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Kapitel 139

Autor: Ein Glücksfischchen
Wenn es je einen Groll gab, war es schon immer eine Sache zwischen ihr und Sebastian.

Aber ausgerechnet Charlotte musste nicht nur ihre Krallen ausfahren, sondern auch noch ihr Leben bedrohen.

Charlotte starrte auf Klaras Handy.

Aus Angst, dass Klara die Worte von eben wirklich aufgenommen haben konnte.

„Lösch die Aufnahme auf deinem Handy!“

Klara steckte das Handy in ihre Tasche. Ob sie es aufgenommen hatte oder nicht, sie zeigte Charlotte das Handy nicht.

Als Charlotte das sah, wurde sie plö
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  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 215

    Nach einigem Überlegen beschloss Klara, nichts zu überstürzen.Sie hatte wirklich Angst, jetzt die Scheidung anzusprechen. Wenn Sebastian erneut nicht einwilligte, kam sie am Ende womöglich nicht mehr fort.In den nächsten beiden Tagen wollte sie ihm einen aufrichtigen Brief schreiben, in dem sie ihre Gefühle und ihren Scheidungswunsch erklärte. Den Brief ließ sie ihm am Tag ihrer Abreise zurück. Während des folgenden Monats bekam er Zeit, darüber nachzudenken und sich zu beruhigen. Nach ihrer Rückkehr konnten sie die Formalitäten erledigen. Mit der einmonatigen Bedenkzeit passte es genau: Noch vor Studienbeginn hielt sie dann die Scheidungsurkunde in den Händen.Am frühen Abend wollte sie sich Nudeln kochen.Als Sebastian zurückkam, setzte sie gerade in der Küche Wasser auf. Hinter ihr erklang seine Stimme. „Als ich hereinkam, hatte ich das Gefühl, durch die Zeit zu reisen. Von hinten siehst du genauso aus wie damals in der Schule.“Klara drehte sich um. Er lehnte am Türrahmen un

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 214

    Inzwischen wollte sie es auch nicht mehr erklären. In zwei Tagen reiste sie ab. Bis dahin durfte nichts mehr dazwischenkommen. Sie wollte jeden Anlass vermeiden, der ihre Pläne noch gefährdete.Nach kurzem Überlegen sagte sie nur: „Man muss nach vorn schauen. Wenn man sich ständig an der Vergangenheit festhält, wie soll man dann weiterleben?“Sebastian atmete erleichtert auf. Er lächelte sie sogar an, was selten vorkam, und strich ihr übers Haar. „Gut, dass du so denkst. Wir werden schließlich unser ganzes Leben miteinander verbringen. Da ist es am wichtigsten, glücklich zu sein und nicht alles so eng zu sehen.“Klara nickte. Natürlich galt ihre Zustimmung dem Glücklichsein, nicht dem gemeinsamen Leben bis ans Ende ihrer Tage. Wer will denn sein ganzes Leben mit dir verbringen?Sebastian holte sein Handy heraus. „Ich kümmere mich jetzt um die Arbeit. Nach diesen beiden Tagen habe ich frei. Dann holen wir Oma zurück und verreisen zusammen!“Kurz darauf ging auf Klaras Handy eine Nac

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 213

    Klara blieb die ganze Zeit ruhig.Sie stritt nicht, machte keine Szene und ignorierte ihn auch nicht absichtlich. Sie packte die wenigen Sachen im Hotel zusammen, checkte aus und fuhr mit Sebastian nach Hause.Nichts an ihr ließ erkennen, was sie gerade durchlebte. Ihre distanzierte Ruhe passte eher zu einer Fremden als zu seiner Frau.Unterwegs musterte Sebastian sie an mehreren roten Ampeln. Ihre Reaktion kam ihm geradezu unwirklich vor. Er stellte sich auf lange Erklärungen ein. Und jetzt war die Sache einfach so erledigt?Als Klara aus der Wohnung verschleppt wurde, stand die Tür offen, und die Lieferung lag noch davor. Inzwischen war alles aufgeräumt. Die Einkäufe standen drinnen, ebenso zwei Kisten Erdbeeren. Klara wusste, dass Benjamin sie mitbrachte.Sie sagte nichts. Sie wechselte die Schuhe, machte sich noch einmal frisch und zog bequeme Sachen an. Dann wusch sie einen Teller Erdbeeren, stellte den Rest in den Kühlschrank und setzte sich hin. Während sie durch ihr Handy s

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 212

    Sebastian schloss Klara in die Arme.Er sagte nichts. Er hielt sie einfach nur fest.Klara wehrte sich nicht. Dafür wollte sie keine Kraft mehr verschwenden.Erst nach einer langen Weile fragte sie: „Bist du fertig? Mein Bein wird müde.“Da ließ er sie los. „Entschuldige, das war gedankenlos von mir.“Er hob sie auf seine Arme und legte sie aufs Bett. „Bist du erschöpft? Willst du dich noch ein bisschen ausruhen?“Klara antwortete nicht.Seine Miene wurde bedrückt. „Klara, ich weiß, dass dich die Sache heute verletzt hat. Aber ... in dieser Situation fiel mir die Entscheidung auch nicht leicht.“„Die Entscheidung?“Klara lachte kalt. Du maßt dir also tatsächlich an, zwischen uns zu wählen. Wie kannst du dieses Wort überhaupt in den Mund nehmen?„Klara ...“ Er seufzte. „Lotti legt großen Wert auf ihr Aussehen ...“„Und ich nicht?“Darauf wusste Sebastian zunächst nichts zu erwidern.„So meine ich das nicht, Klara. Lotti geht arbeiten. Ein entstelltes Gesicht ruiniert ihr das gan

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    Eine gezielte Provokation.Doch Benjamin ging nicht darauf ein.Er blieb hinter Klara stehen und lächelte. „Die Verantwortung eines Mannes besteht darin, den Menschen zu beschützen, den er am meisten liebt. Und ihn nicht gerade dann im Stich zu lassen, wenn er in größter Gefahr ist!“Klara lachte leise. In ihrem Lachen lag deutlicher Spott. „Da irrst du dich. Sebastian ist ein echter Mann. Er hat heute genau die Frau beschützt, die er am meisten liebt.“Sie selbst war nicht einmal eine Frau, die Sebastian überhaupt liebte, geschweige denn seine große Liebe.Früher belog sie sich selbst, klammerte sich an ihren Stolz und schämte sich, andere davon wissen zu lassen. Jetzt gab es nichts mehr zu verbergen.Sebastian presste die Augen fest zusammen. Als er sie wieder öffnete, lag darin nur noch Schmerz. „Klara, sag das nicht. Ich hatte keine Wahl ...“„Natürlich. Du hattest keine Wahl. Du hattest keine Wahl, als du dich auf diese undurchsichtige Geschichte mit einer anderen Frau einge

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 210

    „Hör zu, Benjamin“, presste Sebastian zwischen den Zähnen hervor. „Bei wem du dich herumtreibst, ist Klara und mir völlig egal. Aber Klara ist meine Frau! An ihrer Seite hast du nichts zu suchen!“„Ach ja?“Benjamin wich keinen Millimeter zurück. „Ich habe sie heute davor bewahrt, in den Tod zu springen oder entstellt zu werden. Ist es das, was du für sie willst?“„Du ...“ Sebastian packte ihn am Kragen. „Du kleiner Mistkerl! Mir ist egal, wie einflussreich deine Familie ist. Lass die Finger von meiner Frau!“Benjamin umfasste die Faust an seinem Kragen. „Herr Wolf, begreifen Sie endlich eines: Sie heißt Klara Winter. Sie hat einen eigenen Namen und ist eine Tänzerin. Sie ist nicht bloß die Frau von irgendjemandem, nicht bloß eine Ehefrau und schon gar kein Anhängsel!“Das brachte Sebastian endgültig in Rage. Er schlug Benjamin mit der Faust gegen das Kinn und brüllte: „Frag sie doch! Frag sie, wer sie ist! Ob sie meine Frau ist oder nicht!“Klara eilte sofort zu ihnen und stellte s

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