FÜR IMMER WIR

FÜR IMMER WIR

last updateLast Updated : 2026-09-25
By:  Myrtle O'TEDSTARUpdated just now
Language: Deutsch
goodnovel16goodnovel
Not enough ratings
6Chapters
16views
Read
Add to library

Share:  

Report
Overview
Catalog
SCAN CODE TO READ ON APP

Zayne Viscount hat alles. Er ist der Kapitän der Football-Mannschaft und unglaublich gutaussehend. Er wurde zum „Most Likely to Succeed“ gewählt. Jeder an der Westridge High will entweder so sein wie er oder mit ihm zusammen sein. Daleyza Bennett ist das Gegenteil. Sie ist sehr ruhig und gibt keinen Fick auf die Meinung anderer. Sie ist eine neue Schülerin, die mitten im Senior Year gewechselt hat und kein Interesse daran hat, dazuzugehören. Als sie für ein Geschichtsprojekt zusammen eingeteilt werden, erwartet die ganze Schule, dass sie nicht miteinander klar kommen. Sie wurden bereits zu „Least Likely to Ever Get Along“ gewählt. Doch Daleyza findet etwas Verstecktes in der Schulbibliothek. Es ist ein altes Notizbuch, und darin sind Briefe, die vor vierzig Jahren von zwei Schülern geschrieben wurden. Eine Liebesgeschichte, die nie zu Ende erzählt wurde. Ein Herzschmerz, der nie heilte. Der letzte Brief endet mit einem einzigen Satz: „Vielleicht in einem anderen Leben werden wir für immer wir.“ Während Zayne und Daleyza die Briefe gemeinsam lesen, beginnen sie, geheimnisvolle Ähnlichkeiten zwischen der Vergangenheit und ihrer Gegenwart zu bemerken. Je mehr sie aufdecken, desto schwerer wird es, zu übersehen, was zwischen ihnen wächst. Aber Daleyzas Familie zieht in drei Monaten ins Ausland. Und Zayne muss entscheiden, ob manche Menschen es wert sind, all seine Regeln zu brechen. Denn manche Liebesgeschichten enden nicht. Sie warten nur auf die richtigen Menschen, die sie zu Ende schreiben.

View More

Chapter 1

Kapitel Eins

„Pass doch auf, wo du hinläufst. Bist du blind?“ schnauzte ich.

Ich starrte den Jungen an, der in mich hineingelaufen war, während ich mitten in der Cafeteria stand, meine Kleidung durchtränkt von Orangensaft und der Suppe, die eigentlich zu meinem Reis hätte gehören sollen.

Er blickte erst auf sein Shirt hinunter und dann wieder zu mir.

„Oh, Jesus. Es tut mir so, so leid.“ Er streckte die Hand aus, um zu helfen, zog sie aber gleich wieder zurück. „Geht’s dir gut?“

Jesus Christus, stell dir vor, dieser Idiot fragt mich, ob es mir gut geht, nachdem er mein ganzes Essen über mich gekippt hat. Meine Jeans waren nass und mein Hoodie auch. Inzwischen hatte die ganze Cafeteria aufgehört zu essen und starrte uns an. Manche hatten sogar ihre Handys rausgeholt und filmten.

„Du bist in mich reingerannt und stellst mir die dumme Frage, ob es mir gut geht“, sagte ich.

„Ich weiß, dass es meine Schuld ist. Ich hab nicht aufgepasst, wo ich hingehe.“ Er griff nach Servietten vom nächsten Tisch und hielt sie mir hin. „Hier. Lass mich…“

„Wenn du es wagst, mich mit dem Ding anzufassen, schlage ich dich.“  

*Ich hab nicht aufgepasst, wo ich hingehe*, ahmte ich ihn nach. Wenn man blind ist.

Er hielt inne und sah mich überrascht an.

Genau in dem Moment lachte jemand hinter ihm.

„Alter, beruhig dich. Sie ist wahrscheinlich neu hier. Ich schätze, sie weiß nicht, wer du bist.“

Ich drehte mich zu demjenigen um, dem die Stimme gehörte. Es war ein großer Junge mit lockigem Haar.

„Es ist mir scheißegal, wer er ist“, sagte ich. „Und kümmere dich um deinen eigenen Kram.“

Der Typ starrte mich an, und das selbstgefällige Grinsen in seinem Gesicht verschwand.

„Whoa. Okay.“

„Caleb“, sagte der, der in mich hineingelaufen war. „Halt die Klappe.“

Caleb hob die Hände zur Verteidigung. „Ich wollte nur sagen…“

„Ich sagte: Halt die Klappe.“

Ich sah wieder zu ihm. Er hielt immer noch die Serviette.

Ich bückte mich und sammelte die Reste meines Essens zusammen. Der Orangensaftkarton war jetzt leer. Mein Reis lag auf dem Boden und die Gabel war Gott weiß wohin verschwunden.

„Geh einfach aus dem Weg“, sagte ich.

Und warte, warte… bevor ihr mich verurteilt: Ich bin normalerweise nicht so. Mein Unterbauch krampfte, mein Kopf pochte ununterbrochen und alles ging mir auf die Nerven. Ich war schon am Limit, als er in mich reinlief. Ich wusste, dass ich überreagiert hatte, aber leider musste er der Blitzableiter für meine Frustration sein.

Er trat zur Seite.

Ich ging an ihm und seinem Freund vorbei und stampfte wütend aus der Cafeteria. Ich schaute nicht einmal zurück.

Als ich im Bad ankam, war es eiskalt.

Ich stellte mich an das Waschbecken und rieb den Fleck auf meinem Hoodie mit nassem Toilettenpapier ab, das ich vom Waschtisch genommen hatte. Ich wusste, dass das nichts bringen würde, aber wenigstens war es besser, als nichts zu tun.

Ich betrachtete mich im Spiegel. Meine Haare waren ruiniert und mein Gesicht rot.

Ich schloss die Augen, holte tief Luft und murmelte mein Schriftvers-Affirmation: „Herr Jesus Christus, gib mir deinen Frieden.“

Das war erst der dritte Tag an dieser Schule und ich hatte schon Ärger gemacht.

Die Tür hinter mir öffnete sich. Ich schaute nicht nach, wer es war. Ich konzentrierte mich nur darauf, den Fleck von meiner Kleidung zu bekommen.

Dann hörte ich, wie eine Tasche neben mir auf den Waschtisch gestellt wurde. Ich blickte zur Seite. Es war ein kleines Mädchen, das den pinken Rucksack abgestellt hatte. Sie holte einen Lipgloss aus der Tasche und schaute in den Spiegel. Kurz musterte sie mich und den Fleck auf meinem Hoodie.

Sie verzog das Gesicht. „Das geht so nicht raus.“

„Ich weiß.“

Sie öffnete den Lipgloss und trug ihn auf.

„Ich war in der Cafeteria, als das passiert ist, und hab alles von meinem Platz aus gesehen.“

Ich antwortete nicht.

„Wenn du mich fragst, würde ich sagen, dass es nicht ganz seine Schuld war.“ Sie schloss den Lipgloss und steckte ihn ein. „Er hat nicht aufgepasst, wo er hingeht.“

„Ich hab nicht nach deiner Meinung gefragt“, murmelte ich.

„Das weiß ich.“

Dann öffnete sie ihren Rucksack und zog einen Hoodie heraus, den sie mir hinhielt.

„Hier, den kannst du dir ausleihen.“

Ich hörte auf, meinen Hoodie zu schrubben, und drehte mich zu ihr und dem Hoodie um.

„Ich brauch…“

„Nimm ihn ruhig. Ich habe immer einen Ersatz-Hoodie dabei, falls was passiert.“

Ich starrte sie an, bevor ich den Hoodie entgegennahm.

„Ich heiße übrigens Ivy.“

„Ich bin Daleyza.“

Sie lächelte. „Jetzt versteh ich, warum du mir bekannt vorkommst. Ich hab dich heute in der Analysis gesehen.“

Ich antwortete nicht. Ich zog einfach den Hoodie an. Er war etwas zu groß, aber ich hatte keine Wahl.

„Die Leute hier sind irgendwie schwierig“, sagte Ivy. „Und wegen dem, was in der Cafeteria passiert ist – mach dir keine Sorgen. Bis morgen hat das jeder schon wieder vergessen.“

Ich zog den Reißverschluss zu und griff nach meiner Tasche.

„Ich muss zum Unterricht und danke für den Hoodie.“

„Ja, ich auch, und du brauchst dich nicht zu bedanken.“ Sie trat vom Waschbecken zurück. „Falls du irgendwas brauchst, such mich einfach.“

Ich nickte, als sie ging.

Ich ging nicht sofort. Ich blieb vor dem Badezimmerspiegel s

tehen und starrte mein Spiegelbild an.

Drei Tage an dieser Schule und ich hatte mir schon einen Feind gemacht.

Expand
Next Chapter
Download

Latest chapter

More Chapters
No Comments
6 Chapters
Explore and read good novels for free
Free access to a vast number of good novels on GoodNovel app. Download the books you like and read anywhere & anytime.
Read books for free on the app
SCAN CODE TO READ ON APP
DMCA.com Protection Status