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Kapitel 155

Author: Ein Glücksfischchen
Draußen verstummten die Stimmen plötzlich.

Das Autofenster stand noch offen. Eine frühsommerliche Brise strömte herein und brachte von irgendwoher Blütenduft mit.

Für einen kurzen Moment war Klara wie benommen. Doch dann begriff sie, was geschah, und begann, sich zu wehren.

Sebastian drückte sie gegen die Rückenlehne. In der Enge des Wagens gelang es ihr kaum, sich gegen ihn zu stemmen. Sie drehte den Kopf nach links und rechts, doch seinen heißen Lippen entkam sie nicht. Schließlich hielt er
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  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 187

    „Ach, eine Käuferin interessiert sich für beide Mäntel. Ich mache ihr gerade ein Video“, erklärte sie ruhig.„Für beide?“ Sebastians Stimme wurde lauter. „Frau Wolf, verkauf ruhig deine eigenen Sachen. Aber seit wann entscheidest du über meine?“Klara lächelte. „Deiner gehört eben dazu. Sie will das passende Paar. Ohne deinen werde ich meinen nicht los.“„Klara!“Schon wieder war er ernsthaft wütend. In letzter Zeit passierte das ziemlich oft.„Was ist denn? Du hast ihn doch seitdem auch nicht mehr getragen. Wenn ihn jemand anderes gebrauchen kann, ist das doch eine sinnvolle Wiederverwendung!“, entgegnete Klara. „Von mir aus bekommst du die Hälfte des Geldes.“Sebastian schnaubte mehrmals höhnisch. Dann zog er sie grob zur Seite und holte frische Kleidung aus dem Schrank. Seine Miene war finster. „Justin und Lotti feiern heute mit den anderen. Ich bin extra nach Hause gekommen, um bei dir zu sein. Sie haben mich mehrmals gebeten, noch zu bleiben, aber ich bin trotzdem nicht wieder

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 186

    „Du willst mich also auch loswerden?“Er trat zu ihr und kniff ihr in die Wange. „Bist du jetzt süchtig danach, gebrauchte Sachen zu verkaufen?“„Leider bietet niemand etwas für dich“, seufzte Klara. „Und deine Lotti zahlt mir bestimmt nichts, wenn ich dich ihr überlasse.“Sebastian lachte leise und drückte fester zu. Ein großer roter Fleck erschien auf ihrer Wange. „Du hast inzwischen wirklich für jeden Unsinn einen passenden Spruch!“Das tat weh. Er packte ziemlich fest zu. Seiner Miene nach zu urteilen, fand er ihre Bemerkung überhaupt nicht lustig. Er war tatsächlich wütend.Natürlich. Lotti war schließlich sein Ein und Alles. Und Klara holte gerade sämtliche Geschenke zurück, mit denen er Charlotte überhäufte. Charlottes Verlust ging weit über zehn Millionen hinaus. Vermutlich kochte er deshalb noch immer innerlich.„Schlag dir diesen Unsinn aus dem Kopf. Zwischen Lotti und mir ist es nicht so, wie du denkst. Ich habe dir gesagt, dass du immer Frau Wolf bleiben wirst.“Offenba

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 185

    „Ach, Oma hat genug von meinen Eltern und will ihnen eine Weile aus dem Weg gehen. Was sie nicht sieht, ärgert sie auch nicht. Nach dem Essen habe ich ihr eine Fahrkarte gekauft. Sie besucht eine alte Freundin in der Nachbarstadt und macht sich dort ein paar schöne Tage.“„Das ist eine gute Idee.“ Sebastian nickte. „Aber dann fehlt sie bei unserer Reise. Wann kommt sie zurück? Warten wir auf sie?“Er dachte tatsächlich noch an die Reise?Klara nahm an, das Thema war für ihn längst erledigt.„Mal sehen“, wich sie aus.Worauf sollte sie denn noch warten? Ja, eine Reise stand bevor. Aber die hatte mit ihm nichts zu tun. Diesmal reiste sie allein.Sebastian sah ihr weiter beim Sortieren der Kleidung zu.„Warum räumst du heute eigentlich so viele Sachen um?“, fragte er verwundert.„Ich packe die Herbst- und Wintersachen weg und hole die Sommersachen raus.“Die Erklärung fiel ihr spontan ein.Natürlich verriet sie ihm nicht, dass sie die Kleidung loswerden wollte. So viel konnte sie u

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 184

    Als Sebastian das Haus von Klaras Großmutter erreichte, saß dort nur der Fahrer. Sonst war niemand da.„Wo sind sie?“, fragte er mit gerunzelter Stirn.Der Fahrer sprang auf und nahm Haltung an. „Ihre Frau sagte, dass sie mit ihrer Großmutter essen geht.“Sebastian schwieg.Langsam fragte er sich, ob er einen neuen Fahrer brauchte.„Ich weiß, dass sie essen gegangen sind! Das haben Sie mir doch schon gesagt!“Der Fahrer blinzelte ihn an. Sein Blick sagte deutlich: Genau. Warum fragen Sie dann?Sebastian schwieg.„Sie sind noch nicht zurück?“, fragte Sebastian.Nun wirkte der Fahrer noch verwirrter. Er kratzte sich am Kopf. Das war doch offensichtlich. War sein Chef heute etwas begriffsstutzig?Sebastian verstand diesen Blick sofort. Einen Moment lang wusste er tatsächlich nichts darauf zu erwidern.Wo aßen die beiden? Er hatte keine Ahnung. Es gab also tatsächlich einen Moment, in dem er nicht wusste, wo Klara sich aufhielt?Justins Worte hallten ihm im Kopf nach. „Du bist ein

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 183

    Dann begannen die beiden zu packen.Eigentlich war es ganz gut, dass der Fahrer noch Wache hielt. Solange er da war, kamen Klaras Eltern nicht zurück. Und selbst wenn sie auftauchten, ließ er sie nicht ins Haus. Sobald alles gepackt war, konnten Klara und ihre Oma aufbrechen.Auf Klaras Drängen hin brauchten sie kaum eine halbe Stunde. Sie nahmen nur das Wichtigste mit: Ausweise, Bankkarten, wichtige Eigentumsunterlagen und wertvollen Schmuck.Alles andere blieb zurück.Sämtliche Sachen passten in eine einzige Stofftasche, die ihre Großmutter bei sich trug.Als sie das Haus verlassen wollten, sah die alte Dame noch einmal zurück. Der Abschied fiel ihr sichtlich schwer. Schließlich nahm sie die Fotos aus den Rahmen auf dem Tisch und legte sie zwischen die Seiten eines gebundenen Notizbuchs.Klara entdeckte sofort das Bild, auf dem sie gemeinsam mit Sebastian und ihrer Oma zu sehen war.„Oma, gib mir das bitte.“Sie nahm ihr das Foto ab.Es zeigte Klara und ihren Mann. Was sie dami

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 182

    Ja, wer zog denn damals seine Großmutter heran und erklärte Klara dabei auch gleich den Begriff „privater Rückzugsort“? Ob sie damit zurechtkam, fragte er sich damals offenbar nicht ...„Da ist es wieder, dieses Lächeln.“Sebastian runzelte die Stirn. In seinen dunklen Augen regte sich etwas. „Warum lächelst du in letzter Zeit ständig so? Das ist unangenehm.“„Was soll daran unangenehm sein?“, fragte Klara lächelnd. „Ist es dir lieber, wenn ich schreie und dir eine Szene mache?“Sebastian schwieg. Er senkte den Blick und dachte lange nach. „Belassen wir es für heute dabei. Ich rufe dir ein Taxi, dann fährst du allein zurück. Ich bringe Charlotte weg.“„Ja, gut. Aber du brauchst kein Taxi zu rufen. Das mache ich selbst“, sagte Klara.„Klara ...“ Er schloss kurz die Augen. Sein Gesichtsausdruck verriet, dass seine Geduld am Ende war. „Kannst du ... kannst du bitte endlich aufhören zu schmollen?“Klara sah ihn verständnislos an. „Wieso schmolle ich denn? Du willst mir ein Taxi rufen.

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