LOGIN"BRENNENDER SCHMERZ": "Sie liebt ihn. Er benutzt sie. Und sie kann nicht aufhören." Die Saint Oswald University ist die Spielwiese der Reichen und Skrupellosen. Und Etienne Blackwell ist ihr unangefochtener König. Kalt, unwiderstehlich und gefährlich wie eine offene Flamme. Jede will ihn, doch er lässt niemanden nah genug heran, um ihn zu verbrennen. Bis Lilly Graves in sein Leben stolpert. Lilly weiß, dass Etienne Gift für sie ist. Sie hasst seine Arroganz, seine Kälte, seine grausamen Spielchen. Doch jede Berührung von ihm, jeder seiner dunklen Blicke zündet ein Feuer in ihr an, das sie zu verschlingen droht. Sie weiß, dass sie gehen sollte, bevor sie zerbricht. Aber wie kann sie sich von dem einzigen Mann lösen, der ihr das Gefühl gibt, wirklich lebendig zu sein? Es beginnt als ein Spiel, ein tödlicher Tanz zwischen Hass und Begierde. Etienne genießt es, Lilly an den Abgrund zu führen, um zu sehen, wie weit sie für ihn gehen würde. Er glaubt, er hätte die Kontrolle. Doch Lilly ist nicht wie die anderen. Sie ist stark, sie fordert ihn heraus und sie liebt ihn mit einer Intensität, die ihn verunsichert. Als eine dunkle Wahrheit aus Etiennes Vergangenheit ans Licht kommt, wird die brennende Leidenschaft zwischen ihnen zu einer Gefahr für sie beide. Werden sie gemeinsam verbrennen oder wird die Wahrheit sie endgültig zerstören?
View MoreDie Musik im Penthouse der Verbindung war so laut, dass mein ganzer Körper vibrierte. Überall standen Leute mit roten Bechern rum, lachten dumm und machten miteinander rum. Es roch nach abgestandenem Bier und billigem Deo. Ich hasste es. Ich hasste Partys.
*Warum bin ich überhaupt hier? Ach ja, wegen ihm.* „Lilly! Komm schon, trink was!“, schrie Sophie mir ins Ohr und drückte mir einen Becher in die Hand. Ihre Augen glänzten, sie war safe schon angetrunken. Ich schüttelte den Kopf und stellte den Becher auf den nächsten Tisch. „Nein, danke. Ich muss morgen fit sein für die Uni.“ Ich log. Ich war nur hier, um IHN zu sehen. Ich hasste mich dafür, aber ich konnte nicht anders. Ich scannte den Raum ab. Die üblichen reichen Arschlöcher der Saint-Oswald Uni. Und dann sah ich ihn. Etienne Blackwell stand am Fenster, ganz weit weg vom Rest. Er trug schwarze Kleidung und er sah verdammt heiß aus. Seine Schultern waren breit, sein Kiefer angespannt. Er starrte raus in die Nacht, als wäre er besser als alle anderen hier. *Gott, er ist so ein verdammter Bastard.* In dem Moment drehte er den Kopf. Seine dunklen Augen trafen meine. Mein Herz setzte einen Schlag aus, dann fing es an zu rasen wie verrückt. Er sah mich einfach nur an. Kein Lächeln, kein Nicken. Nichts. Nur dieser intensive, kalte Blick, der mich jedes Mal fertig machte. „Ich geh mal kurz aufs Klo“, log ich Sophie an und bahnte mir einen Weg durch die schwitzende Menge. Ich musste hier raus. Ich musste weg von seinem Blick. Ich stolperte in den dunklen Flur, der zu den Schlafzimmern führte. Hier war es etwas leiser. Ich atmete tief durch und versuchte, mein Zittern in den Griff zu bekommen. Plötzlich spürte ich eine Hand an meinem Arm. Ein fester, harter Griff. Ich wirbelte herum. Etienne stand direkt vor mir. Er war so nah, dass ich seinen Atem riechen konnte. Minze und Alkohol. Er war viel größer als ich, ich musste den Kopf in den Nacken legen. Seine Augen waren dunkel, fast schwarz. Er atmete schwer. „Was tust du hier, Graves?“, zischte er. Seine Stimme war rau und schickte eine Gänsehaut über meine Haut. „Das geht dich einen Scheißdreck an, Blackwell.“ Ich versuchte, meinen Arm loszureißen, aber er hielt mich fest. „Du läufst schon wieder weg.“ Er trat einen Schritt näher und drängte mich gegen die Wand. Er legte seine Hände flach neben meinen Kopf an die Mauer. Ich war eingekesselt. Sein Körper war warm, fast heiß. *Er ist so verdammt nah. Ich will ihn küssen. Ich will ihn schlagen.* „Lass mich durch, Etienne.“ Meine Stimme zitterte. Verdammt. Er beugte sich vor. Sein Gesicht war nur Zentimeter von meinem entfernt. Sein Blick fiel auf meine Lippen. Seine Züge wurden weicher, für eine Millisekunde sah er fast verletzlich aus. Seine Finger zuckten an der Wand, als wollte er mein Gesicht berühren. *Vielleicht meint er es diesmal ernst. Vielleicht will er mich wirklich.* Ich hob die Hand und legte sie auf seine Brust. Ich spürte seinen Herzschlag, hart und schnell unter dem schwarzen Stoff seiner Kleidung. „Etienne...“, flüsterte ich. In dem Moment veränderten sich seine Augen. Das weiche Licht darin erlosch, ersetzt durch pure Kälte. Er lachte trocken auf, ein hässliches Geräusch. Er stieß sich von der Wand ab und trat einen Schritt zurück. „Gott, du bist so verdammt naiv, Lilly“, spottete er. Seine Stimme war voller Verachtung. „Ein bisschen Nähe, ein dämliches Wort, und du schmilzt dahin wie ein braves Hündchen. Es ist fast zu einfach.“ Ich fühlte mich, als hätte er mir die Luft abgedrückt. Es brannte in meiner Brust, so heiß, dass mir fast schlecht wurde. *Ich hasse ihn. Ich hasse ihn so sehr. Warum tue ich mir das an?* „Du bist ein verdammtes Arschloch, Etienne Blackwell“, sagte ich, und meine Stimme brach fast. „Mag sein. Aber ich bin das Arschloch, das du willst.“ Er grinste dreckig. Dann packte er mein Handgelenk wieder, viel fester diesmal, und zerrte mich hinter sich her. Er schubste Leute beiseite, bahnte sich einen Weg durch den Flur. Niemand traute sich, ihm im Weg zu stehen. Er stieß die Tür zu einem der leeren Schlafzimmer auf, zerrte mich rein und knallte die Tür hinter uns zu. Er schloss ab. Es war dunkel im Zimmer, nur das Licht der Straßenlaternen fiel durch das Fenster. Etienne riss sich das Shirt über den Kopf und warf es auf den Boden. Sein Oberkörper war hart, muskulös, perfekt. Er kam auf mich zu. „Zieh die Kleidung aus“, befahl er. Seine Stimme war flach, voller Besitzanspruch. „Nein. Ich gehe jetzt.“ Er lachte nicht. Er packte mich an der Taille, hob mich hoch und drückte mich gegen die geschlossene Tür. Sein Körper war so heiß, dass ich glaubte, daran zu verbrennen. Er biss mir in die Schulter – nicht um mir wehzutun, sondern weil er mich genauso sehr wollte, wie ich ihn. Ein kleiner Schrei entwich mir, aber er klang nicht nach Angst. *Ich sollte ihn hassen. Ich sollte gehen. Aber mein Körper hört nicht auf mich.* Stattdessen krallte ich meine Finger in sein Haar und zog seinen Kopf zu mir. Ich wollte seinen Mund. Er küsste mich hart, fast verzweifelt. Er griff den Stoff meiner Kleidung und zerrte so ungeduldig daran herum, bis er sie mir über den Kopf riss. Ich half ihm dabei, meine Jeans und meine Unterwäsche loszuwerden, weil ich seine Haut auf meiner spüren musste. Jetzt sofort. Es gab kein Vorspiel, kein langes Warten. Nur dieses brennende Bedürfnis. Er drückte meine Knie auseinander und stieß in mich ein. Ich keuchte auf, krallte meine Fingernägel in seine nackten Schultern. Er bewegte sich schnell und besessen in mir, und ich passte mich seinem Rhythmus an, verlor mich komplett in dem Gefühl. „Sag meinen Namen, Lilly“, zischte er gegen mein Ohr. „Etienne...“, schluchzte ich fast. Er stieß noch hinterher, bis mein Kopf gegen die Tür schlug. Er sah mich nicht an, er benutzte meinen Körper einfach nur, um Dampf abzulassen. Nach ein paar Minuten verkrampfte er sich und kam mit einem tiefen Knurren in mir. Er ließ mich sofort los. Ich rutschte an der Tür nach unten auf den Boden, meine Beine zitterten wie Wackelpudding. Ich konnte kaum atmen. Etienne stand auf, suchte seine Hose auf dem Boden und zog sie an, ohne mich eines Blickes zu würdigen. Er setzte sich aufs Bett und griff nach seinem Handy, als wäre ich nicht im Raum. „Verschwinde jetzt, Graves“, sagte er kalt. „Ich habe morgen früh ein Meeting.“ Ich sammelte meine Kleidung auf, meine Finger zitterten so sehr, dass ich den Verschluss kaum zubekam. Ich sah ihn an, hoffte auf einen Blick, ein Zeichen, dass das gerade etwas bedeutet hatte. Aber er tippte bereits auf seinem Display herum, völlig desinteressiert. *Er hat mich wieder benutzt. Wie Müll. Und ich habe es zugelassen. Ich bin so dumm.* Ich öffnete die Tür und rannte den Flur entlang. Sophie stand immer noch an der Bar. Sie sah mich und ihr Gesicht fiel in sich zusammen. „Lilly? Was ist passiert? Dein Hals... du siehst furchtbar aus.“ „Nichts. Bring mich einfach nach Hause, Sophie. Bitte. Ich ertrage das hier nicht mehr.“Die Drehtür aus Glas verschluckte uns. Die Empfangsdame hielt mitten in einer Bewegung inne, als sie uns sah. Die Männer in ihren maßgeschneiderten Anzügen ließen die Handys sinken. Das Flüstern setzte sofort ein.*Da ist sie. Das ist das Mädchen vom Flughafen.*Ich spürte, wie mein Puls nach oben schoss. *Zieh die Schultern zurück.* Ich tat es. Ich tat so, als wäre ich es gewohnt, dass Menschen mich anstarren wie ein Objekt.Etienne legte eine Hand flach auf meinen Rücken. Er führte mich zum Aufzug, ohne nach rechts oder links zu sehen. Für ihn waren diese Leute Luft.„Nicht reagieren“, murmelte er, während die Aufzugtür lautlos zuglitt. „Sie suchen nach einem Riss in der Fassade. Gib ihnen keinen.“„Ich bin kein Ausstellungsstück, Etienne“, gab ich leise zurück.Er fixierte die Zahlen über der Tür. „In diesem Gebäude bist du genau das. Gewöhn dich dran.“Der Aufzug hielt im 42. Stock. Ein schmaler Flur führte zu einer schweren Tür. Etienne klopfte nicht. Er drückte die Klinke nach u
Als ich aufwachte, war die andere Seite des Bettes leer. Die Sonne knallte durch die Jalousien. Ich blinzelte gegen das Licht an. Einen Moment lang hatte ich vergessen, was passiert war, bis ich das schwarze T-Shirt auf meiner Haut spürte. Es roch nach ihm. Einfach nur nach ihm.*Reiß dich zusammen, Lilly.*Ich setzte mich auf und lauschte. Aus dem Wohnzimmer drang gedämpftes Brüllen. Keine sanfte Stimme. Der Etienne von letzter Nacht war weg. Der Etienne, der mich gehalten hatte, war durch das Arschloch ersetzt worden, das ich am liebsten hassen würde.„Ich habe dir gesagt, dass ich das unter Kontrolle habe!“, herrschte er jemanden am Telefon an. Das Geräusch von Glas, das hart auf einen Tisch knallte, hallte durch die Wohnung. „Es ist mir egal, was der Vorstand denkt. Sie ist Teil des Plans.“*Teil des Plans.* Natürlich.Ich stand auf. Der Boden war eiskalt. Ich schlich zur Tür. Etienne stand mit dem Rücken zu mir am Fenster. Er trug bereits eine dunkle Anzughose, sein Hemd war offe
Der Wagen hielt vor einem dieser schmalen, dunklen Gebäude in Mayfair. Alles hier sah so diskret aus, dass man den absurden Luxus dahinter kaum erahnen konnte. Etienne stieg aus und wartete nicht auf den Fahrer, sondern hielt mir selbst die Tür auf. Er legte seine Hand flach auf mein Kreuz und schob mich sanft ins Foyer.*Was tust du da, Lilly?*, schrie eine Stimme in meinem Kopf. *Glaubst du ernsthaft, dass das hier echt ist?* Ich beobachtete sein Profil in der Spiegelung der glänzenden Aufzugtür. Er wirkte so ruhig, fast schon friedlich, aber ich wusste, wie schnell sich das ändern konnte. In seinem Apartment war es stockfinster, bis er mit einer kurzen Geste das Licht aktivierte. Die riesige Fensterfront bot einen Blick über die funkelnden Dächer von London, aber Etienne schenkte der Aussicht keine Beachtung. Er warf seine Schlüssel auf eine Konsole und sah mich an. Die Maske, die er am Flughafen getragen hatte, war endgültig verschwunden.„Du siehst fertig aus“, sagte er leise. E
Das dumpfe Aufschlagen der Reifen auf dem Asphalt riss die Stille in der Kabine endgültig in Stücke. Der Jet vibrierte, die Bremsen kreischten leise, und draußen jagten die Lichter des Flughafens an uns vorbei. Ich spürte, wie sich mein Magen zusammenzog. Das hier war London. Die Stadt, in der jeder seinen Namen kannte, in der jede Kamera auf ihn gerichtet war und in der er ständig so tun musste, als hätte er alles im Griff. Ich war nur das Mädchen an seiner Seite, das jetzt mit in diesen Zirkus gezogen wurde.Etienne ließ meine Hand los, als das Flugzeug zum Stehen kam. Er stand auf, zog sich sein Sakko über und rückte seine Manschetten zurecht. Innerhalb von Sekunden war er wieder der Typ, den die Leute hier erwarteten – distanziert, glatt und kontrolliert. Er wartete stumm vor der Tür, bis die Verriegelung von außen gelöst wurde, ohne mich auch nur anzusehen.Ich stand unsicher auf und strich mir durch die Haare. Mein ganzer Körper fühlte sich noch schwer an von dem, was auf dem Ti