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Kapitel 317

Author: Ein Glücksfischchen
Mit einem lauten Krachen fiel der Suppenbehälter aus Sebastians Hand zu Boden.

Von dem ganzen Text sah er nur ein einziges Wort: „Scheidung“.

Einen Monat war sie fort gewesen. Er hatte geglaubt, dass sie einfach nur trotzig davongelaufen war, um sich ein wenig die frische Luft um die Nase wehen zu lassen. Nie hatte er gedacht, dass sie nach ihrer Rückkehr immer noch die Scheidung wollte ...

Als er an diesen verhassten Mann dachte, der ihr ständig auf der Pelle rückte, unterdrückte er seine Wut u
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  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 318

    „Ich weiß, das hast du mir doch schon gesagt.“„Sie will sich trotzdem scheiden lassen.“Für einen kurzen Moment war es im Büro so still, dass man eine Stecknadel fallen hören konnte.Doch schon bald sagte Justin: „Wenn sie die Scheidung will, dann lass sie gehen. Du hast ihr gegenüber kein schlechtes Gewissen zu haben. Du hast versucht, sie zu halten, aber wenn sie unbedingt will, ist das auch für dich eine Befreiung.“„Befreiung?“ Sebastian wiederholte dieses Wort mit verwirrtem Blick.„Ja, eine Befreiung“, fuhr Justin fort, „diese Ehe war sowieso nie das, was du wolltest. Damals hattest du keine Wahl und hast dein lebenslanges Glück geopfert, um sie zu heiraten. Du hast dich fünf Jahre lang gequält. Jetzt, wo sie von sich aus die Scheidung einreicht, nutzt du einfach die Gelegenheit.“Sebastians Gesichtsausdruck wurde immer düsterer.„Sag bloß, du willst sie jetzt doch nicht mehr gehen lassen?“, fragte Justin und sah ihn fragend an.Sebastian schwieg weiterhin.„Sebastian ...“, seuf

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 317

    Mit einem lauten Krachen fiel der Suppenbehälter aus Sebastians Hand zu Boden.Von dem ganzen Text sah er nur ein einziges Wort: „Scheidung“.Einen Monat war sie fort gewesen. Er hatte geglaubt, dass sie einfach nur trotzig davongelaufen war, um sich ein wenig die frische Luft um die Nase wehen zu lassen. Nie hatte er gedacht, dass sie nach ihrer Rückkehr immer noch die Scheidung wollte ...Als er an diesen verhassten Mann dachte, der ihr ständig auf der Pelle rückte, unterdrückte er seine Wut und schickte eine Nachricht: „Ist es wegen ihm?“Klara hatte nicht einmal eine Ahnung, wen er mit „ihm“ meinte. Eine derart lächerliche Frage war ihr nicht einmal eine Antwort wert. Oma musste gerade auf die Toilette. Sie hatte wirklich keine Zeit, sich mit solchen unsinnigen Nachrichten herumzuschlagen. Also rief sie die Pflegekraft zu Hilfe und stützte gemeinsam mit ihr Oma beim Aufstehen.Sebastian wartete vergebens auf eine Antwort von Klara, erlebte stattdessen aber die Rückkehr von Julian.

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 316

    Mittlerweile war Sebastian Wolf am Krankenhaus angekommen, parkte sein Auto und betrat mit der Suppe das Bettenhaus.Aber kaum hatte er die Aufzugshalle erreicht und bevor er den Aufzug rufen konnte, wurde er von mehreren groß gewachsenen, kräftigen Männern in schwarzen T-Shirts umringt.„Wer sind Sie?“ Sebastian wurde augenblicklich misstrauisch.„Herr Wolf“, rief einer der Leibwächter ihm kühl zu.„Wer sind Sie?“ Woher kannten sie ihn? „Was wollen Sie?“„Herr Wolf, gehen Sie bitte zurück. Sie kommen hier nicht hinein.“„Sie? Mit welchem Recht wollen Sie mich daran hindern, reinzugehen?“ Sebastian wurde wütend: „Am helllichten Tag! Glauben Sie etwa, dass Sie über dem Gesetz stehen?“„Tut uns leid, Herr Wolf. Bis jetzt haben wir gar nichts getan. Dass wir Sie nicht hineinlassen, um die Ruhe des Patienten nicht zu stören, ist der Wunsch der Angehörigen.“„Angehörige? Meinen Sie den Mistkerl? Was bildet er sich ein? Was gibt ihm das Recht dazu?“ Allein der Gedanke an den Mann, der Klara

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 315

    „Ich gehe kurz weg, Oma, Claire. Ruft einfach die Pflegekraft, wenn etwas ist. Ich bin bald wieder zurück“, sagte Julian.„Geh nur, kümmere dich um deine Angelegenheiten“, beeilte sich Klara zu sagen.Julian lächelte. „Ich habe eigentlich gar nicht viel zu tun, ich bin gleich wieder da.“Das Krankenzimmer, das er für Oma besorgt hatte, war von vornherein ein großes Einzelzimmer. Letzte Nacht hatten er und Klara beide im Krankenzimmer geschlafen – er auf dem Sofa, während Klara ein eigenes Begleitbett hatte.Die Pflegekraft war erst heute engagiert worden, aber sie war nur für die Pflege der Patientin zuständig. Was die Verpflegung anging, war es ideal, eine Haushaltshilfe zu finden, die sich speziell darum kümmerte.In Gedanken versunken verließ Julian das Krankenzimmer und anschließend die Station.Vor den Aufzügen standen fünf oder sechs Männer ohnehin schon kerzengerade da. Als sie ihn aus der Station kommen sahen, nahmen sie sogleich in einer Reihe Aufstellung, Brust raus, Kopf hoc

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 314

    „Nein ...“ Sebastian rieb sich die Augenbrauen. „Ich habe wirklich keine Zeit ...“„Ich weiß, dass du viel zu tun hast! Ich weiß, dass du keine Zeit hast!“ Charlotte brach in Tränen aus. „Die anderen halten mich für eine geldgierige Frau. Denkst du etwa auch, dass ich nur hinter deinem Geld her bin?“„So habe ich das nicht gemeint ...“„Genau das hast du gemeint!“ Charlotte nahm ihr Handy, überwies ihm das Geld zurück und weinte so herzzerreißend, dass ihr die Tränen über die Wangen liefen. „Sebastian, ich will dein Geld nicht. Ich möchte nur, dass du eines verstehst: Es ist mir egal, wenn die ganze Welt mich missversteht. Nur deine Meinung über mich ist mir wichtig ...“„Ich verstehe, wirklich, ich verstehe dich ...“, versicherte Sebastian ihr wiederholt.„Solange du das verstehst, ist alles gut.“ Charlotte lächelte unter Tränen. „Sebastian, komm essen. Ich habe deine Lieblingscurrywurst gekauft.“„Esst ihr beiden ruhig. Ich habe gerade noch etwas zu erledigen und muss raus ...“, sagt

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 313

    Bei Sebastians Firma.Die Besprechung am Vormittag hatte volle vier Stunden gedauert. Inzwischen war es bereits nach der Mittagspause, und plötzlich herrschte im Konferenzraum völlige Stille.Die Anwesenden sahen sich fragend an.Alle Tagesordnungspunkte waren abgearbeitet. Nun warteten alle darauf, dass Herr Wolf die Sitzung offiziell beendete. Aber der schien noch immer über etwas nachzudenken. Gab es noch etwas zu besprechen?Justin räusperte sich leise. „Herr Wolf, gibt es noch etwas zu ergänzen?“Da schien Sebastian aus seinen Gedanken aufzuwachen. „Ach, nein. Vielen Dank für Ihre Mühe. Die Sitzung ist beendet.“Kaum standen die Teilnehmer auf, öffnete sich die Tür zum Konferenzraum. Eine helle, süße Stimme erklang. „Ach, Sie haben sich ja wirklich abgerackert! Es gibt Mittagessen für alle. Wir können gleich hier im Konferenzraum essen.“Charlotte lächelte süß und kam mit zwei großen Tüten Essen zum Mitnehmen herein: „Draußen steht noch viel mehr. Machen Sie erst mal diese zwei T

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