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Delilah entwirrt 3

last update publish date: 2026-07-23 17:04:17

 

Alpha Zedds Sichtweise

Karyk Moonbane schaffte es immer wieder, zu beweisen, was für ein Narr er war. 

Ich saß am Kopfende des langen Obsidiantisches, meine Finger spielten gedankenverloren mit einem Stift.

Karyk Moonbane redete monoton weiter und deutete auf Folien, die mir nichts sagten. Seine Stimme klang einstudiert, mit Pausen, die er zur Betonung einsetzte, und Betonungen, von denen er wohl glaubte, sie würden ihn klug wirken lassen. Ich wusste genau, wessen Handschrift diese Präsentation trug. Delilahs. Sie war ganz allein ihr Werk.

Wie mühsam.

Ich lehnte mich in dem Ledersessel zurück und ließ meinen Blick durch den Raum mit den Anzugträgern schweifen, die so taten, als ob sie wichtig wären.

Das taten sie nicht.

Keiner von ihnen tat es.

Ich hatte Imperien errichtet, während Männer wie Karyk noch lernten, sich die Schuhe zu binden. Er hatte Teile zusammengefügt, ihre Teile, wie ein Kind, das mit einem fremden Puzzle spielt. Kalte Verachtung breitete sich in meiner Brust aus.

Ich hatte Delilah Moonbane jahrelang mit einer besonderen Aufmerksamkeit beobachtet, die ich sonst niemandem entgegengebracht hatte. Sie schuf Dinge, die Bestand hatten. Sie verwandelte Chaos in Systeme, die Energie erzeugten.

Und dieser Narr trug ihre Arbeit wie einen maßgeschneiderten Anzug und behandelte sie wie ein Accessoire.

Ich warf einen Blick auf meine Uhr und beschloss, ihn noch eine Folie fertigstellen zu lassen. Seine Stimme überschlug sich vor falscher Zuversicht, als er die Endergebnisse durchging.

Genug.

Ich erhob mich langsam. Der Raum verstummte augenblicklich, und Karyks Worte stockten mitten im Satz.

„Mr. Vale—“, begann er.

„Mir ist langweilig“, sagte ich mit knapper Stimme. „Dieses Treffen ist beendet.“

Niemand widersprach. Das hatten sie noch nie getan. Ich ging hinaus, ohne noch einmal hinzusehen, meine Assistentin folgte mir wie ein Schatten.

„Halten Sie mir den Nachmittag frei“, sagte ich ihr im Aufzug. „Ich möchte allein sein.“

Er nickte und verschwand. Gut. Ich sehnte mich selten nach Einsamkeit, aber heute fühlte sich die Luft anders an, geradezu aufgeladen. Die Erinnerung an leise, verzweifelte Stöhnen hallte noch immer in meinem Hinterkopf nach. Kleiner Sturmzerbrach in meinen Händen.

Delilah war nun frei und gefährlich, wie es nur intelligente, verletzte Frauen sein konnten. Ich war schon immer neugierig auf sie gewesen, und die letzte Nacht hatte diese Neugier nur noch verstärkt.

Der Aufzug klingelte. Die Türen glitten auf.

Und da war sie.

Delilah stand mitten im Aufzug, ihre smaragdgrüne Bluse leicht zerknittert, der schwarze Bleistiftrock umspielte ihre Kurven, die ich erst Stunden zuvor mit meinem Mund umspielt hatte. Ihre grünen Augen weiteten sich, ein Ausdruck des Schocks huschte über ihr Gesicht, bevor sie ihn zu verbergen suchte. Dann folgte Hitze. Eine dunkle, widerstrebende und köstliche Hitze. Ihre Wangen röteten sich, und ihr Puls raste in ihrem Hals. Ich sog den Moment in mich auf und ließ die Stille zwischen uns wachsen. Keiner von uns rührte sich.

Ich trat ein. Die Türen schlossen sich flüsternd und schlossen uns ein.

Wir waren allein.

Die Luft wurde augenblicklich dicker, schwer vom Duft von ihr – Jasmin, dem Nachhall des Whiskeys der vergangenen Nacht und darunter der unverkennbare Duft ihrer Erregung, der sie bereits verriet.

Mein kleiner Sturm.

„Morgen“, sagte ich beiläufig, als wären wir uns zufällig beim Brunch über den Weg gelaufen. Ich rückte näher und überragte sie in dem beengten Raum. „Schlaf gut, kleiner Wirbelwind?“

Ihr Atem stockte. Sie presste den Rücken gegen die Wand, das Kinn trotzig erhoben, während sich ihre Brustwarzen sichtbar unter dem Seidenstoff ihrer Bluse verhärteten. „Das ist unangemessen.“

„Wirklich?“, murmelte ich und trat so nah an sie heran, dass uns nur noch wenige Zentimeter trennten. Ich stützte eine Hand neben ihrem Kopf ab und beugte mich vor, bis meine Lippen ihre Ohrmuschel streiften. „Du schienst die Unangemessenheit gestern Abend nicht zu stören. Nicht, als du hinten in meinem Auto an meinen Fingern zusammengebrochen bist und meinen Namen schluchztest, als gehöre ich dir.“

Ein sichtbarer Schauer durchfuhr sie. Ihre Oberschenkel pressten sich zusammen. Ich lächelte ihr ins Ohr.

„Eine verheiratete Frau“, fuhr ich mit leiserer Stimme fort, „wacht nackt im Bett eines Alphas auf, mit dem Ring eines anderen Mannes noch am Finger. Mutige Wahl. Gefällt mir.“

„Ich bin nicht …“, begann sie mit zitternder Stimme, doch ich unterbrach sie, indem ich mit den Fingern ihre Seite entlangfuhr und sie zärtlich an ihrer Taille ruhen ließ. Sie passte perfekt dorthin, als wäre sie für meine Hände geschaffen.

„Was bist du nicht?“, fragte ich und lehnte mich so weit zurück, dass ich ihr ins Gesicht sehen konnte. Ihre grünen Augen funkelten wütend, gierig. „Gibt es gerade keine Feuchtigkeit? Erinnerst du dich nicht mehr daran, wie hart du gekommen bist, als ich dich beim zweiten Orgasmus gefickt habe? Sag es mir, Delilah. Lüg mich an. Ich genieße es, dir dabei zuzusehen.“

Ihre Hand hob sich und drückte gegen meine Brust. Sie stieß mich nicht weg, zog mich aber auch nicht näher an sich heran. Mein kleiner Sturm stellte mich auf die Probe. „Du bist arrogant.“

„Selbstbewusst“, korrigierte ich und ließ meine Hand höher gleiten, umfasste die Unterseite ihrer Brust durch den Seidenstoff. Mein Daumen strich langsam über ihre Brustwarze. Sofort kribbelte es. Ein leises Geräusch entfuhr ihrer Kehle. „Und es gefällt dir. Dein Körper lügt nicht, kleiner Sturm. Das hat er noch nie getan.“

Ich rollte ihre Brustwarze zwischen meinen Fingern und beobachtete, wie ihre Wimpern flatterten. Sie biss sich fest auf die Lippe, versuchte, sich zurückzuhalten, doch ihre Hüften zuckten unwillkürlich nach vorn. Ich ließ mir Zeit, knetete ihre Brust und spürte ihr Gewicht im nüchternen Tageslicht erneut. Ihre Atmung hatte sich verändert. Sie war kürzer und flacher, und sie hatte aufgehört, so zu tun, als wolle sie, dass ich aufhörte.

„Zedd—“, flüsterte sie, halb Protest, halb Flehen.

„Pscht.“ Ich strich ein letztes Mal mit dem Daumen über ihre Brustwarze, bevor meine Hand langsam ihre Taille hinabglitt, über ihre Hüfte, die Finger den Saum ihres Rocks entlang. Ich spürte, wie sich ihr Bauch unter meiner Berührung anspannte. Spürte, wie sie den Atem anhielt.

„Willst du immer noch, dass ich aufhöre?“, murmelte ich ihr ins Ohr.

Sie sagte nichts, was Antwort genug war.

Meine Hand glitt unter ihren Saum, meine Finger wanderten mit geradezu beängstigender Geduld an ihrer Innenseite des Oberschenkels entlang. Ihre Haut war unglaublich weich. Sie zitterte leicht, als ich höher stieg, mir Zeit ließ und sie jeden Zentimeter des Weges spüren ließ, bevor ich ankam.

Als ich endlich die Spitze ihrer Unterwäsche erreichte, war diese bereits ruiniert.

Letzte Nacht hatten Alkohol und Verzweiflung geherrscht. Heute hatten wir beide die Situation vollkommen im Griff.

Ich schob die Spitze beiseite und glitt langsam mit zwei Fingern durch ihre Schamlippen, während ich ihr Gesicht beobachtete. Ihr Mund öffnete sich. Sie presste die Schenkel zusammen, während sich ihr Innerstes nach mir sehnte. Dann drang ich ein.

Ich drang mit den Fingern tiefer ein, der Daumen drückte fest auf ihre Klitoris, während ich ihr Gesicht die ganze Zeit beobachtete. Gerötete Wangen. Leicht geöffnete Lippen. Glasige Augen vor Lust und Demütigung.

„Du wirst mich wieder holen, Delilah. Genau hier. In diesem Aufzug. Und ich weiß, dass auf der anderen Seite dieser Türen jeder warten könnte.“

„Arroganter Mistkerl“, zischte sie, doch ihre Stimme überschlug sich, als ich einen dritten Finger hinzufügte und sie dehnte.

Ich lachte finster und knabberte an ihrem Ohrläppchen. „Ja. Aber ich bin der Kerl, der dich härter zum Orgasmus gebracht hat, als er es je gekonnt hätte. Sag mir, dass ich falsch liege.“

Das tat sie nicht. Konnte nichtIhr Atem ging stoßweise, ihre Hüften rieben sich nun schamlos aneinander. Ich bearbeitete sie mit unerbittlicher Präzision. Meine Finger krümmten sich, streichelten und drückten, bis ihre Schenkel zu zittern begannen.

„Sieh mich an“, befahl ich leise.

Ihre Augen trafen meine, wild und verzweifelt. In diesem Moment, als sie unter meinen Händen zerbrach, sah ich sie in ihrer ganzen Pracht. Sie war die Frau, die Imperien aufgebaut hatte, während der Mann, der sie für sich beanspruchte, ihr ganzes Potenzial verschlafen hatte.

„Du bist außergewöhnlich“, flüsterte ich gegen ihre Lippen, ohne sie richtig zu küssen. „Was du mit wahrer Macht alles anstellen könntest … Ich sehe dich, kleiner Sturm. Dein ganzes Wesen.“

Ihr Orgasmus traf sie wie eine brechende Welle. Sie schrie auf, ihr Körper krümmte sich heftig gegen mich, ihre Wände pulsierten heftig um meine Finger. Ich streichelte sie weiter, zog den Orgasmus in die Länge und beobachtete jeden Anflug von Lust und Scham auf ihrem Gesicht. Sie war wunderschön, als sie zerbrach. Wahrhaft wunderschön.

Der Aufzug klingelte.

Ich zog meine Hand langsam zurück und leckte mir die Finger ab, während ich ihren Blick erwiderte. Sie starrte mich an, errötet, völlig aufgelöst, die Brust hob und senkte sich, Wut und rohes Verlangen kämpften in ihren Augen. Ich richtete meine Jacke, so ruhig wie immer.

Ich zog eine schwarze Karte aus meiner Tasche und hielt sie ihr hin.

„Komm und unterhalte dich mit mir, kleiner Sturm. Ein freundliches Gespräch.“

Die Türen glitten auf. Ich trat hinaus, ohne mich umzudrehen, ihren Geschmack noch immer auf der Zunge.

Hinter mir stand Delilah allein im Aufzug, die Karte fest in ihren zitternden Fingern, ihr Körper noch immer von Nachwirkungen erschüttert.

Sie würde kommen.

Ich hatte keinen Zweifel.

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