MasukIch stand vor dem großen Haus. Ich war kurz davor zu hyperventilieren. Meine Hände waren schweißnass, und ich war nervös. Nein, ich hatte schreckliche Angst.
Ich trug ein pfirsichfarbenes, spitzenbesetztes, kurzes Kleid. Es endete ein paar Zentimeter über meinen Knien und lag ziemlich eng an meinem Körper. Es hatte einen niedlichen kleinen V-Ausschnitt, der ein wenig von meinem Dekolleté zeigte. Ich wusste nicht, warum ich mich dafür entschieden hatte, aber ich dachte mir, wenn ich schon den Job einer Prostituierten übernehmen sollte, sollte ich zumindest wie eine aussehen. Mit zitternden Händen klingelte ich an der Tür. Ich wartete etwa dreißig Sekunden, aber es kam keine Antwort. Ich wusste es, weil ich mitgezählt hatte. Ich klingelte erneut und zählte weitere dreißig Sekunden, aber es kam keine Antwort. Ich zählte still wieder von eins bis zehn und sagte mir, wenn niemand an die Tür käme, sobald ich fertig wäre, würde ich gehen. Und niemand kam. Ich drehte mich um, um nach meinem erbärmlichen Zählen zu gehen, aber ich hatte kaum den ersten Schritt gemacht, als ich hörte, wie sich die Tür öffnete. „Ja?“ Ich hörte eine ruhige, tiefe Stimme hinter mir. Langsam drehte ich mich um und erblickte eine große Gestalt. Ich hatte Mühe, meinen Kiefer davon abzuhalten, herunterzuklappen, denn vor mir stand der attraktivste Mann, den ich je im wirklichen Leben gesehen hatte. Ich sah solche Männer immer im Fernsehen und träumte davon, ihnen persönlich zu begegnen. Mein Traum war gerade wahr geworden. Er trug eine kleine runde Brille über seinen tiefblauen Augen. Sein welliges Haar war hinten zu einem kleinen Knoten zusammengebunden. Ein Teil davon fiel seitlich über sein Gesicht. Er sah aus wie die Basketballspieler-Version von Harry Potter. Dann wanderte mein Blick über seinen Körper. Er trug ein weißes Hemd, das es nicht schaffte, seine gemeißelten Bauchmuskeln und Muskeln zu verdecken. Ich sabberte immer noch über sein Aussehen, als ich hörte, wie er sich räusperte. „Hast du dich verlaufen?“ Ich hörte ihn fragen, während er mich von oben bis unten musterte. Eine Welle der Verlegenheit überkam mich und mein Blick fiel zu Boden. „Ich… ich bin hier, um Mrs. Tetra zu sehen. Mein Name ist Raya.“ Meine Worte kamen nur als Flüstern heraus. Ich war so errötet und verlegen. „Du bist diejenige, von der Mom mir erzählt hat. Komm rein.“ Mom? Ich wollte laut aufschreien, aber stattdessen folgte ich ihm still ins Haus. Ich konnte nicht glauben, dass diese herzlose Frau seine Mutter war. Ich sah zu ihm auf, während er mich ins Haus führte. Er sah sogar von hinten so gut aus. „Sie ist gerade mit meinem Dad unterwegs, also…“ „Ich werde warten.“ Ich murmelte es, bevor er den Satz beenden konnte. Er sah mich an und unsere Blicke trafen sich. Schmetterlinge flogen in alle Richtungen in meinem Bauch. „Okay.“ Er zuckte mit den Schultern. Erst als er wegsah, bemerkte ich, wie wunderschön das Haus war. Es war groß und hell. Die Wände des Wohnzimmers bestanden aus langen, großen Glasflächen, die einen freien Blick auf den Garten ermöglichten. Ich sah mich um und bemerkte die noch schöneren Gemälde, die überall an den Wänden hingen. Ich konnte allein an ihrem Aussehen erkennen, dass sie wirklich teuer waren. „Mein Name ist Rain. Wenn du etwas brauchst, wird das Dienstmädchen es dir holen.“ Eine Frau mittleren Alters winkte mir freundlich zu. Sie trug eine Schürze und eine Haube, was darauf hindeutete, dass sie das Dienstmädchen war, von dem er gesprochen hatte. „Danke, Rain.“ Mein Blick wanderte wieder zu seinen tiefblauen Augen. Warum versteckte er sie hinter dieser Brille? Wahrscheinlich, um zu verhindern, dass die Leute sich in ihnen verlieren. „Gern, Raya. Ich werde oben sein.“ Er schenkte mir ein kleines Lächeln, bevor er durch eine nahegelegene Treppe verschwand. Er sah noch besser aus, wenn er lächelte. „Kann ich dir etwas bringen, meine Liebe?“ Meine Gedanken wurden von Rain von der Frau in der Schürze weggerissen. „Etwas zu trinken wäre schön, danke.“ Sie nickte und schenkte mir ein kleines Lächeln. Als sie gegangen war, ließ ich mich auf das Sofa fallen. Es war so weich. Ich glaube nicht, dass ich jemals auf einem so weichen Sofa gesessen hatte. Mein Blick wanderte wieder durch den Raum. In der Ecke des Zimmers stand ein großer Flügel. Er war so prachtvoll und wunderschön. Er erinnerte mich an meinen Dad. Er liebte es, Klavier zu spielen, und gab sein Wissen an mich weiter. Er setzte sich vor das Klavier und setzte mich zwischen seine Beine auf seinen Schoß. Während er meine Hand hielt, führte er meine Finger über die Tasten. Jede einzelne Note traf er perfekt. „Spielst du?“ Mein Körper zuckte zusammen, als ich eine Stimme hinter mir hörte. Ich sah zurück und entdeckte einen Mann mittleren Alters, der hinter mir stand. Er hatte eine auffallende Ähnlichkeit mit Rain, was bedeutete, dass er sein Vater war. Mrs. Tetras Ehemann. Der Mann, für den ich hier war. Ich stand sofort auf. Ich wusste nicht, warum, aber ich tat es. Ich wollte etwas sagen, aber mir fiel nichts ein. „Ich habe gefragt, ob du Klavier spielst.“ Er deutete mit dem Kopf auf den Flügel hinter mir und ich folgte seinem Blick, bevor ich wieder zu ihm sah. „Ja. Mein Dad hat es mir früher beigebracht.“ „Früher? Warum hat er aufgehört?“ Er hatte diesen väterlichen Ton an sich. Die Art von Ton, bei dem man sich geliebt und sicher fühlt. „Er ist vor Jahren bei einem Autounfall gestorben.“ Mein Herz brach, als die Worte meine Lippen verließen. Ich vermisste meinen Dad. Er war mein bester Freund. „Oh, meine Liebe. Das tut mir leid.“ Die Empathie in seiner Stimme war nicht zu überhören. „Du kannst jederzeit kommen und spielen, wann immer du möchtest. Ich würde dich sehr gerne spielen hören.“ Er schenkte mir ein beruhigendes Lächeln, das mich daran zweifeln ließ, warum ich zugestimmt hatte, das hier zu tun. Er war so ein netter Mann. Ein guter Mann. Ein Familienmensch. Es wäre unmöglich, ihn dazu zu bringen, seine Frau zu betrügen. In diesem Moment kam Mrs. Tetra herein. Mein Herz sank. „Ich sehe, du hast Raya kennengelernt, Liebling. Raya, das ist mein Mann, David.“ Sie ging mit einem Lächeln auf dem Gesicht in seine Arme. Ich empfand Ekel für sie, nickte aber mit einem kleinen Lächeln. „Ja, Liebling. Wusstest du, dass sie Klavier spielt?“ Er sprach, als wäre er beeindruckt. Wie ein Vater, der stolz auf sein Kind war. „Das tut sie? Warum hast du mir das nicht gesagt, Raya, meine Liebe?“ Du hast nicht gefragt, Schlampe, war das, was ich sagen wollte. Stattdessen setzte ich ein verlegenes Lächeln auf und senkte den Kopf. „Komm zum Mittagessen zu uns, Raya.“ Ich hörte ihn sagen. Ich wollte gerade ablehnen, als ich sie sprechen hörte. „Ja. Du solltest mit uns essen. Ich bestehe darauf.“ Sie sprach so liebenswürdig, aber ich wusste, dass sie mich bedrohte. Anscheinend war ich die Einzige, die wusste, wer sie wirklich war. „Danke. Ihr beide seid so freundlich.“ Ich senkte wieder den Kopf, während ich die Worte murmelte. Ich folgte ihnen in den Garten. Den Garten, den ich durch die Glaswände des Wohnzimmers angestarrt hatte. Die Luft draußen war warm und frisch. „Im Garten tragen wir keine Schuhe, Raya.“ Ich war so sehr damit beschäftigt, mich umzusehen, dass ich nicht bemerkt hatte, dass sie alle ihre Schuhe ausgezogen hatten. „Entschuldigung.“ Ich flüsterte und eilte zurück zum Eingang, um meine Ballerinas auszuziehen. Dabei bemerkte ich, wie jemand neben mich trat. Rain. Auch er zog seine Schuhe aus. Ich nahm einen Hauch seines Parfüms wahr. Es roch nach Kiefernholz und Kokosnuss. Ich wollte den Duft ganz in mich aufnehmen. „Ich fühle deinen Schmerz. Ich bin auch gezwungen, meine Schuhe auszuziehen.“ Er zwinkerte mir zu, bevor er in den Garten ging. Sofort war ich für ein paar Sekunden atemlos, bevor ich erneut einen Hauch seines Parfüms wahrnahm. Wie konnte ein Mensch so gut aussehen und so gut riechen? Ich atmete tief ein, um meinen ganzen Körper zu beruhigen, bevor ich mich aufrichtete. Die drei saßen bereits am Tisch. Der einzige freie Stuhl am Tisch war neben Rain. Ich wusste, dass das Ärger bedeutete. Er würde mich ablenken. „Also, Raya…“ Rains Vater sprach, als ich mich setzte. Seine Stimme war fast so tief wie die seines Sohnes und klang ihm beinahe ähnlich. Es war fast so, als wäre er die ältere Version von Rain. „In letzter Zeit hat meine Frau nicht aufgehört, über dich zu reden.“ Er sah sie an und sie lächelte. Es brachte mich zum Nachdenken. Wenn sie so glücklich waren, warum wollte sie dann, dass ich ihn verführe? Er richtete seinen Blick wieder auf mich und ich hielt meinen Kopf gesenkt. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Das war derselbe Grund, warum ich Zusammenkünfte hasste. Ich wusste nie, was ich sagen sollte. „Wo wohnst du, Raya?“ Ich hörte die Stimme neben mir. Es war Rain. „West Avenue, Lincoln Street, Apartment Nummer 6.“ Ich schlug mir innerlich die Hand vor die Stirn. Ich hätte einfach West Avenue sagen sollen. „Wohnst du mit deiner Familie zusammen?“ Er fuhr fort. In diesem Moment kamen die Leute aus der Küche mit unserem Essen und die Teller wurden vor uns gestellt. Der süße Duft von Ofenkartoffeln füllte meine Nasenlöcher. „Nein. Ich lebe allein.“ Ich murmelte es, während ich einen Bissen nahm. Funken sprühten in meinem Mund, als es sich auf meiner Zunge auflöste. Es war unglaublich. „Warum?“ Dieses Mal sprach sein Vater. Ich wurde langsam wirklich nervös. Ich hasste es, ausgefragt zu werden. „Meine Eltern sind bei einem Autounfall gestorben und meine Schwester liegt im Krankenhaus. Sie hat Hirnkrebs.“ Ich flüsterte. Es folgte eine bedrückende Stille, als die Stimmung am Tisch sich verdüsterte. Ich wusste, dass es wegen dem war, was ich gesagt hatte. Ich führte ein ziemlich trauriges Leben, aber es war mein Leben. Ich teilte es nicht gerne mit anderen. „Das tut mir leid, Raya.“ Rain war der Erste, der sprach. Seine Stimme war sanft. Wie ein Kind, das sich dafür entschuldigte, etwas falsch gemacht zu haben. „Es ist okay“, flüsterte ich. Es war nicht seine Schuld, es war niemandes Schuld. Ich stocherte mit meiner Gabel in meinem Essen herum. Ich hatte keinen Hunger mehr. Ich wollte mich einfach nur in mein Bett fallen lassen und ein Kissen über meinen Kopf ziehen. Die Stille am Tisch machte mich noch unbehaglicher und ich konnte Mrs. Tetras durchdringenden Blick spüren. „Wenn es dir nichts ausmacht, würde ich deine Schwester gerne besuchen.“ Mein Herz setzte einen Schlag aus. Ich sah auf und traf auf die charmanten Augen von Mr. Tetra. Er war ebenfalls ein sehr gut aussehender Mann. „Ich…“ „Ich bestehe darauf, Raya.“ Er unterbrach mich mit einem Lächeln. Mein Blick wanderte zu seiner Frau, die neben ihm saß. Ihre Augen leuchteten vor Aufregung. Das war es, was sie wollte. Dass er sich für mich interessierte, damit ich ihn verführen konnte. „Das würde mir sehr viel bedeuten. Danke.“ Ich senkte beschämt den Blick. Nicht, weil ich nicht wollte, dass er Anna sah, sondern weil ich mich für mich selbst schämte. Wenn er nur wüsste, was mein eigentlicher Zweck war, wäre er nicht so freundlich zu mir. Ich seufzte und nahm einen Bissen von meinem Essen. Wenn ich träumte, musste ich wirklich bald aufwachen.Ich lag in meinem Schlafzimmer, den Rücken aufrecht gegen zwei Kissen gelehnt, die zwischen mir und dem Kopfteil des Bettes platziert waren. Mein Handy in den Händen scrollte ich durch Instagram und wartete auf den versprochenen Besuch meines Arztes. Ich konnte es kaum erwarten, mir diesen weißen Mist um den Kopf entfernen zu lassen. Solange ich ihn tragen musste, weigerte sich David, mir mehr als ein paar tiefe Küsse zu geben, und da Rain weg war, blieb mir entweder er oder gar nichts.Genau in diesem Moment fiel mir ein schreckliches Bild ins Auge. Es war kein Bild von einem verletzten Welpen oder einem sterbenden Kind. Es war ein Bild von Rain und Katy, und für mich war alles an diesem Bild genauso schrecklich wie die zuvor erwähnten Dinge. Meine Augen musterten jeden einzelnen Zentimeter des Instagram-Fotos. Je länger ich hinsah, desto wütender wurde ich, doch ich konnte meinen Blick einfach nicht davon losreißen.Er hatte seinen Arm um ihre Taille gelegt und l
Nachdem ich Rain, der auf der anderen Seite meiner Tür stand, einen schnellen Kuss gegeben hatte, verabschiedete ich mich von ihm. Als er sich zum Gehen umdrehte, schloss ich die Tür.„Oh mein Gott, dein Freund ist so süß!“Das waren die ersten Worte, die ich hörte, als ich mich von der Tür abwandte. Mayas laute Stimme ließ mich leicht zusammenzucken, da ich keine Ahnung gehabt hatte, dass sie überhaupt irgendwo in meiner Nähe war. Als ich ihrem aufgeregten, harmlosen Blick begegnete, entspannten sich meine zusammengepressten Lippen zu einem Lächeln.„Wer hat dir gesagt, dass er mein Freund ist?“Ich fragte neckend, während ich mich auf den Weg in die Küche machte, wo sie sich befand.„Willst du mich verarschen?!“, rief sie mit einem herzhaften Lachen aus. „Von dem Moment an, als er die Wohnung betrat, war er ganz auf dich fixiert, und du warst genauso auf ihn fixiert.“Ich lachte mit ihr und ging zur Kücheninsel, an der sie stan
Rain legte seinen Zeigefinger an die Lippen. Seine Augen glänzten vor Nervosität, die von blankem Entsetzen durchzogen war. Mein Magen brodelte wie ein Topf mit kochendem Wasser, doch ich nickte als Antwort und stimmte zu, still zu sein, obwohl jede Faser meines Körpers dagegen rebellierte.Ich nickte ihm ebenfalls zu und beobachtete, wie er tief Luft holte, bevor er das Handy ans Ohr hielt.„Hi, Baby.“Obwohl ich wusste, dass er nur schauspielerte, brachte es mein Blut zum Kochen, ihn sie mit diesem Kosenamen ansprechen zu hören.„Wo ich bin? Oh, ähm, ich habe zum Mittagessen irgendwo in der Nähe meines Zuhauses angehalten.“Seine Lüge zu hören, hätte mich beinahe zum Kichern gebracht. Genau in diesem Moment kam mir eine brillante Idee. Meine Lippen verzogen sich zu einem Grinsen wie das des Grinch am Weihnachtsabend. Ich schenkte ihm ein dämonisches Lächeln und bemerkte, wie sich seine Augen weiteten, bevor ich mich an seinen Hals schmi
„Sie hat was?!“Als das Echo meiner lauten Stimme zu meinen Ohren zurückkehrte, wurde mir erst bewusst, dass ich geschrien hatte.„Die letzten drei Tage sind so gut gelaufen, dass sie tatsächlich glaubt, was auch immer zwischen uns läuft, würde für immer halten.“Rains Stimme blieb ruhig, obwohl meine Nasenlöcher heiße Luft direkt in sein Gesicht bliesen.„Oh mein Gott“, sang ich in spöttischem Tonfall und brach in lautes Gelächter aus. „Wie verblendet kann diese verrückte Schlampe eigentlich sein?“Ich kämpfte immer noch damit, meine Stimme unter Kontrolle zu halten, gab schließlich einfach auf und ließ mich gehen. Es war schließlich meine Wohnung. Genau in diesem Moment ging Maya an mir vorbei in ihr Schlafzimmer. Das war die Überzeugung, die ich brauchte, um meine Stimme zu senken. Sie war die letzte Person, die erfahren musste, was hier vor sich ging.„Offenbar ziemlich verblendet.“Rains Stimme lenkte meinen Blick v
„Maya! Könntest du bitte die Tür öffnen?“Nur eine Sekunde nach meinem lauten Ruf kam sie aus meinem Schlafzimmer, wo sie gerade Wäsche wusch. Das erkannte ich daran, dass sie sich die Hände an ihrem kurzen, geblümten Kleid abtrocknete, während sie auf die Tür zuging.„Hallo, kann ich Ihnen helfen?“Ich hörte sie fragen, als sich die Tür öffnete. Sofort hob ich den Blick von dem Backblech, auf dem bereits einige Portionen Keksteig lagen, die ich aus dem kleinen Spritzbeutel in meinen Händen gedrückt hatte.„Maya, wer ist da?“Ich war etwas besorgt darüber, wer es sein könnte. Schließlich hatte ich mehr Feinde als Freunde, und ich wollte nicht, dass die Leute meine neue Adresse kannten. Sie drehte sich mit einem verwirrten Blick zu mir um.„Irgendein Typ“, antwortete sie und weckte damit meine Neugier noch mehr. Ich stellte den halb leeren Spritzbeutel auf die Arbeitsfläche.Ich wollte gerade die Küche verlassen, als sie
Meine Augen wanderten durch den gesamten Wohnbereich. Er war genauso groß wie meine frühere Wohnung, vielleicht sogar etwas größer. Während mein Blick durch den Raum schweifte, fiel mir der Sessel aus der alten Wohnung ins Auge. Er war das einzige Möbelstück, das ich wiedererkannte; alles andere war neu. Da der Sessel hellbraun war, hatten auch die anderen Sofas dieselbe Farbe. Ein langes Sofa stand vor dem großen Fernseher, während die beiden einzelnen Sofas, einschließlich meines alten, einander gegenüberstanden. Außerdem bemerkte ich, dass das Ende des Wohnzimmers aus Glasfensterwänden bestand, die natürliches Licht hereinließen und die Schönheit der cremeweißen Wände noch stärker zur Geltung brachten. Es war absolut wunderschön.Rechts bemerkte ich die Küche. Auf den ersten Blick konnte ich erkennen, dass sie ganz in Weiß gehalten war und damit zur Farbgestaltung des Wohnzimmers passte. Die grifflosen Schränke, die oben an der Wand hingen und an den Unterschränken angeb







