LOGINAls Renata in ihrem neuen Apartment ankam, konnte sie nur ungläubig starren. Die Wohnung, die Dominic Sinclair ihr gegeben hatte, war riesig – mindestens zehnmal so groß wie das heruntergekommene Zimmer, in dem sie zuvor zur Untermiete gewohnt hatte.
Die Decken waren hoch, die Wände makellos, und jeder ihrer Schritte hallte leise über den weißen Marmorboden. Die gesamte Wohnung wirkte, als wäre sie direkt aus einem Magazin für luxuriöse Inneneinrichtung entsprungen – modern, makellos und … unheimlich still.
Sie ließ ihre kleine Tasche von der Schulter gleiten und blieb mitten im Wohnzimmer stehen. Ihr Blick wanderte über das graue Sofa, den Couchtisch mit Glasplatte und den weiten Blick über die Stadt, eingerahmt von raumhohen Fenstern. Alles sah perfekt aus, und vielleicht war genau das das Problem. Es fühlte sich zu perfekt an.
„Und?“, durchbrach eine Stimme die Stille. „Gefällt es dir?“
Renata nickte. Zu behaupten, sie wäre nicht beeindruckt, wäre gelogen gewesen. Doch ihre Bewunderung wich fast augenblicklich einer bitteren Erkenntnis – nichts davon hatte sie sich durch ihre eigene harte Arbeit verdient. Alles um sie herum war mit ihrer eigenen Würde bezahlt worden.
Dominic ließ den Blick kurz durch den Raum schweifen, bevor er ihn wieder auf sie richtete. „Na gut. Ab jetzt gehört dieses Apartment dir. Ich werde von Zeit zu Zeit vorbeikommen.“ Er tippte leicht auf sein Handy. „Der Code ist 3132.“
Renata schluckte schwer. „Ja, Sir.“
Dominic wandte sich zur Tür. „Ich gehe dann.“
„Warten Sie, Sir!“ Renata rief ihm hastig nach, ihre Stimme zitterte. „Wegen des Geldes …“
Er blieb stehen, hob eine Augenbraue und kam dann wieder auf sie zu. „Ach ja, richtig. Das hätte ich beinahe vergessen.“ Er blieb dicht vor ihr stehen – viel zu dicht –, und sie nahm den markanten Duft seines Parfüms wahr. „Wie viel brauchst du?“
Renata senkte den Blick und verschränkte nervös die Finger. „Nur … zwanzig Millionen zum Anfang, Sir. Die Behandlung meiner Schwester beginnt diese Woche.“
Dominic musterte sie einen Moment lang, als würde er über etwas nachdenken, das weit über die Summe hinausging. Dann holte er sein Handy hervor und begann zu tippen. „Schau auf dein Konto.“
Renata zog ihr Handy aus der Tasche, und schon eine Sekunde später leuchtete eine Benachrichtigung auf dem Bildschirm auf.
Überweisung erhalten: Rp50.000.000.
„Sir … das ist zu viel.“
Ein schwaches Lächeln umspielte seine Lippen. „Betrachte es als Vorschuss. Ich mag es nicht, wenn Kleinigkeiten meinen Kopf belasten.“
Renata schwieg und senkte den Kopf. Doch plötzlich hob er mit einer Hand ihr Kinn an. Seine Lippen streiften ihre – kurz, bewusst und doch intensiv genug, um sie erstarren zu lassen.
„Für die Zeit, die wir im Auto nicht zu Ende bringen konnten“, murmelte er.
Ihre Wangen brannten. Mit dem Daumen wischte sie sich über den feuchten Mundwinkel, während ihr Herz heftig gegen ihre Brust hämmerte.
Als Dominic schließlich hinausging und die Tür hinter ihm ins Schloss fiel, fühlte sich das Geräusch wie eine Grenze zwischen zwei Welten an – ihrem alten, einfachen Leben und diesem neuen, luxuriösen Leben, das sich niemals wie ein Zuhause anfühlen würde.
Renata blieb noch lange stehen, nachdem er gegangen war. Ihre Lippen kribbelten noch immer, doch nicht wegen des Kusses selbst – es war ihr Herz, das einfach nicht aufhören wollte zu rasen. Sie holte tief Luft und versuchte, sich zu beruhigen.
Ihr Blick fiel auf das Handy, das noch immer in ihrer Hand lag. Die Überweisungsbenachrichtigung leuchtete auf dem Bildschirm und starrte ihr förmlich entgegen. Fünfzig Millionen Rupiah. Eine Summe, von der sie bisher nur geträumt hatte – jetzt fühlte sie sich zugleich wie eine Rettungsleine und wie eine Schlinge an.
Sie ließ sich auf die Sofakante sinken und starrte eine Weile ins Leere, bevor sie eine Nummer wählte, die sie auswendig kannte. Es klingelte mehrmals, ehe eine sanfte Stimme abnahm.
„Hallo? Renata?“
„Mama …“
Ihre Stimme brach. Sie zwang sich zu einem kleinen Lächeln, obwohl niemand es sehen konnte.
„Du bist im Krankenhaus, oder?“
„Ja. Alea ist nach ihrer Behandlung heute Morgen gerade eingeschlafen. Aber Renata, ich weiß nicht, von wem ich sonst noch Geld leihen soll –“
„Mama, mach dir keine Sorgen“, unterbrach Renata sie sanft. „Ich … ich habe es geschafft, einen Kredit zu bekommen. Einen großen. Alea kann nächste Woche mit ihrer Behandlung weitermachen.“
Am anderen Ende herrschte kurz Stille, dann war der zittrige Seufzer ihrer Mutter zu hören, der von Erleichterung zeugte.
„Oh, Gott sei Dank … Renata. Woher hast du so viel Geld?“
Renata ließ den Blick auf den Marmorboden sinken. Ihr Spiegelbild schimmerte schwach auf der polierten Oberfläche und wirkte wie das einer Fremden.
„Von jemandem, den ich kenne“, sagte sie leise. „Jemandem, der so freundlich war, mir zu helfen.“
„Bist du sicher, dass du dir damit keinen Ärger einhandelst?“
„Nein, Mama. Ich verspreche dir, alles wird gut.“
Sie hörte den zittrigen Atem ihrer Mutter, während sich ihre Stimme vor Rührung verdichtete.
„Danke, Renata. Ich weiß, dass du immer dein Bestes gibst. Alea wird sich so freuen, wenn sie das hört.“
Renata schloss fest die Augen. Mein Bestes geben, wiederholte sie in Gedanken. Wenn du nur wüsstest, wem ich das zu verdanken habe.
„Mama, ich rufe später noch einmal an, ja? Ich muss mich hier noch ein bisschen einrichten.“
„In Ordnung, mein Schatz. Pass auf dich auf und überanstrenge dich nicht.“
„Das werde ich, Mama.“
Das Gespräch endete. Die Stille kehrte zurück.
Renata starrte auf das Handy in ihrem Schoß. Das Geld gehörte nun ihr. Alea würde ihre Behandlung bekommen. Warum also fühlte sich ihre Brust nur noch enger an?
„Ich habe mich nicht verkauft“, flüsterte sie, fast wie ein Gebet. „Ich rette nur Alea …“
Doch je öfter sie es wiederholte, desto dünner wurde die Grenze zwischen der Wahrheit und der Lüge, an die sie selbst glauben wollte.
***
Renata legte ihr Handy beiseite und sah sich in dem geräumigen Apartment um. Die Klimaanlage summte leise – das einzige Geräusch, das die Stille durchbrach. Langsam stand sie auf und ging durch die Wohnung, als würde sie unbefugt durch das Zuhause eines anderen Menschen streifen.
Das gedämpfte Licht aus dem Wohnzimmer tauchte die sorgfältig arrangierten Möbel in einen warmen Schein. Und doch fühlte sich etwas … seltsam an.
Zu ordentlich. Zu bereit.
Sie blieb vor einem gläsernen Kleiderschrank stehen, in dem sich ihre schwache Silhouette spiegelte. Eine der Türen stand einen Spalt offen. Ihre Neugier trieb sie dazu, näher zu treten.
Ihr Puls beschleunigte sich ohne ersichtlichen Grund, als sie nach dem kalten Metallgriff griff.
Die Tür knarrte beim Öffnen – und ihr stockte der Atem.
Im Inneren hingen Reihen von Seidenwäsche, von zarten Pastelltönen bis hin zu gewagten Rot- und Schwarztönen, alles in genau ihrer Größe. An einigen Stücken hingen sogar noch die Etiketten der Boutique.
Renata schluckte schwer. Sie strich mit den Fingern über einen zarten Stoff, dessen glatte Oberfläche wie ein Flüstern über ihre Haut glitt – dann zog sie die Hand zurück, als hätte sie sich verbrannt.
„Warum fühlt es sich so an, als wäre das alles … für mich vorbereitet worden?“, murmelte sie.
Sie wich zurück, während sich ein ungutes Gefühl über ihren Rücken zog. Ihr Blick wanderte zu dem Nachttisch neben dem Bett. Eine Schublade stand einen Spalt offen.
Mit zitternden Händen zog sie sie auf.
Etwas darin glitzerte. Ein Paar schwere, kalte Metallhandschellen lag auf schwarzem Samt. Darunter befanden sich weitere Gegenstände, die sie sofort erkannte, obwohl sie sich wünschte, es wäre nicht so. Ihre Wangen wurden heiß, und eine Gänsehaut breitete sich über ihre Arme aus.
Renata schlug die Schublade zu, während ihr Herz wild hämmerte. Sie taumelte rückwärts und wäre beinahe über den dicken Teppich gestolpert. Das Blut rauschte in ihren Ohren, während sich der Raum leicht um sie zu drehen schien.
Und dann – vibrierte ihr Handy in ihrer Tasche.
Eine neue Nachricht von Dominic Sinclair.
[Wie lange muss ich warten, bis eine Frau aufgehört hat zu bluten, bevor ich sie wieder berühren darf?]
Renatas Augen öffneten sich langsam. Ihre Augenlider fühlten sich schwer an, die Welt um sie herum war verschwommen und drehte sich in langsamen Kreisen. Gleißendes weißes Licht drang durch, das sie zwang, mehrmals zu blinzeln, bevor sie scharf sehen konnte.Das stetige Piepen eines Herzmonitors erfüllte ihre Ohren. Die Luft roch scharf nach Antiseptikum. Ihr Körper fühlte sich völlig ausgelaugt an, als wäre der allerletzte Rest Kraft aus ihr herausgewrungen worden.Sie war in einem Krankenhaus.Renata runzelte verwirrt die Stirn, während ihr Kopf noch immer pochte. Die letzte bruchstückhafte Erinnerung, die sie hatte, war … der Balkon. Der kalte Nachtwind. Ihr Körper, der offengehalten wurde, die Beine weit gespreizt. Die erschütternden Schreie der Lust. Dann war alles schwarz geworden.„Renata …?“Die leise, besorgte Stimme ließ sie schwach den Kopf drehen. Dominic saß auf einem Stuhl neben ihrem Bett; er sah erschöpft und von Sorge gezeichnet aus. Seine Haare waren zerzaust, und er
Dominic stieß ein tiefes Stöhnen aus, der Kiefer hart aufeinandergepresst, als die Lust ihn durchflutete. Seine Hand krallte sich fester in Renatas Haar und stieß seine Hüften tiefer in ihren Mund. Sekunden später spannte sich sein gesamter Körper an.Schwer atmend zog er seinen Schwanz schnell aus ihren feuchten, geschwollenen Lippen. Ohne ihr Zeit zu geben zu reagieren, packte er sein pulsierendes Glied und explodierte, woraufhin dicke Salven heißen Spermas über ihr Gesicht schossen.Stoß um Stoß landete auf ihren Wangen, ihren Lippen und sogar ein wenig auf ihren Wimpern. Renata stockte der Atem; ihre Augen kniffen sich reflexartig zusammen, als die warme, klebrige Flüssigkeit ihre Haut überzog. Ihr Atem kam in Stoßgebeten – eine schwindelerregende Mischung aus Schock und Erregung.Sie hatte kaum Zeit, sich von dem plötzlichen Gesichtsguß zu erholen, als Cedric plötzlich ihre Oberschenkel freigab. Der Mann erhob sich mit einem hämischen Grinsen und ging zum Nachttisch. Er öffnete d
Der Luxuswagen hielt sanft vor dem Hotel Samantha Raya, einem der exklusivsten Hotels im Stadtzentrum. Die hellen Lichter des emporragenden Gebäudes blendeten Renata, als sie aus dem Fenster starrte. Ihr Herz hatte schon den ganzen Abend gerast, aber jetzt fühlte es sich völlig außer Kontrolle an.Mira öffnete die Autotür mit höflicher Eleganz. „Wir sind da, Ma'am. Ich habe die Anweisung, Sie nur bis zum Fahrstuhl zu begleiten.“Renata nickte langsam. Ihre Beine fühlten sich schwach an, als sie aus dem Wagen stieg. Das weinrote Satinkleid schmiegte sich an ihren Körper und fühlte sich kürzer und enger an als je zuvor. Bei jedem Schritt strich der glatte Stoff über ihre Haut und erinnerte sie daran, wie entblößt sie heute Nacht war.In dem Moment, als sie die imposante Lobby betrat, spürte sie unzählige Blicke auf sich ruhen. Ein paar Männer, die sich in der Nähe der Rezeption unterhielten, verstummten mitten im Satz. Ein Page stieß beinahe mit seinem Gepäckwagen zusammen, weil er den
Renata war gerade aus einem unruhigen Schlaf erwacht, als es leise an ihrer Schlafzimmertür klopfte. Sanftes Morgenlicht drang durch die Spalten zwischen den Vorhängen und fiel auf ihren immer runder werdenden Bauch. Sie rieb sich die Augen, noch halb benommen, als die Stimme ihrer Mutter von der anderen Seite der Tür erklang.„Renata, mein Schatz. Unten wartet eine Frau auf dich. Sie sagt, sie sei gekommen, um dich abzuholen.“Renata runzelte die Stirn. Langsam setzte sie sich auf die Bettkante, während eine Hand instinktiv schützend über ihren Bauch glitt.„Abholen? Wer denn, Mom? Ich habe heute mit niemandem etwas ausgemacht.“„Ich bin mir nicht sicher. Sie sagte, sie komme von Dominic. Beeil dich, sie wartet.“Allein der Klang von Dominics Namen ließ Renatas Herz schneller schlagen. Die Erinnerung an ihr Gespräch vom vergangenen Abend schoss ihr mit einem Mal durch den Kopf. Schon bei dem Gedanken an die Worte, die sie ihm am Telefon zugeflüstert hatte, wurde ihr heiß im Gesicht.
Dominic war wie vor den Kopf gestoßen. Das Telefon in seiner Hand fühlte sich plötzlich tonnenschwer an, während Renatas Worte in der Luft hingen. Er saß wie erstarrt auf der Bettkante; das Handtuch, das um seine Hüften geschlungen war, hielt nur noch mühsam. Ihm stockte der Atem, während sein Verstand darum kämpfte, das Gerade Gehörte zu verarbeiten.Lade sie ein. Ich will euch alle drei … zusammen.Die Worte wirbelten wie ein Sturm in seinem Kopf. Für einen Moment war Dominic völlig sprachlos.Sein Blick schweifte ab. Plötzlich entfloh sein Geist in die Vergangenheit, zurück zu jenem Tag vor einigen Wochen, als Renata seinen Heiratsantrag angenommen hatte.„Ich verspreche es dir … Ich werde mich um euch beide kümmern“, hatte Dominic gemurmelt, seine Stimme tief und voller Entschlossenheit. „Egal, was passiert.“Renata hatte seine Wangen in beide Hände genommen, ihre Augen ungewohnt flehend.„Daddy verspricht, mir jeden Wunsch zu erfüllen?“„Ja, Baby. Was immer du willst, ich werde v
Dominic war gerade aus der Dusche getreten und wollte ins Bett steigen. Nach einer langen, anstrengenden Rückreise aus dem kleinen Städtchen, in dem Renatas Mutter lebte, fühlte sich sein Körper bleischwer vor Erschöpfung an. Sein Haar war noch feucht, ein Handtuch locker um die Hüften geschlungen, als er nach seinem Telefon griff, das auf dem Nachttisch im Apartment lag.In dem Moment, als der Bildschirm aufleuchtete, erstarrte Dominic.Renatas Nachrichten trafen nacheinander ein. Die Worte trafen ihn wie ein Blitz in tiefster Nacht.Renata: Daddy, es tut mir leid. Ich kann mich nicht mehr zurückhalten. Renata: Der Traum ist wieder da, und ich kann ihn nicht stoppen. Renata: Ich will es… Ich will mit Alex und Cedric schlafen… gleichzeitig mit dir. Renata: Bitte lass mich, Daddy. Ich brauche das. Mein Körper braucht das.Dominic stand reglos neben dem Bett, der Atem stockte ihm im Hals. Wassertropfen glitten von seinen Haarspitzen auf den Boden, ohne dass er es bemerkte. Sein Herz häm







