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KAPITEL 63: Ehestreit

作者: Stephanie A.O
last update publish date: 2026-10-03 18:04:46

Grey kehrte in das Penthouse zurück, als die Morgensonne gerade die Skyline von Ashford Bay durchschnitt. Abigail saß auf der Kante des Sofas im Wohnzimmer und hatte die Knie eng an die Brust gezogen. Sie hatte nicht geschlafen. Ihre Augen waren rot und geschwollen, während sie geistesabwesend in den kalten Kamin starrte.

Grey trat ein und hielt ein paar Schritte von ihr entfernt an. Er schluckte schwer und fragte sich im Stillen, wie er ihr diese niederschmetternde Nachricht überha
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    Abigail saß noch sehr lange auf ihrer Bettkante. Die Anzeige auf ihrem Nachttisch leuchtete in der Dunkelheit und wanderte bereits an Mitternacht vorbei. Sie starrte starr auf die geschlossene Tür ihres Schlafzimmers, während ihre Hände den dünnen Seidenstoff ihres Nachthemdes krampfhaft umklammerten.In ihrem Verstand rasten die Gedanken im Kreis. Stand sie kurz davor, einen monumentalen Fehler zu begehen, oder war dies die einzige Option, die ihr überhaupt noch geblieben war? Schließlich war sie es gewesen, die ihn in eine absolute Sackgasse manövriert und ihn herausgefordert hatte, als er fest davon ausgegangen war, sie würde bloß bluffen.Komm in mein Zimmer. Sobald du so weit bist.Die Worte hallten unaufhörlich in ihrem Gedankengang wider. Ihr Magen zog sich in nervösen Knoten zusammen. Sie war fünfundzwanzig Jahre alt, und doch war sie noch nie im Leben mit einem Mann intim gewesen. Sie hatte ihre gesamte Jugend damit verbracht, sich vor den Kredithaien ihre

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    Grey kehrte in das Penthouse zurück, als die Morgensonne gerade die Skyline von Ashford Bay durchschnitt. Abigail saß auf der Kante des Sofas im Wohnzimmer und hatte die Knie eng an die Brust gezogen. Sie hatte nicht geschlafen. Ihre Augen waren rot und geschwollen, während sie geistesabwesend in den kalten Kamin starrte.Grey trat ein und hielt ein paar Schritte von ihr entfernt an. Er schluckte schwer und fragte sich im Stillen, wie er ihr diese niederschmetternde Nachricht überhaupt beibringen sollte.„Abigail ... es war Evelyn“, flüsterte Grey leise, und seine Stimme war vollkommen frei von jeglicher Emotion.Abigail blinzelte überrascht und hob langsam den Kopf. „... Was?“„Dr. Harrow“, fügte Grey hinzu und trat einen Schritt näher. „Marcus hat sich letzte Nacht in die gesicherten Server der Klinik gehackt. Er hat die Zugriffsprotokolle und die Labordaten abgefangen. Beide IVF-Embryonen waren lebensfähig. Sie waren kerngesund. Aber ... Evelyn hat die Hormo

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    Alura war langweilig. Lucius war zu einem Meeting bei einem ihrer Partnerunternehmen aufgebrochen und hatte sie allein zurückgelassen, um die routinemäßigen Vorprüfungen für die anstehende Wirtschaftsprüfung durchzuführen.Es war eine monotone, repetitive Arbeit. Sie glich Zahlen auf ihrem Bildschirm mit den physischen Beträgen auf den Papierbelegen ab, um sicherzustellen, dass die Gelder der Lieferkette stimmten, bevor im nächsten Monat die externen Prüfer anrückten.Dann fiel ihr ein ganz bestimmter Posten ins Auge.Alura legte verärgert die Stirn in Falten und scrollte wieder nach oben. Es handelte sich um einen Entsorgungsbeleg für Nebenprodukt-Abfälle aus den Ölraffinerien der Hunt Group. Bei dem Abfall handelte sich um einen hochgiftigen, chemischen Schlamm, der bei der Rohölverarbeitung zurückblieb. Laut Gesetz musste dieser Schlamm an eine staatlich regulierte Entsorgungsanlage übergeben werden. Die Beseitigung war extrem kostspielig; sie bedeutete für das

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    Es war der Tag nach der MNFC-Gala.Hilda saß in ihrem Büro und starrte auf den leuchtenden Bildschirm ihres Laptops. Fotos von der MNFC-Gala waren im Netz bereits auf Platz eins der Trends. Sie klickte sich durch die Bilder, während ihre Augen die wohlhabende Menge absuchten, bis sie ihn schließlich fand: Lucius.Er sah so eiskalt und unnahbar aus wie eh und je, als er durch die prunkvolle Lobby schritt. Doch Hildas Blick heftete sich augenblicklich an die Frau, die direkt an seiner Seite ging.Der Winkel der Kamera war ungünstig. Ein vorbeigehender Kellner verdeckte das Gesicht der Frau teilweise, aber ihr Körper und ihr Kleid waren glasklar zu erkennen. Hilda beugte sich dichter an den Bildschirm vor. Dunkelblaue Seide. Ein schlichtes, elegantes Kleid ohne jeglichen übertriebenen Schmuck.Hildas Kiefer spannte sich an. Sie kannte diesen Stil. Sie hatte die letzten zwei Jahre damit verbracht, Lucius akribisch zu studieren – was er trug, was er trank, exakt die

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