Masuk⋅ ⋅ ❦ Blaire Rose ❦ ⋅ ⋅„Ich kann es ehrlich gesagt gar nicht glauben … Ich werde Großmutter!“, keuchte Mama am Telefon, während ihre Stimme vor Freudentränen brach, als ich ihr die Nachricht von der Schwangerschaft überbrachte. Ich lehnte mich an die Wand meines Schlafzimmers, ein sanftes Lächeln umspielte meine Lippen. „Ja, Mama. Es ist wahr.“ „Oh, mein süßes Mädchen … Du musst mir versprechen, dass du gut auf dich aufpasst, hörst du mich?“ Mama schaltete sofort in den hochalarmierten Muttermodus, ihr Tonfall war von tiefer, verzweifelter Sorge geprägt. „Du musst dich ausruhen, doppelt so viel essen und darfst nichts Schweres heben! Eine königliche Wolfsblutlinie auszutragen, kann sehr anstrengend sein, Blair. Versprich mir, dass du es nicht verheimlichst, wenn dir schlecht wird!“ „Mama … bitte beruhige dich, mir geht es total gut“, lachte ich leise und versuchte, ihre wachsende Unruhe zu besänftigen. „Zayn ist gerade hier bei mir. Er kümmert sich um alles. Du musst dir keine
⋅ ⋅ ❦ Blaire Rose ❦ ⋅ ⋅ Ich stand wie angewurzelt in dem kleinen, schummrigen Badezimmer und starrte wie gebannt auf den Plastikstab, der auf dem Rand des Waschbeckens lag. Ich hatte die Anleitung bereits befolgt, und nun blieb mir nichts anderes übrig, als darauf zu warten, dass die quälenden Minuten verstreichen. Ich war mir sicher, dass ich eine Million Mal nervöser war als die kleine Menschenmenge, die gerade direkt vor der Tür hin und her lief. In dem Moment, als Cora es im Esszimmer herausgeplatzt hatte, griff sie in ihre Tasche, holte den Schwangerschaftstest heraus und reichte ihn mir direkt vor Zayn und Sheila. Zayns Gesichtsausdruck war in diesem Moment nicht zu deuten gewesen, seine Augen hatten sich zu einem intensiven, unbeweglichen Blick verdunkelt. Ich konnte nicht ganz entschlüsseln, was er in diesem Moment dachte, aber tief in meinem Inneren wusste ich, dass er überglücklich sein würde. Er hatte mir selbst gesagt, dass er ein Kind mit mir wollte – einen wunders
⋅ ⋅ ❦ Blaire Rose ❦ ⋅ ⋅ „Ihr habt mich alle völlig missverstanden“, flüsterte Sheila und stieß einen langen, zitternden Seufzer aus, während ihr erneut Tränen in die Augen stiegen. „Liam, mein verstorbener Ehemann, war einer eurer Grenzsoldaten. Aber mein Bruder … mein Bruder war ein Soldat der Nordwache.“ Sie hielt inne, wischte sich mit dem Handrücken über die Wange, bevor sie fortfuhr. „Immer wenn ich mich zur Grenze schlich, um meinem Bruder Essen zu bringen, traf ich auf Liam. Wir trafen uns immer wieder an der Grenze … und irgendwann verliebten wir uns ineinander.“ Sie schluckte, ihre Finger krallten sich in ihren Ärmel. „Dann wurde mein Bruder krank. Es dauerte nicht lange.“ Ihre Stimme stockte. „Nachdem er gestorben war, heiratete Liam mich und brachte mich über die Grenze … Ihr alle kennt bereits die tragische Wahrheit, die darauf folgte. Am Morgen des Hinterhalts durch die Abtrünnigen war ich gerade in den Wald gegangen, um Feuerholz für das Frühstück zu holen. Als
⋅ ⋅ ❦ Blaire Rose ❦ ⋅ ⋅ Als wir vom Innenhof ins Haus gingen, schilderte ich den gesamten Hergang und erzählte Zayn ruhig alles, was ich gehört hatte. Eine bedrückende Stille legte sich über ihn, während er zuhörte; sein Körper wurde unnatürlich regungslos. Ohne ein Wort zu sagen, zerrte er Sheila ins Esszimmer und zwang sie, sich uns am Tisch gegenüber zu setzen. Zayn beugte sich vor, stützte seine Fäuste auf den Tisch und richtete seinen dunklen Blick auf sie. „Also, was genau ist das für ein Blödsinn, den mir meine Frau da erzählt?“, verlangte Zayn zu wissen, wobei seine Stimme tief und beherrscht klang, sodass die Teetassen klirrten. „Lass uns das jetzt gleich klarstellen, Sheila. Habe ich jemals, auch nur für den Bruchteil einer Sekunde, mit dir geschlafen? Als du gestern Abend völlig den Verstand verloren hast und mich betrunken angefleht hast, dich in deinem Schlafzimmer zu ficken, habe ich dich zurückgewiesen und bin gegangen, oder?!” Es folgte Stille – dick und er
⋅ ⋅ ❦ Blaire Rose ❦ ⋅ ⋅Cora und ich eilten hinaus in den Innenhof, wo die kühle Morgenluft an meiner Haut zerrte. Sobald wir nach draußen traten, fiel mein Blick auf einen jungen Wolf, der im Dreck kniete und vor meinem Mann zitterte. Doch was meine Aufmerksamkeit wirklich auf sich zog, war das Stück Stoff, das der Mann fest in seinen zitternden Händen umklammerte. Es war dieselbe billige, hässliche Boxershorts, die Zayn gestern Abend auf unserem Bett gefunden hatte. Ich stieg von der Veranda hinunter und hielt meine Stimme ruhig. „Zayn … was ist hier draußen los?“ Zayn drehte ruckartig den Kopf, und seine dominante Alpha-Haltung veränderte sich in dem Moment, als sein dunkler Blick auf mich fiel. „Dieser dumme, rücksichtslose Mann ist derjenige, der es gewagt hat, seine dreckige Unterwäsche auf unser Bett zu legen“, knurrte er düster und bestätigte damit genau das, was ich bereits vermutet hatte. Der Mann warf sich nach vorne und presste seine Stirn gegen den Boden. „Bitte v
⋅ ⋅ ❦ Blaire Rose ❦ ⋅ ⋅Ich habe letzte Nacht kein Auge zugemacht. Seltsamerweise habe ich mir nicht einmal große Sorgen darüber gemacht, dass Zayn nicht in unser Schlafzimmer zurückgekehrt war. Ich meine, ein kleiner, eigensinniger Teil von mir war definitiv immer noch besorgt darüber, wo er die Nacht verbrachte, aber meine Gedanken waren mit einem viel größeren Wunder beschäftigt. Als die ersten Strahlen der Morgensonne durch die Jalousien drangen, ergoss sich sanftes, goldenes Licht über den Raum und streifte warm meine Haut. Die Luft fühlte sich still an, fast zu still, als wäre die Welt selbst noch nicht ganz erwacht. Ein strahlendes, unkontrollierbares Lächeln breitete sich auf meinen Lippen aus. Ich konnte nicht verhindern, dass sich die Wärme in meiner Brust ausbreitete – sanft, ungewohnt … aber unbestreitbar echt. „Warum siehst du heute Morgen so glücklich aus?“, murmelte Cora mit verschlafener Stimme. Ich drehte mich um und sah zu, wie sie sich aufsetzte. Letzte Na







