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Kapitel 101 – Was bleibt, wenn du gehst

مؤلف: Azilla
last update تاريخ النشر: 2026-06-05 12:40:14

Mara stand am Ende des Stegs.

Der Wind zog an ihrer Kleidung, das Meer wurde dunkler, und weit draußen wuchs die Insel wie ein Schatten, der sich aus dem Wasser hob.

Vor ihr der kleine Junge.

In seiner Hand der rostige Schlüssel.

Hinter ihr Nora.

Unten am Strand der junge Johannes, keuchend, das Gesicht voller Panik.

Und plötzlich verstand Mara:

Er war nicht aus dem Leuchtturm „mitgekommen“.

Er war schon immer hier gewesen.

Der junge Johannes von 1987 war nie verschwunden — sie war einfach i
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  • Die Insel der Stille   Kapitel 12 – Das Wesen unter der Stadt

    „LAUF!“Morrigans Schrei hallte durch Nerevin.Die Zeit raste plötzlich wieder vorwärts.Der Regen fiel.Die Laternen flackerten.Die Stimmen der Stadt kehrten zurück.Und tief unter den Straßen ertönte ein Geräusch.Ein Laut, der nicht in Worte passte.Nicht das Brüllen eines Tieres.Nicht das Knirschen von Stein.Nicht das Heulen eines Sturms.Etwas dazwischen.Etwas Uraltes.Etwas, das niemals hätte erwachen dürfen.Mara stand wie angewurzelt.Denn sie wusste etwas.Etwas, das niemand sonst wusste.Der Ursprung war gerade hier gewesen.Wirklich hier.Oder zumindest hatte er mit ihr gesprochen.Und er hatte nur eine einzige Sache gefürchtet.Ihre letzte Seite.Nicht Morrigan.Nicht die Stadt.Nicht das Buch.Die letzte Seite.Dann bebte die Erde.Heftiger als zuvor.Straßen brachen auf.Fenster zerbarsten.Der Archivturm schwankte.Und aus den Tiefen Nerevins stieg etwas empor.Nicht vollständig.Zuerst nur Dunkelheit.Eine Masse aus Schatten.Dann Augen.Dutzende.Hunderte.Weiße A

  • Die Insel der Stille   Kapitel 11 – Die Letzte

    Der Boden riss auf.Nicht explosionsartig.Nicht gewaltsam.Er öffnete sich.Wie eine Tür.Schwarze Linien liefen über die Pflastersteine von Nerevin.Sie verzweigten sich.Wuchsen.Bildeten Muster.Alte Muster.Mara hatte sie schon einmal gesehen.Nicht hier.Auf der Insel.In den Ruinen der ersten Stadt.Dort, wo Erinnerungen geleuchtet hatten.Dort, wo der Ursprung verschwunden war.Ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken.„Zurück!“rief der Junge.Doch es war bereits zu spät.Die Linien leuchteten auf.Silbern.Dann goldfarben.Dann in einer Farbe, die Mara nicht benennen konnte.Eine Farbe zwischen Erinnerung und Traum.Zwischen Licht und Schatten.Und plötzlich hörte die ganze Stadt auf, sich zu bewegen.Der Regen erstarrte.Die Menschen erstarrten.Die Laternen.Die Fenster.Die Geschichten.Alles.Nur Mara nicht.Und genau das machte ihr Angst.Jonas stand direkt neben ihr.Doch er bewegte sich nicht mehr.Noah ebenfalls.Morrigan.Der Junge.Alle eingefroren.Wie Figuren

  • Die Insel der Stille   Kapitel 10 – Der Ort, an dem Geschichten sterben

    Die Seite brannte.Doch die Flammen waren nicht heiß.Mara spürte keine Schmerzen.Stattdessen fühlte sie etwas anderes.Erinnerungen.Tausende Erinnerungen.Sie schossen durch ihren Geist wie Sternschnuppen.Nicht ihre eigenen.Fremde Leben.Fremde Gesichter.Fremde Abschiede.Ein alter Mann, der einen Brief nie abschickte.Eine Frau, die vierzig Jahre lang dieselbe Melodie summte.Ein Kind, das glaubte, niemand würde sich an seinen Namen erinnern.Dann verschwanden die Bilder.Die Seite zerfiel zu silbernem Staub.Der Staub blieb einen Augenblick in der Luft hängen.Und formte eine Karte.Keine Landkarte.Eine Wegbeschreibung.Linien aus Licht.Symbole.Zeichen.Und am Ende stand ein Name.Das Schweigende Archiv„Nein.“Der Junge sagte das sofort.Viel zu schnell.Mara sah ihn an.„Du kennst es.“Er schwieg.„Du kennst es.“wiederholte sie.Langsam nickte er.„Jeder in Nerevin kennt es.“„Dann erklär es.“Der Junge blickte zum Turm.Zum Buch.Zu Morrigan.Als würde er hoffen, jemand

  • Die Insel der Stille   Kapitel 9 – Die Frau, die nicht sterben wollte

    Niemand sprach.Der Wind hatte aufgehört.Der goldene Regen hing bewegungslos in der Luft.Selbst die Seiten des gewaltigen Buches schienen zu warten.Morrigan stand allein vor dem Archivturm.Und zum ersten Mal wirkte sie nicht mächtig.Nicht geheimnisvoll.Nicht gefährlich.Einfach nur erschöpft.„Bitte hilf mir.“Die Worte hallten durch Nerevin.Mara wusste nicht, was sie erwartet hatte.Eine Drohung vielleicht.Eine Forderung.Ein Ultimatum.Aber keine Bitte.Schon gar nicht diese.Neben ihr fluchte Noah leise.„Das macht alles komplizierter.“„Wann war es jemals einfach?“fragte Jonas.„Guter Punkt.“Mara bemerkte kaum, dass die beiden sprachen.Ihr Blick blieb auf Morrigan gerichtet.Auf die Frau, die ihre Geschichte gelesen hatte.Die ihr Ende gesehen hatte.Und die nun Angst davor hatte.Der Gedanke traf Mara unerwartet.Denn plötzlich erinnerte sie sich an den Ursprung.An etwas, das er einst gesagt hatte."Menschen versuchen nicht, den Tod zu besiegen.""Sie versuchen den Ab

  • Die Insel der Stille   Kapitel 8 – Das Buch ohne letzte Seite

    Das Tor aus Papier öffnete sich lautlos.Keine Explosion.Kein Donner.Kein blendendes Licht.Nur das Rascheln von Seiten.Tausende Seiten.Millionen Seiten.Das Geräusch erfüllte ganz Nerevin.Es klang wie Wind.Wie Regen.Wie Stimmen.Als würden unzählige Menschen gleichzeitig eine Geschichte lesen.Mara konnte nicht wegsehen.Über dem Archivturm drehte sich der gewaltige Wirbel aus Papier.Seiten flogen durch die Luft.Kapitel lösten sich voneinander.Sätze zerfielen.Wörter schwebten wie Staub durch die Dunkelheit.Und mitten darin stand Morrigan.Reglos.Die Arme leicht ausgebreitet.Als würde sie etwas willkommen heißen.Oder etwas verabschieden.„Das ist unmöglich.“flüsterte Jonas.Der Junge neben ihnen lachte freudlos.„In dieser Stadt ist unmöglich eher eine Empfehlung als eine Regel.“Niemand reagierte.Denn das Tor begann Gestalt anzunehmen.Seiten verbanden sich.Schichten aus Papier falteten sich ineinander.Und langsam entstand die Form eines gewaltigen Buches.Größer a

  • Die Insel der Stille   Kapitel 7 – Der Junge, der zu viel wusste

    Mara erstarrte.Der Regen fiel lautlos zwischen ihnen.Goldene Tropfen schwebten durch die Dunkelheit von Nerevin.Der Archivturm ragte über der Stadt auf wie ein schwarzer Berg.Und der Junge lächelte.„Du hast die Nachricht gelesen, nicht wahr?“Niemand antwortete.Jonas trat unmerklich näher zu Mara.Noah ebenfalls.Nicht auffällig.Nicht aggressiv.Aber bereit.Der Junge bemerkte es sofort.„Oh.“Er seufzte.„Jetzt wird es unangenehm.“„Woher weißt du von der Nachricht?“fragte Mara.Der Junge hob eine Augenbraue.„Weil ich sie geschrieben habe.“Stille.Noah blinzelte.„Entschuldigung, was?“„Die Nachricht auf der Karte.“„Die, in der steht, dass wir dir nicht vertrauen sollen?“„Genau die.“Noah sah Jonas an.„Ich glaube, ich bekomme Kopfschmerzen.“„Ich auch.“Der Junge nickte verständnisvoll.„Das passiert oft.“Mara spürte, wie ihre Geduld schwand.„Hör auf mit den Rätseln.“Das Lächeln verschwand.Zum ersten Mal wirkte der Junge ernst.„Ich versuche euch zu retten.“„Indem d

  • Die Insel der Stille   Kapitel 37 – Die ersten Tage des Bleibens

    Die nächsten Tage fühlten sich an, als hätte die Insel selbst den Atem angehalten.Nicht, weil etwas Bedrohliches geschah.Sondern weil sich alles verändert hatte — und gleichzeitig erstaunlich still blieb.Mara zog nicht sofort zu Noah.Sie blieb noch zwei Nächte an ihrem Strandlager.Vielleicht,

  • Die Insel der Stille   Kapitel 34 – Die Flutkammer

    Das Geräusch war so gewaltig, dass Mara zunächst nicht begriff, was geschah.Es war nicht einfach Wasser.Es war, als hätte das Meer selbst beschlossen, in den Berg einzudringen.Mit einem donnernden Krachen schoss eine Welle durch die aufgebrochene Felsöffnung am Ende der Kammer. Weiß schäumend, v

  • Die Insel der Stille   Kapitel 29 – Das Buch

    Für einen Moment vergaß Mara zu atmen.Noah stand in der Türöffnung, das Sonnenlicht hinter ihm, sodass sein Gesicht halb im Schatten lag. Er hatte etwas auf der Schulter getragen — ein geflochtenes Netz voller Früchte und Wurzeln — doch es glitt langsam von seiner Hand und sank lautlos auf den Bod

  • Die Insel der Stille   Kapitel 27 – Das Feuer in der Nacht

    Mara richtete sich abrupt auf.Der Schlaf klebte noch in ihren Gedanken, doch in dem Moment, als sie Noah erkannte, war sie hellwach.Er stand am Rand des Feuers, dort, wo das Mondlicht gerade noch den Sand berührte. Seine Gestalt war halb in Schatten gehüllt. Hinter ihm rauschte das Meer, und der

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