INICIAR SESIÓNNovas PerspektiveIch wachte langsam auf und drehte mich, um Kyrian anzusehen. Er schlief immer noch friedlich, sein kleines Gesicht entspannt und weich. Ich beugte mich hinunter, drückte einen sanften Kuss auf seine Stirn, dann schlüpfte ich aus dem Bett und ging ins Badezimmer. Nach einer kurzen Dusche trat ich in den Ankleideraum und öffnete Alex’ Schrank.Ein stilles Lächeln berührte meine Lippen, als ich meine alten Kleider dort hängen sah – alles, was ich getragen hatte, als ich in diesem Schloss lebte. Er hatte sie alle behalten. Ich wählte ein einfaches langes hellrosa Gewand, schlüpfte hinein und flocht mein Haar locker. Als ich ins Schlafzimmer zurückkehrte, schlief Kyrian immer noch. Ich beobachtete ihn noch einen Moment, dann verließ ich leise den Raum.Während ich den Korridor hinunterging, bemerkte ich Michael, der in der Nähe eines großen Fensters stand und mit einem kleinen, fernen Lächeln zum Himmel aufblickte. Ich beobachtete ihn ein paar Sekunden, bevor ich näher gi
Westons PerspektiveMein Kopf war ein komplettes Chaos. Ich hatte Elena wütend gemacht. Sie hatte mich nicht einmal angesehen, als sie ging. Ich wollte nie, dass sie ging, aber ich wollte noch mehr, dass sie in Sicherheit war. Sie hatte bleiben und dem entgegensehen wollen, was kam. Ich wusste, dass sie stark war, und doch würde Stärke allein nicht ausreichen gegen das, was auf uns zukam. Sowohl Nova als auch Elena waren mir kostbar. Ich weigerte mich, zuzulassen, dass einem von beiden etwas zustieß – besonders dem kleinen Kyrian.Der Feind kam wegen Nova und dem Jungen. Ich hatte immer noch keine klare Vorstellung, wie wir diese unerbittlichen Bastarde aufhalten sollten. Scheiße.„Weston.“Alex’ Stimme holte mich aus meinen Gedanken. Als ich ihn ansah, konnte ich die Angst spüren, die in Wellen von ihm abrollte. Er hatte Todesangst um seinen Sohn und seine Gefährtin. Wenn ich an seiner Stelle wäre, hätte ich dasselbe gefühlt. Er trug das Gewicht, beide zu beschützen, und diese Verant
Novas Perspektive„Nein… er hat mir nicht alles gesagt. Er hat nur gesagt, er habe Gründe gehabt.“Ich hielt den Blick gesenkt, während ich sprach. Gideon stieß einen langen, schweren Atemzug aus.„Hör genau zu, Nova. Ich kann dir die ganze Geschichte nicht erzählen – das muss Alex tun, wenn er zurückkehrt. Was ich sagen kann, ist, dass er dich zurückgewiesen hat, um dich zu schützen. Nachdem du gegangen warst, hat er jeden einzelnen Tag gelitten.“Er hielt inne und beobachtete mein Gesicht.„Vor drei Jahren hat sein eigener Wolf ihn vollständig blockiert und sich geweigert, mit ihm zu sprechen wegen der Zurückweisung. Er musste allem allein gegenüberstehen.“Tränen stiegen ohne Vorwarnung auf. Er hatte es getan, um mich zu schützen? Wovor? Ich verstand immer noch nicht. Er hätte mir einfach die Wahrheit sagen können, anstatt diese Last so lange allein zu tragen. Ich hatte mir so etwas nie vorgestellt.„Du musst jetzt vorsichtig sein“, fuhr Gideon fort, die Stimme leiser. „Alex’ Kind
Novas PerspektiveNach Jahren der Abwesenheit stand ich endlich vor dem Schloss, zu dem ich einst mit Asher gekommen war, als wir nur versucht hatten, in Sicherheit zu bleiben. Als ich zu den riesigen Steinmauern aufblickte, zog ein stilles Lächeln an meinen Lippen. Ich hatte hier einen ganzen Monat gelebt. In dieser kurzen Zeit hatte ich Herzschmerz, Liebe, Angst und Abenteuer gespürt. Ich hatte diesen Ort mehr vermisst, als ich gemerkt hatte.„Lass uns gehen“, sagte Elena neben mir und bot ein kleines Lächeln. Ich nickte, schob Kyrian höher in meinen Armen und stieg vom Wagen.„Nova?“Königin Elaras Stimme erreichte mich in dem Moment, als wir die Haupthalle betraten. Ich lächelte sie an, und meine Augen füllten sich sofort mit Tränen. Ihre auch. Sie ging geradewegs zu mir, studierte mein Gesicht eine lange Sekunde, dann hob sie sanft die Hand und strich mit den Fingern über meine Wange.Ihr Blick fiel auf den kleinen Jungen in meinen Armen. Sie starrte ihn an, die Augen weiteten s
Novas Perspektive„Genug, Alex. Hör auf.“Ich schaffte es endlich, ihn wegzustoßen. Er hatte völlig die Kontrolle verloren.„Bist du verrückt?“, fragte ich, während ich vom Bett kletterte. Alex grinste nur und griff nach seinem Hemd.„Ich habe dich drei Jahre lang nicht berührt. Natürlich bin ich ein bisschen verrückt.“ Ich runzelte die Stirn über ihn und ging geradewegs ins Badezimmer. Wenn ich länger blieb, würden wir wieder auf dem Bett landen. Ich duschte schnell. Einen Moment später öffnete sich die Tür und Alex trat ein.„Warum bist du mir gefolgt?“, fragte ich. Er lachte leise und kam näher. Ich seufzte bei dem schamlosen Blick in seinem Gesicht. Dieser Mann änderte sich wirklich nie.„Nur zum Duschen“, flüsterte er an meinem Ohr, bevor er einen sanften Kuss auf meinen Hals drückte. Ich biss fest auf die Lippe, um keinen Laut von mir zu geben. Selbst die kleinste Berührung von ihm konnte ein Stöhnen aus mir herausziehen.„Alex, bitte… nicht jetzt.“ Ich legte den Kopf zurück an
Kapitel 63 – Novas Perspektive„Nova… hör mir bitte einfach zu.“Alex trat näher, sein Gesicht verzerrt von so viel Schmerz, dass es fast echt aussah. Wie wagte er es, mich so anzusehen nach allem, was er getan hatte?„Ich habe dir perfekt zugehört, als du mich ohne einen zweiten Gedanken zurückgewiesen hast“, schnappte ich. „Du hast mir gesagt, dass du eine andere Frau heiratest. Wie wagst du es, jetzt in meine Nähe zu kommen? Nachdem du mich so verletzt hast? Raus. Ich werde dir nie verzeihen.“ Meine Stimme zitterte vor Wut. Ich wollte ihn schlagen, bis die Wut sich endlich ausgebrannt hatte.„Nova, er hatte Gründe.“Westons ruhige Stimme stoppte mich kalt. Nahm er wirklich Alex’ Seite? Erinnerte er sich nicht, wie ich gelitten hatte? Die Depression, die einsame Schwangerschaft, die Nächte, in denen ich mich in den Schlaf geweint hatte?„Weston? Wie kannst du?“, Tränen fielen weiter. „Du hast mich vor drei Jahren gesehen. Wie kannst du ihn verteidigen?“„Bitte beruhige dich einfach







