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Kapitel 171

Penulis: Caroline Above Story
Dominics Perspektive

Auf dem Tisch standen sechs Torten.

Sechs.

Jede hatte drei Etagen. Kunstvolle Spritzverzierungen. Essbares Blattgold. Eine war mit handbemalten Zuckerrosen geschmückt, für die man vermutlich Architektur studieren musste.

Meine Mutter sah zufrieden aus.

Der Konditor sah verängstigt aus.

Ellie hätte sich lieber vom Rudelrat prüfen lassen.

„Torte mit Vanillemark und Lavendelcreme“, erklärte der Konditor und schnitt vorsichtig ein Stück ab. „Eine sehr beliebte Wahl für Ho
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  • Die Wiedergeburt der Luna-Königin   Kapitel 218

    Warum fällt es Vivian leichter, diese Rolle zu übernehmen, als Ellie?Bei diesem Gedanken glitt mein Blick zu der Schreibtischschublade, in der der Vertrag lag. Ohne nachzudenken, zog ich ihn heraus und schlug die Seite mit der Klausel auf, die Ellie ursprünglich so wütend machte.Lange betrachtete ich den Wortlaut. Versuchte, ihn aus Ellies Sicht zu lesen.Sie hatte recht. Es klang tatsächlich, als wollte ich sie an mich fesseln und ihre Gesundheit von unserer Ehe abhängig machen.Vielleicht war das in jenem Moment sogar meine Absicht. Vermutlich aus Angst. Denn tief in mir fürchtete ich, von ihr verlassen zu werden, und wollte mich davor schützen.Doch vielleicht trieb ich sie damit am Ende nur selbst von mir fort.Ich holte tief Luft und umfasste die Ränder des Vertrags. Das Papier knisterte unter meinen Fingern. Mit einer einzigen Bewegung konnte ich es zerreißen. Dann wäre es vorbei. Wenn sie wirklich nicht bei mir bleiben wollte, konnte ich ihr die Entscheidung selbst überl

  • Die Wiedergeburt der Luna-Königin   Kapitel 217

    Dominics SichtIch saß in meinem Arbeitszimmer und lauschte dem Regen. Es war ein kalter, grauer Tag. Die dunklen Wolken verhießen sintflutartigen Regen, vermutlich bis zum nächsten Tag.Seltsamerweise bekam ich Ellie an diesem Tag bisher kein einziges Mal zu Gesicht.Aber vielleicht lag das daran, dass ich nicht wirklich nach ihr suchte.Ihre jüngsten Stimmungsschwankungen zerrten zunehmend an meinen Nerven, so ungern ich auch zugab, wie sehr mich das mitnahm.Ich wollte ihr keinen Vorwurf machen. Ich wusste, dass die Formulierungen im Vertrag und in meinen Gelübden verwirrend und leicht misszuverstehen waren.Doch verdammt, warum hörte sie mir nicht einfach zu?Und warum musste ich Vivian für sie einspringen lassen? Ellie versprach doch, mir zu helfen.Mit diesen Gedanken im Kopf starrte ich auf die Seite vor mir, ohne die Worte wirklich wahrzunehmen. Da klopfte es an der Tür meines Arbeitszimmers. Ein leises, leichtes Klopfen. Mein Beta war das nicht.Ich horchte auf und fr

  • Die Wiedergeburt der Luna-Königin   Kapitel 216

    Ellies SichtDas war Karma.Das war mein erster Gedanke, als ich wenige Augenblicke später erwachte und gegen das blasse Licht anblinzelte, das durch die Baumkronen über mir fiel.Genau das bekam ich dafür, dass ich mich auf Vivian einließ. Wegen eines verdammten Wildschweins lag ich nun mitten im Wald im Sterben.Eigentlich war es beinahe lächerlich. In meinem früheren Leben starb ich an einer Wunde, die mir die für Dominic bestimmte Klinge eines Attentäters zufügte. Jetzt jagte ich einem Wildschwein hinterher, ohne jeden vernünftigen Grund, nur um es Vivian heimzuzahlen. Und das sollte mich nun das Leben kosten.Kein Messer mit vergifteter Spitze, sondern ein abgebrochener Hauer und ein über neunzig Kilo schweres Säugetier.Dumm. Dumm, dumm, dumm.Kurz darauf setzte der Schmerz ein und drängte diese Gedanken zu einem bloßen Hintergrundrauschen zurück. Er war unerträglich, pochte Welle um Welle durch meinen Körper. Ich stöhnte und versuchte, meine Beine zu bewegen, doch das lin

  • Die Wiedergeburt der Luna-Königin   Kapitel 215

    „Ich kümmere mich darum“, sagte ich.Die beiden Krieger sahen mich an. „Luna?“„Ich habe schon oft gejagt.“ Ich aß meinen Toast auf, leckte mir die Butter von den Fingern und wandte mich ab. Dabei entdeckte ich eine Angestellte im Türrahmen. „Kannst du bitte etwas frisches Gemüse im Garten ernten?“, fragte ich. „Vor allem Karotten. Ich finde, ein Braten heute Abend klingt hervorragend.“„Ja, Luna“, sagte die Frau und eilte davon.Ich redete mir ein, dass ich mich damit keineswegs an Vivian rächen wollte. Wir brauchten einfach etwas Vernünftiges zum Abendessen – etwas, das Dominic auch wirklich mochte.Doch während ich mich anzog und für die Jagd bereit machte, wusste ich tief in mir, dass sich wieder mein Konkurrenzdenken meldete....Der Wald war still. Nur das Wasser tropfte durch die Zweige auf den mit Kiefernnadeln bedeckten Boden. Im Regen wirkte alles grüner, die Konturen klarer. Der Geruch von Erde und kühler Luft drang mir in die Nase.Leise bewegte ich mich geduckt vor

  • Die Wiedergeburt der Luna-Königin   Kapitel 214

    Ellies SichtLange starrte ich auf die Liste, während zwei Seiten in mir miteinander rangen. Ich wusste, dass ich es lassen sollte. Es war kleinlich und widersprach allem, worauf ich in diesem Leben so hart hinarbeitete. Mich einzumischen hieß nur, Vivian im Spiel um die moralische Überlegenheit den Sieg zu überlassen.Und doch ...Ich konnte einfach nicht anders.Bevor ich es mir anders überlegen konnte, lag der Stift schon in meiner Hand. Ich beugte mich über den Tisch, dachte kurz nach und lächelte. Dann schrieb ich das erste Gericht auf die Liste.Kalmar.Ob Vivian oder sogar Dominic es wahrhaben wollte oder nicht: Ich kannte ihn besser, als ich zugab. Ich wusste genau, was Dominic am meisten auf die Nerven ging. Welche Geräusche ihn würgen ließen – etwa Schmatzen.Ich wusste auch genau, welche Speisen er am wenigsten mochte.Und ich kannte seine Handschrift.Ich ahmte sie so gut wie möglich nach und versah die Punkte über „i“ und „j“ mit kleinen Schnörkeln. Es musste glau

  • Die Wiedergeburt der Luna-Königin   Kapitel 213

    Ellies SichtDominics Worte hingen in der Stille wie eine Schlinge direkt vor meinem Gesicht. Sie lockte mich. Verlangte, dass ich den Kopf hineinsteckte und mein früheres Leben noch einmal durchmachte.„Wenn du dich beweist, überlege ich mir vielleicht, dir die Aufgabe wieder zu übertragen.“Überlegen.Er behandelte mich wie irgendeine verdammte Bewerberin für eine Einstiegsstelle.Lange sah ich Dominic an und wusste wirklich nicht, was ich darauf erwidern sollte. Seine Augen glänzten kalt im Licht, und sofort begriff ich, dass er mich herausforderte. Er wollte mir eine sichtbare Reaktion entlocken.Solche Momente aus meinem früheren Leben kannte ich nur zu gut. Immer wieder wurde ich durch Vivian ersetzt und dann verspottet, sobald sich eine Gelegenheit bot, mich mit ihr zu messen.Die beiden liebten es. Mich zu demütigen und dabei zuzusehen, wie ich mich abmühte, mich zu „beweisen“.Damals versuchte ich tatsächlich, zu beweisen, dass ich besser war als Vivian. Ich verbog mic

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