ANMELDENAls Anana, Luna des Crescent Moon Packs, den grausamen Verrat ihres Gefährten entdeckt, zerbricht ihr Herz, doch sie hat nicht den Luxus, daran zu zerbrechen. Ihr Rudel stand am Rande des Ruins, und um ihre Wölfinnen zu beschützen, muss sie sich selbst opfern. Durch ein uraltes Versprechen gebunden, bietet sie dem gefürchtetsten Wolf, der noch lebt, ihre Hand und ihre Freiheit an: Lucien Kael, dem Alpha-Gott des Krieges. Rücksichtslos, gnadenlos und unantastbar ist Lucien ein Mann, dem kein Wolf zu trotzen wagt. Nun wird er sie zu seiner Luna machen. Doch Anana ist keine gewöhnliche Luna. Unter ihrem Schmerz lag eine versiegelte Macht, von der sie nichts wusste. Und als sie in die Arme des Biests trat, das sie zerstören könnte, findet sie sich zwischen der Anziehungskraft einer gefährlichen neuen Verbindung und dem Kampf gefangen, alles zu beschützen, was sie liebt.
Mehr anzeigenDer Raum hatte sich langsam geleert, während ungläubig gemurmelt wurde und Anana beim Verlassen des Osthofs vernichtende Blicke zugeworfen wurden. Luciens Ankündigung hallte noch immer in allen Köpfen wider wie ein zu heftiger Gongschlag.„Sie gehört mir.“Die Worte umkreisten Anana wie ein Sturm, aus dem sie nicht entkommen konnte.Sie saß regungslos neben dem nun leeren Thronstuhl, ihr Atem flach, ihre Haut kribbelte vor Hitze und Verwirrung. Lucien hatte sich bereits von ihr abgewandt und ging mit bedächtigen Schritten auf die hohen Ausgangstüren zu, als wäre nichts geschehen. Seit dieser explosiven Erklärung hatte er ihr keinen Blick mehr geschenkt.Er verschwand hinter dem Steinbogen, ohne sich umzudrehen.Und Anana saß immer noch da.Erst als Ira näher kam und mit einem Nicken bestimmt zur Tür deutete, stand Anana endlich auf, ihre Glieder langsam und steif wie Stein. Sie folgte ihm.Doch als sie die Schwelle überschritten hatte, ließ sie etwas innehalten.Den Flur entlang stand
Ananas Kiefer war angespannt wie Stahl, als sie zum ersten Mal seit ihrer Gefangenschaft bei Lucien den Osthof betrat.Die Luft wirkte schwer, erdrückend und von uralter Macht durchdrungen. Schatten hingen wie wachsame Geister an den Ecken, und das Licht, das durch die hohen Bogenfenster fiel, schien fast zögerlich, ihre Haut zu berühren.Sie war nicht dumm. Sie kannte die Geschichten.Alle Frauen, die Lucien hierher brachte, ereilte dasselbe Schicksal: Sie verschwanden spurlos, verschlungen von der Festung des Kriegsgottes. Keine wurde je wieder gesehen. Keine Briefe. Keine Gräber. Nur Gerüchte.Und nun war sie da.Doch anders als die anderen wartete niemand auf Ananas Rückkehr. Niemand würde nach ihr suchen. Kein Rudel. Keine Familie. Nicht einmal der Mann, der sie angeblich lieben sollte.Sie hatte nichts zu verlieren.Damit sie sich nicht herumschubsen lässt.Sie schritt entschlossen über den Marmorboden, den Kopf hoch erhoben, das Herz pochte wie ein ungestümer Sturm in ihrer Bru
Das Innere der Festung des Purpurbluts war kälter, als Anana erwartet hatte. Nicht physisch, aber die Wände waren mit Feuerschalen gesäumt, die die Korridore in ein stetiges, goldenes Licht tauchten – eher im übertragenen Sinne. Die Luft fühlte sich stickig an, als gehöre sie ihr nicht. Als wäre sie bereits von jemandem oder etwas anderem beansprucht worden.Luciens Hand ließ ihre los, sobald sie den hoch aufragenden Eingang passiert hatten. Noch nachdem sie verschwunden war, spürte sie das Brennen seiner Haut auf ihrer – eine Erinnerung daran, dass er nicht nur ein Monster aus einer Legende war. Er war real. Und nun war er ihre Realität.Zwei Frauen in schwarzen Uniformen traten vor. Sie waren größer als die durchschnittliche Frau.Sie trugen schlichte, purpurrot bestickte Kragen, die dezent pulsierten, und dazu ein mitternachtsschwarzes, gepanzertes Bralette, das ihre wohlgeformten, muskulösen Arme subtil anhob.Sie trugen hochgeschnittene Hosen, die eng an Hüfte und Oberschenkeln a
Nachdem er seine Aufgaben erledigt hatte.Er drehte sich um und ging davon, seine Wachen folgten ihm in gespenstischer Stille.Im Raum ertönte ein Raunen und Geflüster.Mira zischte: „Sie manipuliert dich!“Aber Kade rührte sich nicht. Er sprach nicht. Er kämpfte nicht.Er ließ sie gehen.Ananas Stimme durchbrach ein letztes Mal den Lärm. „Ich habe dich geliebt. Ich habe deinen Namen getragen. Ich habe dir alles von mir gegeben. Und als ich für dich blutete, hast du nicht mit der Wimper gezuckt.“„Ich weise dich zurück, Alpha Kade.“Sie kehrte ihnen allen den Rücken zu.Er wusste, dass sie ihm nicht mehr gehörte. Und er würde getötet werden, wenn er sie jemals beanspruchen würde.„Ich weise dich zurück, Luna Anana.“ Er funkelte so laut, dass sie es hören konnte.Und damit ging sie fort, dem Kriegsgott entgegen, dem Unbekannten, der Freiheit oder dem Verderben. Alles war besser, als in ihrem eigenen Zuhause vergessen zu werden.Sie blickte nicht zurück.…Die Sonne war noch nicht aufge











