LOGIN"BRENNENDER SCHMERZ": "Sie liebt ihn. Er benutzt sie. Und sie kann nicht aufhören." Die Saint Oswald University ist die Spielwiese der Reichen und Skrupellosen. Und Etienne Blackwell ist ihr unangefochtener König. Kalt, unwiderstehlich und gefährlich wie eine offene Flamme. Jede will ihn, doch er lässt niemanden nah genug heran, um ihn zu verbrennen. Bis Lilly Graves in sein Leben stolpert. Lilly weiß, dass Etienne Gift für sie ist. Sie hasst seine Arroganz, seine Kälte, seine grausamen Spielchen. Doch jede Berührung von ihm, jeder seiner dunklen Blicke zündet ein Feuer in ihr an, das sie zu verschlingen droht. Sie weiß, dass sie gehen sollte, bevor sie zerbricht. Aber wie kann sie sich von dem einzigen Mann lösen, der ihr das Gefühl gibt, wirklich lebendig zu sein? Es beginnt als ein Spiel, ein tödlicher Tanz zwischen Hass und Begierde. Etienne genießt es, Lilly an den Abgrund zu führen, um zu sehen, wie weit sie für ihn gehen würde. Er glaubt, er hätte die Kontrolle. Doch Lilly ist nicht wie die anderen. Sie ist stark, sie fordert ihn heraus und sie liebt ihn mit einer Intensität, die ihn verunsichert. Als eine dunkle Wahrheit aus Etiennes Vergangenheit ans Licht kommt, wird die brennende Leidenschaft zwischen ihnen zu einer Gefahr für sie beide. Werden sie gemeinsam verbrennen oder wird die Wahrheit sie endgültig zerstören?
View MoreDie Drehtür aus Glas verschluckte uns. Die Empfangsdame hielt mitten in einer Bewegung inne, als sie uns sah. Die Männer in ihren maßgeschneiderten Anzügen ließen die Handys sinken. Das Flüstern setzte sofort ein.*Da ist sie. Das ist das Mädchen vom Flughafen.*Ich spürte, wie mein Puls nach oben schoss. *Zieh die Schultern zurück.* Ich tat es. Ich tat so, als wäre ich es gewohnt, dass Menschen mich anstarren wie ein Objekt.Etienne legte eine Hand flach auf meinen Rücken. Er führte mich zum Aufzug, ohne nach rechts oder links zu sehen. Für ihn waren diese Leute Luft.„Nicht reagieren“, murmelte er, während die Aufzugtür lautlos zuglitt. „Sie suchen nach einem Riss in der Fassade. Gib ihnen keinen.“„Ich bin kein Ausstellungsstück, Etienne“, gab ich leise zurück.Er fixierte die Zahlen über der Tür. „In diesem Gebäude bist du genau das. Gewöhn dich dran.“Der Aufzug hielt im 42. Stock. Ein schmaler Flur führte zu einer schweren Tür. Etienne klopfte nicht. Er drückte die Klinke nach u
Als ich aufwachte, war die andere Seite des Bettes leer. Die Sonne knallte durch die Jalousien. Ich blinzelte gegen das Licht an. Einen Moment lang hatte ich vergessen, was passiert war, bis ich das schwarze T-Shirt auf meiner Haut spürte. Es roch nach ihm. Einfach nur nach ihm.*Reiß dich zusammen, Lilly.*Ich setzte mich auf und lauschte. Aus dem Wohnzimmer drang gedämpftes Brüllen. Keine sanfte Stimme. Der Etienne von letzter Nacht war weg. Der Etienne, der mich gehalten hatte, war durch das Arschloch ersetzt worden, das ich am liebsten hassen würde.„Ich habe dir gesagt, dass ich das unter Kontrolle habe!“, herrschte er jemanden am Telefon an. Das Geräusch von Glas, das hart auf einen Tisch knallte, hallte durch die Wohnung. „Es ist mir egal, was der Vorstand denkt. Sie ist Teil des Plans.“*Teil des Plans.* Natürlich.Ich stand auf. Der Boden war eiskalt. Ich schlich zur Tür. Etienne stand mit dem Rücken zu mir am Fenster. Er trug bereits eine dunkle Anzughose, sein Hemd war offe
Der Wagen hielt vor einem dieser schmalen, dunklen Gebäude in Mayfair. Alles hier sah so diskret aus, dass man den absurden Luxus dahinter kaum erahnen konnte. Etienne stieg aus und wartete nicht auf den Fahrer, sondern hielt mir selbst die Tür auf. Er legte seine Hand flach auf mein Kreuz und schob mich sanft ins Foyer.*Was tust du da, Lilly?*, schrie eine Stimme in meinem Kopf. *Glaubst du ernsthaft, dass das hier echt ist?* Ich beobachtete sein Profil in der Spiegelung der glänzenden Aufzugtür. Er wirkte so ruhig, fast schon friedlich, aber ich wusste, wie schnell sich das ändern konnte. In seinem Apartment war es stockfinster, bis er mit einer kurzen Geste das Licht aktivierte. Die riesige Fensterfront bot einen Blick über die funkelnden Dächer von London, aber Etienne schenkte der Aussicht keine Beachtung. Er warf seine Schlüssel auf eine Konsole und sah mich an. Die Maske, die er am Flughafen getragen hatte, war endgültig verschwunden.„Du siehst fertig aus“, sagte er leise. E
Das dumpfe Aufschlagen der Reifen auf dem Asphalt riss die Stille in der Kabine endgültig in Stücke. Der Jet vibrierte, die Bremsen kreischten leise, und draußen jagten die Lichter des Flughafens an uns vorbei. Ich spürte, wie sich mein Magen zusammenzog. Das hier war London. Die Stadt, in der jeder seinen Namen kannte, in der jede Kamera auf ihn gerichtet war und in der er ständig so tun musste, als hätte er alles im Griff. Ich war nur das Mädchen an seiner Seite, das jetzt mit in diesen Zirkus gezogen wurde.Etienne ließ meine Hand los, als das Flugzeug zum Stehen kam. Er stand auf, zog sich sein Sakko über und rückte seine Manschetten zurecht. Innerhalb von Sekunden war er wieder der Typ, den die Leute hier erwarteten – distanziert, glatt und kontrolliert. Er wartete stumm vor der Tür, bis die Verriegelung von außen gelöst wurde, ohne mich auch nur anzusehen.Ich stand unsicher auf und strich mir durch die Haare. Mein ganzer Körper fühlte sich noch schwer an von dem, was auf dem Ti
Wir verließen den Laden mit drei Taschen, die Etienne dem Schneider ohne ein Wort abgenommen hatte. Er warf sie auf die Rückbank des Wagens. Ich fühlte mich wie eine Marionette, die man gerade neu eingekleidet hatte, bereit für die nächste Vorstellung.Zehn Minuten später hielten wir vor dem *L’Écl
Etienne lenkte den Wagen in eine Seitenstraße, in der nur schwarze SUVs mit getönten Scheiben vor den Eingängen standen. Er hielt direkt vor einer schweren Glastür mit einem dezenten Logo. Kein Schaufenster, keine Werbung – wer hier einkaufte, wusste bereits, was er wollte.„Raus jetzt“, sagte er u
„Lilly, das ist Wahnsinn. Du kannst da nicht hingehen.“ Sophie stand im Türrahmen unseres Zimmers und beobachtete mich mit verschränkten Armen. Ich starrte in den Spiegel über dem Waschbecken und versuchte, den Lidstrich halbwegs gerade hinzubekommen, aber meine Finger zitterten zu stark. „Es ist
Meine Finger zitterten, als ich den Zettel auseinanderfaltete. Ben sah mich noch einen Moment lang an – sein Gesicht war völlig ausdruckslos, bevor er sich umdrehte und den anderen aus dem Saal folgte. Ich blieb allein zurück. Das ferne Gelächter der Studenten auf dem Flur war das einzige Geräusch





