Mag-log inIch hatte nicht schlafen können.
Mein Körper fühlte sich … falsch an. Zu wach. Zu empfindlich.
Ich glaube nicht, dass meine Sinne in meinem früheren Leben jemals so scharf gewesen waren, obwohl ich für meinen Beruf gelernt hatte, meine fünf Sinne gründlich zu trainieren.
Gina SichtIch wachte sehr spät auf; die Sonne schien bereits durch die Vorhänge meines Zimmers. Ich setzte mich zu schnell auf. Der Raum drehte sich einmal, dann beruhigte er sich wieder.Meine Hand fuhr zu meinem Kopf, und ich spürte tatsächlich feuchtes Gras in meinem Haar, das sich in meine zuvor saubere und geflochtene Frisur verfangen hatte. Ich erinnerte mich, unruhig gewesen zu sein, mich aber zum Ruhen gezwungen zu haben; danach konnte ich mich an nichts mehr erinnern.„Bey.“„Hmm?“„Warum ist Gras in meinem Haar?“Sie schwieg; es dauerte lange genug, dass ich bereits wusste, dass mir die Antwort nicht gefallen würde.„Du erinnerst dich nicht?“„Ich erinnere mich, versucht zu haben zu schlafen.“ Eigentlich erinnerte ich mich zuerst daran, wach gelegen zu haben, an die Decke gestarrt und sehr hart versucht zu haben, nicht an silberne Augen
Caleb SichtDie Vorladung des Königs weckte mich nach einer weiteren unruhigen Nacht.Kein Diener klopfte zweimal an meine Tür vor meiner üblichen Zeit, es sei denn, jemand war gestorben oder das Königreich brannte.Als Marlow also einmal sanft klopfte und nur sagte: „Der König bittet Euch in sein Arbeitszimmer“, griff ich bereits nach einem Hemd, bevor ich die Worte vollständig verarbeitet hatte.Ich erwartete Gespräche über die Nachfolge und die Verlobung, die im Gange war. Daselbe Gespräch, das meine Eltern auf ihre eigene Weise vorantrieben.Meine Mutter, anmutig und anspruchsvoll, ließ ständig Andeutungen über dynastische Allianzen und die Bedeutung des Scheins fallen, während mein Vater gezielte Fragen zu Loyalität, Vermächtnis und dazu stellte, ob ich bereit sei, das Gewicht zu tragen, das mit seiner Krone einherging.Ich hatte nicht erwartet, mein
König Lucien Lake SichtEtwas stimmte nicht.Lucien blickte vom leuchtenden taktischen Tisch in der königlichen Kriegskammer auf. Jede Rune, die in die Obsidianoberfläche eingelassen war, pulsierte einmal.Dann erneut. Die Generäle bemerkten es ebenfalls.Ein schwaches Summen breitete sich durch die Palastmauern aus, subtil genug, dass gewöhnliche Wölfe es als Wind abtun würden.Lucien nicht. Er regierte seit Jahrzehnten. Er kannte den Unterschied zwischen Wind……und Magie.Die Runenmonitore an den Wänden flackerten plötzlich. Einer nach dem anderen. Blau. Silber. Blau. Silber.Dann wurden alle Kristalle vollständig weiß.General Varric runzelte die Stirn. „Das ist noch nie zuvor geschehen.“Lucien antwortete nicht.Seine silbernen Augen blieben auf den größten Kristall gerichtet. Die Werte stiegen weiter.Die Mana-Dichte, die uralte Resonanz, sogar die lunare Frequenz. Jede Grafik stieg steil an, bis die Messskalen einfach aufhörten zu reagieren.Einer der königlichen Gelehrten eilte
Gina SichtIch konnte in dieser Nacht erneut nicht schlafen – so war es schon seit einer Weile. Also drehte ich mich zum gefühlt hundertsten Mal um, schlug in mein Kissen und starrte die Decke an.„Das ist lächerlich.“Es waren drei Tage vergangen, seit ich aufgehört hatte, Prinz Caleb zu dienen – aber wer zählte schon mit? Ich hatte darauf bestanden, versetzt zu werden, und er hatte zugestimmt, ohne auch nur zu streiten. Dieser Teil tat immer noch weh, weil ich erwartet hatte, dass er mich aufhalten würde.Dass er mich befragen und Nein sagen würde.Stattdessen… „Sehr wohl.“Das war alles gewesen. Kein Zorn, keine Besitzgier. Nichts. Ich lachte bitter in die Dunkelheit.„Herzlichen Glückwunsch, Gina. Du bist endlich dem furchterregenden Prinzen entkommen.“Warum fühlte es sich so schrecklich an? Weil ich jede Nacht seitdem von ihm geträumt hatte.Seine silbernen Augen, seine Stimme, seine Hände, seine Stirn, die gegen meine ruhte. Sein geflüstertes Geständnis.„Wenn ich die Kontrolle
Jemand schrie. „Gina!“Meine Knie trafen zuerst den kalten Steinboden. Der Schmerz registrierte kaum, bevor Dunkelheit über meine Sicht hinwegfegte wie schwarze Tinte, die über Papier floss.Das Letzte, was ich hörte, bevor mein Bewusstsein verschwand, war Beys verängstigtes Flüstern: „Wir zerbrechen…“Es war, als hätte geschmolzenes Silber mein Blut ersetzt. Etwas unter meiner Haut krallte verzweifelt danach, herauszukommen.Bey. „Genug!“Das Knurren kam nicht von außen. Es kam aus meiner eigenen Seele.Ich schwebte irgendwo zwischen Traum und Wirklichkeit. Der vertraute silberne See dehnte sich endlos vor mir aus, und Mondlicht tanzte über das vollkommen stille Wasser.In der Mitte stand Bey. Sie sah nicht mehr aus wie ein Schatten. Sie sah… real aus.Groß. Schön. Wild.Sie war eine Wölfin mit rein silbernem Fell und strahlenden bernsteinfarbenen Augen, die eine Emotion trugen, die gefährlich nah an Zuneigung lag. Es war überwältigend.„Du kämpfst weiter gegen mich“, sagte sie.„Ich
Gina Sicht Ich erwachte mit Calebs Namen hinter meinen Zähnen gefangen. Mein Herz raste so heftig, dass es wehtat.Ich blieb eine Weile unter den Decken zusammengerollt liegen, starrte an die Holzdecke und versuchte, mich davon zu überzeugen, dass es nur ein weiterer Traum gewesen war.Es war kein bloßer Traum. Es hatte sich zu real angefühlt. Seine Lippen. Seine Hände. Die Wärme seiner Stirn, die gegen meine ruhte. Die Rauheit in seiner Stimme, als er meinen Namen flüsterte.Die Art, wie sein Wolf in ihm gebrüllt hatte, während Bey mit einem schmerzvollen Schrei geantwortet hatte, der meine ganze Seele erschütterte.Selbst jetzt, lange nach dem Aufwachen, kribbelte meine Haut noch an den Stellen, wo er mich berührt hatte.„Nein…“Ich vergrub mein brennendes Gesicht im Kissen. „Das wird lächerlich.“Jetzt konnte ich nicht einmal mehr schlafen, ohne von Küssen und dem Liebesakt mit ihm zu träumen.Schlimmer noch… Die Träume







