heilige Scheiße!“Das waren die ersten Worte, die mir über die Lippen kamen, als ich die beiden sah.Mein Gehirn konnte einfach nicht verarbeiten, was meine Augen mir zeigten.Damon war wieder ein Mensch?Ein richtiger, vollständiger Mensch!Und er war nicht allein.Er stand bis zur Hüfte in leuchtendem Wasser.Gemeinsam mit Milo.Beide waren offensichtlich nackt.Die gesamte Höhle roch nach Sex und Magie.Und nach etwas anderem.Etwas, das meinen Wolf dazu brachte, sich am liebsten auf den Rücken zu werfen und seinen Bauch zu entblößen.„Alpha!“„James!“Damon zuckte zusammen und stellte sich schützend vor Milo, dessen Gesicht inzwischen knallrot angelaufen war.Doch das war kaum das, was meine Aufmerksamkeit fesselte.Seine Stimme.Seine echte Stimme!Nicht dieses Knurren und Fauchen, an das ich mich in den vergangenen Monaten gewöhnt hatte.„Raus hier!“Ich konnte nicht sofort antworten.Um genau zu sein, vergaß ich vollkommen, wie man überhaup
Kapitel 168: Das Lied des VerratsDamons POVMilo sah mich weiterhin an.Doch diesmal war sein Lächeln echt.„Ich liebe dich auch. Jeden Teil von dir. Den Menschen und die Bestie.“Ich öffnete meine Arme.Und Milo kuschelte sich an mich, als wäre es das Natürlichste auf der ganzen Welt.Wir blieben eng umschlungen.Keiner von uns wollte den anderen loslassen.Vielleicht vergingen Minuten.Vielleicht Stunden.Ich wusste es nicht.Das einzige Geräusch zwischen uns war unser langsamer, gleichmäßiger Atem.Ich bedeckte sein Gesicht mit Küssen.Seine Hände zeichneten träge Muster auf meinen Rücken, und durch unsere Gefährtenbindung konnte ich seine Zufriedenheit spüren.„Awooo!“Ein Wolfsgeheul ertönte in der Ferne.„Das Rudel“, murmelte Milo.„Wir sollten uns wohl besser anziehen, bevor sie uns finden.“Doch er machte keinerlei Anstalten, sich von mir zu lösen.„Sollen sie doch warten.“Ich vergrub mein Gesicht an seinem Hals und atmete seinen Duft tief ein.„Ich habe dich gerade erst zur
Kapitel 167: Verborgene GeheimnisseMilos POVIch erwachte mit höllischen Kopfschmerzen.Es fühlte sich an, als würde mein Schädel jeden Moment in zwei Hälften zerspringen.Irgendwo in der Dunkelheit tropfte Wasser.Das gleichmäßige Geräusch hallte durch die stille Höhle.Für einen Moment war meine Sicht verschwommen.Dann wurde sie allmählich klarer, und ich bemerkte das warme Gewicht von Damons Arm, der um meine Taille lag.Mein Körper schmerzte an Stellen, von denen ich nicht einmal gewusst hatte, dass sie wehtun konnten.Es war ein angenehmer Muskelkater.Einer, der meine Wangen sofort zum Glühen brachte, als mir wieder einfiel, woher er kam.Das Gefährtenmal an meinem Hals pochte sanft.Fast wie ein zweiter Herzschlag.Durch unsere Verbindung konnte ich spüren, wie Damon neben mir schlief.Seine Gefühle flossen durch die inzwischen vollständig gefestigte Gefährtenbindung in mich hinein.Zufriedenheit.Beschützerinstinkt.Und etwas noch Tieferes, das mir die Brust eng werden ließ.
Kapitel 166: Was das alles bedeutetDamons POVPanik schnürte mir die Kehle zu wie brennendes Feuer, während ich mit ansehen musste, wie Milo vor Schmerzen kämpfte.Das violette Licht, das aus seiner Haut hervorbrach, hätte mich eigentlich verbrennen müssen.Doch stattdessen fühlte es sich an wie Sonnenschein.Warm.Vertraut.Und gleichzeitig vollkommen fremd.Sein Körper zuckte unkontrolliert in meinen Armen.Ich hielt ihn nur noch fester.Ich weigerte mich, ihn loszulassen, selbst als seine Energie zwischen uns knisterte und mit jeder vergehenden Sekunde weiter außer Kontrolle geriet.„Was passiert hier?“, hatte ich panisch gefragt.Dabei hob ich ihn auf meine Arme, als könnte allein das irgendetwas an seinem Zustand ändern.Sein Rücken bog sich schmerzhaft durch.Und der Schrei, der sich aus seiner Kehle riss, klang alles andere als menschlich.Durch unsere Gefährtenbindung spürte ich seine Angst und Verwirrung, während seine Energie unkontrolliert um sich schlug.„Mach, dass es au
Kapitel 165: Das Erwachen der GefährtenbindungMilos POVDer Schmerz war schlimmer als alles, was ich mir jemals hätte vorstellen können.Scharf.Heftig.Es fühlte sich an, als würde Feuer unter meiner Haut entlangkriechen.Doch genauso plötzlich, wie der Schmerz gekommen war, verschwand er wieder.An seine Stelle trat eine völlig neue Art von Lust.So überwältigend, dass meine gesamte Sicht weiß wurde.Lior, mein Wolf, erwachte tief in meinem Inneren zum Leben.Ich spürte, wie unsere Gefährtenbindung vollständig einrastete.Sie war nicht länger nur eine Verbindung zwischen uns.Unsere beiden Wölfe verschmolzen vollkommen miteinander.Ich konnte alles fühlen, was Damon fühlte.Jeden Gedanken.Jede Emotion.Jede einzelne Empfindung.Durch unsere Bindung spürte ich seine Liebe zu mir.Grenzenlos.Überwältigend.Doch da war noch etwas anderes.Etwas, das mir das Blut in den Adern gefrieren ließ, obwohl mein Körper gleichzeitig vor Erlösung erbebte.Plötzlich schossen Bilder durch meinen







