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last update publish date: 2026-09-17 22:55:50

Selly saß auf dem Beifahrersitz von Cedrics Wagen, die Hände ordentlich im Schoß gefaltet, den Blick fest auf die dunkle Straße gerichtet, die sich vor ihnen erstreckte. Das Auto rollte langsam auf ihr Lieblingscafé zu, das rund um die Uhr geöffnet hatte, doch seit der letzten roten Ampel hatte sich etwas verändert. Die Luft zwischen ihnen fühlte sich schwerer an, als wäre plötzlich eine unsichtbare Mauer emporgewachsen, die den Raum, den sie einst so selbstverständlich miteinander geteilt hatt
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  • Die geheime Geliebte des Professors   [55]

    An diesem Morgen wirkte das Café auf dem Campus, in das sie sonst immer gingen, kälter als gewöhnlich. Nicht wegen der Klimaanlage, sondern wegen der bedrückenden Spannung, die schwer in der Luft lag. Selly saß an einem Tisch in der Ecke am Fenster. Ihr Rücken war kerzengerade, doch ihre Schultern waren angespannt. Eine Hand umklammerte eine Tasse Kaffee, die längst ihre Wärme verloren hatte. Sie hatte bewusst einen ruhigeren Platz gewählt – weit genug vom Trubel entfernt und dennoch in Sichtweite anderer.Zu ihrer Sicherheit.Falls Cedric die Kontrolle verlieren sollte, würde es wenigstens Zeugen geben.Cedric kam wie immer pünktlich. Er sah erschöpft aus, seine Augen waren gerötet und lagen tief in den Höhlen, als hätte er die ganze Nacht kein Auge zugetan. Er setzte sich Selly gegenüber und schenkte ihr das vertraute, schwache Lächeln, das ihr früher jedes Mal das Herz hatte schmelzen lassen. Doch jetzt wusste sie es besser – dieses Lächeln war hohl, jeder Aufrichtigkeit beraubt.„

  • Die geheime Geliebte des Professors   [54]

    An diesem Morgen konnte Selly nicht länger warten.Sie wachte mit geröteten, geschwollenen Augen auf, weil sie kaum geschlafen hatte. Ihr Körper war erschöpft, doch ihr Entschluss stand fest. Nach dem, was in der vergangenen Nacht passiert war – der Lippenstiftfleck auf Cedrics Hemd, der vertraute Duft von Renatas Parfüm, der an ihm haftete, und die viel zu offensichtlichen Lügen – wusste Selly, dass sie die Wahrheit brauchte. Und sie wollte sie direkt von Renata hören.Sie schrieb keine Nachricht. Sie rief nicht an.Sie duschte schnell, zog sich um, schnappte sich ihre Tasche und bestellte sich eine Fahrt zu Renatas Wohnung. Es war kaum acht Uhr morgens, doch das war Selly völlig egal.Als sie vor Renatas Tür stand, klopfte Selly leise, aber bestimmt.Keine Antwort.Sie klopfte erneut, diesmal lauter.„Ren … ich weiß, dass du da drin bist. Mach die Tür auf. Wir müssen reden.“Ein paar Sekunden später öffnete sich die Tür langsam.Renata stand vor ihr, kreidebleich, mit stark geschwol

  • Die geheime Geliebte des Professors   [53]

    Selly saß auf dem Beifahrersitz von Cedrics Wagen, die Hände ordentlich im Schoß gefaltet, den Blick fest auf die dunkle Straße gerichtet, die sich vor ihnen erstreckte. Das Auto rollte langsam auf ihr Lieblingscafé zu, das rund um die Uhr geöffnet hatte, doch seit der letzten roten Ampel hatte sich etwas verändert. Die Luft zwischen ihnen fühlte sich schwerer an, als wäre plötzlich eine unsichtbare Mauer emporgewachsen, die den Raum, den sie einst so selbstverständlich miteinander geteilt hatten, still und doch unübersehbar voneinander trennte.Der rote Lippenstiftfleck an Cedrics Hemdkragen ging Selly nicht mehr aus dem Kopf. Nicht ihre Farbe. Und auch keine Farbe, die Cedric trug, wenn er Tante Helena oder seiner Mutter begegnete. Und dann war da noch dieses Parfüm – es kam ihr viel zu vertraut vor, viel zu ähnlich dem Duft, den Renata in letzter Zeit benutzte. Selly erinnerte sich genau daran. Renata hatte erst letzte Woche eine neue Flasche gekauft, einen süßen, zugleich aber lei

  • Die geheime Geliebte des Professors   [52]

    In dieser Nacht tauchte Dominic, wie versprochen, wieder in Renatas Wohnung auf. Doch was ihn mitten in der Bewegung innehalten ließ, war nicht etwa der Anblick von Renata, die ihm die Tür öffnete, sondern das leise, unverkennbare Geräusch einer Frau, die hinter der Badezimmertür leise weinte. Er wusste genau, wer es war. Wer sonst konnte es sein außer Renata?Sie stand im Türrahmen, blass im Gesicht, mit geröteten, geschwollenen Augen und einem viel zu großen Shirt, das locker an ihrem Körper herabhing. In dem Moment, in dem sie ihn sah, griff sie hastig nach hinten und zog die Badezimmertür hinter sich zu, als wollte sie etwas verbergen. Dominic sagte zunächst nichts. Er sah sie nur lange an, und bei ihrem zerbrechlichen Anblick zog sich seine Brust zusammen – bei dem Mädchen, das sein Herz schon viel zu lange aus dem Gleichgewicht brachte.„Ren“, sagte er sanft. Seine Stimme war tief und von Sorge erfüllt. Er trat ein und schloss die Wohnungstür vorsichtig hinter sich. „Ich habe di

  • Die geheime Geliebte des Professors   [51]

    Cedric saß in seinem Wagen, der in der dunkelsten Ecke der Tiefgarage parkte. Sein Herz hämmerte wie eine Kriegstrommel in seiner Brust. Das Display seines Handys leuchtete im dämmrigen Licht – die Ortungs-App, die er vor Wochen heimlich im Auto seines Vaters installiert hatte, direkt nach jenem ersten, erschütternden Fund von Renata und Alex.Er hatte es niemandem erzählt. Nicht einmal Selly.Heute Nacht war die App wieder aktiv. Die versteckte Kamera und das winzige Mikrofon, die er platziert hatte, fingen alles ein – das erstickte Keuchen von Renata, ihre leisen Schreie, Alex’ zufriedenes Stöhnen und das rhythmische Quietschten der Sitze, als der Wagen wiegte.Cedric sah sich das Video nicht an. Er hörte nur den Ton. Und das reichte völlig aus, um sein Blut in Wallung zu bringen.Er starrte auf den Bildschirm und beobachtete den Punkt, der das Auto seines Vaters markierte, wie er in der Garage von Renatas Apartmentkomplex hielt. Dann öffnete sich die Tür. Renata stolperte heraus. I

  • Die geheime Geliebte des Professors   [50]

    Renata weinte leise, ihr Körper zitterte noch immer auf der engen Rückbank. Der bittere Geschmack brannte auf ihrer Zunge, ihr Atem kam in stoßweisen Zügen, während die Tränen lautlos über ihre Wangen strömten.Alex zerrte sie mit rauem Griff zurück auf seinen Schoß. Seine Finger wanderten sofort an ihre Taille und sprängten den Knopf ihres Rockes mit einer einzigen, schnellen Bewegung. Der Stoff teilte sich, und er schob ihn hoch bis zu ihren Hüften, sodass ihre zitternden Oberschenkel völlig entblößt waren.„A-aber Herr Professor…“, versuchte Renata erneut zu protestieren. Ihre Stimme brach, während ihre Hände schwach gegen seine Brust drückten.„Kein Aber“, würgte Alex sie kalt ab, während seine grünen Augen vor wilder Gier aufblitzten. „Du weißt genau, dass ich Proteste nicht ausstehen kann, oder?“Er drückte sie flach auf die Sitzbank. Der Rock war um ihren Bauch geknüllt, das Höschen schob er grob hinunter bis zu ihren Fußknöcheln. Renata stieß einen kurzen Schrei aus und trat f

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