แชร์

Kapitel Vier: Der Fremde

ผู้เขียน: Jennie's Pen
last update วันที่เผยแพร่: 2026-07-13 05:22:29

Eine elegante, schwarze Luxuslimousine kam nur wenige Zentimeter von ihr entfernt mit einem gewaltsamen Ruck zum Stehen.

Das Geräusch ließ mehrere Hotelgäste alarmiert herumfahren, während zwei Sicherheitskräfte sofort auf die Einfahrt zuliefen. Der Chauffeur sprang vom Fahrersitz, das Gesicht völlig blass, und eilte an die Vorderseite des Fahrzeugs.

„Sir!“, rief er besorgt. „Ist alles in Ordnung mit Ihnen?“

Die hintere Beifahrertür öffnete sich.

Ein Paar polierte, schwarze Lederschuhe berührte das Pflaster, gefolgt von einem großen Mann in einem perfekt maßgeschneiderten, anthrazitfarbenen Anzug. Er strahlte eine mühelose Autorität aus – jene Art, die weder laute Stimmen noch einschüchternde Gesten brauchte, um Aufmerksamkeit einzufordern. Seine markanten Züge blieben ruhig, als seine dunklen Augen auf der jungen Frau ruhten, die regungslos vor seinem Auto stand.

Amelia hatte sich nicht bewegt. Sie schien völlig unberührt davon, dass sie gerade fast getötet worden wäre. Ihre Finger umklammerten ihre Handtasche immer noch so fest, dass ihre Knöchel weiß angelaufen waren, während die Tränen weiterhin stumm an ihrem Gesicht herunterliefen.

Der Mann legte fast unmerklich die Stirn in Falten. Anstatt sein Auto zu überprüfen oder seinen Fahrer zur Rede zu stellen, ging er direkt auf sie zu.

„Miss.“, sprach er sie an. Sie reagierte nicht. Es war, als hätte sie ihn gar nicht gehört.

Er blieb in respektvollem Abstand stehen, bevor er erneut sprach, seine tiefe Stimme war fest und gefasst.

„Miss... sind Sie verletzt?“ Der Klang seiner Stimme holte Amelia schließlich in die Realität zurück. Sie blinzelte langsam, bevor sie ihre tränenerfüllten Augen hob, um seinen Blick zu treffen. Für einen kurzen Moment sprach keiner von beiden.

„Ich...“ Ihre Stimme brach. Sie senkte sofort den Blick, beschämt über die Tränen, die ihr Gesicht zeichneten. „Es tut mir leid. Ich habe nicht aufgepasst.“

Der Mann musterte sie schweigend. Er bemerkte das leise Zittern in ihren Händen, den Herzschmerz, den sie so verzweifelt zu verbergen suchte, und die überwältigende Leere in ihren Augen. Was auch immer ihr zugestoßen war, es war nicht auf der Straße passiert.

Es war passiert, lange bevor sie nach draußen getreten war. Ohne eine weitere Frage zu stellen, griff er in die Innentasche seines Jacketts und holte ein ordentlich gefaltetes, weißes Taschentuch heraus.

Er hielt es ihr hin.

„Ich denke, Sie brauchen das gerade dringender als ich.“ Amelia zögerte.

Niemand hatte ihr Freundlichkeit entgegengebracht, seit ihre Welt in Stücke gerissen worden war. Ihre Finger zitterten, als sie es entgegennahm.

„Danke.“ Sie tupfte sich schnell die Augen ab und zwang sich, ein wenig Fassung wiederzuerlangen.

„Ich... es tut mir leid, dass ich Umstände gemacht habe.“ Als sie sich umdrehte, um zu gehen, rutschte etwas aus dem halboffenen Reißverschluss ihrer Handtasche. Die kleine Samtschachtel landete lautlos auf dem Pflaster. Sie bemerkte es nicht einmal. Der Mann bückte sich, hob sie auf und öffnete sie instinktiv, um zu sehen, ob der Inhalt beschädigt worden war.

Sein Blick fiel auf das darin liegende Platinarmband. Aus irgendeinem Grund ertappte er sich bei der Frage, wer wohl so töricht gewesen war, die Frau, die vor ihm stand, an einem Abend zum Weinen zu bringen, an dem sie offensichtlich ein so aufmerksames Geschenk vorbereitet hatte.

Er schloss die Schachtel vorsichtig.

„Miss.“ Amelia drehte sich um.

„Sie haben das hier verloren.“ Sie starrte die Samtschachtel einige Sekunden lang an, bevor sie sie mit beiden Händen entgegennahm. Ihre Lippen formten sich zu dem traurigsten Lächeln, das er je gesehen hatte.

„Es gehört mir nicht mehr.“ Sie flüsterte die Worte mehr zu sich selbst als zu ihm.

Dann drehte sie sich ohne einen weiteren Blick um und verschwand in der Dunkelheit. Der Mann blieb stehen, wo er war, und sah ihr nach, bis sie nur noch eine einsame Silhouette unter den Straßenlaternen war.

Dann kehrte er zu der wartenden Limousine zurück. Als der Chauffeur vom Hoteleingang anfuhr, breitete sich Stille im luxuriösen Innenraum aus.

Einige Momente vergingen, bevor der Mann auf dem Beifahrersitz respektvoll in den Rückspiegel blickte.

„Sir“, sagte er vorsichtig, „sollen wir zum Familienessen weiterfahren?“

Der Mann hielt die Augen auf das Fenster gerichtet, sein Blick verweilte auf dem leeren Bürgersteig, auf dem die junge Frau verschwunden war.

Sein Gesichtsausdruck blieb unergründlich.

„Noch nicht.“ Der Assistent legte leicht die Stirn in Falten.

„Sir?“ Der Mann wandte sich langsam vom Fenster ab.

„Finden Sie heraus, wer sie ist.“

อ่านหนังสือเล่มนี้ต่อได้ฟรี
สแกนรหัสเพื่อดาวน์โหลดแอป

บทล่าสุด

  • Der Ring Deines Onkels Passt Mir Besser   Kapitel Einhundertfünfunddreißig: Eine Kerze

    Lila Margaret S. Hart wurde am letzten Dienstag im Februar in einem Schneesturm ein Jahr alt und kümmerte sich überhaupt nicht darum.Sie wachte um fünf auf, wie jeden Morgen seit einem Jahr, und verkündete den Tag aus ihrem Gitterbett in einem langen, empörten Strom von Silben, den Amelia etwa im achten Monat zu einer Sprache erklärt hatte. Sie lag im grauen Halbdunkel und lauschte. Es war genau ein Jahr seit dem ersten Schmerz, seit Ryan in unterschiedlichen Socken und Damian, der sechs Blocks ohne Mantel gerannt war. Im Nebenzimmer regte sich Alexander bereits, und sie hörte das Knarren der Diele, auf die er immer trat, und die leise, ernste Stimme, mit der er ihre Tochter jeden Morgen begrüßte, als wäre sie ein Staatsgast von ungewisser Laune.„Alles Gute zum Geburtstag", sagte er zu ihr. „Ich möchte festhalten, dass ich seit ungefähr vier Minuten wach bin und bereits zweimal beleidigt wurde."Lila sagte etwas Langes und Nachdrückliches.„Ja", sagte Alexander ernst. „Das dachte ic

  • Der Ring Deines Onkels Passt Mir Besser   Kapitel Einhundertdreiunddreißig: Das Klicken

    Das Gerät machte ein Geräusch wie ein trockener Zweig, der bricht, und sonst geschah nichts.Kein Funke. Kein Donner. Nur das weiche, flache Klicken eines Knopfes, der auf einen leeren Stromkreis trifft, und dann Stille und das gewöhnliche Ticken der alten Ladenuhr über der Kasse.Cordelia Sinclair-Ward blickte auf ihren Daumen hinunter. Sie drückte noch einmal. Und noch einmal. Das kleine rote Licht blinkte, geduldig und nutzlos, und zum ersten Mal in all den Jahren, in denen Amelia ihr Gesicht gekannt hatte, zeigte es etwas, wofür sie keinen Namen bereit hatte.„Vor vierzig Minuten", sagte Alexander von der Tür aus, „habe ich Marguerite Castellano aus dem Auto angerufen. Ich habe ihr erzählt, was Richard mir gesagt hat. Sie hat die Gasversorgung für diesen Block abstellen lassen, bevor ich fertig eingeparkt hatte." Seine Stimme zitterte, ganz leicht, unter der Gleichmut. „Sie haben das Gebäude über die Kellerschächte belüftet, während du geredet hast. Der Geruch, den du für die Feuc

  • Der Ring Deines Onkels Passt Mir Besser   Kapitel Einhundertdreiunddreißig: Das Klicken

    Das Gerät machte ein Geräusch wie ein trockener Zweig, der bricht, und sonst geschah nichts.Kein Funke. Kein Donner. Nur das weiche, flache Klicken eines Knopfes, der auf einen leeren Stromkreis trifft, und dann Stille und das gewöhnliche Ticken der alten Ladenuhr über der Kasse.Cordelia Sinclair-Ward blickte auf ihren Daumen hinunter. Sie drückte noch einmal. Und noch einmal. Das kleine rote Licht blinkte, geduldig und nutzlos, und zum ersten Mal in all den Jahren, in denen Amelia ihr Gesicht gekannt hatte, zeigte es etwas, wofür sie keinen Namen bereit hatte.„Vor vierzig Minuten", sagte Alexander von der Tür aus, „habe ich Marguerite Castellano aus dem Auto angerufen. Ich habe ihr erzählt, was Richard mir gesagt hat. Sie hat die Gasversorgung für diesen Block abstellen lassen, bevor ich fertig eingeparkt hatte." Seine Stimme zitterte, ganz leicht, unter der Gleichmut. „Sie haben das Gebäude über die Kellerschächte belüftet, während du geredet hast. Der Geruch, den du für die Feuc

  • Der Ring Deines Onkels Passt Mir Besser   Kapitel Einhunderteinunddreißig: Der Ring deines Onkels

    Die Glocke über der Tür bimmelte noch immer wie eh und je, und die Tür klemmte noch immer.Amelia lehnte sich am ersten Montag im Oktober mit der Schulter dagegen, wie jeden Morgen, und spürte, wie sie mit einem leisen, vertrauten Ächzen nachgab. Drinnen roch der Laden nach altem Papier, regenfeuchten Markisen und, seit dem Frühjahr, nach Kaffee, gegen den Mr. Hensley genau zwei Wochen lang Einwände erhoben hatte, bevor er zugab, dass die Café-Ecke das Beste war, was dem Laden seit vierzig Jahren passiert war.*Hart & Hensley, Bücher und Zitronenbonbons.* Das Schild war im April aufgehängt worden, von einem Maler aus der Nachbarschaft in Grün und Gold von Hand beschriftet. Das Schild *Wegen Inventur geschlossen*, das an dem Tag schief an der Tür gehangen hatte, an dem der Mörder ihres Vaters sie hineingelockt hatte, war längst verschwunden. Sie hatte es allerdings aufbewahrt, in einer Schublade hinter der Kasse, als Erinnerung an den Tag, an dem sie voller Angst hineingegangen war und

  • Der Ring Deines Onkels Passt Mir Besser   Kapitel Einhundertdreißig: Das Licht, das brennen blieb

    Der erste Schmerz kam um vier Uhr morgens, am letzten Dienstag im Februar, und Amelia lag vollkommen still im Dunkeln und wartete, ob sie ihn sich eingebildet hatte.Hatte sie nicht. Der zweite kam elf Minuten später, ein langsames, tiefes Zusammenziehen, das sich um ihre Wirbelsäule legte und zudrückte. Sie atmete hindurch, so wie die Hebamme es ihr beigebracht hatte, zählend, und als es nachließ, setzte sie sich auf, stellte die Füße auf den kalten Boden und sagte zu dem leeren Zimmer: „Oh. Okay. Jetzt."Um fünf war das ganze Haus wach. Ryan war in unterschiedlichen Socken die Treppe heruntergekommen und hielt die Krankenhaustasche wie ein Mann, der eine scharfe Granate trägt. Alexander war in der Küche gewesen, als sie rief, und stand so schnell in der Tür, dass sie vermutete, er sei nie ins Bett gegangen. Er fragte nicht, ob sie sicher sei. Er durchquerte nur den Raum, kniete sich vor sie und sagte in seiner ruhigsten Stimme: „Sag mir, was du brauchst."„Damian", sagte sie. „Ruf D

  • Der Ring Deines Onkels Passt Mir Besser   Kapitel Einhundertneunundzwanzig: Einundvierzig Minuten

    Castellano hielt ihr Versprechen an einem Dienstag, in einem ruhigen Raum.Es war ein kleiner Konferenzraum im neunten Stock des Bundesgebäudes, mit einem runden Tisch, einer Schachtel Taschentücher, die niemand zu berühren wagte, und einem Fenster, das auf eine Reihe kahler Ahornbäume hinausging. Castellano hatte die Etage räumen lassen. Sie hatte außerdem sanft gefragt, wen Amelia an ihrer Seite haben wollte.Amelia hatte drei Nächte lang über diese Frage nachgedacht. Am Ende wählte sie die beiden Männer, die in einer Krankenhaustür gestanden hatten, Blut an den Manschetten, und sie um nichts gebeten hatten. Alexander saß links von ihr. Ryan saß rechts, so blass, dass sie ihn daran erinnern musste zu atmen. Damian, einen Arm noch in der Schlinge, nahm den Stuhl am äußersten Ende des Tisches, am Rand des Raumes, wie er es versprochen hatte.„Sie können jederzeit stoppen", sagte Castellano. „Sie können gehen. Sie können mich bitten, vorzuspulen. Nichts hier ist ein Test."„Ich weiß."

บทอื่นๆ
สำรวจและอ่านนวนิยายดีๆ ได้ฟรี
เข้าถึงนวนิยายดีๆ จำนวนมากได้ฟรีบนแอป GoodNovel ดาวน์โหลดหนังสือที่คุณชอบและอ่านได้ทุกที่ทุกเวลา
อ่านหนังสือฟรีบนแอป
สแกนรหัสเพื่ออ่านบนแอป
DMCA.com Protection Status