เข้าสู่ระบบKapitel 48Damian saß noch immer auf dem Sofa, als Alva im Wohnzimmer erschien. Der Junge rieb sich die Augen, seine Schritte waren langsam und schläfrig. Der Fünfjährige trug einen dunkelblauen Schlafanzug mit Raketenmuster, sein Haar war leicht zerzaust.„Mama, große Schwester, wer ist das?“, fragte er ahnungslos und zeigte auf Damian, der sogleich aufstand und ihn mit sehnsüchtigem Blick ansah.Damian ging in die Hocke, um auf Augenhöhe mit Alva zu sein. Ein ehrliches Lächeln stahl sich auf sein Gesicht. „Hallo, Alva … Weißt du, ich bin dein Papa.“Alva erschrak für einen Moment. Er machte einen Schritt zurück, und sein Gesichtsausdruck wandelte sich. „Hä? Nein! Du bist nicht mein Papa!“, sagte er laut und schlug Damians Hand fort, die gerade seine Schulter berühren wollte.„Alva …“, Damian beugte sich wieder näher heran, seine Stimme klang sanft. „Du bist ein schlauer Junge. Papa möchte dich nur besser kennenlernen. Papa liebt dich …“„NEIN!“, fuhr Alva ihn an und stieß Damian mit
Kapitel 47Am nächsten Morgen war der Himmel noch immer grau und hinterließ die Spuren des Regens der vergangenen Nacht. Damian stand vor dem alten Kolonialhaus am Rande der Stadt, in dem Elena und ihre Kinder lebten. In seiner Hand hielt er einen kleinen Karton voller Spielsachen und Kinderbücher – Dinge, die er mitten in der Nacht gekauft hatte, als sein Herz einfach keine Ruhe finden wollte.Als sich die Tür öffnete, stand Elena im Rahmen, gekleidet in einen weiten grauen Pullover und eine schlichte Hose. Ihr Haar war zu einem einfachen Dutt hochgebunden. Ihre Augen wirkten müde.„Elena …“, begann Damian mit tiefer, fast zögerlicher Stimme.„Damian, es ist noch früh am Morgen“, sagte Elena ruhig und lehnte sich gegen den Türrahmen. „Was gibt es?“„Ich … ich wollte sie nur sehen. Olivia, Katty und Delya“, antwortete er und versuchte zu lächeln. „Wenn ich darf.“Elena starrte ihn für einige Sekunden an. Da war kein Zorn, aber auch keine Wärme. Sie nickte langsam und öffnete die Tür d
Kapitel 46Damian sah Elena an. Seine Augen waren voller Hoffnung, doch zugleich erfüllte ihn die Angst vor der Antwort, die ihren Lippen entweichen würde.„Elena, verdiene ich eine zweite Chance?“, fragte er leise.Elena holte tief Atem und neigte für einen Moment den Kopf. Der Wind wehte sanft und trug den Duft von feuchter Erde und Jasminblüten herbei, die auf dem frisch gesetzten Grabstein lagen.„Eine zweite Chance?“, wiederholte Elena leise. Ihre Augen trafen langsam die von Damian – tief, klar und voller Schmerz.„Es tut mir leid, Damian …“, sagte sie ruhig, aber bestimmt. „Es gibt keine zweiten Chancen.“Damian runzelte die Stirn. „Was meinst du damit?“„Ich habe so viel durchgemacht, Damian. Jahrelang musste ich verbergen, wer ich wirklich bin, musste vier Kinder ganz allein großziehen und die Demütigungen deiner Familie, deiner Mutter, ertragen. Und jetzt, wo all diese Wunden noch nicht einmal verheilt sind, kommst du und bittest um eine Chance? Du hast wirklich keine Scham!
Kapitel 45Damian saß nach wie vor reglos auf der Parkbank hinter dem Krematorium. Ein fester Nieselregen hatte begonnen, sein Haar und seine Schultern zu benetzen, doch es war ihm gleichgültig. Seine Finger umklammerten noch immer fest Davids kleine Kreuzkette.Isabella kam heran; ihr schwarzes Kleid schleifte ein wenig über die feuchte Erde. Sie setzte sich still neben Damian und blickte starr in den grauen Himmel hinauf.Einige Minuten verstrichen in Schweigen, bis Isabella schließlich leise fragte: „Damian, wirst du dich nach alldem von mir scheiden lassen?“Damian wandte langsam den Kopf. „Wie meinst du das?“Isabella lächelte bitter, ohne den Blick nach vorn aufzugeben. „Ich habe die viralen Nachrichten gehört. Elena … sie ist Queen Elisabeth. Sie hat auch enthüllt, dass Alva vom Geschlecht der Lancasters abstammt.“Damian runzelte die Stirn.„Läufst du ihr hinterher?“, fuhr Isabella fort, ihre Stimme leise, aber schneidend. „Weil sie dir einen Erben geboren hat – einen Sohn, de
Kapitel 44„Und was ist mit Frau Sonia? Deiner Mutter?“, fragte Elena leise und sah Nathan zweifelnd an. „Wird sie mit uns einverstanden sein? Ich weiß … sie stellt hohe Ansprüche an eine Frau, die es wert ist, ihre Schwiegertochter zu werden.“Nathan lächelte schwach und setzte sich neben Elena. „Weißt du was? Meine Mutter hat die Entwürfe der Designerin von Queen Elisabeth schon immer bewundert.“Elena sah Nathan mit aufgeweiteten Augen an. „Wirklich?“Nathan nickte. „Sie wusste nicht, dass du für die Marke entwirfst. Aber als du auf der Pressekonferenz in dem schwarzen Kleid aus deiner eigenen Kollektion aufgetreten bist, sagte meine Mutter sofort: ‚Diese Designerin von Queen Elisabeth scheint genau den Geschmack von Edelfrauen zu verstehen. Elegant, aber keineswegs aufdringlich.‘ Sie hat auch gesagt, dass du es verdienst, meine Frau zu werden.“Elena konnte es kaum glauben. „Aber wird deine Mutter meine vier Kinder akzeptieren?“„Ja, meine Mutter akzeptiert deine vier Kinder, Elen
Kapitel 43Nathan berührte Elenas Kinn und hob ihr Gesicht langsam an. „Ich liebe dich so sehr, Elena …“, flüsterte er, während sein Blick tief und erwartungsvoll war. „Darf ich dich noch einmal küssen?“Elenas Gesicht errötete, doch sie wandte den Kopf zur Seite und entzog sich schüchtern. „Nein, Nathan …“Nathan hielt inne. Seine Züge verfinsterten sich kurz, enttäuscht, aber voller Verständnis.„Warum?“, fragte er leise.Elena stieß einen langen Seufzer aus. „Ich bin nicht mehr die Schlampe von vor fünf Jahren, als ich dich im Auto um deine Berührung gebeten habe.“ Sie blickte zu Boden. Wenn sie sich an diesen Vorfall erinnerte, schämte sie sich zutiefst.Nathan wollte gerade etwas sagen, als das Stampfen von Schuhen auf dem Boden sie beide den Kopf wenden ließ.Ein Mann in einem eleganten dunkelblauen Anzug betrat den Raum mit festen Schritten. Sein Gesicht war hohlwangig, sein Kiefer markant, und in seinen Augen lag ein tiefer Schmerz.„Damian“, murmelte Elena, und ihr Körper ver







