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Die Unersetzliche Ex-Frau
Die Unersetzliche Ex-Frau
Penulis: Suni

KAPITEL 1

Penulis: Suni
last update Tanggal publikasi: 2026-07-05 22:01:27

Der Ballsaal des Wilder-Anwesens war erstickend, erfüllt vom Duft teuren Parfüms und dem scharfen Beigeschmack von Champagner, aber Chloe blieb in einer schattigen Ecke hinter einer Marmorsäule verborgen, damit sie niemandem ins Gesicht sehen musste.

Ihr Handy vibrierte zum zehnten Mal an diesem Abend in ihrer Clutch, und als sie einen flüchtigen Blick auf das Display warf, erschien ein weiteres Foto von einer unbekannten Nummer: Es zeigte Greeg, wie er sich früher am Tag in einer Schmuckboutique nah zu Celeste beugte.

Auf dem körnigen Schnappschuss sahen sie perfekt zusammen aus, genau wie jetzt, als sie inmitten des Raumes unter dem Kristallleuchter standen, während die Gäste flüsterten, dass der CEO von Wilder Tech endlich sein Gegenstück gefunden habe.

Chloe beobachtete, wie Greeg die Hand hob und Celeste eine Haarsträhne aus dem Gesicht strich – seine Finger waren auf eine Art sanft, die sie bei ihm noch nie erlebt hatte.

Diese Geste war so klein und beiläufig, dass sie sofort verstand, dass es nicht das erste Mal war, dass er das tat.

Celeste hob das Kinn und lächelte ihn an, und er lächelte zurück – ein echtes Lächeln, die Art, die Chloe drei Jahre lang versucht hatte zu verdienen. Sie hatte ihn noch nie so lächeln sehen.

„Sie geben wirklich ein Power-Couple ab, nicht wahr?“, murmelte eine Frau in einem Seidenkleid zu ihrer Freundin nur wenige Zentimeter von Chloe entfernt.

Die andere Frau nickte, nippte an ihrem Glas und fügte hinzu: „Es ist eine Schande wegen dieses Mädchens, mit dem er eigentlich verheiratet ist – diejenige, die die Großmutter zu der Verbindung ausgetrickst hat. Man sieht doch ganz klar, zu wem er wirklich gehört.“

Chloe umklammerte ihr Glas so fest, dass ihre Knöchel weiß hervortraten. Drei Jahre lang hatte sie diese Flüstereien ertragen und geschwiegen.

Als sie Greeg anfangs heiratete, glaubte sie tatsächlich, wenn sie nur hart genug arbeiten würde – wenn sie jede Mahlzeit kochte, die Wäsche erledigte und jedem Wunsch seiner Eltern und seiner Schwester zuvorkam –, würden sie sie irgendwann als eine der Ihren akzeptieren.

Das erste Jahr hatte sie wie eine unbezahlte Dienstmagd verbracht, war um 5:00 Uhr morgens aufgestanden, um den speziellen Kräutertee zuzubereiten, den Vivienne mochte, und war bis Mitternacht wach geblieben, um die Coding-Projekte fertigzustellen, auf die Greegs Firma angewiesen war.

Und das alles, während er sie wie einen Geist im Haus behandelte.

Sie hatte gedacht, es sei nur eine Frage der Zeit und der Mühe, aber dann kam Celeste vor zwei Jahren aus dem Ausland zurück, und die Atmosphäre im Haus änderte sich von kalter Vernachlässigung hin zu aktiver Verehrung.

Plötzlich veranstaltete die Familie, die immer behauptete, sie seien „zu beschäftigt“ zum Essen, große Bankette für Celeste, und die Schwester, die Chloes Existenz ignorierte, begann, Celeste direkt vor ihrer Nase als ihre „richtige Schwester“ zu bezeichnen.

Auf der anderen Seite des Raumes beugte sich Greeg hinunter und flüsterte Celeste etwas ins Ohr.

Was auch immer es war, es brachte sie zum Lachen und dazu, ihre Hand kurz auf seine Brust zu legen, und er ließ sie einen Moment zu lange dort, bevor er zurückwich. Chloes Hals schnürte sich zu. Sie sah als Erste weg. Sie sah immer als Erste weg.

„Chloe! Was machst du da, schleichst wie ein Geist in den Ecken herum?“, durchschnitt eine scharfe, kalte Stimme ihre Gedanken. Sie blickte auf und sah Greegs Mutter, Vivienne, die sie mit verschränkten Armen anstarrte.

„Die Bedienung im Ostflügel hinkt hinterher, also sorg gefälligst dafür, dass die Vorspeisen richtig platziert werden, anstatt hier herumzustehen und so zu tun, als wärst du ein Gast.“

Chloe sah Vivienne an, sah die echte Verachtung in ihren Augen und verspürte einen plötzlichen, heißen Funken Wut, den sie normalerweise tief in sich vergrub.

„Ich bin kein Mitglied des Catering-Personals, Vivienne, und ich bin sicherlich keine Dienstbotin, die du auf der Feier meines eigenen Mannes herumkommandieren kannst“, sagte sie. Ihre Stimme blieb fest, obwohl ihr Herz gegen ihre Rippen hämmerte.

Viviennes Gesicht wurde bleich vor Wut, ihr Mund klappte auf, als könne sie nicht glauben, dass Chloe endlich Widerworte gab, aber Chloe gab ihr keine Chance zu antworten und drehte sich auf dem Absatz um.

Sie musste atmen, also steuerte sie direkt auf die abgeschiedene Toilette im Flur zu, drückte die schweren Eichenflügel auf und lehnte sich gegen das Waschbecken, um sich kaltes Wasser ins Gesicht zu spritzen.

Gerade als sie nach einem Papierhandtuch griff, drangen zwei Stimmen aus dem Lounge-Bereich direkt vor der Tür herein. Sie erstarrte, als sie das schrille Kichern von Greegs jüngerer Schwester, Remi, erkannte.

„Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie sie es wagen kann, sich heute Abend blicken zu lassen, besonders wenn Celeste hier ist und wie eine Königin aussieht“, sagte Remi in höhnischem Ton.

Ein anderes Mädchen lachte und fragte: „Checkt sie eigentlich nicht, dass Greeg sie nur geheiratet hat, weil deine Großmutter ihn nach diesem Ertrinkungsunfall dazu gezwungen hat?“

„Sie ist eine Goldgräberin, ganz einfach, und sie ist wahrscheinlich absichtlich in den Pool gesprungen, nur um die Heldin zu spielen“, spottete Remi. Das Geräusch ihrer sich entfernenden Schritte ließ Chloe in einer Stille zurück, die sich wie Blei anfühlte.

Sie stand noch einen Moment am Waschbecken, betrachtete ihr Spiegelbild und dachte an das Mädchen, das vor drei Jahren in dieses Haus gezogen war, im Glauben, Liebe sei etwas, das man sich verdienen könne, wenn man nur geduldig, still und gut genug war.

Sie erkannte sich selbst nicht mehr wieder.

Chloe verließ die Toilette, ihr Verstand schwer von drei Jahren verschwendeter Hingabe, doch als sie um die Ecke zur Hintertreppe bog, prallte plötzlich ein schweres Gewicht gegen ihre Schulter.

Es war Greeg. Seine Krawatte war gelockert, seine Augen waren glasig vor seltsamer, unfokussierter Intensität. Er stöhnte auf, als er gegen sie sackte; seine Körperwärme drang durch ihr Kleid.

„Greeg? Was ist los mit dir?“, fragte sie und stützte seine Taille, damit er nicht zu Boden fiel. Er murmelte etwas Unverständliches über einen Drink, bevor sein Kopf auf ihre Schulter sank.

Er glühte vor Hitze, sein Atem ging unregelmäßig, und mit einem Schlag erkannte sie voller Panik, dass er unter Drogen gesetzt worden war – auch wenn sie keine Ahnung hatte, dass es Celeste gewesen war, die ihm etwas in den Drink gemischt hatte.

Chloe mühte sich ab, ihn halb zu ziehen, halb zu tragen, die Diensttreppe hinauf in ihr Schlafzimmer, während ihre Muskeln unter seinem schweren, leblosen Gewicht schmerzten.

Als sie ihn endlich durch die Tür und aufs Bett gebracht hatte, wollte sie gerade zum Telefon greifen, um einen Arzt zu rufen.

Doch als sie sich abwenden wollte, schoss Greegs Hand vor und griff mit einer Stärke nach ihrem Handgelenk, die sie überraschte, und zog sie rückwärts, bis sie neben ihm auf die Matratze fiel.

„Geh nicht“, krächzte er. Seine Stimme war rau und frei von der üblichen kalten Distanz.

Seine Augen, dunkel und umnachtet, fixierten ihr Gesicht so intensiv, dass ihr der Atem stockte. Bevor sie Worte finden konnte, war er über ihr. Eine Hand wiegte ihren Kopf mit einer Zärtlichkeit, die in ihrer Brust etwas zum Zerbrechen brachte; seine Lippen fanden ihre mit einer Verzweiflung, die sie in drei Jahren kalter, leerer Ehe nie gespürt hatte.

Sie wusste, dass sie ihn wegstoßen sollte. Sie wusste, dass er nicht wusste, wen er da in seiner benebelten Welt an sich zog.

„Du bist hier“, hauchte er gegen ihr Haar, als ob es ihn überraschte, als ob es etwas bedeutete. Seine Hand hob sich, um ihr Gesicht zu umschließen, als wäre sie etwas Zerbrechliches.

„Du bist immer hier.“

„Greeg –“

„Ich liebe dich so sehr.“ Die Worte fielen aus ihm heraus wie ein Geständnis, an dem er Jahre lang erstickt war – leise, zerstört und völlig unbewacht. „Gott, ich liebe dich so sehr. Weißt du das?“

Chloe antwortete nicht. Sie konnte es nicht. Ihr Hals hatte sich bei jedem Wort, das sie in drei Jahren kalter Morgen und leerer Flure einstudiert hatte, zugeschnürt.

Er presste seine Stirn gegen ihre, sein Atem war unruhig. „Du bist so großartig“, murmelte er gegen ihre Haut. Seine Finger glitten mit einer Sanftheit durch ihr Haar, die sie völlig aus der Fassung brachte. „Du warst schon immer so großartig. Warum habe ich nicht – warum habe ich nicht einfach –“

Er beendete den Satz nicht, aber er hielt sie fest, als läge die Antwort in diesem Halten. Sie war so müde, und jeder verhungerte, stille Teil von ihr, der so lange auf genau diesen Moment gewartet hatte, wurde ganz still und ließ es geschehen.

Sie war überwältigt davon, wie sehr sie ihn immer noch liebte. Das war das Schlimmste daran. Selbst jetzt, selbst in dem Wissen um alles, was sie wusste, war diese Liebe da, peinlich intakt, und stieg wie eine Flut in ihr auf, gegen die sie keine Verteidigung hatte.

Er hielt sie, als wäre sie alles, was er nicht laut auszusprechen gewusst hatte.

Sie hielt ihn fest, als wäre es das letzte Mal, denn ein leiser Teil in ihr wusste bereits, dass es das war.

Sie sollte recht behalten.

Das Morgenlicht war scharf, als es durch die Vorhänge brach. Chloe wachte auf und verspürte einen kurzen, verräterischen Moment der Wärme, bevor das Bett heftig erschütterte und Greeg aufstand, wobei er sich den Kopf hielt.

Er sah auf sie herab, und die Zärtlichkeit der vergangenen Nacht war so vollständig verschwunden, als wäre sie nur ein Traum gewesen. Sein Gesicht verzog sich zu einer Maske aus purer Abscheu.

„Du hörst wirklich nie auf, oder, Chloe?“, spuckte er aus. Seine Stimme bebte vor Wut, während er ein Kissen quer durch den Raum trat.

„Ich hätte wissen müssen, dass du es ausnutzen würdest, wenn ich nicht bei Sinnen bin, genau wie du die Schuld meiner Großmutter nach Remis Unfall ausgenutzt hast. Hast du etwas in meinen Drink getan? Ist das der einzige Weg, wie du mich dazu bringst, dich zu berühren?“

„Greeg, ich habe dich nicht unter Drogen gesetzt, ich habe nur versucht, dir zu helfen, weil du nicht einmal mehr stehen konntest“, begann Chloe zu sagen, setzte sich auf und zog das Laken an ihre Brust, doch er unterbrach sie mit einem rauen, bellenden Lachen.

„Mir helfen? Du hast mich in eine Ehe gefangen, die ich nie wollte, indem du die Heldin gespielt hast, und jetzt hast du mich in meinem eigenen Haus unter Drogen gesetzt, nur um sicherzugehen, dass dein Platz in dieser Familie sicher ist“, höhnte er, griff nach seinem Hemd und warf es mit ruckartigen, wütenden Bewegungen über.

„Du bist die berechnendste Frau, die ich je getroffen habe, und ich will, dass du aus meinen Augen verschwindest, bevor ich etwas sage, das wir beide bereuen. Denke bloß nicht, dass diese Nacht irgendetwas ändert, sie lässt mich dich nur noch mehr verachten.“

Chloe beobachtete, wie er zur Tür ging, und spürte, wie sich etwas in ihr verschob, aber es war keine Trauer.

Sie hatte drei Jahre in diesem Haus damit verbracht, sich als würdig für einen Mann zu erweisen, der bereits entschieden hatte, was sie war, bevor er je genau genug hingesehen hatte, um sie zu erkennen.

Er hatte sie letzte Nacht gehalten, als wäre sie alles, und heute Morgen sah er sie an, als wäre sie nichts – und das Schlimmste daran, der Teil, der endlich und unwiderruflich den letzten Faden durchtrennte, an dem sie festgehalten hatte, war, dass keine dieser Versionen sie jemals wirklich gewählt hatte.

Sie starrte zur Decke und lauschte, wie seine Schritte im Flur verhallten.

Und zum ersten Mal in drei Jahren fragte sie sich nicht, was sie falsch gemacht hatte.

Sie wusste bereits, was sie als Nächstes tun würde.

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