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Kapitel 255

Author: Ein Glücksfischchen
Aber diese Worte wagte sie nicht laut auszusprechen.

„Dann arbeitest du eben weiter hier. Wenn du Wünsche hast, kannst du sie äußern. Du hast dich in den letzten fünf Jahren gut um meine Frau gekümmert, eine Gehaltserhöhung hast du dir verdient.“ Sebastian sagte entschlossen.

„Aber Frau Wolf ...“, zögerte Frau Krügel.

„Sie ist nur für einen Monat verreist. In einem Monat ist sie wieder zurück.“ Sebastian erkundigte sich. Die Tournee-Gruppe war lediglich für einen Monat auf der Reise.

Frau Krügel
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  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 255

    Aber diese Worte wagte sie nicht laut auszusprechen.„Dann arbeitest du eben weiter hier. Wenn du Wünsche hast, kannst du sie äußern. Du hast dich in den letzten fünf Jahren gut um meine Frau gekümmert, eine Gehaltserhöhung hast du dir verdient.“ Sebastian sagte entschlossen.„Aber Frau Wolf ...“, zögerte Frau Krügel.„Sie ist nur für einen Monat verreist. In einem Monat ist sie wieder zurück.“ Sebastian erkundigte sich. Die Tournee-Gruppe war lediglich für einen Monat auf der Reise.Frau Krügel wagte nicht mehr, etwas zu sagen. Sie traute sich nicht zu erwähnen, dass Klara keineswegs nur für einen Monat weg war.„Nun, Herr Wolf, soll ich das Essen aufs Zimmer bringen oder möchten Sie ...“ Frau Krügel beschloss, vorerst nichts zu sagen und noch diesen einen Monat hierzubleiben. Wenn Frau Wolf sich dann endgültig von Herrn Wolf scheiden ließ, konnte sie gehen. Sie durfte jetzt nichts Unbedachtes sagen und Frau Wolfs Pläne nicht durchkreuzen.Sebastian konnte niemals im Bett essen. Obgle

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 254

    Schließlich war von drinnen eine heisere Stimme zu hören: „Nicht gut.“Ist er krank?„Herr Wolf, ich komme dann jetzt rein?“, fragte Frau Krügel vorsichtig.„Ja ...“Als Frau Krügel das Zimmer betrat und sah, dass der Hausherr tatsächlich noch schlief, kam ihr das äußerst ungewöhnlich vor: „Herr Wolf, fühlen Sie sich nicht wohl?“„Wasser ...“, Sebastians Kehle war trocken und brannte wie Feuer. Während er im Dämmerzustand lag, vergaß er es. Aber kaum war er aufgewacht, wollte er nur noch Wasser trinken.„Gut, gut, warten Sie einen Moment ...“, Frau Krügel ging hinaus und bat ihre Tochter, ein Glas Wasser einzuschenken. Sie nahm es entgegen, ermahnte ihre Tochter noch einmal, brav sitzen zu bleiben und nichts anzufassen, und hinkte dann mit dem Glas in der Hand zurück ins Zimmer.Sebastian richtete sich mühsam auf, um etwas zu trinken. Allerdings schmerzte selbst das Schlucken wie ein Messerstich.Als Frau Krügel sein schmerzverzerrtes, hochrotes Gesicht sah, vermutete sie aus Erfahrung

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    Frau Schneider verstand sofort, lächelte und ging schon einmal voraus.Klara drehte sich um und nahm den Anruf entgegen: „Sebastian, bist du komplett verrückt geworden?“Seine Stimme klang rau und heiser. „Klara ... Klara ...“„Wenn du was zu sagen hast, dann sprich!“„Klara, mir geht's nicht gut. Ich fühle mich schrecklich ...“„Sebastian, wenn du sonst nichts zu sagen hast, lege ich jetzt auf. Wenn es dir nicht gut geht, ist das nicht mein Problem.“„Klara, Klara, warte ... Mir geht es wirklich schlecht. Ich bin krank.“Klara fand das absolut lächerlich: „Du bist krank? Du bist krank und rufst mich an? Sebastian, hast du noch alle Tassen im Schrank?“„Ich möchte Wasser trinken... Kopfschmerzen... Ich kann nicht mehr aufstehen...“Er hatte kein einziges Wort von dem verstanden, was sie sagte!Er hörte überhaupt nicht zu, was sie sagte!Aber dann begriff Klara, was los war. Er war so krank und benommen, dass ihm ausgerechnet seine Ehefrau wieder eingefallen war. „Sebastian, du suchst

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 252

    Am Ende nahm Herr Kugel das Geld doch nicht an.Sebastian hatte eigentlich vorgehabt, ins Büro zu fahren, aber nun lehnte er sich träge zurück und hatte keine große Lust mehr aufzustehen. Schließlich sah er sich Kugels WhatsApp-Status an. Darin zeigte sich der ganz gewöhnliche Alltag eines einfachen Menschen.Mal ging es darum, was seine Frau gekocht hatte, mal darum, welchen Unfug die beiden Kinder angestellt hatten oder wie der kleine Hund zu Hause wieder etwas zerlegt hatte. Manchmal zeigte er auch, was er an einem freien Tag Leckeres gekocht hatte ...Es war ein schlichtes, echtes Leben, festgehalten in einfachen Worten. Alles strahlte diese warme, alltägliche Geborgenheit aus. Und doch wurden Sebastian beim Ansehen unerklärlicherweise die Augen feucht.Auf jedem Foto lächelten die Menschen. Es waren diese Lächeln, bei denen die Augen richtig leuchteten.Unter dem Foto, auf dem Herr Kugel kochte, hinterließ Sebastian spontan einen Kommentar: Sie können ja richtig gut kochen! Sieht

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 251

    Sebastian hörte zu und erstarrte.„Aber weißt du, Frauen haben ein weiches Herz und sind gutmütig. Solange wir sie aufrichtig gut behandeln, merkt sie, dass wir sie lieben. Entschuldigen Sie sich zu Hause ordentlich bei ihr. Und ob Sie nun im Unrecht sind oder nicht, versprechen Sie ihr, sich zu bessern. Sie können doch nicht bei jedem Problem gleich zum Alkohol greifen. Davon wird sie doch nur noch wütender, oder? Na, hab ich nicht recht? Wenn Sie zu Hause sind, rufen Sie Ihre Frau an und fragen Sie, wo sie gerade ist und ob sie genug Geld hat. Wenn sie zurückkommt, holen Sie sie ab. Führen Sie ein harmonisches Leben miteinander. Na, hab ich nicht recht?“ Der Fahrer redete weiter: „Nehmen Sie mir nicht übel, dass ich Ihnen so viele Ratschläge gebe. So, wie ich Sie einschätze, sind Sie im Alltag bestimmt großzügig zu Ihrer Frau. Aber ob man nun viel oder wenig Geld hat, das Wichtigste ist, dass man seine Frau gut behandelt. Ich fahre nur Taxi und verdiene längst nicht so viel wie Sie.

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 250

    „Herr Bürgermeister ... also ...“ Sebastian hatte sich noch nie so elend gefühlt. „Ich ... in der Firma gibt es noch etwas zu erledigen. Ich muss dann erst einmal los ...“Jedes weitere Wort konnte alles nur noch peinlicher machen.Aber als Sebastian schon halb auf dem Weg war, drehte er sich plötzlich um und rief unwillkürlich: „Herr Bürgermeister ...“Der Bürgermeister lächelte: „Herr Wolf, kann ich Ihnen sonst noch helfen?“„Wissen Sie ...“ Es fiel Sebastian schwer, die Frage zu stellen. Es war schließlich seine eigene Oma. Wie konnte es sein, dass er andere Leute fragen musste, wo sie war? Aber wenn er nicht fragte, schien es niemanden zu geben, der ihm eine Antwort geben konnte. „Also ... wissen Sie, wo meine Oma hingegangen ist?“Der Bürgermeister schüttelte bedauernd den Kopf. „Nein, keine Ahnung. Sie ist schon seit vielen Tagen weg! Ich weiß nicht, wohin sie gegangen ist, und Sie ...“Eigentlich hatte er fragen wollen, ob Sebastian das etwa auch nicht wusste. Aber es war ja off

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