EIN VERTRAG MIT DEM TEUFEL

EIN VERTRAG MIT DEM TEUFEL

last updateLast Updated : 2026-09-15
By:  Ellie💕Updated just now
Language: Deutsch
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Elena Brooks hat ihre Seele nicht fĂŒr Geld verkauft. Sie hat sie fĂŒr das Leben ihrer Schwester verkauft. Als der kaltherzige MilliardĂ€r Alessandro Rossi ihr einen Ausweg aus unĂŒberwindbaren Schulden anbietet – ein Jahr als seine Vertragsfrau –, hat sie keine andere Wahl, als zu unterschreiben. Ein Bett. Brutale Regeln. Totale Hingabe. Im Gegenzug: fĂŒnf Millionen Dollar und Schutz vor den Feinden, die ihr Vater verraten hat. Doch Sandro Rossi ist kein gewöhnlicher MilliardĂ€r. Er ist der skrupellose Don des Rossi-Syndikats – ein Mann, der sich nimmt, was er will, und zerstört, was er nicht kontrollieren kann. Nun, gefangen in seinem opulenten Penthouse, ist Elena einem Raubtier ausgeliefert. Jeder anhaltende Blick lĂ€sst ihr Herz rasen. Jede gezielte BerĂŒhrung lĂ€sst ihre Haut in Flammen stehen. Jeder geflĂŒsterte Befehl nimmt ihr ein weiteres StĂŒck ihres Widerstands. Je mehr sie sich gegen seine Dominanz wehrt, desto schamvoller sehnt sie sich danach. WĂ€hrend gefĂ€hrliche Rivalen nĂ€her rĂŒcken und tödliche Geheimnisse aus der Vergangenheit auftauchen, erkennt Elena, dass die wahre Bedrohung nicht der Vertrag ist. Es ist das Monster, das langsam ihren Körper in Besitz nimmt 
 und ihr Herz stiehlt. Manche VertrĂ€ge sind mit Tinte geschrieben. Ihrer wurde mit Blut, Lust und Besessenheit besiegelt. Und wenn Sandro Rossi einmal beschließt, dass eine Frau ihm gehört 
 lĂ€sst er sie niemals gehen.

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Chapter 1

Kapitel 1

Der Schuldeneintreiber

Elena Brooks wischte den Beschlag vom rissigen Badezimmerspiegel und starrte die Fremde an, die sie dort anblickte. Dunkle Ringe unter den Augen. Verfilzte Zöpfe, fĂŒr deren Neuflechten sie keine Zeit gehabt hatte. Dreiundzwanzig Jahre alt und schon erschöpft von einem Leben, das ihr keine Atempause gönnte.

„Ellie?“, erklang Claires leise Stimme aus dem Schlafzimmer. „Es tut wieder weh.“

Elena schloss fĂŒr eine halbe Sekunde die Augen, nahm all ihren Mut zusammen und zwang sich dann zu einem LĂ€cheln, als sie das beengte Wohnzimmer betrat. Die Wohnung war ein Witz. Ein Schlafzimmer, abblĂ€tternde Farbe, eine Kochnische, die stĂ€ndig nach Schimmel roch. Der Regen prasselte gegen das einzige Fenster, als wolle er auch hereinkommen.

„Ich bin da, Kleines.“ Sie kniete sich neben die Ausziehcouch, auf der ihre zwölfjĂ€hrige Schwester zusammengerollt lag und sich die Seite umklammerte. Eine weitere Krise. Die Krankenhausrechnungen vom letzten Mal lagen noch immer in einer Schublade wie eine Bombe, die darauf wartete, zu explodieren. „Atme mit mir, okay? Genau so, wie wir es geĂŒbt haben.“

Claire nickte schwach, ihre kleine Hand umklammerte Elenas. Ein paar Minuten lang waren die einzigen GerÀusche ihr synchroner Atem und der unerbittliche Regen. Elena streichelte die Stirn ihrer Schwester und summte das alte Schlaflied, das ihre Mutter immer gesungen hatte, bevor sie verschwunden war.

Ein lautes Klopfen an der TĂŒr zerriss die zerbrechliche Ruhe.

Elena erstarrte. Es war nach Mitternacht. Zu dieser Stunde klopfte in dieser Gegend niemand Gutes an die TĂŒr.

Ein weiteres Klopfen, diesmal heftiger. Das billige Holz klapperte im Rahmen.

„Elena Brooks!“, brĂŒllte eine tiefe, bedrohliche Stimme. „Mach die verdammte TĂŒr auf, oder wir reißen sie dir auf.“

Claire wimmerte. Elena presste einen Finger auf ihre Lippen, das Herz hĂ€mmerte gegen ihre Rippen. Sie griff nach dem alten BaseballschlĂ€ger, den sie hinter dem Sofa aufbewahrte, und schlich zur TĂŒr, das Telefon bereits in der anderen Hand, den Finger ĂŒber dem Notrufknopf.

Durch den TĂŒrspion sah sie drei MĂ€nner. Breite Schultern, dunkle Kleidung, Gesichter, als hĂ€tten sie das schon einmal gemacht. Der Vordere hatte eine Narbe, die ĂŒber seine Augenbraue verlief.

„Wir wissen, dass du da drin bist“, rief er, fast gelangweilt. „Dein Vater hat ganz schön Chaos hinterlassen. Mr. Rossi wartet nicht gern.“

Mr. Rossi.

Der Name ließ ihr einen Schauer ĂŒber den RĂŒcken laufen. Sie hatte ihn schon einmal flĂŒstern hören. Die Art von Namen, die man, wenn ĂŒberhaupt, nur leise aussprach.

„Wir gehen nicht, bevor wir die Nachricht ĂŒberbracht haben“, fuhr der Mann mit der Narbe fort. „Mach auf, oder wir kommen wieder, wenn die Kleine allein ist.“

Elenas Magen zog sich zusammen. Sie warf einen Blick zurĂŒck auf Claire, die sich inzwischen aufgerichtet hatte und vor Angst große Augen machte. Keine Wahl. Sie schob die Kette beiseite, den SchlĂ€ger noch immer erhoben, und öffnete die TĂŒr gerade so weit, dass ein Spalt entstand.

Der Mann mit der Narbe lĂ€chelte ohne jede WĂ€rme. „Kluges MĂ€dchen.“ Er hielt einen dicken Umschlag mit Papieren hoch. „Dein alter Herr hatte eine Menge Schulden. Die Zinsen laufen schon seit Jahren. Zeit zu zahlen.“

„Ich habe nichts“, sagte Elena, ihre Stimme klang fester, als sie sich fĂŒhlte. „Mein Vater ist schon seit Jahren tot. Ich kann kaum die Stromrechnung bezahlen.“

„Das ist nicht unser Problem.“ Er drĂŒckte ihr den Umschlag in die Hand. „Herr Rossi will Sie sehen. Morgen. Punkt 10 Uhr.“ Er schnippte eine glatte schwarze Visitenkarte auf den Boden vor ihre FĂŒĂŸe. Goldene Schrift. Alessandro Rossi. Rossi Tower.

Einer der anderen MĂ€nner lachte dĂŒster. „Zieh dich schick an. Und denk nicht einmal daran, wegzulaufen. Wir wissen, wo deine Schwester zur Schule geht. Wir wissen alles.“

Sie drehten sich um und verschwanden in dem schwach beleuchteten Flur, ihre Stiefel hallten wie SchĂŒsse.

Elena schlug die TĂŒr zu, verriegelte alle Schlösser und ließ sich auf den Boden gleiten, den RĂŒcken gegen das Holz gelehnt. Ihre HĂ€nde zitterten, als sie den Umschlag öffnete. Spalten voller Zahlen. Zinsen auf Zinsen. Eine unvorstellbare Summe.

Claires Stimme war kaum zu hören. „Ellie 
 werden sie uns wehtun?“

„Nein“, flĂŒsterte Elena, kroch zu ihrer Schwester zurĂŒck und zog sie in ihre Arme. „Das werde ich nicht zulassen. Ich verspreche es.“

SpĂ€ter, nachdem Claire endlich in einen unruhigen Schlaf gefallen war, saß Elena auf dem Boden, den RĂŒcken gegen die Couch gelehnt, den Laptop auf den Knien balancierend. Das WLAN war wieder langsam, aber sie tippte den Namen trotzdem ein.

Alessandro Rossi.

Ein Bild nach dem anderen wurde geladen. Markante Kinnlinie. Teure AnzĂŒge. Kalte, durchdringende Augen, die direkt durch den Bildschirm zu blicken schienen. MilliardĂ€r. CEO von Rossi Global. Schifffahrt, Luxushotels, Casinos, Tech-Investitionen. Philanthrop, laut den glattgeschliffenen Artikeln. New Yorks begehrtester und unnahbarster Junggeselle.

Aber irgendetwas fĂŒhlte sich falsch an.

Es gab LĂŒcken. Jahre, die in seiner öffentlichen Geschichte fehlten. Fotos, auf denen seine Hand auf der Schulter eines anderen Mannes ruhte. Ein Mann mit denselben leeren Augen wie die Schuldeneintreiber. Schlagzeilen ĂŒber „angebliche Verbindungen“, die fast so schnell verschwanden, wie sie erschienen waren.

Elena starrte auf sein Bild, bis ihre Augen brannten.

Das war nicht nur ein reicher Mann, der alte Schulden eintrieb.

Das war etwas weitaus GefÀhrlicheres.

Sie blickte auf Claires schlafendes Gesicht, das zum ersten Mal in dieser Nacht friedlich wirkte, und spĂŒrte, wie das Gewicht der schwarzen Karte ein Loch in ihre HandflĂ€che brannte.

Morgen wĂŒrde sie sich in die Höhle des Löwen begeben.

Und sie hatte keine Ahnung, ob sie wieder herauskommen wĂŒrde.

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