Mag-log in⋅ ⋅ ❦ Blaire Rose ❦ ⋅ ⋅Ich stand langsam von meinem Stuhl auf, mein Herz hämmerte gegen meine Brust. Ich hatte Zayn noch nie zuvor so wütend gesehen. Und während ich Nolan anstarrte, der gegen die Steinsäule gedrückt wurde, konnte ich die grausamen Worte, die gerade aus seinem Mund gekommen waren, gar nicht fassen. Wie konnte er so etwas Abartiges zu seinem eigenen Vater sagen, wo er doch wusste, wie sehr ihn das treffen würde? „Nur zu … schlag mir den Kopf ab! Es wäre ja nicht das erste Mal, oder, Dad?“, würgte Nolan hervor, während sich ein verzerrtes, spöttisches Grinsen auf seinem Gesicht abzeichnete, obwohl er unter Zayns eisernem Griff nach Luft rang. „Es wird nicht das erste Mal sein, dass du rücksichtslos den Kopf deines eigenen Blutsverwandten abschlägst!“ In dem Moment, als diese Worte durch die Luft schnitten, veränderte sich Zayns gesamte Alpha-Aura. Der von ihm ausgehende Druck nahm so sehr zu, dass der Speisesaal zu beben schien, und die Tiefe in seinen Augen verw
⋅ ⋅ ❦ Blaire Rose ❦ ⋅ ⋅ Es dauerte drei qualvolle Tage, bis Zayn die rücksichtslosen Idioten endlich aus den unteren Verliesen entließ. Er ließ sie mit einer so strengen und markerschütternden Warnung gehen, dass ich nicht glaubte, dass es jemals wieder einer von ihnen wagen würde, auch nur in der Nähe unserer Türen zu atmen. Nicht einmal ihre Eltern konnten kommen, um sie zu retten. Was Nolan betraf, hatte ich jedoch keine Ahnung, wie seine Strafe aussehen würde. Zayn hatte sich darüber in Schweigen gehüllt, aber ich war mir sicher, dass es tausendmal schlimmer sein würde als ein paar Nächte in einer dunklen Zelle. Am vierten Morgen saß ich allein am Esstisch und frühstückte. Zayn war schon seit Tagesanbruch auf den Beinen, kümmerte sich um Rudelangelegenheiten und passte die strengen Sicherheitsvorkehrungen des Hauses an, um sicherzustellen, dass das Haus für mich und unser Baby vollkommen sicher war. Plötzlich schwangen die Türen zum Esszimmer auf, und Nolan kam herein.
⋅ ⋅ ❦ Blaire Rose ❦ ⋅ ⋅ Zayn stürmte in unser Schlafzimmer, sein Körper strahlte eine furchterregende Hitze aus, während ich leise die Türen hinter uns schloss. Er zitterte förmlich vor unberechenbarer, ungezügelter Wut. Er marschierte geradewegs auf die Holzvertäfelung zu, beugte sich vor und drückte den versteckten biometrischen Knopf. Der Wandabschnitt glitt nach oben und gab den Blick auf seine private Bar frei. Aggressiv griff er nach einer Kristallkaraffe, schenkte sich einen doppelten Scotch ein und schluckte ihn in einem brennenden Schluck hinunter. Sofort schenkte er ein zweites Glas ein, drehte sich um und reichte es mir. Doch mitten in der Bewegung erstarrte seine Hand. Seine dunklen Augen richteten sich auf meinen Körper, und die Erkenntnis traf ihn wie ein Schlag, als er sich an das geheime Leben erinnerte, das gerade in mir heranwuchs. Er stellte das Glas so heftig ab, dass der Kristall klirrte. „Er stand direkt vor mir, bevor wir gingen, und schwor mir, das
⋅ ⋅ ❦ Blaire Rose ❦ ⋅ ⋅Endlich hatten wir unsere verbleibenden Grenzstrecken hinter uns gebracht und machten uns auf die lange, anstrengende Rückfahrt nach Hause. In dem Moment, als unser gepanzerter Konvoi durch die streng bewachten Eisentore des Rudelhauses fuhr, überkam mich ein Gefühl der Erleichterung. Doch genau in diesem Moment überkam mich ein seltsamer Anflug von Nostalgie, und mir wurde klar, dass ein Teil von mir unsere Reise tatsächlich zutiefst vermissen würde. Ich würde die Schönheit der Grenzgebiete vermissen, und vor allem würde ich die Menschen vermissen, denen wir unterwegs begegnet waren. Diese Reise mit Zayn hatte mich aus meiner behüteten Blase herausgeholt und es mir ermöglicht, eine Verbindung zu den Rudelmitgliedern aufzubauen und die harte Realität ihres Alltags wirklich zu verstehen. Ich musste unweigerlich darüber nachdenken, wann ich das Haus wohl jemals wieder so verlassen dürfte. Positiv zu vermerken war jedoch, dass Sheila und ich uns im Gute
⋅ ⋅ ❦ Blaire Rose ❦ ⋅ ⋅„Ich kann es ehrlich gesagt gar nicht glauben … Ich werde Großmutter!“, keuchte Mama am Telefon, während ihre Stimme vor Freudentränen brach, als ich ihr die Nachricht von der Schwangerschaft überbrachte. Ich lehnte mich an die Wand meines Schlafzimmers, ein sanftes Lächeln umspielte meine Lippen. „Ja, Mama. Es ist wahr.“ „Oh, mein süßes Mädchen … Du musst mir versprechen, dass du gut auf dich aufpasst, hörst du mich?“ Mama schaltete sofort in den hochalarmierten Muttermodus, ihr Tonfall war von tiefer, verzweifelter Sorge geprägt. „Du musst dich ausruhen, doppelt so viel essen und darfst nichts Schweres heben! Eine königliche Wolfsblutlinie auszutragen, kann sehr anstrengend sein, Blair. Versprich mir, dass du es nicht verheimlichst, wenn dir schlecht wird!“ „Mama … bitte beruhige dich, mir geht es total gut“, lachte ich leise und versuchte, ihre wachsende Unruhe zu besänftigen. „Zayn ist gerade hier bei mir. Er kümmert sich um alles. Du musst dir keine
⋅ ⋅ ❦ Blaire Rose ❦ ⋅ ⋅ Ich stand wie angewurzelt in dem kleinen, schummrigen Badezimmer und starrte wie gebannt auf den Plastikstab, der auf dem Rand des Waschbeckens lag. Ich hatte die Anleitung bereits befolgt, und nun blieb mir nichts anderes übrig, als darauf zu warten, dass die quälenden Minuten verstreichen. Ich war mir sicher, dass ich eine Million Mal nervöser war als die kleine Menschenmenge, die gerade direkt vor der Tür hin und her lief. In dem Moment, als Cora es im Esszimmer herausgeplatzt hatte, griff sie in ihre Tasche, holte den Schwangerschaftstest heraus und reichte ihn mir direkt vor Zayn und Sheila. Zayns Gesichtsausdruck war in diesem Moment nicht zu deuten gewesen, seine Augen hatten sich zu einem intensiven, unbeweglichen Blick verdunkelt. Ich konnte nicht ganz entschlüsseln, was er in diesem Moment dachte, aber tief in meinem Inneren wusste ich, dass er überglücklich sein würde. Er hatte mir selbst gesagt, dass er ein Kind mit mir wollte – einen wunders







