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last update publish date: 2026-09-12 06:45:17

3.

„Hast du nicht gesagt, dass du alles tun würdest, um dein Gesicht zurückzubekommen?" fragt er. „Ich habe deinen Traum wahr gemacht, jetzt heirate mich."

Melody sieht schockiert aus. Ihre Augen wandern schnell umher. Von dem Gesicht des gutaussehenden Mannes, der sie ansieht, dann wieder weg. Sie weiß nicht, was sie davon halten soll.

„Du willst nicht?" fragt Duke. „Du denkst nicht, dass ich gut genug bin, um dein Ehemann zu sein?"

Macht er gerade Witze? Er ist so umwerfend, dass sie angefangen hat, seltsame Träume über ihn zu haben; er ist der Traum jeder Frau.

Er hat sich um sie gekümmert, während sie sich erholte, und sie hat irgendwie begonnen, sich auch in ihn zu verlieben. Er ist die Definition eines guten Ehemanns.

Sie geht auf ihn zu und berührt langsam sein Gesicht. Jetzt kann sie ihn bewundern, ohne an ihre eigene Hässlichkeit zu denken—sie ist weg.

„Heirate mich, Melody", wiederholt er.

„Okay." Verdammt noch mal. Er ist der Einzige, der eine Lösung für ihr langjähriges Problem gefunden hat, und dafür wird sie ihn heiraten.

---

Melody hatte keine Ahnung, dass eine Hochzeit so schnell gehen konnte.

Sie war die Hauptbrautjungfer für beide ihrer Schwestern gewesen und hatte die besonders teuren Zeremonien erlebt, die beide Male stattgefunden hatten.

Sie erwartet nicht dasselbe für sich selbst—sie hätte nicht einmal gedacht, dass sie je heiraten würde; das ist für sie sogar ein Traum, der wahr wird.

Nach der kurzen Trauung im Standesamt machen sie sich nun auf den Weg zurück zum Haus.

Duke hat seit ihrem Aufbruch kein Wort zu ihr gesagt, und sie auch nicht zu ihm. Sie ist nervös, weil sie weiß, was nach der Hochzeit folgt.

Sex, den sie nie hatte und von dem sie keine Ahnung hat, wie er sein wird. Ihre Schwester hat ihr von ihren magischen Hochzeitsnächten erzählt, und ihre Älteste trägt sogar den Beweis davon—einen großen, hervorstehenden Bauch.

Als sie in Dukes bescheidener Wohnung ankommen, sitzt sie wie eine Statue auf dem Bett und sieht ihm zu, wie er sich auszieht.

Kurz bevor er seine Hose auszieht, geht er ins Badezimmer, und sie atmet erleichtert aus. Er kommt bald zurück.

„Ähm, Duke", beginnt sie. „Da wir gerade geheiratet haben, denke ich, dass wir vielleicht meine Familie besuchen sollten. Sie stehen mir nahe, und ich möchte, dass sie dich jetzt kennenlernen."

„Stehen dir nahe? Willst du damit sagen, dass sie dich lieben?" Er lacht auf eine Weise, die zeigt, dass er ihr nicht glaubt.

„Ja", beharrt sie. „Sie würden buchstäblich für mich sterben, das weiß ich. Du musst sehen, was meine Eltern und mein Großvater durchgemacht haben, um ein Heilmittel für mich zu finden."

Er hört ihr nicht einmal zu. Er geht zum Schrank und wechselt seine Hose gegen eine Jeans. Er zieht auch ein graues Hemd und eine schwarze Jacke an.

„Wenn sie dich so sehr lieben, warum haben sie dann nicht nach dir gesucht?" fragt er sie. „Du bist jetzt seit zehn Tagen hier, und nicht einmal ein Anruf von ihnen."

Sie wird still, weil er gerade die Wahrheit gesagt hat. Ihre Eltern oder Schwestern haben sie nicht angerufen, um zu erfahren, ob es ihr gut geht.

„Na ja, wenn du deine Eltern wirklich sehen willst, kann ich dich nicht aufhalten." Er zuckt mit den Schultern.

„Zieh eines dieser Kleider an, die ich für dich gekauft habe, und lass uns auf den Weg zu ihrem Haus machen."

„Heute ist Familientreffen", sagt sie ihm. „Alle, einschließlich meiner Schwestern und ihrer Ehemänner, werden bei meinem Großvater sein."

---

Das Haus von Melodys Großvater ist ein Palast, umgeben von wunderschönen grünen Ebenen.

Die teuren Autos, die davor geparkt sind, und der schöne Springbrunnen vor dem Haus.

Melody streckt die Hand nach seiner aus und drückt sie zur Beruhigung.

„Mach dir keine Sorgen, wir werden zurechtkommen", lächelt sie. „Sag mir einfach, wenn es zu viel wird, ich bin bereit zu gehen."

Duke nickt, nur um ihr zu gefallen. Seine arme Frau weiß nicht, mit wem zum Teufel sie verheiratet ist.

Sie erreichen die Haustür und Melody klingelt.

Eine ältere Frau öffnet die Tür. Sie ist schön und sieht aus wie Melodys Mutter. Ihr Hals trägt Rolle um Rolle von Goldschmuck.

Melody sagt nichts. Sie lächelt nur und wartet auf die Reaktion ihrer Mutter.

„Ihr Kinder habt euch verlaufen, nicht wahr?" Sie mustert ihre Gesichter. „Ihr seid im falschen Haus gelandet."

„Mama, ich bin's!" ruft Melody.

Ihre Mutter runzelt die Stirn; sie glaubt ihr überhaupt nicht. Duke ist ein wenig angewidert.

Edna zieht den Kragen ihres Kleides zurück, um ein Muttermal auf ihrer Schulter zu zeigen. Dann legt sie ihre Hand auf den Fingerabdruckscanner der Tür, und er piept—sie ist es tatsächlich.

Ihre Mutter schreit vor Freude und zieht sie an sich. Sie lacht, während sie sich mit ihr dreht.

„Oh mein Gott", sagt ihre Mutter. „Joseph! Bella!"

Ihre Mutter lässt ihre Hand nicht los. Melody vergisst Duke nicht; sie zieht ihn näher zu sich, damit er sich nicht allein fühlt.

Zwei Personen kommen die Treppe heruntergerannt—eine Frau, die dem Mann hinter ihr ähnelt. Sie hat Melodys Nase, was wohl ihre Schwester sein muss.

Es dauert nicht lange, bis sie erkannt wird, und es gibt wieder Umarmungen und Küsse. Das Glück ist auf ihren Gesichtern und in ihren Worten deutlich sichtbar.

Ihre Mutter holt ihr Handy heraus und beginnt, damit herumzufummeln. Sie macht bereits Fotos von Melody.

„Wo ist Papa? Ich will ihn sehen", lacht Melody.

„Papa hatte ein dringendes Meeting, er wird jeden Moment zurück sein", informiert ihre Schwester sie.

Ihre Mutter knipst immer noch; Melody kann es nicht länger ignorieren.

„Mama, was machst du?" fragt sie mit einem Lachen.

„Ich werde deine Fotos an den Sohn von Mister Sean schicken. Hat er nicht gesagt, dass ich dich ihm geben würde, wenn dein Gesicht nicht so schlimm wäre?"

„Mutter!" rügt Bella ihre Mutter. „Das kannst du nicht sagen, sie ist direkt hier!"

Melody lächelt und schaut auf den Boden. Sie ist das inzwischen gewohnt.

„Mama, das kannst du nicht machen. Ich bin schon verheiratet, das ist mein Ehemann." Melody deutet auf Duke, der die ganze Zeit hinter ihr gestanden hat.

Es scheint, dass er für sie all die Zeit unsichtbar war, während sie feierten, und erst jetzt bemerken sie ihn.

Er ist nicht bewegt von ihren abschätzigen Blicken; er bleibt gelassen.

„Das?!" ihre Mutter deutet auf ihn. „Wer zum Teufel soll er sein?"

„Mama!" Melody runzelt die Stirn.

„Wer bist du, mein Sohn?" fragt ihr Vater Duke. „Wer sind deine Eltern?"

„Ich habe keine", sagt Duke. „Sie sind gestorben."

Sie werden alle blass, als wäre es eine schreckliche Sache, keine Eltern zu haben.

„Ich kann das nicht ertragen." Mister Joseph reibt sich die Schläfe. „Papa wird zurückkommen und sich darum kümmern."

---

Melody weiß nicht, wie sie reagieren soll, aber Duke bleibt trotz allem so gelassen.

Ihr Großvater ist ein sehr einschüchternder Mann, selbst für reiche Leute wie sie. Er versucht, Duke mit seinem starken Blick zu brechen, aber Duke steht stark.

Ihr Großvater nippt an seiner Tasse Tee und stößt einen zufriedenen Seufzer aus.

„Lass mich das klarstellen. Du bist zum Standesamt gegangen und hast meine Enkelin geheiratet." Er zeigt mit dem Finger.

„Ja", nickt Duke. „Wir haben beide zugestimmt."

Ihr Großvater kichert und trinkt einen weiteren Schluck aus der Tasse.

„Kennst du mich, mein Sohn?" fragt er.

„Melody hat mir von Ihnen erzählt", antwortet Duke.

„Ich bin Jimmy Futterman, verdammt noch mal. Ich handle nicht mit hungrigen Waisen wie dir." Er schnaubt. „Falls du es nicht verstehst: Ich sage gerade, dass du meine Enkelin nicht heiraten kannst."

„Papa!" Melody ist von ihrer Familie enttäuscht.

„Nun, das ist sehr verwirrend, weil es schon geschehen ist", erinnert Duke ihn.

Mister Jimmy lacht und seine alten Schultern beben.

„Mein erstes Enkelkind, Nora. Ihr Ehemann ist Anwalt." Er prahlt. „Bella hier hat einen Ehemann, der in einem der größten Unternehmen des Landes arbeitet. Also, was machst du? Wie viel bist du wert?"

„Ich habe ein Haus und ein Auto. Meine Zufriedenheit ist viel wert, wenn Sie das fragen." Duke sieht ihm direkt in die Augen.

„Okay, ich sage dir was. Nenne einen Preis dafür, dass du ihr ihr Gesicht zurückgegeben hast, und ich zahle. Ihr löst diese alberne Ehe auf und geht getrennte Wege." Er verkündet.

„Ich werde mich nicht von Melody scheiden lassen", sagt Duke ihm.

Zum ersten Mal runzelt er die Stirn, rutscht auf seinem Sitz hin und her und starrt Duke an.

„Gut", atmet er. „Es gibt dieses Unternehmen, das einen großen Investor sucht, der 100 Millionen Dollar einbringt. Ich hätte das mit der Bank erledigt, aber es scheint, dass ihr neuer Manager nicht weiß, wer ich bin, weil sie meinen Kreditantrag zu oft abgelehnt haben."

Duke bewegt sich nicht, er hört noch zu.

„Ich gebe dir zehn Tage, um das Geld aufzutreiben. Es ist mir egal, ob du zu allen Banken der Stadt gehen musst. Beweise, dass du Mann genug bist, oder du verlässt mein Enkelkind."

Melodys Herz zerbricht in tausend Stücke.

„Zehn Tage?" Duke hebt eine Augenbraue.

„Zu wenig? Dann verschwinde einfach von meiner lieben Enkelin." Er spottet.

„Nein, warum sollte ich zehn Tage brauchen, um dieses kleine Geschäft abzuschließen?" Duke lächelt selbstsicher.

„Morgen, und das Geschäft ist abgeschlossen."

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